Vollständige Version anzeigen : Jazz 80 hat abgeregelt - unfreiwillige Autorotation
morpheus
16.05.2008, 20:07
Hallo zusammen,
heute hatte ich meine erste unfreiwillige Autorotation. Ich könnte sagen "Gott sei dank", denn die ist mir aus 4-5 Metern direkt gelungen :-)) Ist zwar nicht die Welt, aber immerhin ;)
Aber zum Problem: Mein Jazz 80 hat nach dem 2. Flug abgeregelt. Blinkfolge 3 mal. War das Übertemperatur? (hab mein Handbuch verlegt)
Ich habe direkt nach dem 1. Flug weitergemacht, vielleicht so 3-5 Minuten Pause. Den Jazz überprüfe ich eigentlich nach jedem Flug mit der Hand. Der war nicht warm. Allerdings der Motor! (Org. Align, ist mir nach dem abregeln aufegfallen) Meinen Jazz habe ich auch direkt seitlich an der Chassis neben dem Motor. Kann es also ein Kühlproblem sein? Hat jemand ähnlich Erfahrungen mit dem Jazz gemacht?
Ach: Hat jemand von euch Flightpower 6S 4900 im Einsatz? Wie warm werden die so bei euch?
Grüße,
Andreas
Helinarr
16.05.2008, 20:26
Hallo Andreas,
hast du bei deinem Jazz Regler die Lipozahl eingeproggt??
Wenn ja, dann mach sie wieder raus. Ich fliege meine Heli alle mit Jazz Regler und habe bei keinem die Lipozahl eingeproggt. Ich schaue da auf meine Uhr und dann lande ich.
Kann nämlich mal passieren, daß der Akku etwas schwächelt und dann denkt der Jazz, der Akku wird leer und er riegelt ab.
Darum hab ich das nicht eingegeben, dann passiert das schon mal nicht.
Ich hoffe ich hab dir etwas weiterhelfen können.
Gruß Alf
Wilfried
16.05.2008, 20:31
Hallo Andreas
3 mal Blinken bedeutet " Übertemperatur ":P
Mit welcher Reglervorgabe ( Gas - Geraden -Wert ) fliegst Du ?
Wenn der Moror sehr heiß ( warm ) wird, und der Regler in unmittebarer
Nähe montiert ist, kann die Strahlungsabwärme des Motors den Regeler schon
intensiv am " Verlieren seiner Abwärme " hindern .
Chamäleon Maximum
16.05.2008, 20:33
Ist ein Kühlkörper vorhanden?
Kapfinator
16.05.2008, 20:36
Hallo Andreas!
3 fach blinken bedeutet Übertemperatur!
Hatte dasselbe Problem mit dem 80er Jazz und dem Originalmotor. Abhilfe schafft hierbei eine verbesserte Kühlung des Reglers (ich habe zusätzlich einen kleinen Ventilator montiert).
Fairerweise muss ich aber dazu anmerken, dass dieses Zurückregeln durch Übertemperatur im tiefen Teillastbereich passierte....
morpheus
16.05.2008, 20:39
Hallo ihr,
also, Zellenzahl habe ich nicht programmiert. Ich fliege nach Uhr am Sender, damit 30% im Akku verbleiben.
Die Gasgerade habe ich bei meiner Graupner MC22 auf 60%. Ist der Wert evtl falsch?
Jedenfalls werde ich den Jazz jetzt mal umbauen an eine andere Stelle. Mal schaun, ob sich das Problem dann evtl löst, da es ja scheinbar dem Jazz zu warm wurde.
Ein Kühlkörper ist nicht vorhanden. Kann ja mal meine alte Grafikkarte schlachten. Direkt drauf oder mit Wärmeleitpaste arbeiten?
Grüße,
Andreas
Chamäleon Maximum
16.05.2008, 20:47
60% sind 80% am Regler also okay!
Einen Kühlkörper würde ich montieren, aber nimm nen großen :lol:
Gruß Sascha
Hi!
Bei uns im Verein hatten wir auch ewige Abschaltungen, obwohl der Regler nicht sonderlich/kritisch heiß war. Abhilfe hat ein kleiner Stützakku gebracht, der auch von Kontronik quasi in der Beschreibung vorgeschrieben ist. Wir benutzen einen 4 Zeller 700mAh NiCD Akku.
Gruß
Ralf
Also ich fliege zwei Raptor E620Se mit 6S 3p 3900 Konion und Jazz 80 6 18 einer älteren Generation und habe keine Probleme im Reglerbetrieb.
Einer im HUGHES Rumpf der ander als Trainer, 1550 Umdr. am Kopf.
So und jetzt kommts, ein ´Freund von mir flog das gleiche Setup und hatte einen neuen Jazz 80 6 18 und der machte nur noch Probleme, 3 min. fliegen abgeregelt und das ganze solange bis er die Schn...e voll hatte und das Teil einschickte. Als Anmerkung, wir fliegen nur Scale und keinen 3D und ziehen im Schnitt so 23Ampere über den Regler also nix 80 oder 100A
Laut Kontronik gabs kein Problem mit dem Regler sie hätten alles getestet und können keinen Fehler fetstellen. Den Regler müssen sie aber offen gehabt haben, da ein neuer Schrumpfschlauch darüber war. Ihr Verdacht falsches Setup zu großes Ritzel usw. und Bla Bla. Schuld ist ja immer der Kunde!
Na ja, dachten wir, evtl. andere Software aufgespielt und jetzt ist es gut, denkste!
Wieder das gleiche und das bei diesem Preis für den Regler dachte mein Freund und hatte kurzer Hand den Regler gegen den Original 75A Regler von TT ausgewechselt und siehe da, er fliegt seit gestern wieder und stellt nicht mehr ab. Super oder?
Bin mal gespannt, was Kontronik dazu sagt, da er sich noch schriftlich mit ihnen auseinander setzen will.
Ich hoffe, Kontronik kommt seinen Kunden wieder etwas entgegen. Bisher waren wir sehr zufrieden mit dem Jazz aber anscheinend machen andere Hersteller ihre Sache auch gut.
Einen Kunden haben sie schon verloren und für mich ist das auch Blöd, da ich ihm den Jazz empfohlen habe .................!
tigerschrauber
18.05.2008, 09:24
Hallo zusammen!
vielleicht auch mal checken, ob auf dem Kanal des PCM-Empfänger, an dem der
Jazz angesteckt ist, nicht gerade auf Fail-Safe mit Motorabstellen parameterisiert ist.
Ein Empfangsproblem und der Motor regelt kurz ab. Zwar geht ja bei kurzer Störung der
Fail-Safe-Mode gleich wieder raus, aber der Jazz braucht seine "Sekunden" bis der Motor wieder voll dreht.
Die anderen Kanäle sind dabei auf "Hold" parameterisiert, sonst wären die Folgen fataler und
anders in Erscheinung getreten.
Gruß und viel Erfolg
Ein Freund von mir hatte auch ständig Probleme, ich hab es kurz in einem anderen Beitrag nieder geschrieben. Anscheinend haben mehrere schon dieses abschalt Syndrom vom Kontronik Jazz 80 6 18.
http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=66576
Jörg Ehrhardt (Sinus)
19.05.2008, 16:02
Du hast DIESEN Beitrag verlinkt :-)
Sinus
Du hast DIESEN Beitrag verlinkt :-)
Sinus
Na freilich, dann brauch ich ihn nicht zweimal schreiben!
morpheus
20.05.2008, 22:07
...also,
ich war heute wieder fliegen. Den Jazz habe ich jetzt mal auf die obere Akkuauflage gebaut. Also relativ weit weg vom Motor, dafür recht dicht an der Kabiene. Kurz vor Ablauf der Akkuzeit hat er dann im Flug wieder abgeregelt. Kontrolle: Wieder Übertemeratur.
Jetzt habe ich grade in einem anderen Beitrag gelesen, das ein Kühlkörper auch nicht das gelbe vom Ei ist, da die Entstufe abrauchen kann.
Jetzt bin ich ein wenig ratlos. Könnte denn tatsächlich ein Empfängerakku was bringen? (weil das ja vorgeschlagen wurde). Knechten tue ich den Regler nicht, da ich kein 3d fliege. Zumindest nicht gewollt :-)
Grüße,
Andreas
Also das mit dem Empfängerakku haben wir auch versucht und mein Fliegerfreund hatte die gleichen Probleme wie vorher, drei Minuten fliegen und dann abgeregelt. Wie gesagt, er fliegt Scale und kein 3D, das Modellgewicht ist bei seiner HUGHES genau das gleich wie bei meiner, ca.4400g.
Ich glaube, bei Kontonik wurde da beim Jazz 80 6 18 irgend etwas verschlimmbessert und der Erfolg ist ja anscheinend, dass er nicht mehr so funzt wie früher. Wie gesagt, ist nur eine Vermutung, aber was solle es sonst sein.
Meine zwei Regler funktionieren immer noch ohne zu mucken, ich kann das auch nicht haben, wenn bei einem so schönen Modell ständig der Regler zu macht.
Hast Du nicht einen Modellflieger in deiner nähe der Dir evtl. mal einen anderen Regler leihen kann. Wir haben einen Original 75A Regler von Thunder-Tiger eingebaut und jetzt gehts wieder.
ALLES bleibt jetzt kalt!!...............
Ich glaube er hat ihn ber MHM bezogen und um so 90 Euronen gekostet, allerdings hat der kein BEC und wir mußten einen Empfänger-Akku einbauen.
Moin,
na dann fliegt doch mal mit mehr Drehzahl bzw. kleinerem Ritzel und Berichtet ob das geht. Ganz oft ist halt zu viel Teillast bzw. ein nicht so optimales Setup schuld. Das mal eben zu testen ist immer noch besser als auf die RPM Regelung des Jazz zu verzichten.
Gruß
Mayk
Moin,
na dann fliegt doch mal mit mehr Drehzahl bzw. kleinerem Ritzel und Berichtet ob das geht. Ganz oft ist halt zu viel Teillast bzw. ein nicht so optimales Setup schuld. Das mal eben zu testen ist immer noch besser als auf die RPM Regelung des Jazz zu verzichten.
Gruß Mayk
Hallo Mayk,
das haben wir auch alles probiert, wir sind wirklich keine Anfänger (nicht böse gemeint)
Ich glaube, wir werden noch mehr hören und lesen, hoffentlich positives. ;-)
Die Kühlkörper-Arie bringt nicht viel. Es sind zwei Lagen MosFETs, an die innere kommt man nicht ran. Ist quasi ein doppelter Jazz40. Die zwei Kühlbleche sind mMn nur ein thermischer Kurzschluss, die Wärme wird vor allem über die Platinen abgegeben. Ist also nur Strahlungskühlung.
Einen Minilüfter durch den Schrumpfschlauch pusten lassen! Nicht abmachen wg. GL! Man kann den Minilüfter (20x20, 5V) zusammen mit dem Jazz mit einem zweiten Schrumpfschlauch einpacken, das gibt so'ne Art Trichter. Diese kleine Zwangskonvektion wirkt Wunder.
Tom
Michael W
02.06.2008, 02:11
Ich lese bald nur noch über Reglerprobleme.
Das macht mir langsam Sorgen. Kontronik sagt, die neuen Lipo Genrationen verursachen das.
Ich glaube nicht alles was von da kommt, aber das glaube ich denen.
Wenn ich mal den Innenwiderstand der Akkus ansehe. Zumindest was mein Ladegerät ausspuckt. Neuer Kokam 6S 5000 68mOhm (ich denke die werden nach ein paar Zyklen besser), 7S2P Fepo 47 mOhm, 6S SLS ZX4500 23 mOhm!
Der Kokam ist und bleibt mir der symphatischste unter den Lipos. Auch wenn er von der Spannungslage mäßig ist, er hat bewiesen was er kann und wie lange er lebt. Das müssen die anderen noch tun. Aber mit dem Kokam hat Kontronik schon über Reglerabschüsse gemeckert. Was da noch kommen wird bei neuen Akkugenerationen, ich bin gespannt.
Es gab übrigens schon mal so einen Umbruch. Das war zwar mehr im Car bereich. Als Hopf die P&M Zellen brachte, sind auch reihenweise Regler gestorben.
Gruß
Michael
Ich lese bald nur noch über Reglerprobleme.
Das macht mir langsam Sorgen. Kontronik sagt, die neuen Lipo Genrationen verursachen das.
Ich glaube nicht alles was von da kommt, aber das glaube ich denen.
Es gibt bekanntlich zwei thermische Effekte, die einen FET in einem Halbzweig einer der drei Brücken töten können:
Da ist zum Einen der kurzzeitige. Der Kanal im Halbleiter hat auch einen Innenwiderstand, abhängig vom Volumen dessen. Übersteigt der Strom auch nur ganz kurz einen gewissen Wert, wird der Chip thermisch zerstört, zumindest wird der FET unbrauchbar.
Zum Zweiten ist da die integrative Chiptemperatur, abhängig von Verlustleistg. (s. Teillastbetrieb z.B.) und thermischen Widerständen zw. Chip und Kühlmaßnahmen bzw. der Kühlmaßnahmen selbst. Je höher die momentane Chiptemp. ist, je höher ist das Risiko für einen Overkill gemäß oben.
Beide thermischen Effekte haben ganz unterschiedliche Zeitkonstanten.
Leider ist es so, dass im überwiegenden Fall der Fälle ein FET nach seinem Tod zum Leiter wird. Das führt meist bereits mit dem nächsten Schaltvorgang zu einer Kettenreaktion: Ein oder mehrere FETs in einer nächst geschalteten Halbbrücke sterben auch, da sie gegen den leitenden defekten arbeiten. Nun hat's der Prozessor oft nicht mehr in der Hand, Dauerstrom durch die leitenden Opfer ist die Folge. Das Ergebnis ist wirtschaftlicher Totalschaden des Stellers, oft genug fackelt er auch richtig ab.
Was der Designer auf der reaktiven Seite tun kann, ist nicht eben viel:
Er kann rigider bei der Beurteilung der Gegeninduktionsimpulse vorgehen. Dadurch vermeidet er sicherer Hazards durch Fehlschaltungen und hat in gewissen Grenzen die Chance, sehr niederohmige Motoren über deren geringe Induktivität vom Spiel auszuschliessen. Es ist nicht nur Ironie des Schicksals, dass Kontronik damit auch eigene Motoren trifft, denn leider bestimmt auch der Markt und das Produktgebahren Anderer, was man selbst anbieten muss, - manchmal auch im Sinne eines Systemgedankens sehenden Auges wider technische Vernunft und Vorsicht.
Nun kann der Designer noch die integrative Chiptemperatur senken, der Steller schaltet früher ab und das Risiko für den thermischen Tod eines FETs durch einen kurzzeitigen Strom sinkt etwas.
Abgesehen von ein paar Gimmicks, die es möglicherweise noch gibt, war's das dann aber schon.
Der Stromverlauf je Schaltphase ist alles andere als ein Rechteck. Da gibt es vermutlich erhebliche impulsartige Spitzen. Sinkt nun der Innenwiderstand der Motoren und gleichzeitig der der Stromquelle, werden diese Stromimpulse nicht nur höher, sondern vermutlich auch breiter. Die kurzzeitige energetische Belastung des Chips via Spitzenstromimpulse nimmt zu. Vermutlich sterben die meisten Steller nun einen plötzlichen Tod im normalen Betrieb, der sich oft an Grenzwerten bewegt.
Ich baue keine Steller, bin nur Elektroniker, der sich hier SEIN Modell von der Sache bastelt. Ich erhebe also keinerlei Anspruch auf irgendeine Richtigkeit. ;) Was ich aber nicht verstehe, ist, warum man seitens der Hersteller überwiegend an der Parallelschaltung sovieler mickriger FETs festhält. Schaltungstechnisch mag der Gedanke das Sharens der Kennlinien dahinter gewesen sein, der sich aber ad absurdum führt, wenn sich ein Defekt eines FETs in dessen Metamorphose in einen Dauerleiter äussert. Ansonsten ist es wahrscheinlich der Markt: Kleiner, leichter (weiter, höher :lol:). Im militärischen Vergleich haben wir hier eine Kompanie mit 3 Zügen aus je 2 Gruppen (für die 3 Brücken mit je 2 Zweigen). Jede Gruppe hat mehrere "Soldaten" (parallele FETs). Was macht es aber für einen Sinn, wenn die ganze Einheit durch den Tod eines einzelnen Soldaten vernichtet werden kann? Warum setzt man nicht stattdessen auf weniger Soldaten, aber Rambos? (Ich kann die Figur nicht ab..)
Ich verstehe also nicht, warum man nicht weniger, dafür größere FETs verwendet. Die würden vermutlich mit den Impulsspitzen der Ströme eher fertig werden. Ich weiß es nicht, aber vermutlich steht auch hier der Markt etwas dagegen: Mein Steller würde etwas voluminöser und schwerer werden als die anderer Anbieter.
Nun kommt noch mal die integrative Temperatur in's Spiel, sprich, die Kühlung: Wie es beim Jive gelöst ist, weiß ich nicht, - vermutlich besser. Die Doppelplatinen-Jazz sind ein "Opfer" der rationalisierenden internen Standardisierung. Der Jazz80 verwendet offenbar zwei Platinen des Jazz40, die FETs der 6 Halbbrücken, verteilt auf 2 Platinen, sind einfach parallel geschaltet. Prozessor (AVR), Driver etc. sind natürlich nur auf einer Platine bestückt. Ausnahme ist der BEC, daher hat der Jazz80 zwei parallel geschaltete im Vergleich zum Jazz40.
Jazz80: Über die Gehäuse der FET-Batterien ist jeweils ein dünnes Kühlblechchen geklebt. Der termische Widerstand Chip-->Gehäuse ist viel höher als Chip-->Pins-->Platine. Die Bleche können also nur den thermischen Kurzschluss verbessern und die Wärmekapazität erhöhen. Konvektion gibt es nicht im Schrumpfschlauch, es bleibt nur Strahlungskühlung. Obwohl der Schrumpfschlauch einen hohen thermischen Widerstand hat, kann ein aufgbrachter Kühlkörper schon wesentlich Wärme aufnehmen. Die innere Lage der FETs hat aber davon nur verzögert und mittelbar was. Wird aussen mehr Wärme abgeführt, kann die untere Platine und das innere Kühlblech auch mehr davon loswerden, durch Wärmeleitung via die Platinenverbinder, durch Strahlung gegen die äussere Platine.
Sich mit Wärmeleitung an das innere Kühlblech ankoppeln zu wollen, ist ziemlich aufwendig, erforderte auch das Öffnen des Schrumpfschlauches. Die Gefahr elektrischen Kurzschlusses an der Unterseite der äusseren Platine ist hoch.
Was unsereins also nur bleibt, ist Zwangsvonvektion, indem zw. den Platinen hindurch geblasen wird. Da ein Großteil der Wärme ohnehin an die Platinen abgegeben wird (Kontronik verwendet nicht nur aus elektrischen Gründen so dicke Kupferlagen.), ist das gleichzeitig die wirksamste Maßnahme, weil den Platinen Kühlung zuteil wird. Wenn man nun aussen noch einen kleinen Rippenkühlkörper aufbringt, kann das komplettierend helfen.
Tom
Motormike
02.06.2008, 14:43
/snip/zwei Platinen des Jazz40/snip/
2 x Jazz 55 Platinen entspricht Jazz 80, du must auch die mangelnde Kühlung berücksichtigen der mittleren Platte.
2 x Jazz 40 ergäbe bei uns nur einen 60er.
OK, danke Michael. Wusste doch, dass ein ausführliches Blabla zum Thema in diesem Forum korrigierende Infos von Kontronik einbringen wird.;)
Tom
Servus,
nur ein paar Denkanstöße an die Elektronenspezis. Bin zwar kein Entwickler hab aber beruflich auch viel mit Wechselrichtern ect. zu tun. Da werden auch riesige Leistungen mit FET´s geschaltet (Solarstrom, Windkraft ect.). Nur mal so aufgelistet deren Problemchen die in gewisser Weise auch auf unsere Heliregler übertragbar sind. (Ich will nur daß mein Regler bald arbeitet wie er soll:lol:)
1. Größere Fet´s ok, aber wie die Abwärme wegbringen bei den mickrigen verwendeten Platinen.
Problem 2: Lunker in der wärmeableitenden Lötfläche. Oft sind bei Fet´s bis zu 40% Lunker in der Wärmeableitfläche. D.h. Die volle Leistungsfähigkeit kann nicht gefahren werden da das Bauteil sonst den Hitzetod stirbt. Lunker wegbringen geht problemlos aber nur mit Spezialtechnologie wie Vakuumlöten. Aber so ne Vakuumlöte ist teuer, wir Bastler wollen nix zahlen also wird halt mit normaler Technik rumgebruzelt.
Kleine Fets sind da problemloser zu verarbeiten und BILLIGER.
2. Das Timing dass alle Fets immer exakt zur gleichen Zeit dasselbe machen ist ein wenig kitzlig. Wenn das nicht stimmt rauchts gewaltig. Ich hab mal Wechselrichter von Solargeneratoren wegen falschem Timing abrauchen sehen. Sehr impressiv sag ich Euch.
3. Die kurzfristig entstehenden Stromspitzen während der Regelvorgänge sind je nach Motor Regler Kombi brutal. Aber es soll ja jeder Motor mit jedem Akku funktionieren. Und am liebsten noch mit 45° Pitch um auf Worp1 zu kommen. Da den richtigen Kompromiß zwischen Leistung und Sicherheit zu finden ist sicher nicht lustig.
Generell werden ja alle unsere Helisachen im Überlastbereich betrieben. Da ist man halt um Schamhaaresbreite auch im Nirwana wos nicht mehr so dolle funktioniert.
Ich hab mal nen Entwickler bei uns in der Firma dazu befragt . Dessen Meinung war.
Größere Fet´s, Wärmeableitflächen in den Platinen auf die entstehende Abwärme sauber auslegenund entsprechende Platinen Technologien einsetzen. Über einen angepassten Innenlagenaufbau sollte das möglich sein, auch wenn ein paar Gramm mehr Gewicht zusammenkommen.
Über spezielle Lotpasten, Siebdruck die Lunkerrate im Lötprozeß reduzieren. Wenn wieder genug Geld in der Kasse ist die Produkte Vakuumlöten.
Den Gewichtsfetischismus aufgeben und lieber ein Paar Gramm mehr im Regler zugunsten höherer Standfestigkeit akzeptieren.
Gruß Claus
P.s. Ich hätt hier noch nen 20 kw Frequenzumrichter rumliegen. Sollte auch noch bei 12 s und 5 KW Dauerleistung funktionieren.:unsure:
Mit dem Einschränken der Stromripple durch Ablehnen von Motoren geringster Induktivität, abhängig von der Fahrspannung, ist ja schon etwas getan, was das Russische Roulette etwas ausbremst. Wenn's auch Einigen einigen Ärger einbrachte.. Bessere Wärmekopplung haben offenbar die Jive, Jazz ist ja wohl in dem Sinne end-of-live. Sieht so aus, als man hätte man nun auch die Temp.schwelle gesenkt (?)
Trotzdem. Hier wird geklotzt. Ich bin auch für dickere FETs, sch*ss auf mehr Volumen/Gewicht. Die Dinger sind teuer genug, die evtl. gefährdeten Modelle noch mehr.
Tom
Motormike
02.06.2008, 18:02
Ne, der Jazz ist seit knapp 3 Jahren unverändert.
Der Powerjazz hat mehr Volumen und Gewicht, aber selbst dieser hat zu kämpfen mit manchen Setups.
Michael, meinst Du, man hätte auch jüngst definitiv nichts an der Firmware des Jazz, speziell Jazz80, geändert, was die Temp.abschaltschwelle senkt?
Tom
Motormike
02.06.2008, 19:33
Nein, ist nichts geändert.
Würde bei uns sofort eine neue Version bekommen.
Ich glaube du meinst den Effekt der beim jazz durch die Riplles passiert, er geht in die Temperaturabregelung udn wenn Pech rauchts,
Aha.
Ich hatte nur gefragt, weil in diesem (oder einem anderen?) Thread die Rede davon war, dass ein jüngst gekaufter Jazz80 abregelte, während es ein älterer nicht tat.
Die Ripplemessungsgeschichte beim Start scheint ja der Firmware des Jive überlassen zu bleiben. Ist ein anderes Thema.
Tom
BreilerM
02.06.2008, 20:28
Ist es möglich das Akktuelle Akku ala 4000Kokam H5 die Spannungslage so gewaltig ist das der Regler abstellt.
Hier noch meine Lösung zur Kühlung
Gonzokiller
02.06.2008, 20:36
Jetzt mal ne dumme Frage: Nutz Du das BEC vom Jazz? Wenn ja dann kann es ja sein das der Teil zu heiß wird und nicht der Leistungsteil vom Motor.
Gut gemacht, Martin. Und? Wirkt es zufriedenstellend?
Es gibt noch kleinere Axiallüfter, leider manchmal schwer zu bekommen.
Die Spannungslage von Kokam H5 ist alles andere als gewaltig.
Es hat auch nichts mit der Spannungslage zu tun, jedenfalls nicht in direkter Weise bzgl. von Verlustleistung. Bzgl. der Spannung geht's um die Stromripple, insbesondere bei geringer Induktivität des Motors. Diese Stromspitzen können einen FET auch im "normalen" Betrieb zu plötzlichem Ableben bewegen. Die Firmware der Jive macht was dagegen. Sie lehnt einen bestimmten Minimalwert ermittelter Induktivität (Relativwert) ab einer bestimmten Eingangsspannung ab. Das geschieht während des Startups. Ist wohl der erste Regler auf dem Markt, der so was tut. Das sollte helfen, den plötzlichen Reglertod seltener zu machen.
Die beiden BECs haben natürlich auch Verlustwärme, die ist aber eher marginal im Vergleich zu den Endstufen unter Teillast.
Schön, dass Michael von Kontronik sich hier beteiligt.
Tom
BreilerM
02.06.2008, 23:56
Das teil sitzt auf einem 55/10/32 den ich zur Überprüfung bei Kontronik hatte.
Bei mir hat er einfach im leichten Rundflug abgestellt.
Das ist jetzt meine letzte Lösung,mal sehen ob es geht.
Der Regler wird innehalb der Zulassung betrieben.
Werde Morgen mal testen.
Meine 80er (3) haben noch nie faxen gemacht (ohne zusatzkühlung).
Werden alle mit BEC betrieben.
Wenn nicht werde ich nochmal einschicken müssen.
Beim letzten mal trotz Garantie 26€ abgedrückt obwohl angeblich nix gefunden.
Wir werden sehen!
Ist der Jive 80HV jetzt lieferbar???
Gruss
Martin
Jazz 80
Konvektion durch das Platinen-Sandwich. Zusätzliche Wärmeableitung für äußere FET-Lage. Schrumpfschlauch unverletzt.
Tom
Hab' mal den "umgekehrten Funktionstest" bzgl. Wärmeableitung durch die Platinen und Kühlung durch geringe Zwangskonvektion gemacht:
Den Kühlkörper im Bild mit einem Heißluftfön richtig schon aufgebrezelt. Dann abkühlen lassen. Danach noch mal aufgeheizt, dann aber dem BEC Saft gegeben, sodass der kleine Miefquirl lief. Der Kühlkörper erkaltete in Null komma Nix, die austretende heisse Luft war deutlich spürbar.
Tom
Hi Forum,
auch auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole in diesem Forum:
Scheinbar ist die Jazz-Überhitzung ein weit verbreitetes Syndrom in unseren Helis.
Hier meine Lösung - denen der bereits geposteten sehr ähnlich:
http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=67723&page=2
Funktioniert bisher sehr gut.
Gruß
Tobias
Jetzt hast'e mich erwischt: Ich habe Dich plagiatiert.
Überhitzung ist ein Zeichen von zuviel Teillast oder Übertreibung.
Ich fahre das Ding im Rennboot, aber nur digital (volle Pulle). Die bis zu 125A machen ihn warm (ohne Abschaltung). Die Kühlungsmaßnahmen sind reine Vorsicht und stellen das best Machbare dar wg. der unmöglichen thermischen Ankopplung an die innere Hälfte der FETs.
Zuvor hatte ich da, wo der KK sitzt, eine Wasserkühlung. Probleme gab es aber auch nicht, ausser das ich den Vorgänger-Jazz himmelte wg. eines nicht befestigten Kühlschlauches am Motor. Er wurde also gewässert, reichlich.
Tom
Hallo!
Also mein Jazz 80 hat in Teillastbereich auch immer Übertemperatur (auch im Winter), vermute Regler reduziert die Voltzahl und erhöht im gegenzug die Ah-zahl . Bei 100% Regleröffnung ist es noch nie zur Übertemperatur gekommen, bei 6 min Flugzeit mit 6 Zellen 5300 mah.
Der ESC schaltet (PWM - Pulsweitenmodulation), die Spannung kann er nicht beeinflussen. Die Flanken der Schaltvorgänge sind verlustbehaftet, weil sie alles andere als steil sind, da Blindkomponenten eine Rolle spielen (Induktivität des Motors). Du hast Recht: Im Wesentlichen eine bestimmte mittlere Teillast bestimmt die Verlustleistung und damit ein Erwärmen. Umritzeln sollte also helfen können, sodass mehr Öffnung möglich wird.
Ciao. Jetzt ist mal Fliegen angesagt. :)
Hi Tom, auch genannt "der mit dem Jazz baden geht".
:lol:
Ja, genau da liegt meiner Meinung nach auch das Problem.
Die Kombo 6S Lipo, 80% Öffnung, Align 600 XL - Motor, 2050 UPM macht den Jazz alle.
Daher hab ich mir jetzt auch einen Orbit 25-08 bestellt mit einer ganzen Palette an Ritzeln und werd damit versuchen, mehr Öffnung hinzubekommen.
Da Du scheinbar ein E-Technik-Freak bist: Liege ich als Maschinenbauer falsch damit, wenn ich annehme, daß trotz mehr Öffnung am Jazz durch einen anderen Motor trotzdem nur die angepeilten 30-40 A Schwebestrom fliessen?
Möchte mir nicht einen anderen Motor anschaffen, den runterritzeln und dann nur noch 4 min Flugzeit haben, nur weil ich den Jazz jetzt weiter aufmachen kann.
Ist das eine Frage des Motor-Innenwiderstandes?
Gruß
Tobias
Ich durfte vorhin auf dem Platz mal einen Jazz80 nach 6 Min im TR600 mit 2050 am Kopf anfassen: Handwarm. An der Rückseite gab's einen kleinen Kühlkörper. ESC wird mit 80% Öffnung geflogen.
Tom
Ach so, zu Deiner Frage:
Der Energiebedarf zum Schweben bleibt gleich. Ergo sollte mit kleinerem Ritzel und mehr Öffnung in etwa derselbe Strom fliessen.
Es ist nicht eine Frage des Innenwiderstands sondern der Turns (Windungen), was sich i.Allg. als <nnn> UPM/V ausdrückt. Für gleiche Kopfdrehzahl bei kleinerem Ritzel brauche ich evtl. mehr UPM/V vom Motor, es sei denn, mehr ESC-Öffnung reicht dazu aus. Am besten vorher probieren mit altem Setup: 80, dann 100% Stellermode und Kopfdrehzahl messen. Dann weißt Du, ob's mit dem neuen Ritzel reichen wird.
Tom
morpheus
12.06.2008, 15:33
Hallo zusammen,
also, ich habe mein Problem gelöst:
Ich habe einfach ein paar Lüftungsöffnungen in meine Haube gedremelt, Gitter rein, sodass es auch schön aussieht und nu scheint Ruhe zu sein. Der Jazz wird somit direkt von vorne mit Luft versorgt, die nach hinten austströmen kann.
Ich habe vorhin am Platz 3 Akkus leergeflogen á 7,5 Minuten und die Flüge dicht aufeinanderfolgend. Direkt nach dem Flug die Haube ab, der Regler war nicht mal handwarm. Vohher hat er regelrecht geglüht.
Zusätzlich dürfte noch der Orbit Motor weniger Temperatur bringen als der orgl. Rex Motor. Der dürfte die Woche kommen, dann teste ich damit nochmal.
Grüße,
Andreas
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