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Vollständige Version anzeigen : Warum eigentlich GY-401 mit Digiservo im Analogmode


BlackMoskito
20.02.2003, 23:41
Hallo Zusammen!

Ich habe nun schon des öfteren gelesen,
dass ihr den GY-401 trotz Digiservo (z.B. 9253, 9250) im Analogmode betreibt.

Warum eigentlich?

Eine Begründung dafür fehlt mir bis dato noch bzw. ich habe keine gefunden.

Wer kann mir denn da mal ne Erklärung liefern?

Danke und Gruß
BlackMoskito
Ingo Braun

Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders.
Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfaßt haben, als die Kuh von der Botanik, die sie mit Wohlbehagen frißt.
Albert Einstein

walter.h
21.02.2003, 01:03
Hallo Ingo

eigentlich ganz einfach:

Im Digitalmodus wird das Servo fast 4x schneller angesteuert als im Analogmodus (270 Impulse sek. / 70 Impulse sek.)
Dass das bei einem nicht vibrationsfreiem System zu erheblicher Mehrbelastung des Servos führt dürfte klar sein.

Ich betreibe den 401er mit Servo 9250 im NT nun schon über 200 Liter im Nt im DS-Modus und habe bis dato noch kein Problem gehabt.
Auf was ich besonders achte, ist ein vibrationsarmer Motorlauf, außerdem habe ich den Heckrotor mit Pmg`s optimiert.(ist schon viel darüber geschrieben worden)

Spielfreie Anlenkung und Wege richtig eingestellt versteht sich wohl von selbst.
Oft gemachte Aussagen, dass man eh nicht merkt, ob man den Kreisel im DS-Modus oder im Analogmodus betreibt, kann ich nicht bestätigen.

Gruß Walter

mille02
21.02.2003, 13:25
Hallo allerseits,
meiner Meinung nach ist die Lebensdauer eines Heckservos von vielen Faktoren ab, wie Walter ja auch schon beschrieben hat. Die empfohlenen Servos für z.B. den GY401 oder den GY502 sind allerdings für den Betrieb im Digimodus gedacht, sie sollten schnelle Ansteuerungszyklen vertragen können.
Also muß die Leichtgängigkeit der Anlenkung, sowie die Kraft zur Aussteuerung des Heckrotors entscheidend sein.
Hier lässt sich z.B. mit PMGs sehr viel erreichen.
Wenn ich Berichte lese, wonach bei einem Mille mit Alusteuerbrücke am Heckrotor z.T. eine Kraft von ca. 1000g zum aussteuern des Heckrotors aufgebracht werden muss, kann ich mir an 5 Fingern ausrechnen, wann das Servo aufraucht.
Ich habe bei meinem Mille (Originalbauteile) die Kräfte so eingestellt, dass das Servo maximal 200g bewegen muss.
Für die verwendeten Servos ist das im Digimodus noch vertretbar und somit hatte ich auch noch keinerlei Probleme.
Ich hoffe das das so bleibt und ich nicht irgendwann berichten muss, das mein Heckservo trotz geringem Kraftaufwand gestorben ist!
Viele Grüße, Roman

Kurt
21.02.2003, 23:37
Hallo,

so langsam rücken die Hersteller mit der Wahrheit heraus, dass die erste Generation von Digiservos der Belastung am Heck (und sogar an der TS) nicht gewachsen sind.
(Siehe z.B. Rückrufaktion von JR in den USA der DS8411 Servos usw...).
Das DS8417 ist vor ca. 1 Jahr am Heck verboten worden. Das S9250 wird seit kurzem auch nicht mehr dafür empfohlen.

In den neuen Katalogen von Robbe und Graupner gibt es neue "superstarke" Digiservos. In der Beschreibung wurde man deutlich vorsichtiger als früher und liest von Hubis nur mehr wenig.

Aber wie schon geschrieben, mit PMGs kann man das Problem ziemlich gut in den Griff bekommen. Ich habe bisher über PMGs nur positives gehört und auch selbst nur gute Erfahrungen gemacht. Irgendwann werden die Hersteller das auch merken und entsprechendes in die Anleitung der Hubis mit aufnehmen.

viele Grüße
Kurt

Leolo
07.03.2003, 19:18
Gerade bin ich im Robbe-Katalog bei der Beschreibung des 9250 auf die Formulierung "Doppelte Impulsrate" gestoßen. Doppelt würde ja bedeuten "nur" 140 Hz! Beim 9153 wird explizit 270 Hz angegeben. Ist das 9250 etwa gar nicht für 270 ausgelegt, oder habe ich da was falsch interpretiert?

Gruß,
Leonhard

gerrytech
08.03.2003, 09:39
Ich glaube mich erinnern zu können, das auch das 9250 mit 270 im Digimodus angesteuert werden kann.

Und zur Auszeichnung ist nur zu sagen, das Robbe Online das 9250 immer noch als Heckservo für den 401 und 501 anpreisst.

Steffen Schröck
08.03.2003, 09:45
Hi Gerald,
Und zur Auszeichnung ist nur zu sagen, das Robbe Online das 9250 immer noch als Heckservo für den 401 und 501 anpreisst.
Aber nicht, wenn du bei Robbe anrufst, und danach fragst. da empfehlen sie das 9253. In den USA fliegen sie praktisch nur Gy401+9253 ohne Probleme. Ich hab auch eins auf Heck beim Mille 90. Bis jetzt ohne Probleme. Habs aber nicht im Digi-Modus.

Hubi Holg
08.03.2003, 17:43
Hallo zusammen...
Nach zwei mehr oder weniger erfolgreichen Eco 8 Jahren,
bereite ich nun meinen neuen Q 30 Learner für den Erstflug
vor.
Deshalb möchte ich mal vorsichtig nachfragen,was sind
PMGs ??? Höre ich immer wieder von, kann mir aber nichts
darunter vorstellen.
Vielen Dank im Voraus Gruß Holger

Steffen Schröck
08.03.2003, 17:49
Hi Holger,
PMG=Propellermomentgewicht. Die kommen an an die Heckrotorblatthalter. Es ist entweder eine längere Schraube, Unterlegscheiben, Muttern. Die sollen bewirken, Das die Kraft zum steuern des Heckrotor erheblich gesenkt wird, d.h. das Servo braucht nicht mehr so viel Kraft zum steuern=]längere Lebenszeit [!--emo&:))--][img]http://rc-heli.local/forum_101/html/emoticons/happy.gif\' border=\'0\' valign=\'absmiddle\' alt=\'happy.gif\'][!--endemo--]

Hubi Holg
08.03.2003, 17:59
Hallo Steffen
vielen Dank für die schnelle Antwort, bin jetzt wieder
ein bischen schlauer geworden.

Gruß :] Holger

BlackMoskito
10.03.2003, 17:27
Hallo Hubi Holg!

Alle Infos gibt es hier .

Gruß
BlackMoskito
Ingo Braun

Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders.
Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfaßt haben, als die Kuh von der Botanik, die sie mit Wohlbehagen frißt.
Albert Einstein