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Vollständige Version anzeigen : Heli-Hovern contra Flächenhovern, Eine Einstiegshilfe?


Wings Only
08.12.2002, 14:18
Hi Heli- und Flächenpiloten,

bei einem Flugtag in Mollram/Österreich vor einigen Jahren habe ich einen Piloten mit dem Diablotin 1,55m hovern gesehen. Was heißt "hovern": er ging nach genauesten Einstellungen des in Hoverstellung gehaltenen Modells damit in Schulterhöhe frei hovernd über den Rasen zur Startbahn und startete dann senkrecht zum üblichen Funfly-Turnen.

Meine geäußerte Bewunderung wurde durch den Hinweis, dass es sich bei ihm um einen deutschen Hubi-Meister handle keinesfalls verringert, sondern die Bestätigung, dass "Gewußt, wie" auch beim Flächenhovern den Erfolg bringt.

Vielleicht gibt es in diesem Forum Einige, die auch das Flächenhovern beherrschen und die Schwierigkeitsunterschiede beurteilen können.

Frage 1)
Was ist leichter: die Heli-Lagesteuerung durch die effiziente Steuerung des Rotorkreises mittels Blattverstellung oder die indirekte "Schwanz-Gebläsesteuerung" eines Funflyers der 2 kg Klasse?

Frage 2)
wenn jemand das Flächenhovern MIT Konstantgas (nicht Gasstoß-Herumgehopse) halbwegs beherrscht, quasi als Vortraining von 2 Achsen auf einem Knüppel: Wie leicht fällt ihm unter dieser Prämisse der Einstieg in die Heli-Fliegerei?

Würde mich über Anworten AUS DER PRAXIS sehr freuen.

Dieter F. Heinlin
08.12.2002, 14:28
Hallo Rudolf,
ich bin vor meiner "rc-heli" Fliegerei "nur" Segel flugmodelle geflogen.
Also denke ich, dass Du "eisernen" Willen vorausgesetzt, das sicher auch "erlernen" kannst, zumal Deine Vorkenntnisse (Motor) besser sind.

Ich würde mich jedenfalls freuen wenn Du bald auch "ROTierst"! ;)

PS: Das Heli-fliegen ist ein "ewiges" Üben, perfekt in allem ist da "fast" niemand!

Martin Greiner
08.12.2002, 14:37
Hi!

Das Hovern mit der Fläche hat nur wenig mit dem schwebenden Heli zu tun...
Der Heli lässt sich dabei wesentlich exakter steuern und ist lange nicht so windempfindlich.
Die besseren Voraussetzungen für den Helieinstieg hat natürlich der Flächenflieger gegenüber dem totalen Neueinsteiger, da er:

- Bereits eine "Knüppelmotorik" erlernt hat...
- Auch im Rundflug weniger Probleme hat (auf sich zu...)
- Er bereits in der Materie ist (RC/Motoreneinstellen...)

Wenn Du gut Fläche fliegst und einen eingestellten Heli bekommst, bin ich sicher, daß Du nach spätestens 5 Tankfüllungen schweben kannst!(vor Dir auf der Stelle)

Ich selbst habe 3 Tankfüllungen dafür gebraucht...es war auch nur der Heli eines Vereinskollegen - er meinte ich sollte das auch mal probieren... :D Daraufhin hatte ich dann schnell einen Eigenen.

H. Peter Lienhardt
08.12.2002, 15:19
Der Reflex Sim bietet die Möglichkeit eines Hover-Trainigs.
Ist brutal schwierig. Wäre interessant zu erfahren, ob dies der Realität entspricht.

Wings Only
08.12.2002, 15:19
Hallo Ihr Beide,

bestätigt meine Vermutung, danke!

Rudolf

Ups, jetzt sinds schon 3

Maik Otto
08.12.2002, 18:00
hallo

da ich beides fliege und auch das können vorhanden

ist :] kann ich dir sagen /posten . wer das hovern

relativ sicher anwenden kann - hat mit dem helifliegen

relativ wenig probleme da er mit beiden händen

steuern kann .

nur mut steig ein und versuche es !

Wings Only
08.12.2002, 19:24
Nachtrag:

Grund der Frage: Ich möchte mir das Piccolo-Stadium ersparen!

Grüße, Rudolf

Sorry, die Signatur läßt sich nicht wegeditieren, habe Ausschalten beim Posting vergessen.

Maik Otto
08.12.2002, 19:33
hi

wenn du das oben genannte in etwa steuern kannst

ist der einstieg mit eimem verbrenner kein problem .

darfst bloß mit der "" gashand"" nicht so wackelig

sein :D denn solltest du das gas ruckartig rausnehmen ,

fällt der "" gute ""auch ruckartig dem boden entgegen :D

siXtreme
08.12.2002, 20:13
Hallo Rudolf,

ich denke du meinst mich damit ;)

Prinzipiell ist das beherrschen des Flächenfliegens nicht schlecht, denn dann beherrscht man die Fernsteuerung, weiß wieviel man steuern muß.
Allerdings ist das dazulernen von Hubschraubern aber auch schwer, da man dieses Fliegen neu lernen muß.
D.h. man muß mit schwierigen Schwebeflug beginnen. Erst später kommt der Rundflug. Und der entspricht "fast" einenm Flächenflieger.

Gruß Robert

holger
08.12.2002, 23:49
Hallo Rudolf,

ich bin auch vor noch nicht all zu langer Zeit vom Flächenfliegen umgestiegen. Kenntnisstand beim Flächenfliegen: relativ sauberer und gerader Kunstflug (incl. Seitenruderbenutzung :D :D), Torque-Rolle klappte bis zur 270°-Position), ansonsten besondere Vorliebe für kleine und/oder schnelle Modelle.

Folgende Dinge sind mir beim Helifliegen schwergefallen:
- saubere Kurven mit Heading Lock (und ich dachte ich kann mit beiden Händen fliegen)
- Linkskurven :D (totale Blockade, dabei gabs den ersten richtigen Einschlag - beim Flächenfliegen nie Probleme damit gehabt)
- das Austeuern auf Pitch beim Ändern der (Vorwärts-)Geschwindigkeit
- Schweben in Seitenansicht (90°)

Kein größeres Problem:
- Schweben lernen im Allgemeinen (ohne einen Crash)
- Rundflug ohne Heading Lock (1 Crash weil im Halbdunkeln geflogen, ansonsten auch ohne)
- Flug auf mich zu, Nasenschweben
- einfacher Kunstflug, Looping, Turn, Rolle, Rückenflug (geradeaus in der ausreichend Höhe)

Und noch eins ist mir aufgefallen: Während sich die Leute, die direkt mit dem Heli angefangen haben, sich nicht hoch oder weit weg trauen, hat unsereins Schwierigkeiten damit, irgendwelche Manöver unter der Horizonlinie druchzuführen (kann ganz schön dumm ausgehen, wenn man in 5m Höhe mit der AR-Landung fertig ist :D ).

Auf einen Satz gebracht: kann nach einer Saison zwar halbwegs Heli fliegen, aber trotz einiger Jahre Flächenfliegerei noch nicht vernünftig mit dem Flächenflieger hovern :D. Also: Nur Mut! Es lohnt sich!

Viele Grüße,
Holger

Flying Eye
09.12.2002, 10:29
Hallo Rudolf,

vielleicht darf ich Dir kurz schildern, wie das bei mir war....

Ich habe mit Flächenfliegen angefangen und beherrschte mit dem Beginn meiner Helifliegerei Standardkunstflugfiguren ohne 3-D Fliegen mit dem Flächenflugzeug. Die ersten Schwebefiguren funktionierten gut und ich begann seitlich nach links und rechts zu fliegen, immer mit dem Heckrotor zu mir. Dann folgte das Drehen nur um 90 Grad in beide Richtungen und der langsame Vorwärtsflug in die jeweiligen Richtungen, ohne die Auftriebsänderung, welche bei schnellerem Vorwärtsflug entsteht. Irgendwann traut man sich dann immer mehr zu, die Fähigkeiten gehen in den normale Rundflug fast übergangslos. Knackpunkt ist der Landeanflug (aus dem Vorwärtsfflug in den Schwebeflug)da gleichzeitig Pitch und Nick quasi austariert werden müssen.

Und jetzt kommt die für mich sehr wichtige Erkenntnis:

Das Helifliegen hat mich unglaublich positiv in meiner Weiterentwicklung des Flächenfliegens beeinflusst.
Speziell beim Training der sog. 3-d Figuren! Also genau umgekehrt, wie Du es gefragt hattest, Rudolf.

Meine Theorie ist folgende:

Beim Helikopterfliegen spielt die intuitive Knüppelei eine gewaltige Rolle. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum doch einige an der Hubschrauberfliegerei scheitern. Man darf beim Fliegen nicht großartig nachdenken. Bei meinem ersten Schwebeflug wollte ich ganz bewußt die erforderlichen Knüppelbewegungen aussteuern und war nach 15 min. vollkommen überfordert und in der Folge entnervt. Nach einer kleinen Pause war mir alles egal und ich versuchte - ohne groß nachzudenken - das Ding einfach in der Luft zu halten.
Das hat mich letztendlich weitergebracht. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und behaupte, für die Drehflügelei benötigt man ein gewisses Grundtalent (das soll keinesfalls arrogant klingen!!!). Während zum Einstieg ins Flächenfliegen viel mit Trainig wett gemacht werden kann (bis zu einem gewissen Punkt). Aber ohne die entsprechende Grundmotorik, ein Fluggerät permanent - in jeder Zehntelsekunde, die es in der Luft ist - zu steuern, ist man verloren. Diese Technik, die sich nur im Kopf, rein mental abspielt, übertrug ich später auf den Funflyer, was prompt funktionierte! Das senkrechte Schweben war nach kürzester Zeit kein Problem mehr. Die oft geäußerte Theorie, Flächenfliegen und Hubschrauberfliegen würde sich gegenseitig negativ beeinflußen (man kann dann beides nicht gescheit), hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, die Motorik wird beim Helifliegen extrem geschult!!!! Beim Torqen bleibt einfach keine Zeit zum Nachdenken, man muß einfach nur "machen". Der Vorteil beim Beginn des Helifliegens ist, man kann auch ein bischen fliegen. Die Fläche bietet diese Möglichkeit nicht. Allerdings fliegt ein Anfängermodell auch mal ganz alleine stabil - beim Hubschrauber: is nich ;) ;)

Vielleicht kann mir der Robert meine Theorie und persönlichen Erfahrungen bestätigen, er beherrscht ja beides in Vollendung.

Ich wünsche Dir für einen Einstieg jedenfalls alles Gute!

Axel

Uff, ist das viel geworden, sorry, hoffentlich langweilt das jetzt niemanden :rolleyes:

Maik Otto
09.12.2002, 20:00
hallo

wegen tech. probleme hier deine antwort von rudolf

Rudolf Fiala / Wings Only bedankt sich für die guten Ratschläge und hat mich
gebeten, das in den thread zu stellen, da es derzeit ungelöste Probleme mit
Antwort-Postings gibt.

Wings Only
10.12.2002, 06:05
Danke Maik fürs Dank-Posting und ein Danke an alle für die geistige Unterstützung und Bestätigung meiner Vermutung der Verwertbarkeit der Flächenhover-Praxis.

Markus hat sich des Postingproblems angenommen, somit kann ich mich jetzt persönlich bedanken. Auch in Vorwegnahme noch künftiger Tipps.

Morgendliche Grüße aus Wien, Rudolf

Stefan Dorn
10.12.2002, 09:21
Hallo Rudolf,

eine Frage hätte ich an dich: Warum hast du unsere neuen Regeln in einem anderen Forum gepostet bzw. was hast du dir davon versprochen. Würde mich wirklich mal interessieren. Schon mal Danke für deine ausführliche Antwort.

Wings Only
10.12.2002, 10:15
Hallo Stefan,

ich bin, offensichtlich so wie Ihr, nicht mit der jede Blödheit ermöglichenden Voll-Anonymität (für den nicht-Leitungsgremium-Leser) einverstanden.

Diese Voll-Anonymität wird in RCN striktest verteidigt und wer die Folgen dieser beurteilen will, braucht sich nur einige Nickname-Postings anzuschauen, die sogar von Fäkalbezeichnungen strotzen, somit die Würde der integren Leser mit Füßen treten. Oder getreten haben, wenn viel später editiert.

Um zu beweisen, dass man in anderen Foren besser mit der Würde der Mitglieder umgehen kann, habe ich mit dem Titel "Vermummungsverbot im Heliforum" den Hinweis auf die RC-Heli Hauptseite gelinkt, auf der die neuen Bestimmungen ersichtlich sind. Voll Stolz auf die Qualität von RC-Heli und dessen Vorbildsfunktion!

Was ich mir davon versprochen habe?
Langfristig eine Verbesserung der Postingqualität und Verringerung der negativen Auslese in RCN. Nachzulesen in

http://www.rc-network.de/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=29;t=000293

Als ich vor ein paar Minuten allerdings die nun wieder neue Halbanonymitätsregelung gelesen habe, bin ich mir nachträglich wie Don Quixote vorgekommen. Keine Frage, dass es auch dafür Argumente gibt, Einbruchsgefahr etc. bei Abwesenheitsmitteilungen etc. übers Forum.

Da müsste man aber auch alle Telefonbücher verbieten. Warum brauche ich hier sicher kaum auszuführen.

Sollte aus meiner Begeisterung an der "Guten Sache" Zoff entstanden sein, tut mir das leid.
Wäre allerdings erstaunlich, denn die RC-Heli-Seiten sind ohnedies öffentlich und ausserdem noch von den vielen Forumsspringern gelesen. Nicht nur von mir.

Ich habe mir natürlich auch einige der Realnamen-Diskussionen durchgelesen. War für mich von besonderem Interesse, da ich ja mit sanftem Druck nach der Entfernung der seinerzeit noch optionalen Profil-Realnamenzeile zum Wieder-Hineinstellen meines vollen Realnamens mit mehreren Emails veranlasst worden war.

Mit nachdenklichem Gruß,
Rudolf

Flying Eye
10.12.2002, 11:18
Nachdem wir alle in verschiedensten Lebenssituationen mit Kompromissen leben müssen, meine ich, daß mit der Neuregelung des Profileintrags eine guter Mittelweg gefunden wurde. Wir sollten uns alle damit zufrieden geben.
Es gibt immer ein gewisses Restrisiko - letztendlich machen wir hier ja kein Onlinebanking und sind auch keine Geheimnisträger. ;)

Also, keep on guys.......

Axel

siXtreme
10.12.2002, 18:40
Um zum Thema zurückzukommen:

Axel:

Danke für´s Kompliment, in deiner Ansicht kann dir nur Recht geben. Seitdem ich auch Hubschrauber fliege werde ich auch im Flächenfliegen immer besser, denn es schadet keineswegs wenn man beides beherrscht.
Mein fliegerisches Können schaukelt sich im Wechsel immer mehr hoch :]

Vieleicht trifft man sich nächstes Jahr mal auf einen Helitreffen / Flugtag.

Gruß Robert