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Vollständige Version anzeigen : Funktion der Digitalservo-Elektronik (JR/Fu)


Wings Only
28.11.2002, 08:44
Hi Helipiloten,

anbei ein gekürzter Artikel aus "Prop" zu Eurer Information.

Grüße, Wingus, der Rotorlose
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Wie funktioniert die Elektronik von Digitalservos?

Digitalservos moderner Technologie bieten folgende Vorteile:

+ Regelgenauigkeit ohne elektronikbedingte Servohebel-Totzonen,
+ Servohebel-Stellungshysterese praktisch Null,
+ Servohebelnachstellung schon bei kleinsten Knüppelbetätigungen ohne weitere Zeitverluste,
+ Volle Servomotorleistung bei kleinsten Servohebelbewegungen, große Haltekraft,
+ weitgehende Elimination wärme-, alterungs- und versorgungsspannungsbedingter Stellungsfehler,
+ Nicht zu vergessen: Zukunftsichere Methode für neue, schnellere Übertragungstechniken.

Daraus folgen die zwangsläufigen Nachteile gegenüber Nichtdigitalservos:

- Höherer Stromverbrauch durch oftmalige und genauere Servoarbeit, mehr Akkukapazität eventuell notwendig;
- detto durch Empfänger-Servoimpulsschwankungen ("Flanken-Jitter") bei PPM-Modulation, besonders außerhalb des Sender-Nahfeldes;
- U.U. Fehlfunktionen bei Verwendung mit Produkten anderer Hersteller (zB. Kreisel, Servos) möglich, Herstellertreue sicherheitstechnisch unbedingt empfohlen!
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Funktion der Elektronik von Digitalservos:

Noch eine Hinweis: Der Begriff "Digital" wird hier, wie oft üblich, für eine Verarbeitung mittels irgendwie in Zahlenwerte umgewandelter (Zeit-)Analogwerte verwendet, wobei der eminente Vorteil ist, dass man eben dies gewonnene Werte zahlengenau verarbeiten kann. 1234 ist eben NICHT 1235.
Und diese minimale Abweichung, eben nur "1" von zB. 8190 oder von binär 1111111111110 (13 bit) kann man damit feststellen und zielgerichtet verarbeiten (Servonachstellen).

Also, wie schlau funktioniert die in den Graupner-Servos verwendete Elektronik: (Wie alles Geniale im Prinzip ganz einfach! Abgeleitet aus der mir von Graupner übergebenen Patentschrift dieses ICs.)

Im Servo-IC sind zwei hochfrequente Oszillatoren geeigneter Frequenz vorhanden.

1) Oszi 1 arbeitet mit einer festen Frequenz,
bei Eintreffen des Impulses vom Empfänger via Servokabel schaltet die eine Impulsflanke die Oszillatorfrequenz zu einem Impulszähler (Counter) durch, der jetzt mit 14 Bit Genauigkeit die eintreffenden Schwingungen zählt, bis er durch die andere Flanke des Servoimpulses wieder abgeschaltet wird.
Der jetzt gemessene Wert ist somit, digital gewandelt, der Repräsentant für die Impulslänge im Servokabel, die ja irgendwo zwischen circa 1 bis 2 msec liegt. Die Zählung der eigentlich nutzlosen ersten Millisekunde (derzeit noch, siehe MFI 10/1999 "Kritik und Visionen") wird einfach eliminiert, indem ganz einfach das höchstwertige 14. Bit nicht verarbeitet wird.
Die umgewandelte Impulsdauer liegt somit digital in 13 Bit Genauigkeit vor. Genau so wie es Graupner bewirbt.

Interludium I: Die auf den üblichen Servobereich bezogene Stellgenauigkeit entspricht ca. 12 Bit = 4096 Schritte und ist damit etwa doppelt so genau als gute Analogservos, wie zB das bekannte JR 4041 und ähnliche. Aber eben ohne jede Abweichung durch Temperatur, Spannungsschwankungen etc.

2) Oszi 2 hat eine variable spannungsgesteuerte Frequenz (VCO):

Dessen Freqenz wird vom Servopoti gesteuert und von einem ähnlichen Schwingungszähler (Counter) wie oben gezählt, allerdings mit dem Unterschied, dass hier die Zählzeit klarerweise hoch konstant gehalten wird und die in dieser Zeit gezählten Schwingungen, deren Frequenz ja je nach Poti-Stellung variabel sind, den digitalisierten (Binär-) Wert der Servopotentiometer-Stellung repräsentieren.
Die VCO Minimal- und Maximalfrequenzen sind derart gewählt, dass der Servostellungwert mit 13 Bit Genauigkeit zum Vergleich mit dem ebenfalls 13 Bit Impulswert vorliegt.

3) Sind diese 2 Binärzahlen gleich, steht der Servohebel an der gewünschten Stelle.
Sind sie nur minimalst (schon letztes oder vorletztes Bit) ungleich, schubst die restliche Servoelektronik den Servomotor ca. 7 bis 13mal zwischen zwei vom Sender kommenden Steuerimpulsen in die richtige Stellung, deren Wert sich die Impulsumwandlung ja bis zum Eintreffen des nächsten Werts vom Sender ("Frametime"=Senderzykluszeit) ohne Reset merkt und mit dem jedesmal neu errechneten Potistellungswert (ca. 300mal pro sec.!!!) vergleicht.

Das wars schon, was - extremst vereinfacht - das Prinzip betrifft. Wirklich!
Die Kunst liegt natürlich im Detail, sonst wäre dieser japanische IC kaum patentfähig. Das bisher ohne ihn ungelöste Problem war, dass alle bisherigen Methoden viel zu langsam und viel zu ungenau waren, um nach Digitalisierung eine Stellgenauigkeiten gleich oder besser als mit Analogservos bereits erreicht, zu garantieren.

Die Patentschrift enthält dermaßen technische Details, dass ich wegen der Reduktion auf eine allgemein verständliche Erklärung direkt ein schlechtes Gewissen habe. Andererseits interessiert uns ja nur der Qualitäts- und Sicherheitsgewinn einer neuen Methode, von Zubehör etc., und diese Beurteilung erleichtern Basisinformationen allemal.

Zukunftsextrapolation:

1) Diese Servo-Technik ist auch für kürzere Impulszeiten und schnellere Senderzyklen, eben eine schnellere Fernsteuerungstechnologie unbeschränkt geeignet.

2) Durch den Fortschritt der Mikrotechnologie ist der Ersatz des Servopotis durch
optische digitale(!) Absolutstellungs-Melder oder Ähnliches naheliegend, dann entfiele der VCO.

3)Im vollständigen Originalartikel schon erwähnt: Auch noch Wegfall der Impulsumwandlung durch direkte PCM-Verarbeitung im Servo. Je mehr ich mich mit diesen Dingen beschäftige, umso absurder erscheint mir die derzeit gegebene Umwandlung eines binären PCM-Wertes in einen analogen Impulswert im Empfänger und dessen neuerliche Umwandlung in einen Binärwert im Digitalservo.
Die einzige Berechtigung dafür ist die derzeit noch(?!) doppelt genauere PPM-Auflösung von ca. 2000 Schritten im Vergleich zu SPCM mit 1024 Schritten, eben auch mit diesen Servos möglich.

Abschlussstatement:
Diese Technik entspricht eigentlich nicht mehr der bisherigen "Nachführservo"-Methodik, sondern repräsentiert lupenrein die Methode "Schrittstellwerk"!

Dieser Mitsubishi-IC wird nicht nur von JR/Graupner verwendet, auch keine Überraschung. Graupner ist mir halt als Verwender vertraut, andere nicht.

©2001 Rudolf Fiala
adaptiert für RC-Heli Nov.2002
Fragemails werden weitergeleitet.

H. Peter Lienhardt
28.11.2002, 09:48
Ist ja löblich solche Artikel weiter zu verbreiten.
Im Internet sollte man dafür allerdings Links verwenden und nicht sämtliche Texte duplizieren.

Nachfolgend ein Beispiel für den obigen Artikel: http://www.prop.at/kurzber/fiala2.html

martin_fuerst
28.11.2002, 10:15
Hallo,


Auch ich finde das "adaptieren für" nicht sehr sinnvoll.
Ein Link reicht völlig...wir hatten schon früher gerne
Links zu den Propseiten gesetzt (wenn es zum Thema
beigetragen hat)

@Wings Only
Bitte erspare unseren Usern, Mods, Admins die langen
unnötigen, sinnlosen Diskussionen über Realname...
Wir freuen uns über jeden guten Beitrag und es hat
sich inzwischen herausgestellt, dass es einfach in
unserer Community besser geht , wenn wir wissen,
mit wen man es zu tun hat ;)
Solltest Du Rudolf Fiala sein, dann ist es mir eine Ehre!
Solltest Du ein freundlicher "Linkeinfüger" sein, dann
Danke, aber nicht als geheimnisvoller Unbekannter ;)


...der Rotorlose = schade, aber was nicht ist, kann ja
noch werden :D

Grüsse
Martin

H. Peter Lienhardt
28.11.2002, 10:48
Hallo Martin

dein Verdacht, dass uns hier R. Fiala himself die Ehre gibt, wär mir bei einer Wette mind. 5,-- wert. Wer vewaltet die Kassa ? ;)

Anmeldungen OHNE Realnamen und OHNE Email sollte man eigentlich verhindern...

Till
28.11.2002, 11:30
Ich finde die Artikel hier einzustellen auch sinnlos - ist doch alles "kalter Kaffee" - wen es interessiert kann es ja im Original lesen..

Till

Banane
29.11.2002, 07:00
Alle Achtung, einer kopiert einen Text und Ihr wisst sofort wo der Text herkommt, d.h. den original Link. Es gibt keine Geheimnisse für RC-User. Mit freundlichen Grüßen Rüdiger

martin_fuerst
29.11.2002, 10:02
Hi,

@H. Peter Lienhardt

Theoretisch würde ich 5€ bekommen :D

LG
Martin

H. Peter Lienhardt
29.11.2002, 10:10
Hi Martin

meinte zwar auch, dass der ´Rotorlose´ Rudolf Fiala ist, hab mich aber unglücklich ausgedrückt.
Zu Fehlern muss man aber stehen, also schulde ich dir 5 Europäer - schluchzt ;(
Werden uns wohl mal persönlich bei einem Meeting treffen ...

martin_fuerst
29.11.2002, 10:14
Hi,

Hui, dann siehst mich ja fliegen :rolleyes:
Ich erlasse Dir die 5€ :loeblich:

Im Ernst, würde mich freuen ;)

Grüsse
Martin

Wings Only
29.11.2002, 10:19
Hallo Kritikusse, ;)

- Mein Realnamen-Missveständniss entstand durch die jetzt als obsolete bestätigte Bezeichnung OPTIONAL
im Profil. Registrieren erfolgte natürlich Real.
Problem bereinigt.

- Einen ebenfalls danebengegangenen Absicht war, hier gar nicht eine Diskussion zu eröffnen, sondern nur als "Spender" die Informationen FÜR ALLE, DIE SICH NOCH NICHT ZU PROP VERIRRT HABEN, zur Verfügung zu stellen.
Bei RC-Line gabs zB. überhaupt keine Antwortpostings.

- Dass österr. Forumsmitglieder, die beim ÖAEC sind die Artikel kennen ist ja wohl klar, standen ja auch gedruckt im an jeden gehenden PROP. Ehrenamtlich geschrieben ohne einen Groschen Honorar, das nur zur Klarstellung.

- Links zwingen zu einem Umweg und jeder der einen Originalartikel anklickt, liest dort eine längere, ausgeschmückte Zeitungsfassung. Gerade bei diesm Thema!

- Es gab in Foren schon massive Anfeindungen wegen Links anstelle von "Hierher-Kopieren".
Kann ich verstehen, weil was beim Link-Springen passiert kann jeder mit einer protokollierenden Firewall leicht selbst feststellen. Adress-Grabbing!! Bis zu Sex-Urls und Dialers, Spyware und Cookies ist da alles drin!!!

Ich selbst klicke Links nur in den seltensten Fällen an und Hyperlinks von mir nicht persönlich Bekannten ÜBERHAUPT nicht.

- Eines möchte ich noch zu bedenken geben:
Zu Foren kommen immer wieder neue Leute dazu. Und die kennen die "ollen Kamellen" sicher nicht. Besonders in der BRD, wenn die Artikel aus Österreich stammen. Und auch nicht die Österreicher, die nicht beim ÖAEC sind. Und das sollen gerade bei den Flugplatz-unabhängigen Helifliegern ziemlich viele sein.

- Ethisch bin ich der Meinung, dass jede Veröffentlichung, die EVENTUELL zur Vermeidung von Schäden beitragen kann, lobenswert ist.
NACH einem Crash, womöglich mit Personenschaden zu sagen, "das hab ich eh gewußt, einmal schon erwartet, bla bla, etc" ist weder für die Betroffenen, noch für die gesamte Modellfliegerschaft von Nutzen. ?(

Danke an jene, die mich auch anonym freundlich aufgenommen haben. ;)

Dieter F. Heinlin
29.11.2002, 10:53
Original von Wings Only
Hallo Kritikusse, ;)

Ich selbst klicke Links nur in den seltensten Fällen an und Hyperlinks von mir nicht persönlich Bekannten ÜBERHAUPT nicht.
..
Hallo "Noch nicht ROTierender" ;)
dann ist wohl in diesem Fall ein "Klick" von Dir erfolgt. ;)

PS: Es ist wirklich so, dass z.B. auch mir (einem "deutschen" User) die Präsens im Netz bekannt war/ist) Im übrigen sollte man hier nicht auseinanderdividieren, wir sind hier alle auf der "selben" Welt! ;) Die Sicherheit zu erhöhen, ist auch mein Anliegen (keine Kritik)!

H. Peter Lienhardt
29.11.2002, 11:19
Hallo Rudolf

wir freuen uns ja, wenn du dein - wohl unbestrittenes - Wissen hier weitergibst. Aber Internet OHNE Links ?!?!

Bin zwar aus A, da aber keine Aero-Club Mitglied (mehr), erhalte ich den Prop nicht und kenne ihn trotzdem, weil ich mal über eine LINK gestolpert bin...

Liebe Grüsse

Wings Only
29.11.2002, 12:07
Hi Dieter und Peter,

Das war eben einer der seltenen Klicks zur Gummiantenne.

Sorry, die Linkaussage war unexakt, gemeint war:

-In manchen Foren bin ich sehr vorsichtig, besonders wenn ich in jenem Forum schon "Herumreich-Erfahrungen" gemacht habe und/oder mir der Linksetzer anhand seiner Posting-Formulierungen, besonders bei sehr aggressiven, als nicht vertrauenswürdig erscheint. Und/oder als überhaupt nicht kompetent.

Könnte mir vorstellen, dass Ihr das auch nicht wesentlich anders macht.

Natürlich geht Internet nicht klicklos. Ich meinte Querverweise, mea culpa. Da ich aber keine Dauerleitung bezahle und versuche unter 20 Std./Monat, praktisch nur für Modellflug, zu bleiben, lege ich mir hier auch eine freiwillige Klickbeschränkung auf.
Auch weil der Nutzen von 99% der Querlinks für mich minimal ist und in keiner Relation zum Aufwand steht.

Bee
02.12.2002, 12:04
Hi zusammen,

und was sollen jetzt die Vorteile der Digitalservos sein?


Aber eben ohne jede Abweichung durch Temperatur, Spannungsschwankungen etc.

2) Oszi 2 hat eine variable spannungsgesteuerte Frequenz (VCO):
Dessen Freqenz wird vom Servopoti gesteuert und von einem ähnlichen Schwingungszähler (Counter) wie oben gezählt...

Ich hätte wetten können, dass der Potiwiderstand temperaturabhängig ist.

Und was mir auch nicht ganz klar ist: Warum soll ein Digitalwert, der durch Wandlung aus einem Analogwert gewonnen wurde, genauer sein, als der Analogwert selbst?

Worauf ich hinaus will:
Digitalservos sind meines Erachtens nur reine Geldmacherei. Statt das Konzept der Analogen weiter zu verfolgen und die relativ grosse Hysterese verringert, führt man sogenannte Digitalservos ein. Warum ist denn die Hysterese der Analogservos so gross? Weil keiner Servos haben wollte, die durch ständiges Nachregeln viel Strom ziehen. Bei den Digitalservos akzeptiert das jeder ?(

Und was die angeblich so schnelle digitale Signalverarbeitung angeht: "300 mal pro Sekunde" entspricht 300Hz. Das wäre für analoge Bauelemente ein Schneckentempo.

Meine Meinung ist folgende:
Wenn schon, digital, dann vollständig. Sprich: Abtastung der Servo-Ist-Position digital und nicht via Poti. Stellen des Servos via Schrittmotor.

Nur meine Meinung, nicht mehr....

Gruss
Micha

ulrich
02.12.2002, 17:52
Hallo Bee,

Ich denke Du hast in den meisten Punkten recht. Das Poti hat ganz sicher einen Temperaturgang, und ist von Spannungsschwankungen abhängig. Auch ist der Analogwert natürlich genauer!

Aaabber:

1. Bei Digiservos wird mehr Aufwand getrieben für die Stabilisierung von Spannung und Takt, so daß sie insgesamt genauer arbeiten.

2. Analogservos haben in der Regel eine Temperaturdrift, weil für das Messen des Impulses ein Referenzimpuls mit einem RC Glied erzeugt wird, von dem vor allem der Kondensator eine größere Drift hat. Digiservos haben entweder einen Quarz oder einen Resonator, der deutlich genauer geht.

3. Mit den 300Hz: Natürlich kann man das auch analog lösen, so wie es offenbar im NES2700 von JR gemacht wird, aber der Aufwand steigt deutlich an, weil der natürliche Impulsabstand aus dem Empfänger nicht mehr verwendet werden kann (50 Hz), und daher analoge oder digitale Auffangspeicher den Wert vom Empfänger speichern müssen

4. Man kann durch Erhöhung der Genauigkeit die Totzone eines Servos nicht eliminieren. Das liegt vor allem daran, das die optimale Regelung nicht mit linearen Funktionen arbeitet, sondern mit speziellen Kurven, und Filtern. Diese könnte man auch analog lösen (sicher auch besser), aber mit astronomischem Aufand.

Wenn Du alle Punkte zusammenrechnest, stellst Du fest, daß der Aufwand nun doch höher ist, wenn man diese Probleme analog löst. Daher ist man den Weg des geringsten Aufwandes und der geringsten Kosten gegangen, und hat den Analogteil in einen Microcontroller verlegt, und somit viel Geld gespart. Das ist in der heutigen Technik ein üblicher Weg.

Fazit: Digiservos sind eigentlich genau das, was Du verlangst, nämlich verbesserte Analogservos. Die Benennung ist etwas irreführernd, man müßte wohl von digital gesteuerten Analogservos sprechen. Übrigends verbrauchen meine Digis genausoviel Strom, wie meine alten Analogen vorher (JR 4421 [-] DS8231 und Futaba 9450).

Deinen Schlußsatz kann ich nur voll unterstreichen, hoffentlich sind wir bald soweit, denn dann gehöhrt der hohe Verschleiß der Vergangenheit an, außerdem ließe sich deutlich mehr Leistung/Gewicht und Raum erzielen!

so long ... Uli
http://www.ulrich-roehr.de

Wings Only
03.12.2002, 15:23
Hallo Ihr Beide,

Wenn die Potentiometer-Stellungsauswertungen nur das VERHÄLTNIS zweier Spannungen berücksichtigt, ist der Poti-Temp-Gang egal. Oder die angelegte Aussenspannung.

2:8 ist das gleiche Verhältnis wie 3:12.

Ein Schrittmotor für ca. 2000 Schritte für 120° Servohebelbereich müsste einen Auflösung entsprechend 6000 Stellungen für 360° haben.
Ausserdem würde er einen Iststellungs-Erfassung und Auswertung und Steuerung bis zur IST=SOLL-Stellung brauchen.
Zumindest beim Einschalten und Sicherheits-Refreshen.

Ob ein Schrittmotor ohne Untersetzung die nötigen Kräfte etc. etc.....Gewicht......

MIT Untersetzung haben wir das jetzt praktisch schon, da bei nicht-Glockenankermotoren das Pol-Einrasten vorhanden ist.

Wann jemend das Getriebe-übersetzungsverhältnis weiß oder abzählt und die Polzahl des Ankers auch, kann er uns von den maximal möglichen Schritten für zB 1°-Servohebelveränderung berichten.


Die Möglichkeit einen optischen o.ä. Gebers anstelle Poti habe ich schon erwähnt. Darunter ist nicht ein konischer Schlitz zwischen Lämpchen und Fotozelle zu verstehen, sondern ein Bitmuster der erforderlichen Auflösung. Eben 12 Bit breit plus entsprechender Bitscanner.

Was für Flächenmodelle noch viel feiner wäre, und auch ginge, ist die Erfassung der RUDER-Stellung statt der Servohebelstellung. Wenn man das mit Linearpotis oder Linear-Irgendwas als Istwertgeber verwirlichen würde, bekäme man gratis die beste Stellgenauigkeit im Neutralbereich. Eben dort, wo man sie sich wünscht.

Spiel und Temp-Differenzen wären unwesentlich.
Teilrealisiert durch die Servos in unmittelbarer Rudernähe bei Flächenmodellen. Bei Helis ohnedies kein Problem.

Noch zum gustieren:

- Servostellgenauigkeit, Trimmfeinheit und Flugspass:
http://web.utanet.at/wnening/flugtechnik/servo.html

AntiElch
04.12.2002, 08:22
Hallo zusammen,

hat zwar nur indirekt mit obiger Diskussion zu tun, aber was ist den von den neuen Robbe-Digitalservos zu halten (z.B. FS 250 T)??
Infos hierüber gibts hier:
http://de.robbe-online.net/cgi-bin/rims_de.storefront/3deda88802c17b1927183e0dc12106a9/UserTemplate/1/?ISID=3deda88802c17b1927183e0dc12106a9

Diese sind ja vergleichsweise "sehr" günstig !
Gruß
Volker

Elch
04.12.2002, 08:59
Hallo,

ich finde es interessant, wie der Autor des Artikels "sein" wissen ueber Digitalservos vermarktet. Vor etwa einem Jahr gab es mit dem Autor bei dem jetzt leider nicht mehr existierenden rconline-forum riesige Diskussionen ueber die Funktionsweise der Digitalservos. Er hatte damals die Funktionsweise absolut nicht verstanden. Nun verbreitet er das Wissen was in diesen Diskussionsforum rauskam als sein eingenes und versucht sich wieder als Retter der Modellflieger....
Naja, ohne weitere Worte...

Gruss
Christian

Wings Only
04.12.2002, 09:17
Hallo Volker, :)

finde, dass diese Frage GENAU hierher gehört, da von der Technologie dieser Servos eigentlich noch nichts bekannt ist.
Im Sinne einer "Funktionierenden Blackbox" ist die zwar völlig wurscht, ABER:

Umso mehr wären Erfahrungsberichte interessant.
(Besonders wegen des Metallgetriebes.)

Und auf die warte ich auch schon sehnsüchtig.
Wenn wer Links zu Erfahrungsberichten kennt, bitte hierher stellen!

wollte mir die Servos auf der Wiener Modellbaumesse am Robbe-Stand anschauen. War aber nur Fu. ausgestellt; seltsam.