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Vollständige Version anzeigen : Hauptrotorblätter laufen aus der Spur


Rüdiger
27.07.2001, 10:44
Hallo Gemeinde,

an meinem brandneuen Raptor 30 laufen des öfteren im Pitchbereich um 0 Grad herum die Rotorblätter plötzlich mit unterschiedlichen Anstellwinkeln auseinander. Ein Raptorkollege aus der Newsgroup de.rec.modelle.misc bestätigte mir dieses Verhalten auch an seinem Raptor. Gemeinsam suchten wir im Web nach Abhilfe (die alten Beiträge zu diesem Thema hab ich zwar noch als Titel hier auf RC-Heli gefunden, aber der Text dahinter ist nicht mehr verfügbar).

Gefunden hat er dann http://www.y-t-g.com/flutter/flutterfix.html , dort beschreibt ein Amerikaner das gleiche Problem und die sehr schwierige Methode mittels Sekundenkleber und Backpulver die Bohrungen der Blatthalter und damit die Sitze der Lager zu verengen, damit das ganze strammer sitzt.

Diese Methode scheint aber sehr schwierig zu sein - außerdem kommt sie mir leicht suspekt vor....

Nachgezogen und auf minimales Spiel hab ich schon alles am Kopf gebracht, ohne Erfolg.

Welche weitere Möglichkeiten gibts denn da noch, um das Flattern abzustellen?

Warum muß ich denn überhaupt bei einem neuen Heli mit einem mir bis dato vollkommen unbekannten Problem kämpfen? ;-)

cu,

rüdiger

Modellbaudateien aller Art ohne Ende: http://corsair.flugmodellbau.de

27.07.2001, 11:10
Hallo Rüdiger und Rappipiloten,

die Holzhammermethode die dort beschrieben wird, würde ich meinem Rappi nicht antun wollen. Schade das solche Blatthalter überhaupt vom Hersteller ausgeliefert wurden.
Ganz zu schweigen von den Kugellagern die dazu mitgeliefert wurden.
Das Flattern um die \"0°\"-Lage konnte ich etwas reduzieren durch genau Einstellung der Paddel auf \"0\". Hier hatte sich offensichtlich ein Paddel ins positive verdreht!

gruss

gerd

AndreasW
27.07.2001, 12:05
Hi,

unter www.heliguy.com findest Du unter Raptortips ein paar Antworten. Ich glaube auch wenn Du den Links zur Site von Fritz the cat folgst.

Welche Blätter und welche Kopfdrehzahl fliegst Du denn?

Grüße Andreas




geändert von - AndreasW on 27/07/2001 11:20:06

Rüdiger
27.07.2001, 13:33
Hallo Gert, servus Andreas :-)

2 Gert: Ja, nun hats meinen Rappi auch erwischt....gestern, nach etwa insgesamt 15 Flügen.

2 Andreas: Flieg noch die Holzblätter mit etwa 1850 1/min. Die Links schau ich mir mal an.

cu,

rüdiger


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Rüdiger
30.07.2001, 11:41
Servus Leute,

die Links hab ich nun mal abgeklappert, aber ein anwendbares und vor allem hilfreiches Mittel war nicht darunter. Hat sonst noch jemand eine Idee?

Etwas desillusionisiert,

rüdiger

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Jörg-Michael
30.07.2001, 16:07
Hallo Rüdiger,
ein \"Zerlaufen\" des Spurlaufs hat immer(ausser Spätfolgen von Einschlägen) ein nicht passender Vorlauf der Blätter als Grund. Bei den Holzblättern ist es fast nicht möglich den Vorlauf, oder aber auch Nachlauf so exakt zu matchen das beide Blätter gleich sind. Nimm mal eine Nadel oder Spitze jeglicher Art und häng in der Bohrung Deine Blätter daran auf. Frei pendelnt. Nimm eine Türkante oder ähnliches als Bezugspunkt. Jetzt wirst Du wahrscheinlich feststellen das beide Blätter nicht gleichmäßig sind. Es sind vielleicht nur Millimeter, aber es langt das Du es siehst und merkst. Es kann aber auch sein das beide Blätter gleich sind aber zuviel Vorlauf haben. Auch dann tritt auch das Problem auf. Opfere ein par Mark und kauf Dir ein gutes Gfk oder Cfk Blatt. Die von TG sind super. Dann sind die Probleme gelöst.
Schönen Tag noch
Jörg-Michael

[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]

Rüdiger
30.07.2001, 18:10
Servus Jörg-Michael!

Tja, was soll ich sagen....hab nun mehrere \"Sorten\" Blätter ausprobiert, darunter auch CfK-Blätter, die ich extra statisch und dynamisch gewuchtet wie auch auf gleichen Vorlauf überprüft hab - hat trotzdem nichts genutzt.

Daß es nur an den Blättern liegen soll, kann ich nicht so richtig glauben, sonst würde man nicht so viel im Web von den angeblichen Abhilfen lesen.

Mal schauen, was mein Händler dazu meint.

Noch immer für -=>den<=- Tip offen,

rüdiger

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Jörg-Michael
30.07.2001, 18:39
Hallo,
tja, das ist schade das es nicht geholfen hat. Wenn es aber bei Dir und anderen nicht durch Absturz zu diesem Phänomen kommt könnte man auf die Idee kommen das es sich um ein Problem in der Konstruktion handelt. Nur als Idee natürlich [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle].
Alles Gute wünscht
Jörg-Michael

[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]

AndreasW
31.07.2001, 08:21
Hallo Rüdiger,

ich habe im Web schon die verschiedensten Vermutungen gehört, die allerwarscheinlichste scheint mir noch der Erklärungsversuch zu sein, daß die Kunststoffteile des Rotorkopfes Fertigungstoleranzen und Qualitätsunterschiede im Kunststoff aufweisen sollen. Das Problem tritt nämlich nicht bei allen Raptoren auf, so daß kein grundsätzlicher Konstruktionsfehler zu befürchten ist.
Tatsache ist, daß ich bisher keinen richtig einleuchtenden Grund für das Auseinanderlaufen der Blätter bei 0° pitch gefunden habe. Im alten Forum war hierzu auch schonmal eine kleine Diskussion, schade daß die nich mehr aufrufbar is.
Ich würde nochmal die Muttern auf der Blattlagerwelle auf wirklich festen Sitz kontrollieren, ebenso die Blattlager.
Evt. könnte man mal die Dämpfungsgummis im Rotorkopf austauschen, ist aber nur ne Vermutung.

Grüße

Andreas



geändert von - AndreasW on 31/07/2001 07:23:12

31.07.2001, 09:19
Hi,
das Problem trat in Hillerse auf und Michael hat dabei sicher ein graues Haar mehr bekommen. Es lag aber nicht an den Blatthaltern, sondern wenn ich richtig liege am Einbau der Lager oder verklebte Lager!
gruss
gerd[img src=icon_smile_shock.gif border=0 align=middle]

Jörg-Michael
31.07.2001, 12:17
Moin Sascha,
wenns die Blätter nicht sind gibt es nur eine einzige Möglichkeit. Es muß ein Teil ab Taumelscheibe aufwärts nachgeben, und zwar unterschiedlich R zu L. Anders ist es nicht möglich. Natürlich muß man mit solchen Dingen rechnen wenn man die Drehzahl am Limit bewegt- Doppelgrins!!!
Nun mal im Ernst, wahrscheinlich wäre das Problem nicht auf der Welt wenn statt Kunststoff Metall verarbeitet wäre. Nur dann wärs wieder zu teuer und verfehlt den Einsatzzweck leicht. Also mit Leben und etwas weniger drehen lassen, auch wenns sehr schwer fällt.[img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle]
Sehen wir uns in Heidenau oder Hillerse?
Ich werd mal versuchen einen Teil des Heliclubs zu aktivieren und marschbereit zu machen.
Bis dahin
Jörg-Michael

[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]

Rüdiger
02.08.2001, 15:12
Hallo Sascha,

erstmal danke für die Auswahl an Möglichkeiten.

Obwohl es mir barbarisch widerstrebt, an einem nagelneuen Hubi Verbesserungen vornehmen zu müssen (Stichwort Bananensoftware - die reift auch erst beim Kunden...) werde ich als nächstes nach dem erfolglosen Tausch der Blätter die Kugel- und die Drucklager der Blatthalter gegen neue von einem Hersteller, der TT garantiert nicht beliefert, austauschen.

Die Kugellager haben eindeutig Spiel, was zu einem leichten Kippen der Blatthalter auf der Blattlagerwelle führt, die kleinen Drucklagerchen gefallen mir eh´ nicht.

Schaun mer mal,

rüdiger

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felix
03.08.2001, 00:31
Hallo zusammen,

was ist eure Meinung dazu, dass der an den Blatthaltern des Raptor30 das Delta-3-Gelenk \"verkehrt\" ist?

Grüsse von Felix

felix
03.08.2001, 00:32
Hallo zusammen,

was ist eure Meinung dazu, dass der an den Blatthaltern des Raptor30 das Delta-3-Gelenk \"verkehrt\" ist?

Grüsse von Felix

Rüdiger
03.08.2001, 09:29
Hallo Felix,

Du meinst, weil die Blattanlenkung \"von hinten\" erfolgt?

Da hab ich garkeine Meinung dazu, weil ich zwar weiß, daß es den Delta3-Effekt gibt...ich weiß auch, was er bewirkt, aber woran man an der Mechanik erkennen kann, daß er \"eingebaut\" ist....das blieb mir bisher verschlossen ;-)

Machst Du mich schlau?

cu,

rüdiger

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Jörg-Michael
03.08.2001, 10:36
Hallo Rüdiger,
bei einem Delta 3 Effekt ist der Anlenkpunkt des Blatthalters (meistens Kugel) vom Schwenkgelenk des Kopfs in Richtung Blatthalter versetzt. Ich versuchs noch etwas einfacher. Normalerweise sind die Hauptrotorwelle und die Anlenkpunkte der Blatthalter in einer Ebene wenn Du von oben auf den Kopf siehst. Bei Delta3 sind die Anlenkpunkte ZUM Blatthalter versetzt, also dichter zum Blatt hin. Dieser Effekt beruhigt. Wenn der Effekt negativ sein soll, also instabiler machen soll, dann ist der Anlenkpunkt HINTER der Hauptrotorwelle. Also schon zum anderen Blatthalter hin versetzt. Die meisten Japanischen Köpfe arbeiten mit einem D3 Effekt, haben aber ein definiertes Schwenkgelenk, sonst würd es nicht so gut funktionieren.
Jörg-Michael

[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]

Rüdiger
03.08.2001, 13:14
Servus Jörg-Michael!

Danke für die Nachhilfestunden [img src=icon_smile_wink.gif border=0 align=middle]

Aber was zum Teufel ist denn ein definiertes Schwenkgelenk (irgendwie drängt sich mir da der Begriff \"Schwenkpunkt\" mehr auf)? Gibts denn auch undefinierte Schwenkgelenke - da ist doch alles am Hubi definiert...sprich angeschraubt....

cu,

rüdiger

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Jörg-Michael
03.08.2001, 14:03
Hallo,
ein definiertes Schwenkgelenk ist eine Lagerung die fixiert ist. Also kippt die Blattlagerwelle um einen bestimmtem Punkt, meistens die Mitte des Kopfes. Entsprechend verhält es sich bei undefinierten. Beispiel alter Heimkopf. Die Blattlagerwelle konnte durch die bds. Lagerung in Gummiringen an jedem Ort kippen. Da bringt ein D3 Effekt wenig, evt. manchmal auch Nachteile.
Jörg-Michael

[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]

felix
03.08.2001, 14:20
Schwenkgelenk: die Blattlagerwelle ist beim Raptor in der Mitte im Rotorkopf-Zentralstück drehbar gelagert. Im Gegensatz dazu \"hängt\" die Blattlagerwelle in einem Heim-Heli nur in den O-Ringen. Beim Vario hat es in der Mitte des Zentralstücks noch eine eingespritzte Abstützung, die die Funktion des Schwenkgelenks übernehmen soll. Dieses Schlaggelenk soll verhindern, dass sich bei Pitchänderung die Blattlagerwelle nicht im Zentralstück rauf und runter bewegt und dass sie auch wirklich nur um die Mitte schlägt.

Delta-3: 1996 habe ich einen Bericht in Rotor darüber geschrieben, der einige Kontroversen ausgelöst hat. Ich war im Bericht relativ kritisch, weil damals behauptet wurde, so 1-2mm Versatz würden das Flugverhalten spürbar ändern (verbessern). Und jetzt kommt der Raptor, und der hat einen viel deutlicheren Gelenkversatz, und das erst noch \"verkehrt\" herum. Nun interessieren mich die Meinungen der \"Experten\", die damals das positive Delta-3 so in dem Himmel hinaufbeschwört haben, und gesagt haben, dass ein negatives (wie beim Raptor) total instabil sei.

Erinnert sich noch jemand an diesen Bericht? Er war recht polarisierend und gewisse Leute fühlten sich persönlich angegriffen. Ich war vielleicht etwas aggressiv, bin jetzt auch etwas ruhiger, aber ich stehe nach wie vor zu dem, was ich damals geschrieben habe.

Grüsse von Felix

Jörg-Michael
03.08.2001, 14:35
Hallo Felix,
ich erinnere mich gut an den Bericht. Aber gab es dehalb Streit damals? Hab ich nie so mit bekommen. Ich habe den Kopf des Raptors noch nicht genau sehen können. Hat er wirklich über Schwenkgelenk herraus gesetzte Anlenkungen des Blatthalters? Vielleicht kann ja jamand mal ein Detailbild hier reinsetzen. Ich fand Deinen Bericht damals nicht angreifend sondern gut.
Viele Grüße
Jörg-Michael

[img src=\"http://www.heliclub-hamburg.de/sig_rcheli.gif\" border=0]

felix
03.08.2001, 22:12
Hallo Jörg-Michael,
nein, Streit gab es nicht. Ich habe im Prinzip auf einen vorgängig in Rotor veröffentlichten Bericht über Delta-3 reagiert. In diesem Bericht schrieb der Autor, dass ein positives Delta-3 die Rückstellung der Rotor- bzw. Paddelebene senkrecht zur Rotorwelle bewirkt. Ich hatte dann ja geschrieben, dass vor allem ein anderer Effekt für die Rückstellung verantwortlich ist und dass ich bezweifle, dass das sehr geringe Delta-3, von dem damals die Rede war, überhaupt spürbar ist (ist immer noch meine Meinung). In einem späteren Leserbrief schrieb der obige Autor dann, dass meine diletantischen Versuche wohl nichts mit der Realität zu tun haben....das hat damals schon etwas weh getan.

Ich habe verschiedene Rotorköpfe konstruiert und viel damit geflogen, habe auch einen Umbausatz für Heim und Varioköpfe vertrieben (Stefan Meier wurde damit Schweizer Meister 1997); also eine gewisse Ahnung hatte ich schon...

Übrigens freut es mich, dass dir mein Bericht von damals gefallen hat! Danke

Zurück zum Raptor: der Versatz des Anlenkpunktes beträgt fast 10mm! da kommt man dann schon in einen Bereich hinein, wo tatsächlich etwas passiert. Nur WAS ist die Frage. Es hat ja nicht nur das zentrale Schlaggelenk, auch das Spiel und die Flexibilität des Blatthalters ist ein Schlaggelenk, und das relativ weit vom Zentrum entfernt. Komplex, komplex....

In einem Ami-Forum hat einer geschrieben, dass er die Anlenkung umgedreht hat, und dann sei dass Flattern weg gewesen....
Das wäre bestimmt ein Versuch wert. Ich habe es noch nicht ausprobiert, hatte aber bis jetzt auch noch kein Flattern.

Grüsse von Felix

Rüdiger
05.08.2001, 01:00
Hallo Gemeinde,

[font color=red][font size=6]HEUREKA![/font id=red][/font id=size6]

Offensichtlich konnte ich meinem Rappi das Flattern abgewöhnen [img src=icon_smile.gif border=0 align=middle]

Geändert bzw. getauscht hab ich zunächst die doch ziemlich spielbehafteten Kugellager, zusätzlich minimierte ich das axiale Spiel der Lager im Blatthalter mit je 0,4mm an Paßscheiben pro Blatthalter, danach trat das Flattern etwas weniger auf.

Den \"Durchbruch\" brachte dann der Ersatz der eigentlich vom Durchmesser her viel zu kleinen Drucklager gegen solche mit größerem Durchmesser - danach war das Flattern schlagartig weg und auch nicht mit Gewalt trotz böigem Wetters heute zu reproduzieren.

Ich gehe stark davon aus, daß die originalen Drucklager bei bestimmten Drehzahlen und Blattwinkeln durch ihre nicht angepaßte Größe leicht gekippt sind, sich damit auf der einen Seite leicht geöffnet haben, auf der anderen Seite durch einseitigen Druck dadurch zur offenen Seite hingerutscht sind und somit nicht mehr in den Rillen der Ringe liefen und letzendlich damit geklemmt und die Blattverstellung verhindert haben.

Eingesetzt hab ich Axialrillenlager (Drucklager) in der Größe 5x12x4, halt solche, die von der Bohrung und der Dicke her absolut kompatibel sind, aber durch ihre Größe wesentlich besser zu den Kugellagern harmonieren.

Für alle, die noch immer Probleme mit Flattern haben, hier die Einkaufsliste, die zumindest bei mir das Flattern sicher abgestellt hat:

4 Kugellager von Vario, Best.Nr. 96 á ca 15DM
4 Paßscheiben 0,2mm von Vario
2 Axialrillenkugellager Conrad-Elektronik Best.Nr. 214523-MM á 9,95 DM

Nochmals DANKE an alle für die guten Hinweise!

[img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle][img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]

rüdiger

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Thomas Reingruber
05.08.2001, 10:59
Hallo,

bei mir trat das Flattern nur bei einem meiner 2 Rappis auf. Bei dem Flatterer hab ich jetzt den kompletten Kopf incl. Pitchkompensator spiegelverkehrt aufgebaut. Somit werden die Blätter an der Nasenleiste angelenkt. Seither trat überhaupt kein Flattern mehr auf.



Gruss
Thomas

Dan
05.08.2001, 20:12
Hallo Raptor-Piloten

endlich habe ich Leidensgenossen gefunden. Bei meinem Rappi, mit 46er OS trat dieses aus-derSpur-laufen auch auf. Ich konnte es einige Zeit reproduzieren, wenn ich von der Schwebeflugdrehzahl von ca 1350 Umdrehungen auf 1750 Umdrehungen erhöhte. Ein Versuch mit GFK-Blättern zeigte den gleichen Effekt. Er verschwand, als ich längere Blätter (580mm) benutzte.
Nach einem Absturz wegen anderer Ursache, ich musste auch die Blattlagerwelle wechseln, montierte ich wieder die Holzblätter. Es trat im Schweben und beim langsamen Fliegen kein derartiges \"flattern\" mehr auf, auch wenn ich die Drehzahl erhöhte. Überraschend trat es wieder auf, als ich schnell flog. Bei den wildesten (aber nicht schnellen) Figuren konnte ich auch keine Spurlaufprobleme feststellen.
Als mögliche Ursache für diese Spurlaufprobleme scheint es mir einleuchtend zu sein, dass dabei Kugellagerprobleme vorhanden sein dürften, weshalb ich auch versuchen werde diese auszutauschen.

Gruss
Dan

Thomas Reingruber
06.08.2001, 10:57
Hallo Martin,

der Delta 3 Effekt ist doch standartmäßig verkehrt beim Rappi, oder? Durch den Umbau müßte er eigentlich erst richtig sein. Ist nicht beim Raptor 60 der Kopf auch so aufgebaut, als wenn man beim 30iger Spiegelverkehrt aufbaut?
Hat vielleicht jemand ein Foto vom 60iger, wo der Kopf genau zu sehen ist?

Das durch deine Modifikation das schlagen verringert wird spricht doch eigentlich auch dafür, dass du den negativen Delta 3 Effekt verringerst! Baut man den Kopf komplett um hat man dann eben einen positiven Delta 3 Effekt. Dass selbe könntest du auch erreichen, indem du die Hebel über die Mitte verlängerst, nur dürfte man Stabilitätsprobleme bekommen.

Und was findet Curtis Youngblood nicht gut? Ob die Taumelscheibe nach oben oder Unten geht ist doch egal!


Gruss
Thomas

Ralf Dreyer
07.08.2001, 00:21
mein erster rappi hatte auch dieses problem. es war ein fast-fertig-heli. mein 2ter rappi hat dieses problem (bis jetzt zumindest) überhaupt nicht. das ist ein selbsaufgebauter (unter anwendung grösster sorgfalt). ich will den leuten , die den arf-rappi zusammenbauen , nicht unterstellen sie können das nicht, aber irgendwie beschleicht mich das gefühl sie tun es nicht mit DER akribie und liebe wie wir modellbauer das tun (sollten).
aber: vielleicht liegts wirklich nur an der serienstreuung.

Gruß Ralf

Thomas Reingruber
07.08.2001, 10:16
Hallo Martin,

der Umbau kehrt den Delta-3-Effekt um, das gleiche erziehlst du, wenn du die Hebel über die Mitte verlängerst. Durch das verlängern bis zur Mitte hast du ja schon festgestellt das es besser wird.

Aber so falsch kann der Umbau ja nicht sein schau mal das Bild an
[img src=\"http://www.bodosbastelecke.de/images/rap60.4.jpg\" border=0]

Der Kopf vom Rappi 60 ist genauso aufgebaut wie mein spiegelverkehrter!

Ob wir das überhaupt merken was Curtis stört....


Gruss
Thomas

geändert von - Thomas Reingruber on 07/08/2001 09:18:04

Rüdiger
08.08.2001, 21:37
Servus Daniel,

dort ist´s aber ein Schwingen der beider Blätter - beim Rappi sinds Spurlaufprobleme mal des einen, mal des anderen Blatts.

cu/2,

rüdiger

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VRquaeler
08.08.2001, 22:35
Moin Ruediger,

bist Du Dir da soo sicher??
Ich kann mir gut vorstellen, dass hier ein vergleichbarer Mechanismus wirkt. Unsere Hubis sind nun mal schwingfaehige Systeme.
Und in den internationalen Foren ist (zufaellig??) das Umdrehen der Blattgriffe ein bekannter fix fuer das Pappi-Flatter-Problem.

Volle Drehzahl, Sascha

PS: hat schon mal jemand z.B. Videoaufzeichnungen von flatternden Rappis gemacht?

Thomas Reingruber
09.08.2001, 00:17
Hallo,

mit dem Flattern vom NT hat es meiner Meinung nichts zu tun. Es dürfte rein um den Delta-3 Effekt gehen. Der negative Delta3 Effekt bringt die Blätter in Verbindung mit dem Spiel zum auseinanderlaufen.

Auf jeden Fall ist das umdrehen eine Lösung.

Irgendetwas muß es ja aufsich haben, dass beim Raptor 60 die Blatthalter an der Vorderkante angelenkt werden.



Gruss
Thomas

Rüdiger
09.08.2001, 08:06
Servus Sascha,

zumindest was die Probleme bei meinem Rappi anging bin ich mir sehr sicher, denn da lief immer das \"schwarze\" Blatt plötzlich zu hoch.

cu,

rüdiger

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VRquaeler
09.08.2001, 15:22
Moin Ruediger,

Da bei mir die Blaetter nicht farblich unterschiedlich markiert waren, konnte man das Detail eines immer hochlaufenden Blattes nicht erkennen. Nebenbei hatte man mit einem flatternden Hubi auch so alle Haende voll zu tun.
Danke fuer den Hinweis.

Volle Drehzahl, Sascha

Dan
12.08.2001, 10:05
Hallo Rapipiloten

ich habe die Kugellager wie von Rüdiger beschrieben gewechselt
und siehe da, das Flattern ist verschwunden!!!
Sowohl mit den Original-Holzblättern und den CFK-Blättern
trat in keiner Fuglage mehr ein aus der Spur-laufen
auf. Die Anlenkung habe ich so belassen.
Es scheint also doch eine Ungenauigkeit in den Blatthaltern
eine Rolle zu spielen. Ich bin theoretisch leider nicht so
versiert um dies beurteilen zu können.

Daniel

Rüdiger
12.08.2001, 14:25
Servus Daniel,

jetzt brauchen wir noch um die acht andere Rappis, bei denen das Flattern per Kugellagertausch abgestellt wird, schon können wir sagen, daß 10 von 10 Rappis damit kuriert sind ;-)

Wenn ich mal Zeit haben sollte, werde ich mal auf die alten Kugellager zurückwechseln, dabei aber das neue Drucklager drinlassen, um herauszufinden, ob´s vielleicht nur am Drucklager liegt.

cu,

rüdiger

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Rüdiger
12.08.2001, 14:26
Servus Daniel,

jetzt brauchen wir noch um die acht andere Rappis, bei denen das Flattern per Kugellagertausch abgestellt wird, schon können wir sagen, daß 10 von 10 Rappis damit kuriert sind ;-)

Wenn ich mal Zeit haben sollte, werde ich mal auf die alten Kugellager zurückwechseln, dabei aber das neue Drucklager drinlassen, um herauszufinden, ob´s vielleicht nur am Drucklager liegt.

cu,

rüdiger

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Roland_K
14.08.2001, 09:50
Hallo Kollegen,
obwohl ich selbst keinen Raptor besitze, aber aus Interesse eure Diskussion verfolgt habe, möchte ich mal noch meinen Senf dazugeben.

Ich denke das Flatterproblem eures Raptors und des NT hängen prinzipiell schon zusammen.
Wenn man sich überlegt was passiert mit einem Blatthalter oder dem ganzen System beim Flattern?

Fall 1:
Ein Blatthalter hat Spiel auf dem Kugellager und kann sich leicht nach oben bewegen, dies bewirkt, auch durch den negativen Delta-3 Effekt, dass sich der Anstellwinkel leicht verringert, also erfolgt eine Gegenreaktion welche dann das Blatt nach unten lenkt und damit den Blatthalter und schon haben wir ein schwingungsfähiges System.

Fall 2:
Die gesamte Blattlagerwelle mit den Blatthaltern bewegt sich nach oben, dies bewirkt natürlich, dass der Anstellwinkel leicht veringert wird, da die Gestänge und der Anlenkpunkt bleiben wo sie sind. Also ziehts die Blätter wieder nach unten und damit die Blattlagerwelle, und schon gehts wieder umgekehrt etc.

Natürlich hängt dass alles von Spiel, Blätter (Masse und Schwerpunkt) und der Rotorkopfgeometrie ab, sonst müssten prinzipiell alle Hubis mit schwimmender Blattlagerwelle flattern (Futura SE, Heim, Vigor etc).

Dass das ganze bei 0° eher auftritt liegt wohl daran, dass dort die Lage der Blattlagerwelle am wenigsten definiert ist, sie hängt nämlich dann \"frei\" in den Gummis.

Um das ganze mal auf seine Richtigkeit nachzuprüfen solltet ihr mal einen flatternden Raptor mit einem provisorischen zentralen Schlaggegelenk ausrüsten, oder die Blatthalter um 180° umdrehen.

Freundliche Grüße

Roland

Rüdiger
14.08.2001, 10:11
Servus Roland! ;-)

Der Raptorkopf hat ein zentrale Blattwellenlagerstelle, da ist nichts mit \"Schwimmen wie\" z. Bsp. bei Heimsystemen.

cu,

rüdiger

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