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Alt 04.01.2013, 15:53   #11
beetlejuice
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Also ich würde den zentralen Motor im Rumpf oder 2 Motoren in den Gondeln favorisieren. Akkus jedenfalls im Rumpf. Das Argument mit den großen Getrieben in den Gondeln ist gut, müsste man sich durchdenken/ausrechnen.

Vom Schwerpunkt her ist es die Frage, ob nicht weiter außen liegende Massen dämpfend wirken und das Ding flugstabiler machen...3D soll es ja nicht können...

Eine mechanische Kopplung von 2 Motoren in den Gondeln ist mMn nur im Fall einer Fail-Safe-Auslegung sinnvoll, was dann aber wieder sehr große Motore und eine Zentralwelle bedingen würde.

Rotormast stimmt die Motordrehzahlen über eine Kopplung im Elektronikboard ( über jeweils eine Motorphase) ab.

Die kleine Osprey fliegt mit 3 Gyros und die echte sicher auch, da würde ich nicht einsparen ... bei so viel Technik und elektronischer Mischung kommt es darauf mMn auch nicht mehr an.

Günter

P.S.: wie ist den die Kraftübertragung bei der großen Turbinenosprey gelöst? Da findet man leider nix auf der Website...
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Jeti DS16
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Alt 05.01.2013, 10:49   #12
klarisatec
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@Taumel S.
wie Günter schon beschrieben hat, es wird für jede Fluglage ein Gyro benötigt, also insgesamt drei.

@steildmick
Ein zentraler Motor im Rumpf ist technisch gesehen sicherlich kein schlechter Ansatz. Allerdings gibt´s hier aus meiner Sicht auch einige kritische Punkte:
- eine zentrale "Gewichtanhäufung" im Rumpf (Antrieb, Getriebe, Akkus) möchte ich auf jeden Fall vermeiden, da ich dadurch eine "giftigere" Fluglage erwarte. Die Verteilung der Massen in den Gondeln macht den Flieger von Haus aus träger und gutmütiger (Günter hat das ja schon geschrieben).
- bei zwei stabilien Getrieben in den Gondeln und einem relativ großen zentralen Antrieb, sehe ich eher einen Gewichtsnachteil gegenüber einer Lösung mit zwei kleineren Antrieben in den Gondeln, da das Gewicht der Antriebswellen, Lagerung usw. hinzukommt.
- bei einer Flügelspannweite von ca. 1.700mm würde ich gerne jeglicher Art von Schwingung aus dem Wege gehen und dies sind im Moment die langen Antriebswellen (Torsionsschwingung) und die beiden Kegelradgetriebe (Drehschwingung) in den Gondeln
- als Fan von Riementrieben (geräuscharm, wartungsfrei) würde ich gerne auf die lauten Winkelgetriebe verzichten wollen
- zum Thema Kühlung sehe ich bei zwei Antrieben in den Gondeln ebenfalls deutliche Vorteile. Beim schweben trifft die "Abluft" der Rotoren auf dei Gondeln. Im leistungsintensiven Flugzeugmodus werden die Gondeln horizontal optimal durchströmt und gekühlt
- wenn man die Gewichte und Preise in Frage kommenden Motor / Regler Kombinationen vergleicht, schenken sich die Lösungen mit einem / zwei Antrieb(en) bei einer Gesamtleistung von 5-6 kW fast nichts
- über eine Redundante Antriebsvariante (2 Motoren mit mechanischer Verbindungswelle) habe ich auch nachgedacht, doch mit dieser Lösung wird das Modell mit Sicherheit am anvisierten Gewichtsziel vorbeirauschen - Nachteil: es gibt keine Autorotationsmöglichkeit (oder etwas vergleichbares)

--> mein erster Konstruktionsansatz wird somit mit zwei separaten Motoren / Reglern in den Gondeln starten. Ein zentraler Schwenkmechanismus (wie immer der auch aussehen mag) im Rumpf für beide Gondeln gemeinsam.

Aber auf jeden Fall mit dem Ziel die Akkus ebenfalls in den Gondeln unterzubringen. Zentrales Problem wird vermutlich der Platz in den Gondeln werden, aber lange Motorkabel mit zentraler Akkuversorgung im Rumpf möchte ich nicht (Spannungstoleranz in der Zuleitung, lange Kabel bedeuten zudem hohes Gewicht). Leistungstechnisch ganz vereinfacht also zwei 600/700-ter Antriebe in den Gondeln
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Stefan Reusch (05.01.2013)
Alt 05.01.2013, 10:55   #13
Stefan Reusch
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Hi,
Die ßberlegungen von dir machen auf jeden Fall Sinn!
Bin gespannt!
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Alt 05.01.2013, 11:40   #14
Taumel S.
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Zitat:
Zitat von beetlejuice Beitrag anzeigen
Vom Schwerpunkt her ist es die Frage, ob nicht weiter außen liegende Massen dämpfend wirken und das Ding flugstabiler machen...
Also nachdem das Ding gyrogeregelt wird, sollte der Regelkreis eher nicht gedämpft sein. Bei gewöhnlichen Helis führt dies zu Pendeln und Aufschaukeln (siehe die tausenden "Hilfe, mein Heck"-Threads).
Eine flugstabile Dämpfung ist meiner Meinung nach nur bei menschlich-manueller Steuerung von Vorteil. Kann mich aber auch irren.

Die anderen Argumente, warum er die Masse lieber in die Gondeln bringen will (Akkus und so), verstehe ich aber.
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Alt 05.01.2013, 15:23   #15
steidlmick
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OK, ich kann deine Argumente durchaus nachvollziehen. Insbesondere die Kühlungs-Frage ist mir auch durch den Kopf gegangen...

Zitat:
Zitat von klarisatec Beitrag anzeigen
@steildmick
- über eine Redundante Antriebsvariante (2 Motoren mit mechanischer Verbindungswelle) habe ich auch nachgedacht, doch mit dieser Lösung wird das Modell mit Sicherheit am anvisierten Gewichtsziel vorbeirauschen - Nachteil: es gibt keine Autorotationsmöglichkeit (oder etwas vergleichbares)
Bei einem mit so viel Aufwand konstruierten und gebauten Modell wäre mir aber die fehlende Redundanz zu unsicher.
Sobald es mit einer der Motor-Regler-Kombis Probleme gibt, ist der Flugzustand des Modells vermutlich kaum noch kontrollierbar. Daher hat ja auch die Osprey eine Verbindungwelle zwischen den Gondeln.
Das ließe sich mit zwei Rumpf-Motoren und einem zentralen "Mischer"-Getriebe vermutlich einfacher realisieren.

Ich verfolge weiter gespannt den Bericht und bin sehr gespannt, wie sich das letztlich technisch tatsächlich sauber umsetzen lässt und welche der zahlreichen Varianten sich realisieren lässt.
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Alt 05.01.2013, 15:33   #16
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Zitat:
Zitat von klarisatec Beitrag anzeigen
als Fan von Riementrieben (geräuscharm, wartungsfrei) würde ich gerne auf die lauten Winkelgetriebe verzichten wollen
Wie wäre es denn mit einem zentralen Motor der dann 2 Riemen (einen rechts, einen links) antreibt die dann durch die Flächen direkt auf die Gondeln/Rotoren gehen? Also quasi wie ein Heckrohr, nur eben nicht nach hinten sondern nach links und rechts. Vorteil: Keine Wellen, keine Winkelgetriebe. Ein 25er oder 30er Rohr als Träger für die Gondeln und den Schwenkmechanismus und in denen die Riemen laufen. Die wären sogar direkt noch als Flächenstreben zu gebrauchen. 90° Drehungen sind für die Riemen ja kein Problem (ist ja bei jedem Heckrotorantrieb eines normalen Heli so).
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Gruß,
Tom
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BuckDan (05.01.2013)
Alt 05.01.2013, 15:51   #17
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Hi,

Riemen ist einfach umzusetzen. Ich hätte bedenken wegen überspringen. Alle die es im Tandem mit Riemen versucht haben mussten feststellen dass es sehr schwer ist das ßberspringen zu verhindern.
Gruß
Stefan
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Alt 05.01.2013, 16:11   #18
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Zitat:
Zitat von Stefan Reusch Beitrag anzeigen
Riemen ist einfach umzusetzen. Ich hätte bedenken wegen überspringen. Alle die es im Tandem mit Riemen versucht haben mussten feststellen dass es sehr schwer ist das ßberspringen zu verhindern.
Habe mit Riemen in solchen Modellen keine Erfahrung. Hängt aber wohl auch immer von der Länge ab. Bei großen Längen ist ein Schwingungsdämpfer sicher sinnvoll. Und an den Riemenrädern entsprechende Andrückrollen (wie z.B. beim Voodoo).
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Gruß,
Tom
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Alt 05.01.2013, 21:37   #19
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@Tom
Interessanter Gedanke - doch lange Zahnriemen haben trotz allem auch eine gewisse Dehnung. Diese kann zu einer Art "Pulsation" Führen, welches die Gesamte Maschine ständig und immer wieder daueranregt. Desweiteren lässt sich ein so langer Zahnriemen nur schwer vollständig unter Last durch Führungsrollen berührungsfrei durch einen Rohrtunnel oder ähnliches führen.
Auch müsste einer der beiden Rotoren noch in der Richtung umgekert werden, denn bei dieser Lösung würden beide Rotoren den gleichen Drehsinn haben...

Gruß Markus
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Alt 05.01.2013, 22:16   #20
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Bevor es nun an die konkrete Antriebsauswahl und die Getriebeberechnung geht, habe ich mir Gedanken zu den Akkus gemacht.

Gängige, preiswerte Akkus (die auch bereits in meinen anderen Modellen zum Einsatz kommen) sind 6S Akkus. Gerne würde ich bei kleinen C-Raten bleiben, denn hohe Ströme sollten bei dem Scale Modell und richtiger Auslegung nicht zu erwarten sein (Loopings hatte ich nicht auf dem Flugprogramm... )

Um die geplanten Flugzeiten zu erreichen gehe ich im Moment von 4 Stück 6S Akkus mit jeweils 5000mAh aus. Bei zwei Gondeln jeweils als 12S Kombination verschaltet. Dies bedeutet beim geforderten Leistungsbedarf von max. 3kW pro Gondelantrieb einen max. Dauerstrom von ca. 56A pro Regler.

Als Rotordrehzahl werden 1.600 - 1.900 U/min benötigt werden, der optimale Wert muss hier mit Sicherheit in der Praxis erflogen werden.

Somit geht´s in den kommenden Tagen an die Berechnung des Getriebes. Je nach kV-Wert bzw. Gewicht des Motors und nach Größe des Getriebes (Riemenscheibe) steht nun die Entscheidung über ein 1- oder 2-stufiges Getriebe an.

Kennt von Euch irgend Jemand von Euch ein Modell (auch Plastikmodell), Pläne, Blaupausen oder DXF-files von der Rumpfgeometrie? Alles was im Internet zu finden war habe ich, direkte Anfragen beim Hersteller blieben leider bisher erfolglos - evtl. hat ja noch Jemand eine zündende Idee? Es wäre es toll, wenn er mir eine kurze PN schreibt, damit der Baubericht nicht völlig aus den Fugen gerät...

Gruß Markus
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