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Vollständige Version anzeigen : motor wie groß???????


ulc22
06.02.2003, 19:34
hallo zusammen


weiss jemand von euch, wie man die größe eines motors bestimmt auf gas gewicht eines helis hin. gibt es da einige faustvormeln, oder geht man da vom rotordurchmesser aus.

mfg marco

Steffen Schröck
06.02.2003, 19:40
Hi Marco,
im Buch "Hubschrauber ferngesteuert" von Dieter Schlüter gibts ne Formel zum berechnen. Ich kram sie heut Abend ma raus ;)

Martin Greiner
06.02.2003, 19:40
Hi!

In der Regel richtet sich das nach Grösse, Gewicht und Einsatzzweck.
So kann z.B.:
- Vario Skyfox von 7,5ccm bis 15ccm.
- Futura von 10 - 15ccm oder mit 22ccm Benziner
- Ergo 30 von 5,5 bis 10ccm(K&K - Bericht in Rotor!) geflogen werden.
Dafür gibt es auch Umrüstsätze...

Ich würde sagen, es kommt hauptsächlich darauf an, was Du dem Heli abverlangen willst.

Steffen Schröck
06.02.2003, 19:49
Also:
L=H/G [cm³/kp]

H= Hubraum vom Motor in cm³
G= Modellfluggewicht in kp

Beispiel:
H=10cm³;G=5kp

L=H/G =] 10/5=2 cm³/kp(Das bedeutet, das zum heben von 1Kg 2cm³ benötigt werden)

Hm, wenn dus nicht kapierst, kann ich dir die Seite auch mal mailen wenn du willst ;)

GunKorsky
06.02.2003, 20:11
Hallo,
also ich habe schon viel gehört, aber das kann ich wirklich nicht glauben. Was hat denn der Hubraum des Antriebsmotors mit der Startmasse zu tun ? Sicher haben viele Modellhubschrauber, die so um die 5 Kilogramm wiegen einen 10 ccm - Motor. Aber das ist ja wohl eher "Zufall"

Gruss,
Gunther

peterh
06.02.2003, 20:22
So viel Zufall ist da nicht drinn.

Ein Rotor mit einem gewissen Durchmesser hat bei Drehzahl x eine Auftriebskraft von y.

Wenn man nun die Motoren ansieht merkt man, das die eine Leistungskurve haben, wo man sagen kann je größer der Hubraum, desdo langsamer drehen sie.

Damit wieder kommt man bei einem "normalen" Hauptzahnrad von 80 - 96 Zähnen auf ein Ritzel von 10 bis 12 Zähnen.

Vielleicht merkst Du jetzt bereits, daß alles in einer gewissen Abhängigkeit voneinander steht.

Man kann das ganze noch weiterziehen. Da wären dann Verhältnis von Hauptrotordrehzahl zu Heckrotordrehzahl, wobei je schneller der Heckrotor dreht desdo kleiner die Heckblätter, denn sonst durchbrechen die die Schallmauer, wenn am Kopf 2100 anstehen usw. usw.


Alles in allem ist (fast) jeder Heli gleich. Chassis, Motor, Heckrotor, Hauptrotor. Aber das gewisse Verhältnis mit dem richtigen Feeling und was wir hier gar nicht beachtet haben.. Mit dem richtigen Piloten... Und schon ist man Weltmeister :D

matthiaskrueger
06.02.2003, 20:47
Die Flächenbelastung spielt glaub ich auch eine grosse Rolle, nicht nur das gewicht, und daraus dürfte auch der wirkungsgrad irgendwie entstehen. Aber wie weiss ich auch nicht, kann man aber sicherlich berechnen. Bei den grossen wird ja auch viel berechnet.

Ich würd mal sagen die Flächen belatung eines guten helis nehmen , meinetwegen 40g/dm² und dann ein bissel rechnen, viele gleichungen stehen in Dieter schlüters buch.

MfG matthias

A.E.R
06.02.2003, 20:52
Hallo Steffen,

nach Deiner Berechnung kann meine UH-1D gar nicht fliegen.
7.5 kg / 9,5 cm3 (Schwebeflug: 65% Gas)

GunKorsky
06.02.2003, 21:37
Hallo peterh,
Du hast natürlich recht! Unter Einbeziehung der Faktoren "Chassis, Motor, Heckrotor, Hauptrotor, Feeling und Piloten" gibt es tatsächlich eine Abhängigkeit zwischen Hubraum und Abflugmasse ;) .

Gruss,
Gunther

Steffen Schröck
06.02.2003, 21:40
Hi,
@Albert: Is ja nich meine Berechnung sondern die vom Dieter Schlüter :D ;)

GunKorsky
06.02.2003, 21:46
Hallo Steffen,
heisst das, dass Dieter Schlüter doch nicht unfehlbar sein könnte ? :rolleyes:

Steffen Schröck
06.02.2003, 21:47
heisst das, dass Dieter Schlüter doch nicht unfehlbar sein könnte ?
Kein Kommentar :D Ich hab auch grad nochma nachgelesen, steht so drin :rolleyes:

GunKorsky
06.02.2003, 21:49
Na dann wird´s wohl so sein! :D
Jetzt mal im Ernst: Nicht der Hubraum, sondern die Leistung des Triebwerkes ist entscheidend. Meine Bell 212 Twin Jet hat einen HB 61 mit 10 ccm und 1,4 PS oder so. Der Raptor meines Freundes Robs ist mit einem Webra mit 10 ccm und rund 2,5 PS ausgerüstet. Beide Motoren bringen ähnliche Drehzahlen, aber welcher Heli steigt wohl schneller ?

Gruss,
Gunther

awhelisi
06.02.2003, 22:01
Ich hab gerade auch noch mal in die Schlüterbibel geschaut und es steht da wirklich so drinn.

Hmmm, im wesentlichen passt das ja auch schon, wenn man die Heliklassen mit dem Abfluggewicht vergleicht.

awhelisi
06.02.2003, 22:12
Quizfrage zu Gunthers Aussage:

Motor A: 10ccm, 2,5PS, 30Nm
Motor B: 12ccm, 2,1PS, 45Nm

Welcher Heli steigt schneller, der mit Motor A oder B ?(

Kurt
06.02.2003, 22:46
Hallo,

ich glaube die Kreisflächenbelastung hat zwar auch auf die Motorleistung, aber hauptsächlich auf das Steuerverhalten großen Einfluß.

Was ich getestet habe, war ein Eco8 mit normalerweise 1,85 kp/m2. Damit fliegt er soweit ganz gut. Bei einem Zusatzgewicht von 300g wird er langsam schwer zu steuern. Dann hat er 2,3 kp/m2. Das dürfte für den Eco8 die Grenze des erträglichen sein.

Die 60er Hubis kommen aber schon im Normalfall auf ca. 2,8 kp/m2 und fliegen mit 10ccm schon recht kraftvoll.
Ein Logo-30 mit ähnlicher Last fliegt schon mit 5-700 Watt herum. Da hats ein 3DNT mit nur 2,5kp/m2 und 15ccm schon leichter.

Großen Einfluß auf die Motorbelastung haben sicher auch die Blätter und vor allem das Profil.
Man merkt das alles besonders, wenn man mit schwachbrüstigen Helis experimentiert. Der Schweizer300 mit 5,5ccm war nur mit den idealen Blätter fliegbar. Bei zu dicken Blättern hat der Motor bereits in normalen Kurven abgewürgt.

viele Grüße
Kurt

GunKorsky
06.02.2003, 23:01
Arne, ich verstehe was Du meinst. Ich finde das Drehmoment beim Hubschrauber auch sehr wichtig! Auch ich bin ein Anhänger der Philosophie "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen". Deshalb bekommt meine CH-37 auch 52 ccm Hubraum. Sie wird aber kaum die 26 Kilogramm heben, die H. Schlüter aus diesem Hubraum (vor "Urzeiten") mal abgeleitet hat.

Zu Deiner Quizfrage: Der Hubschrauber mit Motor A wird - über einen lägeren Zeitraum betrachtet - doch schneller steigen. Es heisst nicht umsonst "SteigLEISTUNG" und nicht "Steigdrehmoment".

Gruss,
Gunther

Martin Greiner
06.02.2003, 23:03
Hi!

Also ich muß mich schon ein bisschen wundern, die Formel von D.Schlüter ist sicher kein "Allheilmittel", aber so wie sie hier von einigen eingesetzt wird ist ja schon sträflich.
Die Formel bezieht sich schon zum ersten mal auf Modelle, für Manntragende Helis gibt es andere Berechnungen.
So müsste z.B. eine Wilga (Schleppflugzeug, 2,80 meter SPW, 70ccm Motor, Masstab 1:4) im Original dann einen 280 ccm Motor haben und dieser würde vielleicht mit etwas Rückenwind reichen um das Flugzeug von A nach B rollen zu lassen.
Also bitte mal hier nicht Äpfel und Birnen - na ihr wisst schon... :D

Ausserdem bin ich mir sicher, daß diese Faustformel als "grobe" Erklärung für die Zusammenhänge zu sehen ist.
Soll heißen, diese Formel war nie für exakte Berechnungen vorgesehen. Unberücksichtigt ist darin die Rotorkreisfläche, Getriebestufen, Verlust, Leistungsbedarf des Heckrotors, Werte des Profils, Gewicht des Helis, Drehzahl des Systems...........

Wenn es so einfach gewesen wäre, dann hätte Dieter Schüter sicher seine Cobra an einem Abend kontruiert , die Woche über gebaut und am Wochenende wäre er ohne Probleme geflogen...