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Vollständige Version anzeigen : Dauerautorotation


WiWo
10.12.2002, 17:10
Hallo Zusammen! (an alle Querdenker)
Habt Ihr eigentlich schon mal Erfahrung im Dauerautorotationsflug im Hangaufwindbereich gemacht?
Wenn ja, welche?
Wie sieht die ideale Maschine aus, um das zu perfektionieren?
Laßt mal hören :D
VG
PS: Oder überlegt Ihr noch immer, ob Ihr Euren Namen hier eintragen sollt?

Wings Only
10.12.2002, 18:00
Hi,

von einem Flächenflieger brainstorming-artig quergedacht:

Gyrokopter mit Blattsteuerung ohne Heckrotor, aber mit gyrokopterüblicher Heckflosse. Als weiter zu verfolgender Denkansatz.

Gruß, Rudolf

Stefan Dorn
10.12.2002, 18:07
Hi,

und man könnte glatt 350 Eus für den Motor sparen :) ;)

Dieter F. Heinlin
10.12.2002, 18:17
Und den Sprit auch!
Vielleicht ein "kleines E-Motörchen" um auf "Drehzahl" zu kommen... ;)
Es wird jedoch empfehlenswert sein, vorher ein "Fernglas" und gutes "Schuhwerk" anzuschaffen!

[ ] S-Schlag-Blätter Lang, Tief, Schwerpunkt weit Außen

Heliwuif
10.12.2002, 18:31
Vergesst nicht das Gewicht, was dann wegfällt :D

LG Wuif

H. Peter Lienhardt
10.12.2002, 20:11
nein, nein Dieter

Hangsegeln mit Hilfsmotor ist doch nur was für ´Hochzeitstag-Merker´

Dieter F. Heinlin
10.12.2002, 20:15
Hallo H. Peter,
und wie soll der "ROTor" ins Drehen kommen "beim Start"?

WiWo
10.12.2002, 22:31
Eigentlich alles nur eine Rechenaufgabe:
Wie groß schätzt Ihr das geringstmögliche Sinken während einer Autorotation ein (leichter E-Heli)? Welche Hangaufwinde werden am Hang normalerweise noch geflogen?

Müßte also zu schaffen sein! 4 Stunden Flugzeit mit dem E-Heli sind da ein Klax. Juchhu! :D

martin_fuerst
10.12.2002, 22:43
Hi WiWo,

Bin meinen Eco8 schon am Hang geflogen, ist ein
seltsames Fluggefühl, wenn der Heli plötzlich mit
Pitchwerten, mit denen er sonst runterkommt noch
fliegt oder fast keine Höhe verliert:D
Ok, ist keine "Dauerautorot" gewesen, aber trotzdem
ganz lustig mit längeren Flugzeiten als in der Ebene;)
Testgelände: Trattberg als Alternative zum 6m Segler :D

LG
Martin

WiWo
10.12.2002, 22:53
Sag Euch ja, Männer - das funzt! :)

Flying Eye
11.12.2002, 09:00
Ihr habt ja Ideen, da kommt kein Mensch drauf........ :D

Wings Only
12.12.2002, 08:38
Guten Morgen Alle,

als Zusammenfassung Eurer Postings straight ahead und nix quergedenkert:


-Negativer BlattEINstellwinkel für quasistationäres Autorotieren =] Tragschrauber (Gyrokopter, Autogyro).

-Blätter können viel breiter und kürzer als Heliblätter sein.
Ausserdem können sie durch Wegfall des Rückenflugs aerodynamisch geschränkt sein wie ein Propeller.

-Rotor-Vordrehen mittels Motor nicht notwendig, schräg nach hinten in den starken Wind der Hangkante, am besten in einer "Düse" halten beschleunigt den Rotor bis zum Anliegen der Strömung,

-dann Start einige Meter VOR der Hangkante im aufsteigenden Luftstrom mit horizontalem Rotor.

-Alternative: gefesseltes Hochdrehen auf einer Startvorrichtung im schrägen Aufwind mit Schnurauslösung der Halteklemme: "Startvorrichtung": gut verankerter möglichst langer Stock.

-Schlepp- oder Bungee-Lösungen nach befriedigendem Hochdrehen denkbar.
(Die Erprobung des Westermayerschen Tragschraubers vor ca 40 Jahren erfolgte ausschließlich im Autoschlepp ohne Rotor-Vordrehen.)

-Gyrokopter mit Druckluftschraube ist natürlich auch eine Möglichkeit. Damit würde aber der Vorteil der Leichtgewichtslösung verloren gehen.

Bemerkungen:

-Manntragende Autogyros drehen den Rotor NUR zwecks Verkürzung der Starstrecke vor. Die Abhebe-Drehzahl entsteht rein aerodynamisch, ausgekuppelt und gegendrehmomentfrei.
Deswegen auch die Neigung der Rotorebene nach hinten. Das ergibt dann einen aerodynamischen ANstellwinkel bei negativem EINstellwinkel.

-Einmal gabs schon so was ähnliches als (ungesteuertes?) Modell.

-Als relativ billiger Versuchsträger MIT Druckschraubenantrieb bietet sich für die Montage eines Autorotors einer der diversen Rogallodrachen ("Skyflex 2002" etc.) fast zwangsläufig an. Der hat zwar nicht die Not-Durchstartfähigkeit eines echte Hubis aber kostet ca. 1/10 bei dramatisch verringerter Bruchgefahr im strukturierten Gelände.

Wenn mir noch etwas einfällt, werde ichs nachtragen.

NACHTRAG: Den falschen Begriff "negativer ANstellwinkel" korrigiert auf ".... EINstellwinkel"

Der Anstellwinkel ist im Flugfall natürlich im aufsteigenden (oder/und durchfließenden) Luftstrom immer POSITIV. Sorry für Flüchtigkeitsfehler.

Steffen Graap
13.12.2002, 15:05
Hallo

Ich will auch meinen Senf zu diesem Thema beitragen.
Wie wäre es mit einer Startplattform auf der sich ein E-Motor befindet, der mit der Hauptrotorwelle über eine 6-Kant-Verbindung (z.B. vom Starter) verbunden ist. Wenn der Rotor auf z.B. 1800 Umdrehungen ist gibt man Pitch und kann mit der Rotorenergie in den Aufwind schweben und dort mit dem Aufwind den Rotor weiter am drehen halten. Man spart sich das Gewicht für Getriebe und Motor und kann trotzdem wie gewohnt abheben.

WiWo
14.12.2002, 19:34
Glaube, das ist es! :]
Da sieht man mal wieder die Fantasielosigkeit unserer Hersteller! :rolleyes: