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Vollständige Version anzeigen : gfk blätter aufbohren ?


ts200778
08.04.2008, 18:29
hi
kann ich die 3mm bohrung auf 4mm aufbohren in gfk blättern ? oder darf man das nicht ?????????
für die blattaufnahme.
mfg

gandhara05
08.04.2008, 18:34
Da sind meistens Hülsen drin, wenn nicht kannst du versuchen sie aufzureiben. Dummerweise muss das natürlich genau rechtwinklig und auf beiden Seiten gleich passieren.

Gruß
Dennis

ts200778
08.04.2008, 18:48
hi du schon wieder ;)

aufreiben kann ich nicht mangels passenden werkzeugs. und hülsen sind keine drin.
ich meine mit nem 4mm metall bohrer.
mfg

Klaus Ortner
08.04.2008, 18:51
aufreiben kann ich nicht mangels passenden werkzeugs. und hülsen sind keine drin.
ich meine mit nem 4mm metall bohrer.

Wenn man bedenkt welche Kräfte an den Rotorblättern herrschen, würde ich von so einem Vorhaben dringend abraten.

ts200778
08.04.2008, 18:57
hi klaus.
also mlieber neue blätter kaufen ? sind die den nicht verstärkt in der aufnahm ?
mfg

awhelisi
08.04.2008, 19:03
hi,

also ich habe schon 700 bbt blätter von 4 auf 5 aufgebohrt und es gab da keinerlei probleme.
frag doch mal den hersteller, was der dazu meint. habe ich auch vorab.

gruss arne

Klaus Ortner
08.04.2008, 19:05
Ich verstehe nicht ganz, warum Du Blätter hast mit ner 3mm Aufnahme wenn Du welche brauchst mit 4mm. Fehlkauf?

ts200778
08.04.2008, 19:05
es sind blätter von wachsmut kennt ihr die sind die gut ?
mfg

ts200778
08.04.2008, 19:09
nein is kein fehlkauf hab ich vom bekannten bekommen, der sie nicht mehr benötigt.
ich sach ma wenn das geht mit den löcher grösser machen brauch ich mir keine extra kaufen.
deswegen die frage.
mfg

gandhara05
08.04.2008, 19:10
Kannst aufbohren, ob die gut sind weiß ich nicht, aber wenn du hohe Drehzahlen fliegen willst werden die dir die Schrauben deines Logo verbiegen, weil sie keine Hülsen haben, kannst aber z.B. auf 4,5mm aufbohren oder etwas mehr und dann eine 4x5x12 Messinghülse einschlagen (am besten mit nem Schraubstock einpressen, hält wenigstens dauerhaft)

Gruß
Dennis

ts200778
08.04.2008, 19:14
ne die sind ja auch so ohne hülse. is jedenfals keine drin.

gandhara05
08.04.2008, 19:20
Eben drum solltest du ja überlegen eine rein zu machen ;)

ts200778
08.04.2008, 19:24
ne die haben ja keine hülsen von vornherrein gehabt.

gandhara05
08.04.2008, 19:26
Das sag ich doch grad, du solltest aber GENAU DESWEGEN überlegen ob du selber NACHTRÄGLICH eine rein machst, weil sonst die Schrauben schnell krumm werden können

ts200778
08.04.2008, 19:28
werd ich dann wohl machen.
danke erstma.

TitanRaptor
08.04.2008, 19:46
Hallo,

also ich würde so welche rotorblatt basteleien lassen (und würde es auch niemanden empfehlen) weil durch die fliehkräfte, weiß man nie!!
Und du bringst nicht nur dich ,sondern auch andere in gefahr!!!!!

ts200778
08.04.2008, 19:51
das war ja meine frage ob sowas generell ok ist oder lieber nicht.
mfg

TitanRaptor
08.04.2008, 19:59
Hallo,

kauf lieber die passenden Rotorblätter, ist denke ich auf fürs eigende gewissen besser!

Gruß

gandhara05
08.04.2008, 20:06
Die Löcher in den Blättern werden auch nur gebohrt. ;)

michamerlin
08.04.2008, 23:44
Die Löcher in den Blättern werden auch nur gebohrt. ;)

aber die hülsen werden nicht im schraubstock reingemurkst sondern in der form bereits in die rotorblätter eingebracht.

ich würde hier auch nicht rumbohren. zumindest nicht ohne den hersteller gefragt zu haben und auch nur mit ordentlichem werkzeug.

micha

gandhara05
08.04.2008, 23:47
Die Hülsen sind eingepresst . Nicht immer, aber bei einigen Blättern. Das geht und man macht da auch nichts mit kaputt.

Fly-So-High
08.04.2008, 23:52
aber die hülsen werden nicht im schraubstock reingemurkst sondern in der form bereits in die rotorblätter eingebracht.
ich würde hier auch nicht rumbohren. zumindest nicht ohne den hersteller gefragt zu haben und auch nur mit ordentlichem werkzeug.
micha

Also vom bohren würde ich auch dringend abraten wenn die Blattwurzel dadurch zu instabil wird zerfliegt dir nicht nur das Blatt sondern der ganze Heli in 1000 Teile. Übrigens die Hülsen werden nicht in der Form eingebracht - bei vielen guten Blättern liegen die auch separat bei um die passenden selbst einzupressen/einzuschlagen da mit 4mm und 3mm Bohrung möglich. Das Hauptproblem beim aufbohren ist das der Bohrer verläuft somit passt dann dein Blattschwerpunkt und wenns arg schlimm zugeht sogar dein Blattvorlauf nicht mehr .

Marcel

michamerlin
09.04.2008, 00:03
Übrigens die Hülsen werden nicht in der Form eingebracht - bei vielen guten Blättern liegen die auch separat bei um die passenden selbst einzupressen/einzuschlagen da mit 4mm und 3mm Bohrung möglich. ´

ok dann nehm ich das zurück.
wenn 2 hülsen beiliegen mit unterschiedlichen innendurchmessern dann ist das blatt aber dafür vorgesehen. wenn man aber das blatt aufbohrt und dann eine hülse einsetzt denke ich dass man eventuell das material zu arg schwächt.
oder liege ich da auch falsch.

ich würde es auf jeden fall lassen, vielleicht bin ich aber auch nur zu vorsichtig. wobei. kann man mit einer fliegenden kreissäge zu vorsichtig sein?

micha

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 00:04
Hallo,

du kannst ruhig aufbohren, denn der Hersteller macht nichts anderes. Die Hülsen werden eben nicht mit in die Form gelegt sondern nachträglich ins Aufgebohrte Loch einpasst.

Zum Thema Zugkräfte und Wirkung auf die Blattwurzel. Was meint ihr was bei einen Faserverbundblatt besser ist, wenn die Bohrung mit 4mm die Kräfte aufs Blatt überleitet oder die Hülse mit 5mm Durchmesser und diese auch noch fest im Blatt sitzt - Schlagwort Lochleibung.

Wenn man sich den Feserverlauf in einen Rotorblatt ansieht, dann kann man sogar ziemlich sicher sagen, dass das Aufbohren nicht juckt. Jedenfalls nicht wenns nur 2mm sind. Zumeist ist eh ein Hartholzklotz oder eine GFK Platte oder Dergleichen in der Blattwurzel und um dies sind dann die Rovinge geschlingt.

Wenn du höhere Drehzahlen fliegen willst, dann auf jeden Fall die Hülse rein.

Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz

Achja vllt. ganz nützlich:
http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=63429&page=3

gandhara05
09.04.2008, 09:08
Immerhin hatte ich dann ja wirklich mal Recht ::) ;D

Accuentlader
09.04.2008, 09:13
ich habe auch schon aufgebohrt. :)

und mitten im Bohren kommt Metallspäne raus :hollau:

bei meinen Blätter war in der Mitte eine Aluscheibe eingelegt, bestimmt 3mm dick, durchmesser ??. Keine Hülse oben oder unten drinn.

Wichtig ist das genau gebohrt wird und nicht schräg/schief.


Die Löcher in den Blättern werden auch nur gebohrt.

jo, wie sonst auch :)

ts200778
09.04.2008, 09:25
so
ich habe mir jetzt beim wachsmuth neue blätter bestellt.
wollte es aber jetzt mal genau wissen.
ich habe einfach vorsichtig durchgebohrt und es ist eine art hlozklotz drin. von alu keine spur.
mfg

gerdvonrunkel
09.04.2008, 09:44
Hülsen sind im allgemeinen zur ableitung von Druckkräften eingesetzt, soll heisen das man die Blattwurzen nicht zu arg Pressen Kann.

@Sebastian:
Du hast recht, Wenn der Durchmesser der Bohrung wächst, wird der Punktdruck auf dem werkstoff kleiner.

Die genauigkeit beim aufbohren ist das A+O.

Bei GFK Hohe Drehzahl und geringer Vorschub, damit nix einreißt

u.frey
09.04.2008, 10:43
Ich hab schon ein Heli gesehn bei dem die Rottorblätter abgerisen sind, sieht dann aus als ob du den GANZEN HELI SPRENGEN würdest. Ich würde das nicht riskieren wegen den paar Mücken die du da Investieren musst.


MfG Urs

Klaus Ortner
09.04.2008, 11:23
Ich hab schon ein Heli gesehn bei dem die Rottorblätter abgerisen sind, sieht dann aus als ob du den GANZEN HELI SPRENGEN würdest

Genau so sieht das aus.

gerdvonrunkel
09.04.2008, 11:53
Ich hab schon ein Heli gesehn bei dem die Rottorblätter abgerisen sind, sieht dann aus als ob du den GANZEN HELI SPRENGEN würdest. Ich würde das nicht riskieren wegen den paar Mücken die du da Investieren musst.


MfG Urs

Hab ich auch schon gesehen, und das bei funkelnagelneun Blättern.

es ist wohl unstrittig das neu Sichere ist, aber es gibt Leute ,so wie ich die sich jedes Teil vom Mund
absparen müßen. und wenn dann der Hersteller sein OK gibt würde ich (unter beachtung aller genauigkeit) auch bohren

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 12:10
Mir selbst sind "neue" Rotorblätter, eines großen und beliebten Herstellers von hochwertrotorblättern abgerissen. Allerdings reißen Rotorblätter zu 99,9% nie an der Blatthalterschraube ab, auch nicht beim Einschlag.

Der Grund warum die meisten Rotorblätter versagen nennt sie Delamination. Entweder sind die einzelnen Gewebeschichten oder Rovinge schon von anfang an nicht richtig verbunden oder durch einen Schlag (Compression-after-impact) verursacht, was übrigens neben außreisenden Bohrungen das größte Risiko in der manntragenden Zunft darstellt.

Alu, Holz, GFK.. Da ist immer was drin. Wobei Alu da wohl das beste ist, da man sich fast die Hülse sparen kann.

Die Hülse soll keine Druckkräfte von den Blatthaltern abfangen. Weißt du wie stark du die Bolzen anknallen müßtest damit das was bringen würde bzw. sind die Hülsen meißt eh so n halben mm kürzer als die Blattdicke.

Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz

gerdvonrunkel
09.04.2008, 12:21
Die Hülse soll keine Druckkräfte von den Blatthaltern abfangen. Weißt du wie stark du die Bolzen anknallen müßtest damit das was bringen würde bzw. sind die Hülsen meißt eh so n halben mm kürzer als die Blattdicke.

Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz

Dat is ja nett von mir, sonder steht so in einem heftchen von einem bekanten hersteller.

"da kann man mal sehen wie wenig Ahnung die von ihren eigenen Produkten haben"

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 12:28
Bei wem steht den das? Kann ja sein, dass es so gedacht ist, aber ich behaupte mal, dass es in der Praxis Blödsinn ist.

u.frey
09.04.2008, 17:00
Hab ich auch schon gesehen, und das bei funkelnagelneun Blättern.

es ist wohl unstrittig das neu Sichere ist, aber es gibt Leute ,so wie ich die sich jedes Teil vom Mund
absparen müßen. und wenn dann der Hersteller sein OK gibt würde ich (unter beachtung aller genauigkeit) auch bohren


Wenn der Hubi Explodiert musst du dir mehr vom Mund absparen als ein paar Rotorblätter

MfG Urs

gandhara05
09.04.2008, 17:08
Wie meinst du denn kommen die Löcher in die Blätter?
Die müssen ja gebohrt sein wenn teilweise gar Holzklötze drin sind ;)
Ich verstehe nicht wo da dann das Problem sein soll, muss man nur rechtwinklig und vor allem langsam bohren . Wie schon geschrieben wurde, viel Drehzahl, wenig Vorschub, dann passiert auch nix. Dann Hülse rein und fertig.

Gruß
Dennis

u.frey
09.04.2008, 17:26
Jedem das seine. Vieleicht geht es ja aber ich würde es nicht Riskiren. Ist halt meine grundeinstellung. Die Rotorblätter wurden auf eine bestimmte Drehzahl getestet so sollten sie halten und da würde ICH einfach nichts Rumbasteln. Das Ist meine Meinung aber wie gesagt jedem das seine.

MfG Urs

gandhara05
09.04.2008, 17:30
Ja klar, ich weiß ja auch dass es heikel ist, aber gehen tut es. Nur dann noch überdrehen ohne eigene Tests oder Berechnungen ist natürlich nicht mehr drin. Ich denke ohne das richtige Werkzeug ist passen kaufen die bessere Alternative. Kann auch jeden verstehen der an der Stelle ungern bastelt.

Gruß
Dennis

raptor-tom
09.04.2008, 17:36
Hi,
Hin oder her, es sind doch schon neue Blätter gekauft worden!!!
Aber ich sehe da auch kein Problem es vernünftig aufzubohren.
Wenn Du es Dir zutraust genau zu bohren, mach es und leg die als Reserve weg.
Viel Spass mit den neuen Blättern!

Gruss Tom

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 17:41
Hallo Urs,

dieses übervorsichtig sein ist in manchen Fällen in Mitteleuropäischen Raum echt ein Kraus. Ich finde man sollte keine Modellhubschrauber fliegen, wenn man hinter jeder Kleinigkeit ein Horrorszenario erwartet. Zuschauer und Kollegen dürften sich erst recht nicht innerhalb einer Sicherheitszone von 2km Radius bewegen und auch sonst müßte man Teilegutachten für jedes einzelne Bauteil am Modellhubschrauber erwarten.

Du kannst dir sichergehen, dass Verbundrotorblätter garantiert eine 4-5 Fache Sicherheit haben. Ein paar 100kg Zugkraft... tz was ist das schon für die Blattwurzel und den darin umgeschlagenen Rovingstrank. Außerdem sollte man sich einmal mit den Aufbau von Rotorblättern außeinander setzen bevor man sagt:"geht nicht - ohne erhöhtes Risiko!".

Bei wem ist den schonmal ein Rotorblatt an der Blatthalterschraube (also durch die Bohrung abgerissen). Ich wette beim Großteil der Leute hier noch niemals obwohl die Bohrung eindeutig eine Sollbruchstelle darstellt. Die Blattwurzel ist wohl die Stabilste Stelle am gesamten Rotorblatt und bereits am Übergang zum normalen Profil wird das Risiko eines Bruches vervielfacht.

Ich Wette das ein simpler kleiner Dotzer beim Einladen des Helis ins Auto mehr Gefahren birgt wie das Aufbohren der Blätter. Mensch die Bauteile werden doch nicht am Grenzbereich ihrer Festigkeit betrieben. Die Bemessungslasten sind demensprechend hoch angelegt und die Sicherheiten wohl auch.

Aber nun gut...
Grüße
Sebastian

gandhara05
09.04.2008, 17:44
Seh ich genauso, aber wenn man schief bohrt wirds auch blöd. ;D
Ich hätts auch gebohrt, aber Bohrständer ist wohl Pflicht.

Gruß
Dennis

u.frey
09.04.2008, 17:46
Ich hab das Gelt auch nicht im überfluss. Lieber flieg ich mal ne woche oder zwei nicht und kann dafür auch was neues holen wo ich nacher auch wieder drauf vertrauen kann. Das hobby ist halt nicht bilig aber mit zunehmendem können immer biliger. :jippiyeah:

Zu sebastian es istmeine meinung freut mich wenn du ne andere hast.

MfG Urs

u.frey
09.04.2008, 17:53
Hallo Sebastan

Ich habe nie gesagt es geht nicht und das das Risiko höher ist alls mit Neuen ist woll jedem klar

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 17:57
Hallo Urs,

ich widersprech dir da mal. Ich behaupte jetzt mal Salop, dass eine 5mm Bohrung mit passendem 5*4mm Messingröhrchen garantiert mehr Belastung aushält wie die 4mm Bohrung ins pure Material.

Erklähr mir doch mal auf eine belegbare Art warum das Risiko größer sein soll?

u.frey
09.04.2008, 17:59
Die kommen so ab werk getestet hast du es schon getestet?

u.frey
09.04.2008, 18:03
Ich will mich hier auch nicht Streiten. Ist mine Einstellung (Meinung) jedem seine

MfG Urs

gerdvonrunkel
09.04.2008, 18:07
Also ich denke wenn man ein neues blatt von 3mm auf 4mm aufbohrt, und das fachlich richtig macht, besteht kein erhötes Risiko!!!!

Leuts wir reden hier über 0,5 mm an jeder seit der Bohrung.
Wenn ein Rotorblatt ohne Hülse ein paar Stunden in betieb war ist die Bohrung fast um die gleich Differenz ausgejukelt

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 18:08
Ist doch kein Streit sondern eine sachliche Diskusion.
Der Grund warum die größere Bohrung mit der Messinghülse besser ist, ist folgender.
Wangenbruch (Also das Abreisen der Blattwurzel am Loch ist im höchsten Maße unwahrscheinlich, da hier wirklich viel Material ist und vorallem auch ein Rovingstrang herumgeschlungen ist. Mit ziemlicher Sicherheit würde das Bauteil zunächst auf Flächenpressung (Lochleibung) versagen. Größere Fläche = Mehr Festigkeit.

u.frey
09.04.2008, 18:15
Sebastin

Ich gebe dir recht wüde es trotzdem nicht machen (krumme bohrung,ausreissungen in der bohrung,verletzung Rovingstrang )

MfG Urs

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 18:19
Hallo Urs,

gerade gebohrt ist natürlich ein muss und "Ausreisungen" in der Bohrung sind eigentlich egal da eh in einen Klotz aus Harzholz, Alu, GFK gebohrt wird. Der Rovingstrang verläuft in der Regel um diesen Klotz und der Klotz misst nicht nur 5mm sondern ist in etwa 2mm kleiner als die Blattwurzel breit.

u.frey
09.04.2008, 18:21
OK.... :lieb:

passion
09.04.2008, 18:34
Also jetzt muß ich auch mal meinen Senf dazu geben,

Blätter aufbohren mit den meist in einer schlecht ausgestatteten Hobbywerkstatt stehenden Maschinen ist einfach nicht drin!!

Natürlich bohrt auch ein Blatthersteller die Löcher da rein, der hat aber neben dem richtigen Werkzeug / Maschine(n) zum Bohren auch eine Vorrichtung damit das Loch auch immer am richtigen Platz und im richtigen Winkel in das Blatt gebohrt wird.
Wenn das Loch nur wenige hundertstel Millimeter anders im Winkel oder aussermittig im einen wie im anderen Blatt ist kommt es zu Vibrationen oder eben zum Totalverlust des Blattes mit samt dem Heli und allem was gerade im Weg steht!!!

Mit Panikmache oder so hat das nix zu tun, wer hier spart bringt sich und andere in Gefahr!!

Zu gerne würde ich die Meinung der Versicherung dazu hören - in meinen Augen grob fahrlässig.

Und ja ich habe auch schon Blätter sogenannter "Namhafter" Blatthersteller in Teilen fliegen sehen, beim Erstflug, oder besser gesagt beim Versuch den Erstflug damit zu machen.


Ich finde es sehr gut daß hier bereits neue Blätter angeschafft wurden !!

Gruß Olli ...

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 18:41
Hallo Olli,

weißt du eigentlich was wenige hunderstel Millimeter sind? Du kannst dir sicher sein, dass das Spiel in der Bohrung und der sich unter last biegende Bolzen eine weit größere uneinschätzbare Quelle von Abweichungen darstellt.

Deine Blätter werden nichtmal vom Schwerpunkt auf einen mm genau gewuchtet!
Und die Blätter die du so zurupfen gesehen hast, waren die an der Schraube gerissen?
Ich persönlich hab schon dutzende Blätter versemmelt und hunderte versemmeln gesehn und ich kann mich nicht daran erinnern jemals eins an dieser Stelle gerissen ist.

Gero Adrian
09.04.2008, 18:48
Moin

Wie schon bereits von einigen angemerkt, fertigen einige Blatthersteller den Blattgriff mir einem Holzstück, welches rovingummantelt ist. Hier ist ein (SAUBERES!!!) Aufbohren und einsetzen einer präzisen Hülse kein Problem, NHP und SAB sehen eh Wechselhülsen vor. Es gibt aber auch Hersteller, bei denen besteht der Anschlüssbereich direkt aus den Rovings. Das heisst um einen Dorn, der später die Blattschraubenbohrung darstellt, wird ein Kohle- oder Glasroving gewickelt. Dieser läuft dann auch weiter in das Blatt und nimmt die Zugkräfte auf. Nach dem Zusammensetzen der Form und dem Aushärten wird der Dorn gezogen und man hat ein präzises Loch. Wenn man jetzt in so einem Blatt bohrt, ist das eigentlich der Genickschuss für das Blatt. Genau das Strukturelement, welches die Stabilität ins Blatt bringt, schwäche ich und unter Umständen zerteile ich Faserstränge die die Zuglasten aufnehmen.

pbskat
09.04.2008, 18:51
Diese "wird scho nix passieren" Mentalität macht mich wütend. Weil wenn es dann doch passiert, werden wir alle dafür büssen. Ein RC-Heli ist kein Sandkistenspielzeug, an dem man nach Belieben herumdoktern kann, schon gar nicht an rotierenden Teilen, die im Extremfall jemanden töten können! >:(

Peter

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 18:59
Hallo Gero,

stimmt. Hier würde das durchtrennen des Faserstrangs eine markante Schwächung darstellen. Beim Airbus A300 ist es beispielsweis zu Abstürzen gekommen, da einfach ins Verbundmaterial gebohrt wurde. Niete sind dann einfach ausgerissen.

Ich kenn jetzt keine Blätter bei denen der Rovingsstrang um einen Dorn (welcher nachher die endgültigen Außmaße hat) gelegt werden aber dieses Astlochprinzip wird manntragend angewand. Trotzdem wird hier meistens noch eine Metallhülse eingepasst um Lochleibung zu reduzieren, größere Anzugskräfte (bei Flächenpressung) erzeugen zu können.

Mit besten Grüßen
Sebastian Zajonz

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 19:04
Hallo Peter,

ich zieh mir das ja nicht aus den Fingern, sondern habe hier fundamentales Wissen mit der Materie.

An einem Modellhubschrauber hat so gut wie nichts eine Luftfahrtzulassung und auch sonst werden dutzende Normen mit Füßen getretten. Allein schon die Art der Schraubensicherung ist eigentlich Lächerlich und auch an den tollen CFK Mechaniken werden alle Gesetze des richtigen konstruiren mit Faserverbundwerkstoffen mit Füßen getretten.
Findest du an deinen T-Rex 600 N ein Element was mit einer abgestimmten Faserorientierung konstruirt wurde?

Ich wette es gibt so gut wie keine Rotorblätter die vernünftig geprüft wurden wie es manntragend gemacht würde.

Grüße
Sebastian

Gero Adrian
09.04.2008, 19:09
Moin

ich habe vor ein paar Jahren einmal nach einem Absturz ein Blatt zum Frustabbau intensiv zerlegt (Blatt gegen Mülleimer - der Mülleimer war stärker) dabei bin ih in die Tiefen der Blattwurzel gekommen und habe den Aufbau gesehen. Hersteller - pffft, keine Ahnung, ein weisses Blatt mit schwarzem Loch und dickem Knick ;)

pbskat
09.04.2008, 19:21
Hallo Sebastian,

ich bin froh, dass die Diskussion trotz des konfrontativen Inhalts sachlich bleit.

Vom Maschinenbau, Materialkunde und Flugtechnik her ist an deiner Argumentation überhaupt nichts auszusetzen, sie umfasst halt nur nicht alle Faktoren. Die meisten sind bereits genannt worden: unzureichendes Werkzeug / Maschinen / Vorrichtungen, fehlendes Fachwissen, schlampiges / ungenaues Arbeiten, allgemein "menschlicher Faktor".

Anders gesagt: wäre torty0778, der Thread-Starter, die Firma Maniac oder so, mit allen notwendigen Mess- und Arbeitsgeräten, Fachleuten und -wissen, würde ich kein Wort verlieren, dann könnte ich von einem professionellen Ergebnis ausgehen (obwohl, wie gesagt wurde, haben sich auch schon neue Blätter aufgelöst).

Wenn ich mir aber vorstelle, dass durchschnittlicher Baukastenschrauber wie du und ich am Küchentisch den Akkubohrer ansetzt, drei Mal abrutscht und dann ein schiefes Loch hineinmurkst in ein Teil, das mit 2000 Umdrehungen rotiert, läufts mir kalt über den Rücken. Da ist es dann egal, dass die Hülse vielleicht gehalten hat, aber da das Loch schief war, die resultierende Unwucht den Heli zerrissen hat. Daher würde ich so eine Aktion nie empfehlen.

LG Peter

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 19:27
Hallo,

ich liebe solche Diskusionen, da ich da auch immer sehr viel lernen kann. Wußte jetzt z.B. nicht, dass auch Rotorblätter im Hobbybereich gebaut werden, bei denen die Rovinge um einen Dorn geschlungen werden. Ich hab mich ja selber einmal mit den Bau von Rotorblättern beschäftigt, auch eine Form gebaut und muster laminiert, doch bin ich damit nur bei geringen Drehzahlen geflogen, da ich mir das ganze auch nicht geheuer war.

Also ich würde solch eine Bohrung nicht hinfuschen sondern wohl vorbereitet und sauber fertigen, eine passende Hülse einpassen und damit fliegen gehen, ohne Angst und Bange.

Man Dremelt sich ja auch keine Turbine zusammen - weißt wie ichs mein?

Ahja wäre der Thread-Starter, eine Firma die Rotorblätter herstellt, dann wäre ich zutiefst beunruhigt, wenn er solch eine Frage in einem Forum posten würde *Lach*

Ich hoffe ihr sitzt alle nicht verbissen hinterm Monitor sondern habt Spass an dieser Diskusion.

pbskat
09.04.2008, 19:29
An einem Modellhubschrauber hat so gut wie nichts eine Luftfahrtzulassung und auch sonst werden dutzende Normen mit Füßen getretten.


Danke, das ist ein weiterer Faktor. Ich denke auch, dass wegen Gewicht und Agilität die Konstrukteure von Modellhelis doch recht extrem an die Limits gehen. Für den vorgesehenen Betreib reichts gerade noch, wenn aber dann diese Konstruktion noch weiter geschwächt wird, kanns schnell in die Hose gehen.

Vielleicht aber bin ich auch nur alt und in der IT tätig und habe daher schon zu oft Murphy's Law erlebt. :lol:

LG Peter

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 19:36
Hallo Peter,

in der manntragenden Luftfahrt wird sicherlich mehr an Grenzen gegangen da hier Gewicht bares Geld ist. Sicherheitsfaktoren von 1,2 sind hier keine Seltenheit. Auch gibt es hier verschiedene Konstruktionsphilosophieen aber das würde hier zu tief gehen.
Zum Großteil, lebt man hier mit Rissen und Versagen und arrangiert sich damit.

Im Hobbybereich ist sicher alles auf Lebenszeit Konstruirt, was Sicherheitsrelevant ist und nicht sofort auf Verschleiß geprüft werden kann.

Murphy kann immer zuschlagen und wird es in Zukunft auch immer wieder tuen *g*

ts200778
09.04.2008, 19:38
joa .... was soll ich dazu noch sagen ;)
Danke für die ganzen infos hab ne menge dazu gelernt wie sebastian schon gesagt hat ....

mfg
torty

ps. die aufgebohrten hängen jetzt an der wand und nicht am heli ;);)
die neuen sind schon im DPD bus ...

Klaus Ortner
09.04.2008, 20:19
Hallo Leutz,

irgendwie ufert das jetzt ein bissle aus, da der Thread-Ersteller ja schon neue Blätter bestellt hat und damit sein Problem gelöst ist.

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 20:21
und? Verhindert dies jetzt jede weitere sachliche Diskusion? Ist das Forum jetzt wirklich nur noch ein Frage Antwort Board?

Klaus Ortner
09.04.2008, 20:28
Gegen sachliche Diskussionen ist nichts einzuwenden, aber das Ganze dreht sich irgendwie im Kreis. Jeder hat seine eigene Meinung und jeder will rechthaben. Wo soll das hinführen?

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 20:31
Stimmt doch garnicht. Jeder hat neue Erkenntnisse, alle profitieren voneinander und die ganze Diskusion ist stets sachlich geblieben. Wo das hinführen soll? Wohin soll eine Flut von 1537 Beiträgen in Rund 4 Monaten hinführen? Ist doch scheiß egal solang hier niemand gekränkt, beleidigt wird ist diese Diskusion für alle Parteien sinnvoll und ich denke es hat sich auch keiner daran gestört?

gandhara05
09.04.2008, 20:45
Sooo, nun hab ich mich doch mal ans zersägen gemacht.
Hier das Ergebnis:

http://img388.imageshack.us/img388/1132/cimg2136mk7.th.jpg (http://img388.imageshack.us/my.php?image=cimg2136mk7.jpg)

pbskat
09.04.2008, 20:52
Das wäre aber nicht notwendig gewesen! Sebastian und ich waren uns eh schon einig und Torty war auch zufrieden, sogar Klaus hat schon aufgehört.

Und nun kommst du und zersägst wegen uns deine teuren Blätter! ;D :jippiyeah:

LG Peter

gandhara05
09.04.2008, 20:58
War nur ein V-Blade und ein MAH ;D

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 20:59
und der Rest vom Blatt steckte wohl eh m Acker :)

gandhara05
09.04.2008, 21:09
najaaaa ::) Das V-Blade hab ich zersägt und Paddel draus gebaut und das MAH....naja....schaut selbst ::)
http://img502.imageshack.us/img502/5863/cimg2138or9.th.jpg (http://img502.imageshack.us/my.php?image=cimg2138or9.jpg)

u.frey
09.04.2008, 21:11
Padel draus gebaut???


:dance::dance::dance::dance::dance::dance::dance:: dance:

MfG Urs

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 21:12
Hehe da sieht man mal was Delamination wirklich ist und was mit Compression after Impact gemeint ist *g*

An nem Bild von den Paddeln bin ich auch gleich interessiert.

gandhara05
09.04.2008, 21:15
jup genau :) http://img218.imageshack.us/img218/8444/cimg2078vy7.th.jpg (http://img218.imageshack.us/my.php?image=cimg2078vy7.jpg)

Sägen, loch bohren, Messing Sechskant (platinenverbinder) anschleifen und einharzen--->Fertiig:lol:

Sebastian Zajonz
09.04.2008, 21:17
Gewicht?
und
Gehen die gut?

u.frey
09.04.2008, 21:18
Wie machst die befestigungslöcher?:jippiyeah::snack::snack:

gandhara05
09.04.2008, 21:22
Hab die im Schraubstock zwischen zwei Einkerbungen eingespannt, dann an der dicksten Stelle n Loch rein. Gewicht ist glaub ich 17g oder so, gehen sehr gut, hab aber bisher nicht mehr als 1700U/min drauf gehabt.

Gruß
Dennis

Gero Adrian
09.04.2008, 23:41
Moin

@Dennis ääääh - halblang. Sehe ich das richtig oder hat das weisse Blatt (vermutlich das MAH) den Messinginsert in der Harzmasse ohne weitere Verbindung zur Zuglastkomponente?
Kannst Du 'mal schauen ob da irgendwie eine Verbindung zwischen der Hülse und dem CF Material besteht?

gandhara05
09.04.2008, 23:45
Hi Gero, das scheinst du richtig zu sehen, was für eine Art Verbindung meinst du ?

Gero Adrian
10.04.2008, 00:02
Moin

naja, irgendwie sollte ich ja die Zugbelastung die ja doch auf der Hülse lastet, irgendwie auf das Blatt übertragen. Nur mit Baumwollflocken oder Micrballons eingedicktes Harz ist zwar fertigungstechnisch easy aber lastechnisch völliger Blödsinn. Wie wir schon vorher so ein wenig diskutiert haben, so ein paar Rovings, die um den Lastpunkt - hier die Hülse - in das Blatt gehen, wären nicht schlecht. Man kann die Kräfte, die vom Blatt durch die Fliehkräfte (die bei der Rotation enstehen) zweierlei in den Griff einleiten. Entweder ich ziehe das Blatt so fest, das über den Kraftschluss der zusammengepressten Blattgriffe diese Kräfte übertragen werden (hier hat aber Kollege µ0 etwas dagegen). Das resultiert aber auch noch gerne in unangenehmen Schwingungen. Oder aber ich gebe die Kräfte vom Blatt direkt über die Hülse in die Schraube - die übrigens auf Biegung belastet wird und nicht auf Scherung!!
So wie das aussieht liegt die Hülse in der Harzpampe und das wars. Das bisschen Laminat und Formgebung kann ich dann auch mit Packpapier machen - oder habe ich da eine Denkfehler??

gandhara05
10.04.2008, 00:10
Nö, siehst du richtig, so schaut ein MAH-Blatt aus

Sebastian Zajonz
10.04.2008, 00:53
Hallo Gero,

sie wird doch auf Zug, Scherung und Biegung belastet. Die Zugbelastung ist allerdings so klein, dass man die Schraube als Bolzen betrachtet und sie spielt eigentlich keine Rolle.
Die Biegung stellt allerdings die Hauptlast.

Grüße
Sebastian

pbskat
10.04.2008, 08:28
Anders gesagt: wäre torty0778, der Thread-Starter, die Firma Maniac oder so, mit allen notwendigen Mess- und Arbeitsgeräten, Fachleuten und -wissen, würde ich kein Wort verlieren, dann könnte ich von einem professionellen Ergebnis ausgehen.


Moin
@Dennis ääääh - halblang. Sehe ich das richtig oder hat das weisse Blatt (vermutlich das MAH) den Messinginsert in der Harzmasse ohne weitere Verbindung zur Zuglastkomponente?
Kannst Du 'mal schauen ob da irgendwie eine Verbindung zwischen der Hülse und dem CF Material besteht?

Hiermit nehme ich meine oben aufgestellte Behauptung öffentlich zurück... :unsure:

Peter

Gero Adrian
19.04.2008, 10:52
Moin

nachdem Dennis ein MAH Blatt aufschliff, hat mir das Bild und die eventuell falsch verstandene Frage, ob der schlechten Verbindung Hülse - Blatt keine Ruhe gelassen. Gestern ist einer meiner Helis 'runtergefallen und hat ein MAH Blatt zur Verfügung gestellt. Ich habe jetzt recht langsam und schrittweise das Blatt auf den Bandschleifer gedrückt. Schicht für Schicht bin ich durch CfK Gewebe gekommen und dann auch in eine Schicht, in der Rovings zu sehen waren (die übrigens um die Hülse geschlungen sind). Ziemlich exakt in der Mitte (Trennaht) war dann von den Rovings nichts mehr zu sehen. Klar, beim Laminieren kommt ja auch zuerst das Gewebe, dann die Rovings und dann die Füllpansche.
Also - auch diese Blätter entsprechen gängigen Methoden und die Hülse für die Blattschraube kann sauber Kräfte ins Blatt übertragen!

gandhara05
19.04.2008, 11:11
Hallo Gero, da kannst du recht haben, meins ist nämlich aufgesägt.

Gruß
Dennis

QuaX
19.04.2008, 15:44
Hallo Sebastian,
in der manntragenden Luftfahrt ist übrigens nach den Zulassungsbestimmungen z.B. JAR, FAR ein Sicherheitsfaktor von 1,5 auf die maximale Last Pflicht.

Viele Grüße

QuaX