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Vollständige Version anzeigen : "Modellhelifliegen" noch sicherer betreiben: Wie?


Dieter F. Heinlin
03.01.2003, 12:34
Hallo an alle "Helimodellflieger",
ich denke es wäre sinnvoll hier "Tips" und Tricks" im positiven Sinne zu sammeln.
Das kann/soll jedem helfen daraus etwas "positives" auf den Weg zu geben, damit Er/Sie z.B. auch übermorgen noch zum "Helifliegen" gehen kann!

Jürgen Pieper
03.01.2003, 12:51
Gute Idee.
Dann fange ich mal an:

Nach jedem Flug ein Kurzcheck, ob sich irgendwas gelöst hat und Blick auf den Akkucontroller.

Nach jedem Flugtag (3-5 Starts) ein Komplettcheck, so weit es ohne Zerlegen möglich ist.
Jedes Schräubchen, jede Anlenkung, die Blätter, die Kerze, Splinte usw.

Nach ca. 100 Starts wird der Heli komplett zerlegt.

Akku wird immer komplett entladen geparkt und Kapazität gecheckt.

Beim Fliegen Fernhalten von anderen Personen.

wingo
03.01.2003, 13:10
Hallo,
ist nicht böse gemeint, aber das wird so eher wie eine Sammlung der roten (Graupner) Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen...

Vieles ist ja bekannt und es geht mehr darum, wie gewissenhaft man sich daran hält.

Ich würde z.B. gerne Wissen, ob man die Servos vernünftig testen kann!? Wie erkenne ich (im Vorfeld) das ein Servo eventuell kurz vor dem Infarkt steht? Lebensdauer (statistisch als Anhaltswert)?

@ Dieter: Kannst diesen Beitrag gerne wieder löschen, will Deinen Fred nicht "torpedieren". Bin mir nur nicht ganz sicher, ob das hier einen Sammlung von Grundlagen werden soll, oder eher etwas tiefgründiger.

Ansonsten weiß ich was: Glaube nach der Winterpause NIE, dass Du noch alles kannst!!!

Dieter F. Heinlin
03.01.2003, 13:13
Wingo,
warum soll ich was löschen. Im übrigen ist "Sicherheit" nicht "Markenbezogen" oder?
Vielleicht hätte ich diesen Beitrag auch eher unter Helis allgemein starten sollen.

ma.hocke
03.01.2003, 13:14
Hallo zusammen!

Ich finde auch das wichtigiste ist es, alles regelmäßig zu kontrollieren, nicht zu nah an die Leute ranfliegen, Akku entladen - laden (mache ich jedes mal, bevor ich fliegen gehe).

Martin Greiner
03.01.2003, 13:30
Hi!

Entladen/Laden vor jedem neuen Tag ist zwar nicht nötig, aber ein gutes Beispiel für "versackte" Akkus sind meißt die Sender, da diese in der Regel nur "oben drauf" geladen werden. Die Senderakkus, die auch regelmäßig mal entladen werden halten bei uns deutlich länger die volle Kapazität.
Auch habe ich es mir angewöhnt regelmässig alle Kabel zu kontrollieren - nicht selten finden sich trotz sorgfältigem Verlegen Scheuerstellen...
Servos teste ich gelegentlich mit dem Servotestlauf, der bei den meißten Anlagen dabei ist. Dazu alle Gestänge abklipsen, wenn ein Poti beschädigt ist "hakelt" das Servo an einer Stelle - hab auf diese Art auch schon Servos aussortiert.
Grundsätzlich werden nach einem Tag die Gestänge kontrolliert, ob die Kugelpfannen verschlissen sind - dabei schaue ich mir natürlich auch den Rest des Helis an, ob sich irgend ein Verschleiß zeigt (im Fall meines VR das Spiel des Hauptgetriebes, eventuelles Spiel auf der Hauptrotorwelle - einfach die Punkte, die sich an dem Modell als häufig "kontrollbedürftig" herausgestellt haben)

Beim Fliegen selbst versuche ich meinen Flugstil dem aktuellen Flugbetrieb entsprechend zu gestalten - bei viel Betrieb/Anfängerschulung/F-Schlepp...ist es schon ratsam nicht immer das "volle" Programm durchzuziehen und mal etwas kürzer zu treten.

wingo
03.01.2003, 14:13
Hallo Dieter,

wollte damit keinen Markenbezug herstellen! Es ging mir nur um diese grundsätzlichen Sicherheitshinweise: "Fassen Sie nicht in den laufenden Hauprotor - Verletzungsgefahr" :rolleyes:

Den Servotest kenne ich von meiner MC. Wußte nur nicht, auf welche Anzeichen man achten muss. Danke!

Das mit der Akkupflege ist schon okay.

Meine Antwort war/ist nicht auf Jürgen bezogen. Hatte schon vor seinem Beitrag angefangen zu schreiben und wollte nur wissen, in welche Richtung das ganze gehen soll....

Dieter F. Heinlin
03.01.2003, 14:18
Es haben auch diese "allgemeinen" Regeln ihre Berechtigung, ich würde daher jedem mal empfehlen diese "Beipackzettel rot" dann "wenigstens" einmal zu lesen!

wingo
04.01.2003, 01:59
Hier eine meine Erfahrungen:
Nach einem 15 Minuten-Flug mit meinen Ergo 50 hatten sich zwei Befestigungsschrauben des oberen Rotorwellenlagerbocks komplett verabschiedet, eine Weiter war zur Hälfte draußen, nur noch Eine fest. Ich hatte nach Wartungsarbeiten aus Nachlässigkeit die Schrauben nicht mit Loctite gesichert. Es schien mir, dass die Anzugsmomente eigentlich reichen müßten....
Vor diesem Flug war den Schrauben nichts anzusehen!
(Vorfall ist durch Zeugen belegt, kein Hörensagen, eigene Erfahrung)

Daher, alle Metall/Metall Verbindungen sichern (das gehört jetzt zu den "Beipackzettel-Weißheiten")

Darüber hinaus habe ich mir aber folgendes angewöhnt (Tipp zu diesem Thema):

Alle Schraubverbindungen werden (wie in der bemannten Luftfahrt) zusätzlich mit rotem Nagellack punktuell gekennzeichnet. Selbst bei oberflächlicher (Vorflug-) Kontrolle fällt ein gebrochenes "Siegel" auf (Markierungen stimmen nicht überein).

Gruß Lennart

Kurt
04.01.2003, 02:27
Hallo,

noch ein kleiner aber feiner Tipp:

Im Laufe der Zeit lernt man seinen Heli kennen. Die Geräusche, das Flugverhalten, den Motorlauf usw...

Wenn man im Flug irgendwas merkt, was von diesem gewohnten Verhalten abweicht, SOFORT landen und der Sache auf den Grund gehen, denn dann kündigt sich ein Problem an.

viele Grüße und sicheren Flug
Kurt

Arno Wetzel
04.01.2003, 11:40
Fliegen im Winter:

Den Sender nach dem Auspacken aus dem Auto mindestens 20-30 Minuten im Kalten stehen lassen. Nach dem Flug den Sender auch nicht wieder in Auto stellen oder, falls vorhanden,ins warme Vereinshaus mitnehmen.

Die Gefahr von Taupunktunterschreitung ist groß, der Feuchtigkeitsniederschlag im Sender führt unausweichlich zu Funktionsstörungen!

hoeppie2
04.01.2003, 12:08
hab da auch gleichmal ne frage wie ist es mit den Flugzeugen?? Ich prüfe immer den Motorklang alle Funktionen und ob die Anlenkungen noch stimmen + Akku kann ich da noch mehr tun ich weiß es nicht ! Wie merkt man was das Servo noch kann und dessen Lebensdauern (C 5077 )!
Danke Höppi :D

Christian Rose
06.01.2003, 18:09
Hi,

ich mach immer folgendes: nach jedem Flugtag, egal ob ich mit einem Modell nur einmal oder 10 mal geflogen bin, werden die geflogenen Modelle der Reihe nach auf die Werkbank gestellt, die Frontverkleidung abgenommen und die einzelnen Servo-Ruderarme mit zwei Fingern mittig festgehalten (nicht zusammengedrückt o.ä., keinesfalls die Drehbewegung des Servos blockieren sondern einfach nur ganz minimal festhalten)) und die Funktion durch Betätigung der jeweiligen Senderknüppel gecheckt.

Normalerweise müßte das Servo nun von Anschlag links bis Anschlag rechts gleichmäßig Gegendruck ausüben. Ist während dieser Überprüfung irgendwo mal der Druck nach bzw. mann hört ein ungewohntes Geräusch usw. dann sollte man das Servo vorsorglich zum "Check-Up" schicken.

Gruß
Christian

Flying Eye
08.01.2003, 12:57
Ich habe mir eine Checkliste mit Word erstellt, die sehr hilfreich ist. Maik möchte sie für Euch ins Forum zum allgemeinen Gebrauch stellen.

Warum soll man auch beim Modellheli weniger gut aufpassen als die richtigen Piloten? (Beispiel Bordbuch....)

Axel

Dieter F. Heinlin
08.01.2003, 13:07
Hier link zum Thema

Checkliste mit Word

M.J
08.01.2003, 13:54
Hallo Leute

Ich finde gerad im Modellhubschrauber bereich MUSS Sicherheit Groß geschrieben werden, denn was ist denn schlimmer wenn bei einem Heli im Schweebeflug vor dir ein Rotorblatt abreißt oder wenn bei einem flieger in 50m höhe der Propeller abreißt! ich habe es selber mitbekommen als mein heli wegen einem Defekten Rollservo heruntergefallen ist und da wollte ich nicht neben drann gestanden sein! Also lasst es euch echt mal durch den Kopf gehen ob ihr vernünftig genug seid und die Verantwortung tragen könnt einen Heli gewissenhaft zu Fliegen und auch zu Warten!

Mein Motto ist:

Lieber einmal zu viel nachgeschaut als einmal zu wenig!

MFG
Marcus

PS: durch diesen beitrag will ich niemandem das Helifliegen verderben, jedoch muss er daran denken dass es eine Menge Verantwortung ist!

SRLIOF
12.01.2003, 00:16
Hallo allerseits,

Spätestens nach jedem 2. Flugnachmittag stelle ich die Helis auf die Werkbank und mache sie richtig sauber, dabei sind mir bis jetzt noch alle (toi toi toi) Fehler und Verschleissteile aufgefallen.
Nur richtig gute Schalter verwenden!!!!!!!!!!!!!
sorgfältige Kabelverlegung und den Akku regelmäßig formiert und Kontrolliert und gute Servos und dann klappts zumindest bei mir mit sehr wenig Probs.

Gruß
Stefan Reusch

Flying Eye
12.01.2003, 02:11
"Nur richtig gute Schalter verwenden!!!!!!!!!!!!!"


Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem elektronischen Schalter (FET-Schalter) von www.flyheli.de Shop: www.heltron.de gemacht. Der Schalter vereingt die Vorteile eines elektronisch gesteuerten Einschalters mit denen eines mechanischen... geniales Teil!

Axel

didi
12.01.2003, 08:53
Hallo @all,

ich bin der Meinung, das die Rutine der gröste feind der Flugsicherheit ist.
Das meine ich ganz allgemein.
Ich persönlich zähle mich noch zu den Grünschnäbeln der Piloten und kontrolliere meinen Heli peinlichst genau vor jeden flug.
Wenn ich teilweise die "Profis" sehe was die so mit Ihren Helis machen vor dem fligen ist es schon fast ein Wunder das nicht mehr passiert. ?(
Ich denke das mit der rutine oft die menschliche Einstellung "Is schon immer gut gegangen" einher geht.
Denn jeder Pilot weis um die Gefahr wenn es dann halt nicht mehr gut geht.

bkramer
12.01.2003, 10:15
Hallo Dieter !

=] "Wenn ich teilweise die "Profis" sehe was die so mit Ihren Helis machen vor dem fliegen ist es schon fast ein Wunder das nicht mehr passiert." ...

Sehe ich so nicht ganz !

Du darfst nicht vergessen, dass die "Profis":

1; Die Schwachstellen "IHRER" Mechanik recht gut kennen.
Das bedeutet statt einer "Gesamtkontrolle" den Check
von einigen wenigen Punkten.

2; Viele Fehler eines Anfängers von Ihnen erst einmal gar nicht mehr eingebaut werden.

3; Siehst Du nicht wie bei´m Check zu Hause viele Dinge gefunden werden, die dann am Flugplatz nicht mehr auftreten können.


So gesehen, dürfte man dann das "Erfahrung" nennen können.

LG

Bernhard

Torsten K.
12.01.2003, 10:28
... Routine ! :D

Markus Fiehn
12.01.2003, 10:39
Hallo!

Außerdem kommt dazu, dass man bei zuviel Wartung (Auseinanderbauen, Schrauben mit Schlüssel kontrollieren, etc) oft selbst Fehler einbaut.

Mir hat mal ein Maschinenbauer gesagt, dass eine Schraube, die sich nicht in den ersten 10 Betriebsminuten löst, sich unter gleichen (!!) Bedingungen auch nicht mehr lösen wird. Will heißen: Solange der Heli kmeine unnormalen Vibrationen etc. hat oder nach einem Absturz neu zusammengeschraubt wurde, kontrolliere ich die Schrauben nur durch Sichtkontrolle zuhause.
Ebenso verfahre ich mit dem ganzen Heli: Eine sorgfältige SIchkontrolle (Kable angescheuert, alle Stecker fest, alle Klipse noch i.O., Zahnflankenspiel, Schmutzpartikel an drehenden Teilen) und ein regelmäßiger Servocheck, wie Christian ihn beschreibt, sind das einzige, was man bei einem Heli wirklich sinnvoll checken kann. Dann noch die schmierungsbedürftigen Teile nachfetten und gut. Alles, was drüber rausgeht, erfordert schon wieder das teilweise Zerlegen und danach eben das evtl. fehlerhafte Zusammenbauen des Modells.

Kleine Story aus meinen Anfängen: Ich hatte damals eine Vario-Hängemechanik in einem Trainer. Vor lauter Angst, es könnte was sein, habe ich die Mechanik am Anfang jeden Abend aus dem Modell ausgebaut und komplett gescheckt. Bei der Gelegenheit musste ich auch immer die Servos aus dem Empfänger ausstecken. Und irgendwann bin ich dann mal auf dem Flugplatz angekommen und wollte fliegen. Nur sprang der Motor irgendwie nicht an... Die Kontrolle zeigte, dass sich ein Kabelschuh aus dem Gas-Servostecker rausgeschoben hatte und das Servo daher nicht funktionierte. Ohne das dauernde Ein- und Ausbauen der Mechanik wäre das nicht passiert. Glück war dabei halt, dass das Servo schon beim Starten gestreikt hat. Genauso gut hätte es aber ein TS.Servo gewesen sein können, das dann in der Luft auf einmal ausgefallen wäre.


Ich denke, dass vielmehr der Flugstil dazu beiträgt, dass unser Hobby sicher ist.
Z.B. Rückenschweben oder auch Überschläge sind eine tolle Sache und ist nicht einfach. Der Schwierigkeitsgrad hat aber nix mit der Flughöhe zu tun. Ein kurzer "Zucker" im Empfänger oder den Fingern ;) bei 1 Meter Flüghöhe ist noch nicht zwingend tödlich - bei 10 cm aber mit ziemlicher Sicherheit. Außerdem macht es wenig Sinn, Publikum direkt anzufliegen oder auch sich selbst. Wenn da der Empfänger (oder auch Sender) aussteigt, brettert die Mühle geradeaus in die Leute. Beim Parallelflug fällt er nur in die Wiese. Das Modell muss auch nicht in den Vorbereitungsraum neben die Startbox geschwebt werden.

Diese Liste könnte man ewig fortführen und die Aktionen in der Liste sind meiner Meinung nach auch viel zu häufig gängige Praxis. Ich möchte mich da nicht mal unbedingt ausnehmen. Seit ich aber durch einen Schreck (und das daraus folgende kurze Zucken im Pitchfinger in die falsche Richtung) meinen (rückenschwebenden) Futura geerdet habe, bleibe ich einfach etwas höher. Ist genauso schwer aber nicht so gefährlich.

SaschaHelle
13.01.2003, 07:40
Hallo,
also ich finde die Sammlung mit Tips gar nicht so schlecht. Man darf nicht immer nur von denen ausgehen die schon "Jahrelang" Heli fliegen. Für die sind viele Sachen völlig normal.

Solch eine Liste sollte auch den Anfängern - so wie mir - helfen, Fehler im Vorfeld zu vermeiden. Meist ist es ja auch nur ein wenig Unwissenheit auf was man achten sollte.

Also bitte weiter mit den Tips !

Gruss Sascha

Dieter F. Heinlin
14.01.2003, 01:28
Hallo,
aus "aktuellem" Anlaß: Ab und zu nach den "Servo- und Akkukabeln" schauen, speziell die Kabelführung auf irgendwelche "Scheuerstellen" überprüfen!!!

X-Treme
15.01.2003, 11:16
Hallo,

manche dinge kann man nicht kontrollieren mir ist schon Passiert mitte 2002 das der Empänger Quarz beim Landen kaput gegangen ist beziehungs weise der Quarz hatte ein wakelkontackt so in der Art. Empänger war weich gelagert!
Ich nehme mal an das die Quarz auch nur eine bestimmte lebensdauer haben .

Das zweite was mir passiert ist das ein Kabel vom Empänger Akkus sich gelost hat am Akku selber seit dem Fliege ich nur noch mit 2 Empänger Akkus und Akku Weiche .

Und zum schluß noch was sichert euch die Empänger Quarze mit einen Streifen Tesafilm das hate ich nähmlich auch schon das der Quarz rausgefallen war.

Viktor Deri
21.10.2004, 14:13
So mache ich es als Newbie (habe keinen fixen Zeitplan... mache das nach Gefühl):

zu Hause:

Regelmäßige Reinigung (nach Bedarf).
Kontrolle der Schrauben / Muttern.
Festgeschraubtes nur mit leichten Dreh kontrollieren, damit die fixierung bestehen bleibt aber eine lockere Verbindung auffällt.
Akkus werden regelmäßig entladen / geladen.

Am Flugfeld:

Vor dem Start Sichtkontrolle
Überprüfung der Gestänge mit Fingerdruck / Zug
Riemenspannung kontrollieren
Servogängigkeit testen und achten ob alles sauber läuft
Akkuanzeige Checken

Während des Startes beim Hochfahren der Drehzahl auf Akkustische Veränderungen horchen und auf sonstiges, Auffälliges achten.

Wenn die Drehzahl da ist, kurz vor dem Abheben, bewege ich nochmal die Sticks und achte ob die Blätter dementsprechend reagieren.

Nach dem Start, knappen Meter über den Boden gibts nochmal einen "im Flug check" ob der Heli schön steht, Heckrotor nochmal ansprechen.....

Und dann gehts los.

Eines meiner WICHTIGSTEN Checkpunkte:

Die EIGENE VERFASSUNG!

Es gibt auch Tage, da gehts einfach nicht. Wenn ich schon mal im Flug merke "Hoppla, jetzt hats bei mir kurz geistig ausgesetzt", weil ich nicht ganz konzentriert bin - Heli landen. Hinstellen, selbst irgendwo hinsetzen und den anderen Zuschaun.

Wenns dann wieder besser geht..... alles von vorne :)

HumpinHeli
21.10.2004, 16:11
Finde man sollte die Kirche im Dorf lassen....

Ich für meinen Teil habe gar nicht soviel Zeit meinen Heli jedesmal komplett (!) zu warten. Klar: Sauber machen, Sichtkontrolle, Nachfetten, Servo- und Reichweitencheck sind wohl obligatorisch.

Aber Schrauben-"Nachdrehen", jeden Gelenkkopf zu überprüfen, etc.. finde ich übertrieben.

Es reicht ja wohl vollkommen aus wenn der Heli jeden Winter komplett überholt wird (neue Wellen, Gestänge, Kugelköpfe, Kugeln...).

Meiner Ansicht nach ist das wichtigste: Der Bau.

Wenn dabei sehr sauber und umsichtig gearbeitet wird gibts keine Probleme.
(Ausnahme: Materialfehler-und die sind sehr sehr sehr selten).


Grüsse
Tom

hawaigaign
26.10.2004, 20:24
Hallo

Wollt nur kurz zu dem Empfänger Akku was sagen.

Vor jedem Fliegen Entladen/Laden würd ich auf keinen Fall. Der Akku wird beim Fliegen nie auch nur annähernd bis zur Hälfte entleert. Mit einem vollen 2400er kann man gut und gerne 2 bis 3 mal fliegen gehen. Den Akku vor jedem Fliegen entladen/laden schadet dem Akku nur, denn umso öfter er geladen wird, umso kürzer hält er. Besser alle 2 oder 3 mal entladen und laden, dann hält der Akku viel länger.
Mit einem Akkuwächter im Heli sieht man eh wie gut der Akku noch geladen ist, und wenn man nach jedem Tank schaut, wie weit er herunten is mit der Spannung, dann sieht man eh, wenn er zu schwach is.
Umsonst entladen und laden bringt nichts. Das bringt auch keine Sicherheit. Wie gesagt, nach jedem Tank auf den Akkuwächter schaun, is das Beste was man tun kann.
Und beim Laden halt schaun, wieviel noch rein geht in den Akku. So sieht man auch, ob der Akku den Geist aufgiebt.

So mach ichs halt :-)

cu

hawaigaign

Markus H.
26.10.2004, 21:17
Hallo,

ich habe schon etliche brenzliche Situationen auf unserem Platz erlebt, nur, weil die Akkus eben nicht gepflegt waren. Ein wichtiger Punkt in Sachen Sicherheit ist, immer genau über den Zustand seiner Akkus Bescheid zu wissen. Das gilt für den Sender ebenso wie für den Empfänger.

Ein Entladen/Laden schadet dem Akku keines Falls, im Gegenteil, es hält ihn fit. Und fitte Akkus sind sichere Akkus. Klar, neue Akkutechnik ist nicht mehr ganz so empfindlich wie vor 10 oder 15 Jahren, aber deswegen sollte man das nicht vernachlässigen.

Ein gut gepflegter (NC) Akku macht gut und gerne (nachweißlich) bis zu 1.000 Zyklen mit. Ich entlade meine Akkus nach dem Flugtag und lade sie erst kurz vor der Fahrt auf den Flugplatz auf (der Senderakku wird nach dem Wochenende entladen). So weiß ich immer ganz genau über den Zustand meiner Akkus Bescheid und mir ist noch nie ein Modell wegen eines defekten Akkus runtergefallen.

Zitat von hawaigaign: "Und beim Laden halt schaun, wieviel noch rein geht in den Akku. So sieht man auch, ob der Akku den Geist aufgiebt."

Nichts für Ungut, aber wenn Du mit Deinen NC-Akkus so verfährst, wirst Du nicht lange Freude daran haben. Einfach aufladen ohne vorher bis zur Entladeschlußspannung entladen zu haben, erzeugt (zumindest bei NC-Akkus) sehr schnell einen Memoryeffekt. Und den bekommt man dann nur durch wiederholtes Laden/Entladen weg ... aber das möchtest Du ja nicht machen.

Grüße
Markus

hawaigaign
29.10.2004, 13:16
"Einfach aufladen ohne vorher bis zur Entladeschlußspannung entladen zu haben..."

Da hab ich wohl etwas schlampig geschrieben. Die NiCd Akkus muss man natürlich vorm laden entladen. Das is eh klar. Falls ich da was andres gschrieben hab, sorry. ;) Entladen muss sein. Auch bei NiMH Akkus mach ich das immer.

Über Akkus kann man halt lang diskutieren, und jeder hat seine eigenen Erfahrungen. ;)
Ich bin jahrelang 1/10 Elektro Flachbahn gefahren. Daaa haben wir erst Diskussionen geführt :))
Wie gesagt, ich entlade nicht nach jedem Flug, und fliege jetzt schon einige Jahre Fläche und jetzt auch Heli, und bis jetzt is alles immer bestens gegangen. Ich fliege ja nicht bis zum letzten Elektrönchen im Akku, sondern lass schon einiges drinnen, zur Sicherheit.
Solange alles gut geht und nicht fahrlässig und riskant gearbeitet wird, soll jeder machen wie er will. :D

cu

hawa

M@trox
02.11.2004, 16:32
hab ncoh was zum Thema "wenn eine Schraubverbindung die ersten 10min hält hält sie weig unter gleichen bedingungen"

Bei meinem ThreeDee hat sich im Flug neulich das Seiten/Höhenleitwerk gelöst. ist mit 2 m4 (oder m5?) schrauben fest im alu heckgehäuse verschraubt und war auch gesichert mit schraubensicherung.. tja, irgendwann seh ichs baumeln und komm zur landung, im 1m höhe beim schweben isses dann ganz runter gefallen.. also verlasst euch da mal lieber net so drauf !

gruß

Wings Only
03.11.2004, 10:52
Hi Heli-Piloten,

vermute dass das Folgende auch für Helis gilt:

Durch die messende(!) Entladung nach dem Flugbetrieb hat man die Chance, einen plötzlich größeren Stromverbrauch (Servo-, Kreisel-, klemmende Mechanikprobleme) des Systems zu diagnostizieren und/oder plötzliche Zellen-Leistungsverluste zu erkennen.

Weiters halte ich konsequent die Führung eines Akku-Protokolls bei und ausserdem noch bei im Gebrauch befindlichen Akkus ein Formieren alle 2-4 Wochen für wichtig.