Vollständige Version anzeigen : Schwergängige Heckrotor-Blatthalter bei UNI-Expert-Mechanik
Joachim Wunder
15.12.2002, 23:54
Hi,
nach Zusammenbau des Heckrotorkopfes gemäß Anleitung Seite 32 für Starlet 50 mußte ich feststellen, daß sich die Heckrotor-Blatthalter auf der Nabe 4448.22 ziemlich schwer bewegen. Ich habe die Drucklager 1220 im Verdacht, trotz fetten aller Lager.
Ziehe ich die M3x12 Schrauben der Blatthalter nur zart an, so sind die Blatthalter naturgegeben leichtgängiger, ich habe aber Bedenken, daß mir dann irgendwann mal die Heckrotorblätter um die Ohren fliegen könnten. :D
Wie schwer- oder leichtgängig müssen sich also die Heckrotorblatthalter bewegen können?
Danke für Eure Tipps,
Joachim
P.S.: Trotz mehrfachem Auseinander- und Wiederzusammenbau des Heckrotorkopfes werde ich mir nicht 100% über die Ursache der Schwergängigkeit klar. ?(
Hallo Joachim,
Richtig ist das auf jeden Fall nicht. Habe auch den Starlet 50, und die Blatthalter, sowohl Haupt- als auch Heckrotor, gehörten eigentlich zu den wenigen Teilen, die von vorne herein ohne Nachbesserungen sehr leichtgängig waren.
Gehen denn beide Blatthalter gleich schwer zu drehen?
Da Du schonmal erwähnt hast, wie genau Du es nimmst, nehm ich mal an, dass falscher Zusammenbau (Lager verkehrt herum o.ä.) ausscheiden.
Haben die Halter denn noch axiales Spiel? Wenn ich meine ganz festschraube, kann ich sie immer noch axial ein wenig hin- und herruckeln, so ca. 1/3-1/2 mm (Geschätzt, nicht gemessen).
Ist vielleicht die innere Lagerschale vom Lager 1220 nicht ganz in den Blatthalter eingedrückt? Muss man recht feste reinpressen.
Der Abstand zwischen den beiden Blatthaltern, wenn ich sie ganz zusammendrücke, ist 16,6 mm. (Hab mal ein Bild davon auf http://www.vsv-online.net/heli/heckrotorkopf.jpg gestellt---vielleicht kannst Du was erkennen.)
Viel Glück,
Rupert
Joachim Wunder
16.12.2002, 10:46
Hallo Rupert et al.,
Richtig ist das auf jeden Fall nicht. Habe auch den Starlet 50, und die Blatthalter, sowohl Haupt- als auch Heckrotor, gehörten eigentlich zu den wenigen Teilen, die von vorne herein ohne Nachbesserungen sehr leichtgängig waren.
Die Hauptrotor-Blatthalter laufen auch super-leichtgängig. Ist genial, da die Hauptrotor-Blatthalter dabei noch nicht mal den Hauch eines axialen Spieles haben. :)
Gehen denn beide Blatthalter gleich schwer zu drehen?
Ja, fast. Das hängt natürlich auch davon ab, wie stark man die Inbus-Schrauben jeweils anzieht. Sehr fest darf ich sie jedenfalls nicht drehen, da sich die Blatthalter ansonsten zu stramm bewegen würden. :(
Da Du schonmal erwähnt hast, wie genau Du es nimmst, nehm ich mal an, dass falscher Zusammenbau (Lager verkehrt herum o.ä.) ausscheiden.
Genau. Ich würde mich eher als Pingelsbruder in solchen Dingen bezeichnen. ;)
Haben die Halter denn noch axiales Spiel? Wenn ich meine ganz festschraube, kann ich sie immer noch axial ein wenig hin- und herruckeln, so ca. 1/3-1/2 mm (Geschätzt, nicht gemessen).
Öha, nein, also bei mir ist definitiv keinerlei axiales Spiel mehr drin. Ich wäre froh, wenn ich auch nur 1/10 mm davon hätte...
Ist vielleicht die innere Lagerschale vom Lager 1220 nicht ganz in den Blatthalter eingedrückt? Muss man recht feste reinpressen.
Doch, da bin ich mir ziemlich sicher. Deswegen macht mir das ganze ja auch so Kopfschmerzen.
Der Abstand zwischen den beiden Blatthaltern, wenn ich sie ganz zusammendrücke, ist 16,6 mm. (Hab mal ein Bild davon auf http://www.vsv-online.net/heli/heckrotorkopf.jpg gestellt---vielleicht kannst Du was erkennen.)
Vielen Dank. Ich meß´ heute abend mal den Abstand bei mir; habe zwar nur eine analoge Schiebelehre, sollte aber auch reichen. Ich werde dann mal hier berichten...
Danke jedenfalls für Deine Hilfe.
Was für Erfahrungen haben die anderen gemacht?
Thx & Cu,
Joachim
Joachim Wunder
17.12.2002, 00:48
Der Abstand zwischen den beiden Blatthaltern, wenn ich sie ganz zusammendrücke, ist 16,6 mm. (Hab mal ein Bild davon auf http://www.vsv-online.net/heli/heckrotorkopf.jpg gestellt---vielleicht kannst Du was erkennen.)
Vielen Dank. Ich meß´ heute abend mal den Abstand bei mir; habe zwar nur eine analoge Schiebelehre, sollte aber auch reichen. Ich werde dann mal hier berichten...
Also ich habe gerade gemessen: Bei mir beträgt der Abstand zwischen den Blatthaltern ca. 15,9 mm. ;(
Wieso fehlen mir nur diese wenigen, aber wichtigen 0,7 mm ? ?(
Leicht verzweifelt...,
Joachim
Also ich habe gerade gemessen: Bei mir beträgt der Abstand zwischen den Blatthaltern ca. 15,9 mm.
Jetzt muesste man wissen, wie gross die Graupner Toleranzen hier sind. Aber es klingt schon ein bischen viel.
Falls sie wirklich zu eng zusammengedrückt werden, könnten sie auf die inneren Lager (4607.137) drücken, die dadurch schwergängig werden könnten.
Noch ein Maß: Bei montierten Blatthaltern beträgt der Abstand vom Lager 1220 zur Oberkante Blatthaltersockel (oder wie auch immer man das nennt) 3,34mm.
Sind vielleicht die Schrauben zu kurz oder die Bohrung zu lang?
Bei ohne Blatthalter festgezogener Schraube beträgt der Abstand zwischen Nabe und Schraubenkopf genau 4mm.
Gruss,
Rupert
Hallo,
habe auch vor Kurzem einen kompletten neuen Heckrotor für meine Uni-Expert zusammengebaut, hatte aber keine Probleme in dieser Richtung.
Aber: ich hatte bei allen 4(!) herumliegenden Alu-Naben (eine davon frisch aus der Tüte) eine geringfügige Toleranz am Sitz des Radiallagers, und zwar nur auf einer Seite! Es war zwar nur knapp 1/10 mm, aber es war deutlich zu spüren und führte dazu, dass sich das Lager im Betrieb ins Alu eingearbeitet hat.
Viele Grüße,
Holger
Joachim Wunder
18.12.2002, 12:50
Original von helirup
Also ich habe gerade gemessen: Bei mir beträgt der Abstand zwischen den Blatthaltern ca. 15,9 mm.
Jetzt muesste man wissen, wie gross die Graupner Toleranzen hier sind. Aber es klingt schon ein bischen viel.
Falls sie wirklich zu eng zusammengedrückt werden, könnten sie auf die inneren Lager (4607.137) drücken, die dadurch schwergängig werden könnten.
Genau diesen Verdacht hatte ich auch... .
Noch ein Maß: Bei montierten Blatthaltern beträgt der Abstand vom Lager 1220 zur Oberkante Blatthaltersockel (oder wie auch immer man das nennt) 3,34mm.
Also bei mir sind das maximal 3 mm.
Sind vielleicht die Schrauben zu kurz oder die Bohrung zu lang?
Nein, das glaube ich nicht. Die Gewindelänge beträgt wirklich echte 12 mm; habe es gestern nacht nachgemessen.
Bei ohne Blatthalter festgezogener Schraube beträgt der Abstand zwischen Nabe und Schraubenkopf genau 4mm.
?( Also bei mir läßt sich die Schraube komplett in die Nabe reindrehen. Deswegen ist mir nicht ganz klar, wo Du da 4 mm rausmißt?
Ich habe aber gestern nacht auf alle Fälle noch eine Erleichterung für die Blatthalter schaffen können: Ich habe festgestellt, daß die Wände der Blatthalter, in die die Drucklager 1220 eingedrückt werden, 2 ganz kleine Nasen (von der Fertigung) besaßen, die ich mit einem kleinen Schraubenzieher vorsichtig runtergekratzt habe. Seitdem gehen die Blatthalter erheblich leichter, wenn auch nicht super-leicht, so doch erheblich leichter. :)
Ich vermute also, daß die hintere Pfanne des Drucklagers ganz, ganz leicht durch die kleinen Nasen verspannt wurde.
Wie leicht gehen denn bei Dir die Blatthalter? Kippen bei Dir die Blatthalter von alleine, wenn das Gestänge ausgehängt ist, die Blätter jedoch in den Blatthaltern montiert sind?
Thx & Cu,
Joachim
Joachim Wunder
18.12.2002, 13:27
Hi Holger,
Original von holger
Hallo,
habe auch vor Kurzem einen kompletten neuen Heckrotor für meine Uni-Expert zusammengebaut, hatte aber keine Probleme in dieser Richtung.
Ja, das scheint an Toleranzen bei der Fertigung der Blatthalter zu liegen (?).
Aber: ich hatte bei allen 4(!) herumliegenden Alu-Naben (eine davon frisch aus der Tüte) eine geringfügige Toleranz am Sitz des Radiallagers, und zwar nur auf einer Seite! Es war zwar nur knapp 1/10 mm, aber es war deutlich zu spüren und führte dazu, dass sich das Lager im Betrieb ins Alu eingearbeitet hat.
Deine Beschreibung verstehe ich nicht ganz, sorry, aber kann es sein, daß das dasselbe Problem war, das ich gestern nacht festgestellt und schon weiter oben in Antwort zu Ruperts Posting beschrieben hatte?
Viele Grüße,
Joachim
Hallo Joachim,
Also bei mir läßt sich die Schraube komplett in die Nabe reindrehen. Deswegen ist mir nicht ganz klar, wo Du da 4 mm rausmißt?
Das ist dann wahrscheinlich das Problem. So wie ich die Konstruktion verstehe, *muss* die Schraube ihren eigenen Anschlag haben, weil sie sonst die Lager ja zwangsweise zusammenquetscht.
Oder Du verlässt Dich auf den Schraubensicherungslack und drehst die Schraube nur so weit rein, daß die Blatthalter noch ganz leichtes axiales Spiel haben. (Zentrifugalkraft drückt sie dann ja nach außen.)
Kannst ja mal bei Graupner/Deinem Händler nachfragen, ob das ein Herstellungsfehler ist, oder ob die Konstruktion geändert wurde.
Wie leicht gehen denn bei Dir die Blatthalter? Kippen bei Dir die Blatthalter von alleine, wenn das Gestänge ausgehängt ist, die Blätter jedoch in den Blatthaltern montiert sind?
Bei geradem Blatt nicht, erst wenn ich es so ca. 30° rauskippe.
Gruss,
Rupert
Hallo Joachim,
Deine Beschreibung verstehe ich nicht ganz, sorry, aber kann es sein, daß das dasselbe Problem war, das ich gestern nacht festgestellt und schon weiter oben in Antwort zu Ruperts Posting beschrieben hatte?
Nein denke nicht 8). Bei mir hat das normale Kugellager im Blatthalter (nicht das Druck-Lager) auf einer Seite auf der Alu-Nabe sehr viel Luft (auf der anderen sitzt es normal). Das führt dann dazu, das sich die ganze Angelegenheit ausleiert, wenn man es nicht mit viel Lagerkleber festklebt. Wenn man das nicht merkt, könnte ich mir durchaus vorstellen, das dass Gewackel die Schaube irgendwann übel nimmt...
Zu den Blatthaltern: die gingen so leicht, wie es das Fett im Drucklager eben zulässt, also von allein drehen sie sich nicht gerade. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass da was schleift. Die Drucklager gingen aber bei mir auch nicht gerade leicht in die Blatthalter. Sind Blatthalter, Lager und Nabe original von Graupner?
Viele Grüße,
Holger
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