Vollständige Version anzeigen : Uni 40: Heck nicht trimmbar
hebaheli
12.02.2003, 21:52
Hallo liebe Boardgemeinde,
habe eine Uni 40 die sich zur Zeit im Heck nicht trimmen
läßt. Folgendes Problem: Kurz vor dem Abheben trimme ich das
Heck so ein, daß alles ok ist. Wenn ich dann im Schwebeflug
bin, so zieht das Heck unkontrolliert in eine bestimmte Richtung, d.h. einmal gehts links und dann rechts rüber.
Ich versuche ständig nachzutrimmen, aber ohne Erfolg. Dieser
Zustand ist übrigens erst vor kurzem aufgetreten. Servo am Heck ist das 4041 Graupner in Verbindung mit einem älterem
NEJ 120 BB Kreisel. Empfindlichkeit steht auf ca. 50%. Also
kein Überreagieren des Kreisels. Bei mehrfacher Kontrolle ist mir augefallen, daß die Heckrotorblätter etwas Spiel auf der Welle haben. Könnte das die Ursache sein oder gäbe es da noch weitere Punkte auf die ich zu achten hätte ?
Freue mich schon über eure Antworten.
Gruß
Andreas
Steffen Schröck
12.02.2003, 21:54
Hi,
bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege: Kann es sein, das du die Empfindlichkeit zu gering hast?
Martin Achter
12.02.2003, 22:32
Hi Andreas!
Ich glaube Steffen hat da mit der Empfindlichkeit recht - probier´ einfach mal alle Empfindlichkeitsvarianten Deines Kreisels durch. Ich persönlch halte Dein Heckservo übrigens für zu langsam, außerdem dürfte es wohl bald abrauchen, da es für diesen Einsatz nicht vorgesehen ist.
Das Spiel an Deinem Heckrotor hat wahrscheinlich folgende Ursache: Wenn das Servo die Schubstange gegen eine Kraft anschiebt, wird sich die Stange wahrscheinlich durchbiegen. Ich nehme an, daß die Ansteuerstange, wie bei meiner Uni-40, auch in einem Plastikröhrchen läuft. Ich habe dieses Röhrchen ganz am Ende, in der Mitte und ca. 5 cm vor dem Servoarm fixiert. Damit kann ich sogar die mechanischen Anschläge anfahren, ohne daß sich die Stange in irgend einer Weise verbiegt!
Ein weiter Grund dafür, daß Deine Trimmung so ungleichmäßig ist, könnte ein Durchrutschen der Heckantriebswelle sein! Du mußt die Welle auf jeden Fall anschleifen (An beiden Enden je zwei mal!), so daß sich die Madenschrauben nicht lockern können. Die Madenschrauben müssen dabei auf die angeschliffenen Flächen der Welle treffen!!!
Ich hoffe, ich konnte Dir helfen!
Tippe auf die Madenschrauben an den Ritzeln.
Hallo Andreas,
Spiel der Heckrotorblättern in Längsrichtung absolut Normal , wird durch die Zentrifugalkraft beim Laufen ausgeglichen.
Beim verdrehen der Blätter darf aber kein Spiel sein!! prüf doch mal ob Deine Anlenkungen!! Egal ob Normal oder HH Mode stelle ich den Pitsch der Heckblätter zuerst mal statisch ein das heißt bein Schwebeflug Pisch Heroblätter auf ca 5° Dann Flugversuche ohne Kreisel= heißt Wirkung 0% solange Getänge einstellen das der Heli ohne viel wegzudrehen abhebt. Dann erst den Kreisel einblenden und schon klappts besser und man kann sich auf die größte Emfindlichkeit rantasten. Außerden ist der Revo- Ausgleich über die Anlage dann noch zu erfliegen Jede Mech. reagiert anderst je nach Motor, Pitchkurve und Größe der Heckblätter.
@ Steffen,
Auch bei unseren moderneren Kreiseln ist eine Optimale Grundeinstellung absolut notwendig, mann kann nicht alles dem Kreisel uberlassen. Ansonsten ist das Ableben der Servos nur eine Frage der Zeit.
Also zuerst mal üben ohne Kreisel optimale Grundeinstellung und dann erst denden Kreisel zur Vereinfachung dazu nehmen, dann hat auch der arme Kreisel nicht zuviel zu arbeiten.
Wenn z.B. beim Auto die Grundeinstellung= Achsgeometrie nicht stimmt hilft auch die beste Servolenkung nicht weiter und führt unweigerlich zu frühzeitigem Verschleiß.
Gruß Dietmar
@ Rainer und Martin,
Euren Anmerkungen gibts nichts dazu zufügen :] :]
Helieinstellung ist nun mal nicht ein Thema das in wenigen Minuten erledigt ist. Absolute Kontrolle aller Bauteile ist wohl unerläßlich und das Laufend.
Gruß Dietmar
hebaheli
12.02.2003, 22:46
Hi Steffen,
bezüglich Empfindlichkeit muß ich sagen, daß bevor dieses
Problem auftrat, ein problemloser Betrieb möglich war. Hatte
eine Hechtrimmung gefunden, die auch bis jetzt einwandfrei
funktionierte. Eben genau mit diesen 50%. Die Fixierung der
Ansteuerung habe ich zweifach, einmal Mitte und Heck. Hechservo liegt in der Mechanik. Da ich auch die maximalen
Ausschläge gecheckt habe und es zu keinen mechanischen Anschlägen kommt (ebenso kein "Verbiegen" des Servogestänges), kann es das eigentlich auch nicht sein.
Die Welle habe ich natürlich beidseitig angeschliffen und das ganze ordentlich verschraubt. Habe aber bisher noch nicht nachgeschaut, ob sich da trotzdem was gelockert hat.
Das könnte eine Möglichkeit sein. Danke für die Info.
Gruß
Andreas
hebaheli
12.02.2003, 22:52
Hi dheli,
guter Tip. Hatte ich bisher immer im eingeschalteten Zustand
gemacht. Ich werds versuchen. Danke !
Gruß
Andreas
Martin Achter
12.02.2003, 23:20
@Andreas:
Das Dein Servo die Anschläge nicht anlaufen sollte, ist klar. Aber die Stange wird erheblichen Belastungen wärend des Fluges ausgesetzt, da recht starke Kräfte auf den Heckrotor wirken! Halte einfach mal den Rotor so fest, daß der Blattanstellwinkel gleich bleibt - dann bewegst du das Servo (am besten per Funke). Damit simulierst Du praktisch eine einwirkende Kraft. Wenn die Stange dann im Schubbetrieb immer noch gerade bleibt, dann ist alles in Ordnung (diesbezüglich zumindest)!
Stephan Schrade
14.02.2003, 10:33
Bei dem Kreisel reicht ein 4041 aus.
Da besteht keine Gefahr, dass es abraucht.
Natürlich kann man damit kein 3D fliegen, aber fürs
Scale fliegen reicht es.
Ciao
Stephan Schrade
Hallo Andreas,
leider kenne ich die Uni 40 Mechanik nicht gut genug, trotzdem möchte ich dir einen Hinweiß geben da ich mal das geiche Problem hatte. Wenn deine Heckblatthalter mit Drucklager ausgestattet sind (was ich eben nicht weiß) dann kontrollier bitte mal die Lager. Auch wenn sie "im Stand" scheinbar gut funktionieren kann es unter "Last" ganz anders sein......lange Rede kurzer Sinn....nachdem ich damals das scheinbar gleiche Problem (allerdings mit ganz anderen Komponenten) hatte, war nach tausch der Drucklager in den Heckrotorblatthaltern das Probelm sofort behoben. Ist vielleicht mal ein Versuch wert.
MfG
hebaheli
15.02.2003, 13:02
Hallo,
erstmal vielen Dank für die vielen Anregungen. Bin dem Problem jetzt schon ein großes Stück näher gekommen.
Nachdem ich gestern den Heckrotor zerlegt habe, konnte ich
feststellen, daß die Antriebswelle an der Heckrotor Befestigung angeknackst war. Ein kurzer Druck auf die Welle
genügte und sie brach an der Befestigung ab. Ursache : Mein
Vorgänger hatte die Welle beidseitig dermaßen stark abgefeilt (Auflage für die beiden Madenschrauben), daß er wohl ungewollt eine Sollbruchstelle eingebaut hat. Die neue
Welle ist schon wieder drin und werde damit heute einen ersten Test machen. Mal sehen, vielleicht war´s das schon.
Gruß
Andreas
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