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Vollständige Version anzeigen : Trockenzeit von Lacken verschiedener Farbe


helirup
10.01.2003, 02:01
Hallo,

ich wundere mich gerade ein wenig beim Lackieren meiner Haube:
Der weisse Lack trocknete so schnell, dass ich an einem Tag vier Schichten auftragen konnte, der rote ist jetzt nach über 24h immer noch ganz klebrig. (Benutze die Acryl-Fix Sprühdosen von Graupner, habe nur eine recht dünne, nicht deckende Schicht aufgetragen). Ist das normal, oder stimmt da was nicht mit der roten Dose?


Rupert

Bee
10.01.2003, 10:39
Hi helirup,

wenn Dein Lack nicht trocknet, dann kann
1.) Der Lack alt sein
2.) die Dose nicht gut geschüttelt worden sein
3.) die Schichten zu dick/ zu viele Schichten aufgetragen worden sein.
Ich hatte aber selber mit den Acryl-Fixen noch nie Probleme. (Ich lackier auch nicht viel damit :D )
Allgemeiner Tip: probier einen Lack immer zuerst auf einem Testmuster aus. Dadurch kannst Du Dir eventuell viel Arbeit ersparen.

Gruss
Micha

helirup
10.01.2003, 13:00
Hi Micha,

danke für die Antwort. Ich befürchte mal, dass es am nicht ausreichenden Schütteln lag.
Kann es dann sein, dass er überhaupt nicht mehr trocknet und ich ihn irgendwie wieder runter kriegen muss, oder muss ich einfach etwas länger warten? (Ist immer noch ganz klebrig)

Gruss

Rupert

Bee
10.01.2003, 13:08
Hi,
da gibt es drei Vorgehensweisen:

1.) Abschleifen
2.) Dose gut schütteln und weitere Schichten auftragen, so, als sei nichts gewesen.
3.) 2 Monate in den Heizraum legen, dann ist der Lack auch trocken.

Ich würde es mit 2 versuchen, da Du sagst, dass Du bei der ersten Schicht bist, die nur ganz dünn aufgenebelt ist.

Was mir allerdings nicht ganz klar ist: Normalerweise lackiert man "nass in nass". Die nächste Schicht wird also aufgetragen, bevor die vorhergegangene ganz trocken ist, sie hat nur leicht angezogen. (Je nach Lack 2 bis 10 Minuten) Wenn Du jede Schicht einzeln trocknen lässt, bekommst Du eine Orangenhaut-Oberfläche. Ausserdem steigt das Risiko für Fremdkörper im Lack.

Gruss
Micha

JK
10.01.2003, 13:24
Hallo,

wenn mir das manchmal zu lange dauert, dann Ofen vom Herd auf 50 Grad und zwei Std. drin lassen.

Müffelt ein wenig aber bei offenem Fenster geht das gut, der Ofen richt danach auch nicht nach Farbe, also kein Problem für ungeduldige wie ich.

Jens

helirup
10.01.2003, 13:33
Hi,

hmmm. Vielleicht hätte ich vorher jemand fragen sollen, der sich damit auskennt? ;o)
Ich hab mir eingebildet, man müsse jede Schicht trocknen lassen und abschleifen. Dachte ich hätte das irgendwann einmal auf einer Lack-Dose gelesen.
"Nass in nass" klingt natürlich viel praktischer.
Dann werd ich gleich mal schütteln...

Danke,

Rupert

Rene`
10.01.2003, 14:44
Hi,

wenn man nur einen Farbton lackiert, dann in mehreren Schichten nass in nass , bis es deckt.
Wenn man dann aber noch Verzierungen , Muster etc. abkleben will , so muss vorher die Farbe trocken sein ;)
Danach leicht anschleifen , abkleben und weiter wie oben :]

Grüsse René

Bee
13.01.2003, 11:21
HI,

@rene: zustimm

@helirup: zwischen Grundieren und Lackieren ist das mit dem Trocknen und neu anschleifen schon richtig. und wenn der Acrylfig durchgetrocknet ist, dann musst Du ihn schon anschleifen (z.B. wenn Du irgend etwas nach einer Reparatur lackerst). Aber wenn Du gerade am Aufbau einer Lackierung bist, dann ist "nass in nass" angesagt.

@ofen: Aufpassen, dass der Lack später nicht reisst (aber wenn´s bei Dir immer klappt, dann wird Dein Lach das wohl vertragen)

@abkleben, trocknen und schleifen: nimm Basislack und das Schleifen ist unnötig. Einfach lackieren und kleben und lackieren und kleben und ..... und dann: 2K-Klarlack.

Gruss
Micha

Bee
13.01.2003, 11:23
Hi helirup,

wenn wir schon dabei sind: Wenn Du über scharfe Kanten lackierst, kannst Du die Zeit zwischen den Schichten etwas verlängern. Wenn die Zeit zu gering gewählt wird, hast Du direkt an der Kante kaum Lack.

Frohes Sprühen
Micha