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Alt 10.03.2021, 10:14   #1
Jan_Privat
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Beitrag Kleiner Baubericht: Funkey AS350 mit Flasher 600 Mechanik

Hallo zusammen,

nachdem ich hier viele spannende Projekte verfolgt habe, wollte ich hier nach und nach mein aktuelles Projekt mit euch teilen. Es ist mein erster Scale-Heli und daher ist mein Ziel auch eher ein Funscale. Aber zumindest fliegen soll er!

Preface

Da es wie bereits erwähnt mein erster Rumpfheli ist, wollte ich mir das Ziel nicht zu hoch setzen. Wenn man Fenestron, abgewinkelte Heckausleger, Einziehfahrwerke und andere Hürden vermeiden möchte, bietet sich die AS350 förmlich an. Und zudem gefällt mir das Design außerordentlich gut. Nächste Frage war die passende Größe. Kleiner als mein Logo 550SE durfte es nicht sein und viel größer auch nicht (VW Polo mit umgeklappter Rückbank war hier der limitierender Faktor ). Außerdem wollte ich meine 6S Akkus aus dem Logo zweitverwenden. Da landet man schließlich bei der 600er-Größe und bei Funkey, welche für den Preis sehr detailliert ausgearbeitet sind. Leider war die von mir favorisierte Heli-Duebi Lackierung weltweit nahezu ausverkauft. Nur in der Schweiz gab es noch 2 Händler die jeweils eine auf Lager hatten. Ausgerechnet in der Schweiz denkt man sich da als EU-Bürger! Da ist selbst eine Lieferung aus Hong Kong einfacher. Aber nach einigen Hürden mit Versand & Zoll kam dann endlich der begehrte Rumpf bei mir an. Es ist die rote Lackierung geworden. Blau fand ich fast noch besser, jedoch wollte der Händler dafür knapp 200€ mehr. Und zusammen mit Versand & Zoll war mir der Aufpreis dann doch zu teuer.

Ungefähr zeitgleich kam die Chaos 600 Mechanik von Scaleflying bei mir an. Im Prinzip ein T-REX 600 ESP mit breiterem Chassis (Phoenixfly). Sehr günstig im Preis und mir gefiel dass der Nickarm vorne sitzt, Roll hinten seitlich. Dadurch muss man den Ausschnitt im Rumpf vorne nicht so breit machen. Und der Nickarm stabilisiert gleichzeitig die Taumelscheibe gegen Verdrehen. Es entfällt also der scale-untypische "Verdrehsicherung" welche viele Trainer-Mechaniken zusätzlich benötigen.

Grob gliedert sich dieser Bericht in 3 Teile:
1. Mechanik aufbauen & Testflug
2. Rumpfeinbau & Erstflug
3. Scale-Details hinzufügen

Und zumindest die ersten beiden Punkte möchte ich diesen Sommer erfolgreich abhaken.

Viele Grüße,
Jan
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der_dreamdancer (17.03.2021)
Alt 10.03.2021, 10:32   #2
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Teil 1a - Mechanik (2-Blatt)

Der Zusammenbau ist für jemanden der schon einmal einen Heli aufgebaut hat kein Hexenwerk. Auch wenn die Anleitung veraltet (Paddelversion) und eher eine Sammlung von Explosionszeichnungen ist. Hilfreich waren hier jedoch zwei Videos auf YouTube (von "nuttcaze" & "John Salt") denen man beim Aufbau dieser Mechanik zuschauen konnte. Das geradeverzahnte Hauptzahnrad gefällt mir zwar nicht besonders gut, aber irgendwo muss man bei dem Preis wohl Kompromisse machen. Die Kugelköpfe waren auch eher von minderer Qualität und werden gerade gegen "Markenware" ausgetauscht. Ansonsten gibt es aber angenehm wenig zu meckern.

Verbaute Komponenten:
- Empfänger & FBL: Graupner GR-18
- Servos: Nexspor BLS Servoset
- Motor: Egodrift Scale 4025-840KV mit optionalem 16er Ritzel
- Regler: Kontronik Kolibri 90-LV
- Akku: SLS 6S 5000mAh

Beim Motor musste die 40mm Welle mit der Dremel gekürzt und die Bohrungen im Motorlager weiter ausgefräst werden, da der Motor nur 30mm Lochabstand bot, das Lager aber auf 25mm vorbereitet war.

Die Servos haben mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Kein Knarzen/Summen, ich habe echt 2x kontrolliert ob ich den Akku tatsächlich angeschlossen habe. Die laufen absolut weich & kraftvoll.

Der Regler musste einmal zu Kontronik eingeschickt werden, da er sich nicht per Bluetooth konfigurieren lassen wollte. Aber nach einem Firmware-Update funktionierte auch das problemlos.

Bei 80% Gas habe ich nun etwa 1.600 RPM am Kopf, damit ging es dann zum Erstflug. Und der verlief absolut problemlos! Die Telemetrie-Daten bestätigten das gute Bauchgefühl. Nix wird abnormal warm, kein Spannungseinbruch. Klasse!

Als nächstes steht nun der Umbau auf Dreiblatt an. Dann nochmal weitere Testflüge der Mechanik. Und parallel werde ich anfangen den Rumpf vorzubereiten.

Viele Grüße,
Jan
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Alt 10.03.2021, 10:53   #3
TheFox
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Sehr interessant...werde ich mir ansehen. Die Drehzahl finde ich etwas hoch, besonders wenn ich an halbsymmetrische Blätter denke...und an den Dreiblatt-Kopf.
Finde es etwas schade dass Du hier mit Funscale einsteigen willst, zumal Du weißt wo es das Interior umsonst zum Download und 3D drucken gibt...aber natürlich ist das Alles auch ein Kostenfaktor.
Wünsche viel Erfolg, und Danke fürs Berichten.
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Alt 10.03.2021, 11:27   #4
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Ja, das mit dem Interior habe ich ja noch gar nicht ausgeschlossen. Das wäre für mich auch ein Thema für Punkt 3 auf meiner Tagesordnung. Funscale daher, weil meines Wissens der rote Heli Duebi kein reales Vorbild hat. Ich kenne nur Fotos von dem blauen Heli Duebi. Und beim Thema 3D-Druck muss ich mich noch mehr reinfuchsen. Der Filament Drucker (Ender 3) auf den ich im Büro Zugriff habe, hat mich von der Druckqualität noch nicht ganz überzeugt. Also: ausgeschlossen ist noch nix. Aber zuviel versprechen möchte ich auch nicht. Wenn ich hier sehe wie perfekt manche die Details hinbekommen, dafür reichen meine Bastelkünste bisher noch nicht aus.
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Alt 10.03.2021, 13:12   #5
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Zitat:
Ja, das mit dem Interior habe ich ja noch gar nicht ausgeschlossen.
Das macht den Bericht noch interessanter.

Zitat:
Und beim Thema 3D-Druck muss ich mich noch mehr reinfuchsen.
3D gedruckte Teile aus dem Filament-Drucker sind auch bei mir Rohteile. Natürlich bekommen Andere das besser hin, ich will auch nicht "Drucker" sein, sonder Modellbauer. Aber ein Rohteil das einigermaßen passt, kann ich glätten, schleifen Lackieren...das ist eben Modellbau. (Nicht Modell-Kauf).
Also, nur Mut - bin sicher Du bekommst das hin.
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Jan_Privat (10.03.2021)
Alt 11.03.2021, 07:09   #6
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Sehr cool, das ist ja quasi exakt die gleiche Kombi in der ich derzeit einen Airwolf 600 Extendend plane / baue. Einziger Unterschied: ich nutze einen Pyro 650 mit 830KV anstatt des Egodrift (der wenn ich den Pyro nicht günstig bekommen hätte sonst auch meine erste Wahl gewesen wäre) und ich nutze GDW Servos.

Ich fange mit dem elektrischen Aufbau an da zzt. noch meine Werkbank wg HomeOffice belegt ist. Habe mir ein Brettchen gebastelt auf der ich die gesamte Elektronik erst mal Dummyweise aufbaue und voreinstelle. Gerade bei der Licht- & Schalterprogrammierung usw bin ich nicht so fit und das wird bestimmt noch einige Zeit dauern bis alles so funzt wie ich mir das so vorstelle.

Eine Frage habe ich allerdings noch an dich: War das 3. HRW Lager nicht im Standardlieferumfang des Flashers mit dabei?
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Viele Grüße, Chris
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egodrift (06.04.2021)
Alt 11.03.2021, 07:34   #7
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Hey Chris, na dann bin ich mal gespannt auf deinen Bericht. Nein, der dritte Lagerbock ist nicht dabei. Den muss man sich für ca. 25€ als Ersatzteil dazubestellen. Ich denke, wenn ich auf Schrägverzahnung umgerüstet hätte, hätte ich das auch gleich mitgemacht. Aber wenn die Mechanik mit diesem Setup 3D fliegt, dann sollte Scale-Rundflug auch kein Problem darstellen.
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chris-de (11.03.2021)
Alt 11.03.2021, 10:54   #8
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Naja, ob ich da einen extra Bericht drüber machen werde / soll, ich weiß ja nicht. Im Grunde würde ich ja das selbe schreiben wie du. Sogar Sender / Empfänger / Regler sind identisch und damit auch die Konfiguration. Nur der Rumpf hat eine andere Kontur und ich werde noch ein paar zusätzliche Lichter einbauen. Da macht aus meiner Sicht kein exra Thread Sinn.

Noch eine Frage habe ich: Im normalen Lieferumfang ist das 15er Ritzel dabei und du hast das 16er dazu genommen & verbaut. Habe ich das richtig verstanden? Ich glaube da würde ich aus deiner Informationslage (80% = 1600rpm) wohl eher gleich das 15er einbauen bzw dabei belassen. Dafür schon mal danke für die Info dazu.

Schrägverzahnung
War auch bei mir ein Gedanke das zu integrieren. Das einzige was ich dazu gefunden habe waren ein paar ältere TRex600ESP Threads wo mit Hilfe von einem individuellen Alu Drehteil als HZR Aufnahme ein schräg verzahntes HZR von einem anderen Heli. Oder gibts da noch was anderes was Plug&Play funktioniert ich aber noch nicht auf dem Schirm habe? So so mit Drehteil & Co ist mir das zu aufwändig. So tiefgreifen wollte ich bei dem Projekt eigentlich nicht einsteigen.
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Viele Grüße, Chris
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Alt 07.04.2021, 17:55   #9
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Teil 1b - Mechanik (3-Blatt)

Der Umbau auf Dreiblatt war nicht ganz so plug&play wie ich gehofft hatte. Hauptgrund dafür war die Tatsache dass der Starflex-Kopf und die Scale-Taumelscheibe mehr Höhe brauchen als der "alte" FBL-Zweiblatt-Kopf. Bei den meisten normalen Taumelscheiben, sind die Kugelköpfe vom inneren & äußeren Ring auf derselben Höhe, hier jedoch übereinander. Und auch am Kopf sind die Anlenkpunkte unter der Rotorblattebene. So fehlte mir ca. 1cm um die bisherigen Wege fahren zu können. Und die Nick-Anlenkung lässt sich ja nicht kürzen. Jedoch muss man einen Scale-Heli auch nicht von im Bereich von +/- 12 Grad bewegen. Trotzdem war es ein enges Höschen. Entsprechend gespannt war ich auf den ersten Flug mit drei Blättern. Neue Heckblätter mit S-Schlag gab es auch gleich dazu.

Nach wie vor spiele ich mit dem Gedanken eine längere Hauptrotorwelle einzubauen. Jedoch ist die mitgelieferte Welle bereits (meines Wissens) die längste die es für einen 600er T-REX gibt. Die T-REX Wellen sind ja im unteren Bereich beim Freilauf dünner als 10mm. Insofern konnte ich nicht einfach eine lange Vario-Welle einbauen. Falls jemand eine Bezugsquelle für eine passende Welle hat, immer her damit. Mittelfristig werde ich aber mal Kontakt zu einem guten Schlosser suchen, der mir die Vario-Welle passgenau abdrehen kann. Sowieso mal schauen wie die Mechanik im Rumpf steht. Vielleicht führt ja auch aus optischen Gründen kein Weg an einer längeren Welle vorbei.

Da ich gerne gerade Gestänge haben wollte, führte kein Weg an der virtuellen Taumelscheibenverdrehung vorbei. Für alle die sich damit noch nicht beschäftigt haben, hier mein Ablauf: Zuerst hab ich die TS soweit verdreht, bis ich optisch mit dem Gestänge zufrieden war, dann die Madenschraube des Mitnehmers festgezogen. Anschließend hab ich ein Blatt über den Heckausleger gestellt. Wenn man jetzt von oben auf den Kopf schaut, sieht man dass seine Anlenkung nicht mehr exakt 90° ist, sondern etwas weniger. Ich hab dann ein Geodreieck auf den Kopf gelegt und gepeilt. Waren etwa 10° zu wenig. Das hat man auch gesehen, wenn man Nick gesteuert hat. Dann hat sich das Blatt über dem Heckrohr nämlich im Pitchwinkel verändert. Soll es aber nicht. Ziel ist es ja (aus komplizierten physikalischen Gründen), dass die Anlenkung immer exakt 90° verdreht ist. Also in den Einstellungen des FBL bei der virtuellen Verdrehung einfach mal +10° eingetragen. Wieder Nick gesteuert: ist schlimmer geworden. Also mal -10° eingetragen und siehe da: Blatt verändert sich nicht mehr bei Nick. Und diese 10° haben sich auch im Flug bestätigt.

Der Erstflug fand am Ostersonntag statt. Und um es kurz zu machen: Die Mechanik flog einfach perfekt mit dem neuen Kopf! Ich hatte noch eine Hantelscheibe angebracht, um das finale Gewicht mit Rumpf zu simulieren. Der Heli lag satt in der Luft und war gleichzeitig bei zyklischem Input herrlich agil. Hat richtig Spaß gemacht!

Ich hatte als Akku 6S2P mit 5Ah. Bei 70% Regler komme ich nun auf 1360 RPM. Das ist ein guter Startwert mit genügend Pitch-Reserve. Testweise bin auch mal mit 1160 RPM geflogen. Und mit 1560 RPM. Beim Pitch pumpen (um den Heckrotor/DMA zu testen) sind maximal 88Ah durch den Regler geflossen. Auch das im Rahmen. Nach 12 Minuten hatte ich ca. 6.000Ah verflogen. Komme also auf etwa 14 Minuten beim entspannten Rundflug.
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Geändert von Jan_Privat (07.04.2021 um 18:00 Uhr)
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egodrift (08.04.2021), Grisu_Spittal (08.04.2021), heliroland 66 (07.04.2021), steveman (08.04.2021), womi (07.04.2021)
Alt 08.04.2021, 08:14   #10
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Teil 2a - Rumpf

Parallel zur Mechanik, habe ich den Rumpf für die Hochzeit vorbereitet. Dremel, Lexanschere und ein Set Rundpfeilen leisten hier gute Dienste. Auch braucht man einen Sechskantschraubendreher (2,5 mm) mit Kugelkopf um die Schrauben für das Landegestell festzuziehen.

Zuerst hab ich mir das Landegestell vorgenommen. Das war ab Werk schwarz mit silbernem Trittblech. Ich fand ein weißes Landegestell passender (und näher am „Original“). Also einmal abgeschliffen, grundiert und lackiert. Dafür habe ich Tamiya Sprühfarbe verwendet. Naja, die Tamina Grundierung war gut, aber die Lacke… diese kleinen 100 ml Dosen haben kaum Sprühdruck und die Farbe deckt auch nicht gerade sehr gut. Später bin ich dann auf Duplicolor Platinum umgestiegen. Die lassen sich viel besser verarbeiten. Der Trittbereich wurde aus speziellem Antirutsch-Klebeband (ähnlich wie feines Skateboard Griptape) zurechtgeschnitten. Aus dem 3D-Drucker (PETG) kamen dann noch die Steighilfen am hinteren Bügel.

Als nächstes waren die Scheiben dran. Vorne wurde mit schwarzen M1,4x3mm Minischrauben verschraubt (vorher auf 1,2 mm vorgebohrt, damit sich der Kopf nicht abdreht). Die anderen Scheiben habe ich eingeklebt und vorher die Rumpfkanten noch mit einem schwarzen Edding verbessert. Davor habe ich noch einige Klebstoffe getestet (Revell Contacta Clear, Special Canopy Glue, Silikonkleber, Sekundenkleber, 5-Minuten-Epoxy, etc.). Am Ende bin ich dann aber bei UHU Endfest 2K-Kleber gelandet. Denn der hat den Vorteil, dass er sehr dickflüssig ist. Man braucht also keine Angst haben, dass er sich zwischen Scheibe & Rumpf nach draußen mogelt. Fixiert wurde mit Magneten.

Als Lichtset wurde das 55€-Set vom LED-Profishop verbaut. Jedoch habe ich nur einen der beiden ACL-Blitzer verbaut. Lediglich das Anbringen der LEDs im Höhenleitwerk war etwas fummelig. Da braucht man einen sehr langen Bohrer um von außen durch die Spanten in die Mitte einen Kabelkanal zu bohren. Im Nachhinein hätte ich den Kabel-Ausschnitt in der Mitte des Leitwerks einfach breiter schneiden sollen, dann wäre ich von der Mitte einfacher an die Spanten gekommen. Denn die sind ungefähr soweit auseinander wie der Heckausleger an der Stelle breit ist.

Das Höhenleitwerk selbst habe ich dann mit UHU Poly Max und einem langen alten Pinsel vom Heck aus festgeklebt.

Die vorgeschlagene Montage der Auspuffatrappe hat mir nicht gefallen, da konnte man zu leicht in den Rumpf schauen. Daher habe ich aus dem 3D-Drucker noch einen kleinen Abstandshalter ausgedruckt und eingeklebt. So war das Ergebnis für mich stimmiger.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Qualität des Rumpfes. Und jetzt gespannt auf den nächsten Schritt: den Rumpfeinbau. Für mich ein Novum, aber bisher hat ja auch alles ganz gut geklappt. Naja, der Landescheinwerfer leuchtet etwas durch das GFK (siehe Bild 6). Aber leider ist die Halterung dafür bereits eingeklebt… aber irgendwas ist ja immer!

Am WE hoffentlich noch 1-2 Flüge mit der nackten Mechanik und dann gehts weiter!
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Geändert von Jan_Privat (08.04.2021 um 08:19 Uhr)
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