PDA

Vollständige Version anzeigen : Umbau Jazz 80-6-18 auf höhere BEC Spannung- IFS Problem gelöst


hajö
21.04.2009, 16:45
Hallo zusammen,

ich setze seit vielen Flügen (> 150) Graupners IFS im Hirobo Lepton ein. Als ich dann das IFS auf Version 3 updaten ließ, war ich anschließend von der orangen LED (Unterspannungswarnung) sofort nach dem Einschalten verwundert (kein Rühren der TS war hierzu notwendig).

Mein Setup ist wie folgt: GY611+S9256, Polo Digi 4 Servos, Jazz 80-6-18, 4S Antrieb

Mit Hilfe eines guten Freundes habe ich dann das BEC des Jazz 80-6-18 mal genauer unter die Lupe genommen. Ruhe-BEC-Spannung 5,14 V. Bei einer Last von 2 A brach die Spannung schon um 0,8 V ein. Bei 4 A waren wir schon weit unter 4 V. :-[

Nach einer kleinen Lötgaudi hat mein Freund nun die BEC Spannung auf 5,8 V gesetzt (ein paar Widerstände später + eine zusätzliche Diode). Ein Dauertest mit 2 A über einen Stunde hinweg hat der Regler auch überstanden. Ich konnte es weiterhin im Flug auch nicht mehr schaffen, dem IFS Empfänger wieder das orange Licht aufzuzwängen. :dance: Sprich die Spannung wird nun auch wesentlich besser gehalten.

Es muss also nicht immer ein JIVE sein. Natürlich ist das ganze nur für geübte Hände etwas. Die Hände müssen dann auch noch wissen, was sie da tun. -_-

Beste Grüße

Hajö

Mein Freund hat im übrigen seinen Jazz 40-6-18 auch so modifiziert. Dies nur so am Rande. Hier war der Aufwand noch wesentlich geringer, als beim Jazz 80-6-18, da der 80er ja doppelstöckig gebaut ist und man diesen erstmal trennen muss.

Maggi
21.04.2009, 17:08
Hallo,

prima Idee. Du hättest aber auch vom Akku direkt einen Anschluß an den Empfänger legen können. Dieser kann laut Graupner an bis zu 25V angeschlossen werden.

Gruß Jens

Pub
21.04.2009, 17:09
Hallo,

und gibt es auch einen Lötplan oder so ?


gruß

Mario

T.G.
21.04.2009, 17:11
Hallo,

prima Idee. Du hättest aber auch vom Akku direkt einen Anschluß an den Empfänger legen können. Dieser kann laut Graupner an bis zu 25V angeschlossen werden.

Gruß Jens

Viel spass dann mit den Servos :lol:

grüsse

T.G.

JMalberg
21.04.2009, 22:49
Mist, Fehler gemacht beim Zusammenkopieren. Hier die Beiträge von hajö:

Hallo,

prima Idee. Du hättest aber auch vom Akku direkt einen Anschluß an den Empfänger legen können. Dieser kann laut Graupner an bis zu 25V angeschlossen werden.

Gruß Jens

Wenn die Servos das dann mitmachen würden. 16,4 V, kommt bestimmt eine gute Stellgeschwindigkeit dabei raus... Fragt sich nur wie lange. Mein GY611 ist mir da auch zu schade. ;-)

Hallo,

und gibt es auch einen Lötplan oder so ?


gruß

Mario

Reiche ich noch nach.

Hutch67
22.08.2009, 17:40
Hallo,

mir würde schon ein kleines Foto der Platine reichen, wo man sehen kann, welchen Widerstand man austauschen muß. Evtl. noch den Wert des neuen Widerstands, den ihr eingelötet habt.

Danke!

mbenker
22.09.2009, 08:15
Hallo,

gibt es hier noch INfos (FOTO oder LÖTPLAN)

am liebsten für den 40er Jazz ?

dl7uae
22.09.2009, 08:24
Lass' das besser, das ist SMD, nicht so einfach, daran zerstörungsfrei zu löten.

Die größeren Jazz haben zwei parallel geschaltete BECs, je einer auf einer der beiden Platinen. Es ist nicht so einfach, die beiden Platinen für Lötarbeiten voneinander zu trennen (mit Verbindern huckepack verlötet), weil Kontronik aus Kühlungsgründen Platinenmaterial mit sehr dicker Kupferschicht verwendet, die Wärmeableitung ist entsprechend.

Hermann Schellenhuber
22.09.2009, 09:28
Servus,

beim 40er-Jazz würde es wohl relativ einfach gehen. Als ich meinen für den 250er gestrippt habe, da wollte ich auch zuerst die BEC-Spannung erhöhen, hab es aber dann bleiben lassen. Eigentlich braucht man nur das Teilerverhältnis zweier SMD-Widerstände am Print ändern, welche dem Schaltreglerbaustein die geteilte Ausgangsspannung zwecks Vergleich mit dessen interner Referenz zuführen. Der Baustein läßt sich leicht am Print ausmachen und wer da mit SMDs rumbruzzeln will, der sollte auch das Datenblatt des Schaltreglerbausteins lesen und somit auch den erwähnten Spannungsteiler ausmachen können. Leider hab ich meinen schon wieder eingeschrumpft, daher kann ich dir die Type nicht sagen, hab sie mir damals nicht aufgeschrieben. Übrigens ist die BEC-Spannung eigentlich auf 5,3V eingestellt, aber durch eine Schottky-Diode am Print verliert man eben um die 0,3V.

Schöne Grüße,
Hermann

hajö
22.09.2009, 15:37
Hallo zusammen,

werde mal versuchen das in einen Lötplan umzusetzen. Kann aber nicht sagen, wann das soweit sein wird. Zur Zeit habe ich leider wenig Zeit, aber ich gebe mir Mühe.

Ciao

Hajö

hajö
10.02.2010, 21:17
Etwas verspätet, aber doch noch geschafft: Hier http://www.rc-heli.de/board/showthread.php?t=132990 ist die Umbauanleitung für den Jazz-Regler zu finden.

VG

Hajö

dl7uae
11.02.2010, 21:53
Es ist zwar keine Lösung, aber ein Workaround.;)

Eine "Lösung" könnte Mr. Superman von XPS schaffen..

hajö
15.02.2010, 17:15
Es ist zwar keine Lösung, aber ein Workaround.;)

Eine "Lösung" könnte Mr. Superman von XPS schaffen..

Hallo Tom,

da hast natürlich Recht. Aber so funkt es zumindest ohne Probleme. Aber mit Ruhm bekleckert sich mMn in der Modellfunkttechnik eigentlich kein Hersteller. Aber das ist ein anderes Thema...

VG

Hajö

upside-down
15.02.2010, 17:47
Also ich habe bei meinen 450-ern, bei denen ich den Jazz 40 einsetze nach dem Einbau von digital-Servos einfach das BEC abkeklemmt und verwende stattdessen das CCBEC. Das hält mit 3/4s gespeist 6A dauer und 10A peak aus, wiegt gerademal 11g und die Spannung ist über das Castle-Link in 0.1 Schritten von 5-9V einstellbar....
David

hajö
15.02.2010, 18:50
Also ich habe bei meinen 450-ern, bei denen ich den Jazz 40 einsetze nach dem Einbau von digital-Servos einfach das BEC abkeklemmt und verwende stattdessen das CCBEC. Das hält mit 3/4s gespeist 6A dauer und 10A peak aus, wiegt gerademal 11g und die Spannung ist über das Castle-Link in 0.1 Schritten von 5-9V einstellbar....
David

Klar kann man immer ein extra BEC einbauen, nur mancher will das nicht. :lieb:

Ciao

Hajö

dl7uae
15.02.2010, 20:37
Man sollte sich aber auch für das Spannungslimit des Microcontrollers interessieren (5,5V?), der aus dem BEC bzw. den beiden parallel geschalteten (Jazz-80) mit versorgt wird.

hajö
15.02.2010, 21:20
Man sollte sich aber auch für das Spannungslimit des Microcontrollers interessieren (5,5V?), der aus dem BEC bzw. den beiden parallel geschalteten (Jazz-80) mit versorgt wird.

Hallo Tom,

das ist kein Problem, da sich durch die Sperrspannung der beiden Ausgangsdioden schon bei geringem Stromverbrauch ein Abfall von 0,1-0,3 V einstellt. Um es nochmals klar zu stellen: Die angegebenen 5,9 Volt sind natürlich keine geregelten 5,9 V im herkömmlichen Sinn! D.h. bei "Strombedarf" geht natürlich auch die Spannung etwas nach unten, aber viel viel weniger als ohne Umbau!

Ciao

Hajö

Hermann Schellenhuber
15.02.2010, 21:27
Servus,

du meinst die Flussspannung der Dioden? Aber der µC hängt ja direkt an der Ausgangsspannung des Schaltreglers, erst nach außen hin gibt es zumindest beim 40er noch eine Shottky dazwischen. Hast du die 5,9V nun am Schaltregler oder nach der Diode?

Schöne Grüße,
Hermann

hajö
16.02.2010, 09:21
Hallo,

ich meine den Spannungsfall an der Diode durch den Aufbau der Sperrschicht. Die 5,9 V liegen demnach vor den Dioden an.

Wie es mit der Spannungsgrenze für den Microcontroller ist, kann ich nicht genau sagen. Da müsste ich nochmals bei meinem Freund nachfragen. Ich bin auf diesem Gebiet nicht der Experte. Aber wie schon gesagt, funktionieren die umgebauten Jazz bei uns ohne Probleme.

VG

Hajö

Hermann Schellenhuber
16.02.2010, 10:06
Servus,

ja, du meinst die Flussspannung (Abfall in Durchlassrichtung der Diode).

Da mit absoluter Sicherheit ein ATMega verbaut ist, kann als absolute Obergrenze 6V gesehen werden, da ist Ende im Gelände, die darf man nicht überschreiten. Normalerweise betreibt man die wie Tom schon angemerkt hat bis maximal 5,5V. Mit 5,9V bist du schon gefährlich nahe am absoluten Limit. Aus technischer Sicht nicht sauber, auch wenn es bisher funktioniert.

Schöne Grüße,
Hermann

hajö
16.02.2010, 10:23
Servus Hermann,

danke für Deine Info. Werde mal mit meinem Spezl drüber sprechen.

Uns ist wohl bewusst, dass ein solcher Umbau auch Risiken birgt, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt... :-) Muss natürlich jeder selber wissen, ob er einen solchen Umbau machen will oder nicht. Wollte hier nur kundtun, wie es funktioniert. Wie gesagt, bei uns bei mehreren Jazz mit Erfolg.

VG

Hajö

tigerschrauber
16.02.2010, 19:06
Hallo Zusammen!

Um die Bedenken zu zerstreuen, der Prozessor könnte durch eine zu groß eingestellte Schaltreglerspannung zu Schaden kommen:
Der Prozessor wird mit 3,3V versorgt, die durch einen "Minifestspannungsregler" (ld33) erzeugt wird. Dieser wird seinerseits durch die Schaltreglerspannung gespeist.
Ich habe folgende Messergebnisse zu den Spannungsabfällen an der Ausgangsdiode (es ist natürlich die Flußrichtung gemeint, Diode in Sperrrichtung wäre hier sehr schlecht ;-) ) ermittelt:

BEC-Laststrom: 0A => delta U: 0,15V (entspricht Diodenleerlaufschwellspannung)

BEC-Laststrom: 1A => delta U: 0,6....0.7V

BEC-Laststrom: 2A => delta U: 0,9....1V

Diese Werte entstehen gleich ob die Ausgangsspannung am SBEC auf 5,3V, 5,5V oder 6V eingestellt sind. Ebenso ist der Spannungsabfall unabhänging von der Eingangsspannung des SBEC.

Dieser Spannungsabfall entsteht rein an der Auskoppel (bzw. Ausgangsdiode).
Das SBEC regelt seine Ausgangsspannung hart durch die eingestellten U-Feedback-Widerstände.

Die SBEC-Ausgangsspannung wird erst runtergeregelt, wenn durch den Strombegrenzungswiderstand an Pin 5 (65kOhm) der max-Stromwert erreicht ist.
Dieser wird bei I-Last größer 2,2A erreicht. Wobei ich eine Dauerlast von 2A schon für grenzwertig halte. Dabei erwärmen sich die SBEC-Bauteile schon erheblich. Wenn dann noch die Entstufen die Platinen erwärmen ist mmn kaum mehr Reserve gegeben. Aber eine kontante Last von 2A am SBEC durch die Empfangsanlage ist normalerweise nicht realistisch. Der Mittelwert im Fliegen liegt erheblich niedriger.

In diesem Sinne, weiter freudiges experimentieren!

Gruß Be

Hermann Schellenhuber
16.02.2010, 19:37
Der Prozessor wird mit 3,3V versorgt, die durch einen "Minifestspannungsregler" (ld33) erzeugt wird.Alles klar, danke dir für die Info! Ich hab mir damals am 40er nur den Schaltregler genau angesehen.

Schöne Grüße,
Hermann

hajö
16.02.2010, 21:22
Hallo Bernhard,

danke für Deine Ausführungen! Dann ist ja alles im Butter! Auf's frohe Löten! :lol:

Ciao

Hajö