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Vollständige Version anzeigen : OS91FX mit OS60B, enorme Einstellprobleme


khschmidt
03.03.2003, 10:39
Hallo Motorexperten,

ich habe mir vor einigen Wochen einen gebrauchten Zweitheli ersteigert. Es ist ein DNHP 90 pro.

Motor: OS 91FX mit Vergaser OS 60B
Resorohr mit derzeit 44 cm Abstimmlänge
Sprit: Helisynthglow mit 7% Nitro
Glühkerze: Enya 4

Der Motor ist liegend eingebaut (Kolben bewegt sich horizontal). Der Auslass ist daher senkrecht, das Resorohr geht ansteigend nach hinten.

Mein Problem:
Die ursprüngliche Vergasereinstellung war in etwa:
Gemischschraube: etwas mehr als 1/2 Umdrehung offen
mittlere Nadel: etwa 1 Umdrehung offen
Vollgasnadel: etwa 1 Umdrehung offen

Wegen der geöffneten Mittelnadel habe ich vermutet, dass der Vorgänger mit hochnitriertem Sprit geflogen ist. Deshalb habe ich zunächst die Mittelnadel zugedreht (war vielleicht nicht richtig). Danach habe ich den Motor relativ problemlos starten können. Der Motor ist jedoch bei relativ geringer Drosselöffnung in den Zweitaktbetrieb gekommen (im Vergleich zu meinem OS46). Der Motor hat sehr agressiv Gas angenommen, Abgasfahne war vorhanden, aber nicht sehr dicht. Danach habe ich abgestellt und mit spucktest die Motortemperatur geprüft, Ergebnis: zisch...

Ich habe daraufhin einen Temperatursensor montiert, da ich meinen OS46 auch mit Temperaturmessung fliege, und dabei immer zwischen 80° und 100° bleibe.

Jetzt kommt mein wahrscheinlich schwerster Fehler: Ich habe versucht die Einstellung nach Bedienungsanleitung vorzunehmen. Dabei soll man die Gemischschraube von ganz offen 2 Umdrehungen zudrehen, das entspricht etwa 3,5 Umdrehungen offen. Ergebnis: kein Start, nicht einmal eine hörbare Zündung, sondern sofortiges Absaufen. Nach dem Herausnehmen der Glühkerze, Kolben zurückdrehen und auf den Kopfstellen rinnt der pure Sprit aus allen Löchern (Glühkerzenöffnung und Vergaseröffnung).

Mittlerweile habe ich die Gemischschraube nur mehr etwa 1,5 Umdrehungen offen, der Motor säuft noch immer ab. Von etwa 20 Startversuchen mit der Prozedur Kerze raus und ausrinnen lassen, Kerze rein und nächster Startversuch ist der Motor nur 3 mal angesprungen. Einen stabilen Lauf habe ich nur im mittleren Drehzahlbereich erreicht, dabei war die Drossel etwa 30 bis 40% offen, die Temperatur knapp unter 100°, im unteren Bereich ist er kurz gelaufen und dann ausgegangen, vermutlich zu fett. Nach dieser etwa 2 stündigen Prozedur habe ich resigniert aufgegeben.

Hat jemand noch einen Tip, soll ich die Gemischschraube wieder auf 0,5 Umdrehungen zudrehen und aus dem mageren Bereich heraus versuchen den Motorlauf in den Griff zu bekommen? Bei den misslungenen Startversuchen hat es nie hörbare Zündungen gegeben, die Kerze ist aber in Ordung, auch die Helligkeit der Glühwendel ist für mich ok.

Maik Otto
03.03.2003, 11:31
hi
sollte den aud f dem bild ersichtlichen vergaser habe

dann versuch es mal mit dem zu geposte
http://www.rc-heli.org/forum/thread.php?threadid=13680&boardid=49&styleid=3

awhelisi
03.03.2003, 11:57
Der 60B Vergaser ist ein knippeliges Teil, sofern man ihn mit der Orginal stumpfen Nadel betreibt. Ich habe als Hauptnadel eine vom 91FX Flugmotor eingesetzt und nun lässt er sich auch angenehm einstellen.
Die Vollgas ist knapp über 2 Um auf mit Zimmermann
Mitte und Leerlauf sind nach Henseleit eingestellt.
Dazu gugst Du mal hier auf Seite 2
http://www.rc-heli.org/forum/thread.php?threadid=341&boardid=49
Vieleicht klabbet ja...
ach ... Kerze OS8

khschmidt
03.03.2003, 14:08
Kennt jemand eine Bezugsquelle für die lange Gemischnadel für den 60B-Vergaser in Österreich.

Ich werde die Einstellung nach Jans Empfehlung noch versuchen, allerdings erklärt mir das noch nicht das Absaufen beim Startvorgang, denn Gemischraube 3,5 Umdrehungen rein, dann 0,5 raus entspricht so in etwa 2 Umdrehungen raus (wenn ich mich recht erinnere), die ich jetzt ohnehin habe, nur die Mittennadel habe ich jetzt zu.

Walker
03.03.2003, 16:39
Hi,

ich habe diesen Vergaser früher auch mal gehabt, bevor ich auf Webra-Promix-Vergaser umgerüstet habe.

Ich glaube mich aber zu erinnern, daß die Leerlauf-Gemischschraube bei diesem Vergaser andersherum funktioniert hat als bei anderen Vergasern.

Also: rechts herum = fetter, links herum drehen = magerer.

Kann das jemand bestätigen ??

Das würde zumindest deine massiven Einstellprobleme erklären.....

Tschau
Walker

Sven
03.03.2003, 16:54
Also: rechts herum = fetter, links herum drehen = magerer.

Also beim 60B muss man im Uhrzeigersinn magerer drehen...

Habe auch gerade so meine Probleme mit dem Teil an einem OS 61 SX.
Bin von 16% Öl auf 12% Öl umgestiegen und nun endgültig am Limit der Einstellbarkeit angelangt...
... ich muss den Leerlauf so mager drehen (Schraube am Anschlag !!!) das er sehr schlecht anspringt und im Leerlauf oft ausgeht. Stelle ich ihn fetter, dann habe ich Viertakt-Stottern beim Schweben mit wenig Belastung.
Eine heiße Kerze wie die Enya 3 scheint etwas besser als meine vorher benutzte OS 8 zu sein, aber trotzdem ist keine vernünftige Einstellung möglich :( :( :(

Gruß,
Sven.

khschmidt
03.03.2003, 17:41
den Ölanteil meines Sprits kenne ich gar nicht. Kennt jemand den Ölanteil von Giga Synth Glow mit 7% Nitro, vertrieben in Österreich von der Fa. Schweighofer.

heliminator
03.03.2003, 21:50
Hi khschmidt,

mein OS91 FX HGL wurde mit ´nem 60L Vergaser
geliefert. Derzeit lasse ich den Motor damit noch
kurz einlaufen, rüste dann allerdings auf Lötterle
um, der schon erwartungsvoll herumliegt.
Zumindest mit meiner Einlaufmischung, 20% Rhizinus
und 2% Nitro spingt der Motor sauber an und läuft
nun auch ziemlich brauchbar mit dem 60L.
Nach der Einlaufphase ist der Vergaser bei mir nur
Staubfänger in der Ersatzteilkiste.

Wenn du Interesse an dem Vergaser hast, per Mail
oder PN Bescheid geben. Keine Sorge, ich will
damit keine Reichtümer erschleichen ...

Gruss,
Thilo

Ben
03.03.2003, 22:43
Hallo,

ich hab meinen OS 91 FX sofort mit dem Lötterle 11mm Vergaser bestückt, mit dem Heli Contest Sprit (1% Nitro)
und einer Enya 4 auch mit dem Einfliegen begonnen.

Auch nach ca. 50 Liter Sprit null Probleme, weder beim
Anspringen noch beim Fliegen.


Grüsse aus NRW

Jörg

khschmidt
04.03.2003, 06:25
wenn ich am Wochenende kein befriedigendes Ergebnis erziele, dann werd ich wohl noch die 100€ für einen Lötterle Vergaser riskieren.

Nach dem Hinweis von Sven werde ich die Gemischnadel nur geringfügig öffnen oder gar ganz zudrehen und die Abstimmung aus dem mageren Bereich versuchen, ich hatte schon den Verdacht, das auch bei geschlossener Gemischnadel immer noch Sprit zufließt.

Fobbel
04.03.2003, 07:23
Also ich glaube absaufen kann ein Motor mit JEDER Einstellung am Vergaser. Es stimmt schon das der 60B nicht gerade einfach einzustellen ist, ich krieg das auch immer nicht so richtig hin. Aber anspringen und laufen muss er auf jeden Fall. Jedenfalls tut er das ja in 60ern auch immer.

Was Walker meint ist wohl der umgebaute 60B, wo man eine zusätzliche Luftbohrung anbringt und dann mit der Teillastnadel beim öffnen das Gemisch abmagert.

Versuch doch mal spaßeshalber den Druckschlauch erstmal abzulassen, dann säuft dir der motor wenigatens nicht gleich ab. Wenn du dich dann an das Startprozedere gewöhnt hast, kannst du ihn ja dann wieder anklemmen.
Gib dem 60B noch eine Chance bevor du viel Geld ausgibst.


BTW: Ich höre hier immer von der schlechten, stumpfen Nadel? Ich bin jetzt ein wenig verwirrt, es gibt eine sehr spitze Nadel und eine stumpfe,dickere version. Ich dachte immer mit der dickeren läßt sich der Vergaser feiner einstellen, da ja weniger winkel bzw steigung? oder lieg ich da falsch?

RV
04.03.2003, 07:31
Da liegst Du falsch.

Die schlankere Nadel ist die "feinfühligere" für niedrigviskosen Sprit mit wenig Nitro.

Ist doch klar. Zur Querschnittsveränderung muß man sie mehr verstellen, als die stumpfe.

Sven
04.03.2003, 11:50
Zur Veranschaulichung mal ein Bild... :D

[img src=\"http://www.oltramari.de/nadel_60b.jpg\"]

Die RECHTE Nadel ist für wenig Nitro/ÖL !

Ich hoffe jetzt ist alles klar ;)

Gruß,
Sven.

Niko
04.03.2003, 11:53
Hat ja so seinen Grund, weshalb die meisten OS- User auf Lötterle aufrüsten :rolleyes:

Sven
04.03.2003, 13:07
Hat ja so seinen Grund, weshalb die meisten OS- User auf Lötterle aufrüsten

Ja, da hast du wohl recht...
... ich bekomme bald auch nen Lötti und werde dann mal die Laufkultur vergleichen... wenn ich mir meinen derzeitigen Motorlauf anschaue, kann es aber eigentlich nur besser werden :D

Gruß,
Sven.

Walker
04.03.2003, 16:56
Hi,

alternativ zu Lötterle hab ich mir vor 2 Jahren einen Webra Promix-Vergaser auf meinen OS montiert.
(Gibts u.A. bei Vario)
Seitdem sind Einstellprobleme bei mir ein Fremdwort..... :D

Kann ich also auch wärmstens empfehlen.

Tschau
Walker

Fobbel
04.03.2003, 21:38
Jo Sven, genau die Nadel meinte ich doch! die "stumpfe"!!!!

also hab ich das doch richtig verstanden.

khschmidt
05.03.2003, 08:24
Habe gestern abend noch einen Versuch gemacht. Gemischschraube von ganz zu nur eine Umdrehung öffnen, Mittelbereich zu, Vollgas nadel 1,5 Umdrehungen auf.
Ergebnis: Motor springt sofort und ohne Probleme an. Der Leerlaufbereich läuft sehr sauber, allerdings steigt die Temperatur auch im Leerlauf auf etwa 90°.
Der Drosselbereich, in dem die Kupplung greift war zunächst etwas unruhig, erst ab einer Temperatur über 80° wurde dieser Bereich rund. Die Temperatur stieg in diesem Bereich aber über 110° an. Da es leider dunkel wurde, konnte ich die Einstellung nicht fortsetzen. Ich werde aber zunächst die Gemischschraube nicht fetter drehen, sondern über die Mittelbereichs und Vollgasnadel versuchen den mittleren Drehzahlbereich fetter zu bekommen, da mir der Leerlaufbereich vor allem für ein gutes Startverhalten wichtig ist, aufwärmen soll er ja ohnehin so rasch wie möglich :-)