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Alt 17.01.2011, 13:44   #1
Tobi Gräf
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Standard Was wurde aus Heim

Ich recherchiere momentan über alte Heli Systeme und mir viel auf, dass die Suche nach Heim Helikoptern fast zu keinen Ergebnissen führt. Selbst über Störig und Bisom find ich mehr. Was ist denn da los *? Graupner hat das Kapitel Heim anscheinend auch für beendet erklärt (den Eindruck gewinnt man zumindest). Schon komisch , da Heim doch Zeitweise zu den wichtigen deutschen Herstellern gehörte. Also, wer infos hat, her damit..... Gerne auch als Anhang in einer PN, jeder SChnipsel ist willkommen, bevor die Heliflieger nicht mehr wissen wie man "Heim" schreibt
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Cbstsch (07.03.2021)
Alt 17.01.2011, 15:50   #2
WGS
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Hast PN.
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Grüsse
Wolfgang
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Tobi Gräf (17.01.2011)
Alt 17.01.2011, 17:04   #3
Tobi Gräf
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Mich interessieren auch noch die Zeiten vor Graupner, also bitte jeden Schnipsel schreiben...
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Alt 17.01.2011, 17:14   #4
wirbelwind
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Hallo,

da berichte ich dir sicher nichts Neues:

Bevor die Heim-Mechaniken zu Graupner wanderten, waren sie bei Robbe im Programm. Erst als man hier zu Schlüter (durch Kauf) wechselte, waren keine neuen Mechaniken mehr erhältlich. Ersatzteile konnte man z. T. aber immer noch ordern - so gab es über Jahre hinweg die Möglichkeit Ersatzteile bei Robbe, Graupner oder natürlich Vario zu bestellen.

In wie weit Streich mit Heim in Kontakt war, ist mir leider nicht bekannt. Wenn man allerdings sieht, wie nah die Kopien von Streich am Original waren, legt es die Vermutung nahe, dass da ein Abkommen war....

Schöne Grüße
Klaus.

PS: Wäre interessant, wenn du deine Ergebnisse hier bekannt geben würdest. Ich mochte bzw. mag die Heim "Expert-Mechanik" sehr.
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Tobi Gräf (17.01.2011), TomR. (24.11.2017)
Alt 17.01.2011, 20:08   #5
Heli-Frank
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Die Geschichte der Heim-Mechanik liest sich nicht wie üblich als eine aneinander Reihung von Ereignissen zu einem linearem Strahl, sondern sie hat viele Verästelungen ähnlich einem Stammbaum.

In den 1970er Jahren war Ewald Heim bei der Fa. Kavan beschäftigt. Zumindest hat es eine Zusammenarbeit gegeben. Mit seiner privaten Anschrift wurde er als Ansprechpartner in Servicefragen bei Kavan geführt.

Mit der Vermarktung seiner Eigenkonstruktion muss er Ende der 1970er Jahre begonnen haben. Viele meinen er habe vieles von Kavan kopiert. Bei einer flüchtigen Betrachtungsweise mag man zu dem Urteil kommen. Schließlich kann man auch von Niemandem verlangen, dass er nach dem Austritt aus einem Vertragsverhältnis alle gemachten Erfahrungen in seinem Geiste löscht. Ich jedoch kann nur zwei Gemeinsamkeiten feststellen:
  1. Die Anordnung des Lüfters.
  2. Die Eigenschaft der Mechanik als nicht mitragendes Element.
Die Besonderheit der Heim-Mechanik ist seine Kompaktheit und alles was Möglich ist, besteht aus Kunststoff. Und sie benötigt immer ein rumpfähnliches Gebilde, damit Tank, Heckrotor, Servos, Kühltunnel, etc. aufgenommen werden können. Um einen Modell-Hubschrauber funktionstüchtig zusammen zu bauen und zu betreiben, benötigte man schon Erfahrung. Für Anfänger daher gänzlich ungeeignet. Im Gegensatz zum Flugverhalten, was ich schon als ausgewogen bezeichnen möchte.

Ferner verfügte die Mechanik über viel Entwicklungs-, Verbesserungs- und Veränderungspotenzial. Daher stürzte sich eine ganze Reihe von Tunern auf diese Mechanik.

Begonnen hat alles wahrscheinlich mit dem berühmten Star-Ranger im Jahr 1979 (vielleicht auch früher). Dann folgten der Star-Trainer und die BELL 222. Die Bausätze vertrieb Ewald Heim zunächst noch selbst.

Ab 1980/81 vertrieb auch WIK die Heim-Mechanik. Bei WIK kam sie zunächst in der BO 105 zum Einsatz, die vorher noch die klassische Schlüter-Mechanik (ßlbad-Getriebe) aufnahm. Später folgte die BK 117, Alouette III, Wikinger und der Star-Trainer II. Die Firma OF (Franz Orthofer) belieferte WIK mit einigen Ergänzungssätzen wie Bendix-Rotorkopf, lagerloser Heckrotor und eine andere Pitchansteuerung, welche der Original BO 105 ähnelt. Das Heben und Senken der Taumelscheibe übernimmt hierbei ein Extra-Servo. Die Heim-Mechanik hat dafür die zwei Roll-Servos. Ich glaube 1991 wurde die Fa. WIK liquidiert.

Die Bausätze BK 117, Alouette III und Star-Trainer II wurden von Vario übernommen. Bei der BO 105 bin ich mir nicht so sicher, da Vario schon vorher eine im Programm hatte. Vario wurde als rosa Tuner der Heim-Mechanik erfolgreich. Zunächst hatte Vario die Graupner Expert-Mechanik mit einigen abgeänderten Bauteilen als sog. Teil-getuned im Programm. Später folgte die Vario-Mechanik mit den Seitenteile die vorne Befestigungspunkte hatte, die vorher am Kühlkopf des Motors waren. Danach kam die Sky-Fox-Mechanik die bis heute im Programm ist. Der Foxy vor einigen Jahren war eine Neuauflage des Clou (siehe folgenden Absatz).

Ab 1984 hatte auch Robbe in Verbindung mit der Ecureuil die Heim-Mechanik im Programm. Als Trainer bot man die Avantgarde an. Im Scale-Bereich folgten Sikorsky S-76 und der BELL Long Ranger. Robbe bot die Heim-Mechanik unter der Bezeichnung Standard-Mechanik an. Die Expert-Mechanik (nicht zu verwechseln mit der Graupner Expert oder WIK Expert-Mechanik) hatte die sog. Tri-Link-Ansteuerung der Taumelscheibe. Dazu wurden andere Seitenteile für die Mechanik verwendet, die die Servos in einem Winkel von 120° zueinander positionierte. Da die Seitenteile einen Aufdruck von Robbe besitzen und kein anderer Anbieter diese im Programm hatte, gehe ich davon aus, dass die Rechte dafür nur Robbe hat. Robbe hatte auch den Trainer Clou für die sog. 46er-Klasse im Programm. Mit der Pro-Mechanik kam die erste grundlegende ßnderung der Heim-Mechanik in Programm. Die Pro-Mechanik (der Vorgänger der UNI-Mechanik) besaß nun ein Radialgebläse, ein geändertes Getriebe und die Eigenschaft die Mechanik als tragendes Element mit einzubeziehen. Da Robbe die Fa. Schlüter übernommen hatte, wurden beide Systeme eine Zeitlang parallel verkauft. Ende 1993 wurde die Heim-Mechanik aus dem Programm genommen.

In den 1980er und 1990er-Jahren gab es noch eine ganze Reihe Anbieter, die sich der Heim-Mechanik angenommen haben. Mikado, RD, Peka. Und die Edel-Version stellte die Huner-Mechanik aus der Schweiz dar.

Nach dem Ende von HB hatte auch Graupner die Heim-Mechanik 1986 ins Programm aufgenommen. Angeboten wurden der Star-Ranger, BELL 222 und später die Agusta 109 A Mk. II Widebody. Die Hughes 500 E die schon mit dem Helimax 60/80 versehen war, wurde nun auch für die Heim-Mechanik vermarktet. Die Helimax-Mechaniken besaßen schon Rotorköpfe von Heim. Ob das auf eine Kooperation zwischen HB und Heim oder Graupner und Heim zustande gekommen ist, kann ich nicht sagen. Bei Graupner kam auch 1989 die Profi-Tuning-Mechanik ins Programm, die vor allem durch die vielen Kugellager bestach. Dadurch konnten auch viele materialbedingte Schwächen des Kunststoffes eliminiert werden.
Mitte der 1990er Jahre. 1991 bzw. 1992 folgten die Voll-Mechanik und die UNI-Expert-Mechanik. Mitte der 1990er Jahre hat Graupner Heim komplett übernommen.

2010 RIP ** (die Mechanik nicht Ewald Heim)

Ich meine es wäre nach dem Verkauf an Graupner gewesen, als sich Heim eines Tandem-Helis angenommen hat. Dieses Engagement hat dann Flug-Maier übernommen.
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Geändert von Heli-Frank (17.01.2011 um 20:13 Uhr)
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Alt 17.01.2011, 20:12   #6
Tobi Gräf
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Das Hauptproblem bei Heim ist, dass es keine Aufzeichnungen gibt, die hinter die Kulissen schauen. Bei Schlüter ist das ganze sehr ergiebig, über Störig und Bisom hab ich auch einiges, aber ehrlich gesagt hat mich bei Heim gewundert, wie schnell alles von der Bildfläche verschwunden ist. Schaut mal bei google, es ist erschreckend wie wenig man findet.
Also bitte alles posten, auch geschichten von Treffen, Probleme und Pluspunkte der Mechaniken, selbst wenn Ihr glaubt, es ist ein alter Hut, sonst wird das sehr schwierig.
ßbrigens auch WIK hatte die Heimmechanik, mir fehlt da nur etwas der zeitliche Zusammenhang, sie wurde wohl, als die BO 105 mit Schlütermechanik abverkauft war in dem selben Rumpf plaziert.
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Alt 17.01.2011, 20:20   #7
Ing. Düsentrieb
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Hallo Frank!

Danke für deinen langen Bericht. Du scheinst ja wirklich ein Elefantengedächtnis zu haben. Du hast mir ein paar nette Erinnerungen an alte Zeiten beschert. Die Ecureuil von Robbe mit der Heim-Mechanik war ein Kindertraum von mir. Ich kann mich noch gut an die Lackierung erinnern (mehrere Farben), an den guten alten Robbe/Schlüter-Katalog in dem breiten Format. An die Avantgarde kann ich mich auch noch sehr gut erinnern. Wie schnell doch die Zeit vergeht.

Ich flog damals die Vollmechanik mit dem H-Trainer. Mann war das immer ein ßrger.
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Alt 17.01.2011, 20:24   #8
Heli-Frank
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Da der Kühltunnel der Heim-Mechanik quasi den gesamten Querschnitt eines Rumpfes benötigt, kann die Montage und Wartung nur von oben erfolgen. Daher musste der BO 105-Rumpf von WIK abgeändert werden. Bei der Heim-Version ist das "Turbinenhaus" abnehmbar. Der Rest war identisch.

Später wurde der Rumpf komplett überarbeitet. Immer noch eine CB-Version. Aber wesentlich detailierter und der Rumpf bestand aus mehreren Einzelteilen.
_____________________________
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Alt 17.01.2011, 20:36   #9
LarsBraun
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Der Ewald war ja früher beim MFV Böblingen. Von 75 bis Anfang der 80 war ich da auch dabei. Ewald hatte damals noch bei der IBM gearbeitet. Ganz zu Beginn flog er meines Wissens noch eine Aloutte die er selbst baute. Als er dann besser wurde, konstruierte er den JetRanger. Ich war öfter bei ihm in seinem Haus wo er im Keller eine Werkstatt hatte und die Muster von Hand fräste. Später war er dann öfter unter der Woche auf dem Platz, musste wohl also seinen Job bei der IBM irgendwie eingeschränkt haben. Richtig gesprächig war er ja nie...

Ich hab dann noch erfahren, dass er dann später eine Zeit lang in Florida lebte und dann wieder hier in der Nähe von Schafhausen (Nähe Stuttgart) ein Haus hatte. Mehr weiß ich nicht mehr. Ein Ranger hängt noch im Keller...
_____________________________
Handvoll Grüße, Lars
VStabi mit bisschen Mechanik drum rum
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Alt 17.01.2011, 21:16   #10
wirbelwind
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Standard AW: Was wurde aus Heim

Hallo Frank,

Zitat:
Nach dem Ende von HB ...
damit meinst du vermutlich die Zeit nach dem Tod des Senior-Chefs (1988?), der für das Modellbauengagement hauptsächlich verantwortlich zeichnete. Denn geben tut es die Firma Bernhard nach wie vor, nur hat sie sich aus der Heli- und Modellmotoren-Fertigung zurückgezogen.
Die Werkzeuge wurden damals an eine amerikanische Firma verkauft, wo man nach wie vor HB-Ersatzteile bekommen kann.

Grüße
Klaus.
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