Vollständige Version anzeigen : Ersatz für Spanten im Heckausleger?
Mal ne Frage ...
Habe mir für ein neues Versuchsobjekt einen gebrauchten UH-1D Rumpf (Vario?) ergattert. Nun fällt mir nach entfernen der Heckspanten auf, dass der Heckausleger ohne Spanten doch ziemlich labil ist.
Für mein Projekt sollte aber das Heck möglichst verwindungssteif, frei von Spanten und trotzdem leicht sein ... hmm, blöd.
Welche Lösungen gäbe es da?
1. Heck innen mit CFK-Rovings oder -gewebe verstärken ... leider blöd ranzukommen.
2. Heck aussen mit einer Lage 160er CFK überziehen ... hört sich schon besser an.
3. Heck komplett neu mit CFK erstellen ... nee iss doch zu viel des guten.
4. Eure Ideen?
Ausschäumen. Allerdings nicht mit Bauschaum, das geht in die Hose. 8o Von Vario gibt es da etwas was man nehmen kann. Es ist ein Schaum, welcher nicht "drückt". :D
Michael Faupel
03.09.2002, 12:36
weil Du dann nirgends mehr richtig rankommst!
Wo ist der Rumpf denn labil?
Oder ist der nur nicht druckfest?
Gruß M.
Hallo,
wenn das Heck mit noch so leichtem Material ausgeschäumt wird, bekommst Du wahrscheinlich arge Probleme mit dem Schwerpunkt bzw. der Heli wird immer nach hinten fallen. So jedenfalls geschehen bei einem Kollegen.
M.E. ist die Anfertigung von kreisrunden (natürlich gelochten) Holzspannten die einfachste Methode. Der Heckausleger wurde bei mir dadurch erstaunlich stabil.
Jenachdem wie Du in das Heck kommst, reichen 2 bis 3 Stück.
Der Querschnitt muß halt durch probieren erreicht werden. :D
Gruß
Uwe
möglichst verwindungssteif, frei von Spanten und trotzdem leicht sein ... hmm, blöd.
wie wäre es mit Schaumstoff, sagen wir 5mm stark, in Streifen geschnitten, in Harz getränkt und als Ring eingeklebt. Sozusagen als Spantenersatz.
Denkbar wäre auch Kohle- oder Kevlar-Roving, spiralförmig mal rechts- und mal linksrum einlaminiert. Das müsste auch Torsionskräfte aufnehmen.
Hoppala, habt Ihr auch nix zu tun? ;) ;)
Danke für die Ideen!
Aaaber. habe mich da etwas undeutlich ausgedrückt. SORRY!
Ich brauche nämlich den Heckausleger "frei" also wirklich FREI. ;)
Der vorhandene Heckausleger ist -ohne seine Spanten- zum einen extrem druckempfindlich, zum anderen kann ich ihn ohne Probleme verwinden. Oben am Seitenleitwerk ist er "mit einem Finger" locker um ca. 20° zu verdrehen, dabei bekommt er seitlich im H-Leitwerksbereich kleine Dellen.
Mein Hauptproblem ist genau diese Verwindung ... dat Dingens muß steif werden ;) und zwar OHNE Spanten.
Innen müssen bis vorm H-Leitwerk mind. 5cm (mittig, rund) und danach sollte er am besten "ganz frei" bleiben.
Heißt also: bis zum Höhenleitwerk gehts evtl. mit dünnen Spanten, oder Sandwich (egal wie) dahinter muß sich der Ausleger selbst tragen UND Verwindung(Torsion) ausgehend vom Seitenleitwerk aufnehmen können.
Am besten gefällt mir die Idee mit den Rovings von innen. Dürfte auch am einfachsten sein. Nur wie vernünftig "hinkommen"?
Nebenbei: Ausschäumen ist durchaus bei geschlossenen Heckwellen praktikal, habe das selbst schon bei einigen Helis so gemacht. Ist sehr leicht(!) und das stabilste was man machen kann, nur gehts hier halt nicht. Und Niko ... nur Bauschaum, Vario hat lediglich ein anderes Label drauf. Wetten? ;)
Kleiner Tip!
Schau mal bei R&G oder EMC-Vega oder Bakuplast nach Kohleschläuchen! Die Gliebt es in den unterschiedlichsten Aufführungen.
Du tränkst einfach das Kohleschlauchgewebe und fädelst ihn auf einen Luftbalon, Kondom oder einen maßgeschneiderten PVC-Foliensack, fedelst ihn in den Rumpf ein und gibst Druck darauf. Du must nur darauf achten, das die Ausdehnungsmöglichkeiten begrenzt werden, da sonst das ganze unter dem nötigen Druck platzt.
Einen maßgeschneiderten Foliensack kannst du einfach aus Baufolie (ruhig etwas festeres Material) und einem Folienschweisgerät für den Haushalt :] (danke Mama) herstellen.
Ich habe dieses Ferfahren in ähnlicher Form für die Fertigung von Hotlinerrümpfen genutzt. Habe den Druck auf bis zu 4 bar :D :D :D gebracht (in einer festen Form). Schlage einen Druck von etwas über 1,2 bar für deinen Rumpf vor.
Hoffe es hielft! ;) ;) ;)
awhelisi
03.09.2002, 16:49
Da will doch wohl nich einer den Zahnriemen 3x umlenken :D
Hi Peter,
ich denke, daß Du ohne Spanten nich hinkommen wirst. Vieleicht ja so:
4x Carbonrohre oben, unten, rechts, links.
4x Carbonspanten mit 2,5 x 2,5 mm.
In die Carbonrohre einfräsungen machen, in die die Spantenstücke geklipst werden können. Das ganze dann ausgerichtet mit einander verkleben. Dann die ganze Einhet in den Rumpf kleben. Dann brauchst noch einen Spant, der dir nach hinten-oben stabilität gibt.
Für Versuchszwecke würd ich vorab eine Holzversion basteln :)
echo.zulu
03.09.2002, 17:10
Hallo Peter! Hallo Liste!
Also ich möchte ein völlig anderes Vorgehen vorschlagen: Warum baust Du nicht einfach ein normales Heckrohr mit ein? Vorn wird nen 20er oder 25er Rohr fest mit der Mechanik verbunden. Hinten wird ein stabiler Heckspant eingebaut. Daran wird das Heckrohr und der Heckrotor fest verschraubt. Normalerweise sollte diese Konstruktion Deinen Leitwerkträger soweit stützen, daß keine weiteren Verstärkungsmaßnahmen notwendig sind.
Sollte Dein Heck dann immer noch nicht stabil genug sein, dann würde ich einfach ein paar Kohlerovings einharzen.
Vorher sollte der Rumpf von innen angeschliffen werden. Geht z. B. ganz gut mit nem weichen Schleifflies oder Schleifschwamm. Die Rovings werden vorher auf dem Tisch (Folie unterlegen) getränkt. Danach das überflüssige Harz rausdrücken und ab damit in den Leitwerksträger und antupfen. Das Tupfen geht gut mit einem kleinen abgewinkelten Borstenpinsel, der mit einem Alurohr verlängert wird. Ich würde so 4-6 Rovings längs in den Rumpf einlegen. Vorn und hinten kann man noch einen "Spant" aus einem Rovingring einlegen. Als nächstes erwärme ich immer den Rumpf von innen mit einem Heißluftfön. Bitte unbedingt auf die Temperatur achten, da sich bei hohen Temperaturen außen die Gewebestruktur abzeichnen kann.
Ich habe auf diese Weise schon einigen Rümpfen zu mehr Festigkeit verholfen.
Uff das war jetzt aber viel. :D
CU,
Egbert.
Original von awhelisi
Da will doch wohl nich einer den Zahnriemen 3x umlenken :D
:D DU PETZER DU ... :D :D
awhelisi
03.09.2002, 21:35
Original von Peter Knallinger
:D DU PETZER DU ... :D :D
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Dat warste jetz selber
I hob nuar a vermutung uffstellt, aber soonst moag des joar a ka sinn ...
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Hm......ich glaube da hast Du nen Haufen guter Tipps bekommen.! Da ich als Rumpfhubschrauberrookie ( geiles Wort was.?) den ganzen Experten sicher nicht das Wasser reichen kann, möchte ich trotzdem auch meinen Senf dazu abgeben :P
Ich denke die Lösung mit den Kohlerovings ist die gescheiteste. Ich habe in div. Seglerrümpfen auch Rovings eingeklebt und die F3B Rumpfe sind meistens noch viel dünner.
Habe eine Kiefernleiste ca. 1m. lang genommen und an einem
Ende ein wenig Schaumstoff befestigt ( Polster ) darüber von einem Gummihandschuh einen Finger abgeschnitten und darüber gezogen. Diese ganze " hochkomplizierte " Einheit quasi als verlängerten Finger genommen und das Harz in den
Rumpf verbracht und schön verteilt.!
An dem anderen Ende der Kiefernleiste kannst du ein Stück
Schleifpapier anbringen um den Rumpf anzurauhen.!
Gruß Mario
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