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Alt 10.01.2021, 15:47   #1
diabolotin
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Standard YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Seit ein paar Monaten habe ich den ersten YGE Regler in einem Heli eingebaut, dem Kraken 580. Danke an Daniel Gonzalez für seine viele guten Empfehlungen.

Damit erkannte ich die Zuverlässigkeit dieser Regler, bei gleichzeitig relativ wenig Gewicht. Die mir wichtigen Vorteile sind z.B. echter Antiblitz (wirklich kein Blitz), keine BEC mit Zwischenspannungs-Schritten beim Einschalten (und Takten bei starken stromhungrigeren Servos), relativ geringe Reglererwärmung und hervorragender Regelqualität, bei mir absolut auf Kosmik Niveau (das Heck steht still, kein Pendeln).
Und ganz wichtig, kein zusätzlicher Empfängerakku vorgeschrieben, zum internen Regler-BEC. Denn BEC steht für Battery Eliminator Circuit, und nicht für puffern mit Empfängerakku.

Als ich vor mehreren Jahren das Helifliegen begonnen habe, hatte ich schnell die super Performance bei den damals für mich besten Reglern, den Roten, erkannt. Und diese deshalb über viele Jahre eingesetzt.
Aber die Welt dreht sich weiter und neue Entwicklungen sind gekommen, in diesem Fall die Blauen Regler von YGE.
Die sich übrigens auch per Sender (VbarControl, Jeti, etc.) parametrieren lassen, z.B. Timing, Hochlaufgeschwindigkeit, BEC Spannung, Übersetzungsverhältnis, etc.

Folgende Helis habe ich seit meinem Kraken 580 mit YGE 155 Saphir (und Xnova 4025-1120) erfolgreich umgestellt:
(dieses Jahr gab es zu Weihnachten keinen neuen Helibausatz, sondern die Modernisierung des Bestandes )

Goblin 420
Der hatte bisher einen Jive 80 HV (und Xnova 3215-930), zusätzlich mit SM UnisensE und einer Antiblitz-Buchse.
Als ich auf etwas größere Flugakkus gewechselt habe, war der Platz mit dem UniSensE und dem Antiblitz sehr beengt.
Jetzt mit YGE 95 ist alles integriert, und in Summe sogar 30g leichter. Zudem kann ich nun die BK 8V Servos auch mit 8V versorgen, der Jive konnte maximal 6V (hatte auch gut funktioniert).
Die Goblin 420 fliegt perfekt, ist noch etwas leichter und macht wieder Spaß beim einfacheren Akku-Wechsel.

TDF 700
Da hatte ich zwei Mal Ausfälle mit zwei eingesetzten Kolibri 140LV und 6 Zellen (und Pyro 700-740 gewickelt).
Als damaliger Fan der Roten habe ich dann einen Kosmik 200 eingebaut, und alles hat wieder sehr zuverlässig funktioniert. Allerdings war dieser als 6-14 Zellen Regler daher auch vom Gewicht überdimensioniert. Zudem hatte ich eine starre Verbindung zu den ebenfalls starren Motorleitungen und das wo bei jedem Akkuwechsel der Regler bewegt wird.
Also nach meinen ersten guten Erfahrungen mit dem Saphir im Kraken 580, jetzt auch ein YGE 155 Saphir in den TDF. Funktioniert genauso gut wie der Kosmik 200, und kein TelMe und kein Antiblitz ist mehr nötig. Über 100g Gewichtsersparnis und kein Biegen der starren Motoranschlussleitungen.

Goblin BlackThunder 700 T-Line
Den hatte ich als Reste-Heli aufgebaut, für < 5kg, noch mit 6V Servos und HeliJive 120 (und Pyro 800-48). Hat gut funktioniert, allerdings waren die 6V Servos an der Grenze. Daher Wechsel auf 8V Servos und einen Regler der 8V BEC kann, den YGE 135 Aureus. Auch hier im Vergleich zum HeliJive 120 mit UniSensE und Antiblitzbuchse Gewicht gespart, bei super Performance.
Passt, die damit ermöglichten 8V Servos bringen jetzt noch mehr Präzision.

Goblin 700 Competition
Bisher mit Kosmik 200 (und Pyro 800-48) und TelMe und Antiblitz. Eigentlich gab es hier keinen wirklichen Grund zum Wechsel, aber ich wollte auch in meinem Top-Heli das neueste (und für mich beste) einbauen, also den YGE 205. Eingebaut, parametriert mit dem schönen USB-Adapter (nicht nur eingeschrumpft), auch hier super Motorlauf.
Gerade komme ich von den ersten Testflügen mit dem YGE 205 zurück, genauso perfekt wie der Kosmik 200, aber mit den oben genannten Vorteilen. Da ich zugleich auf die relativ leichten SLS 12s5000 65C gewechselt habe, hat sich das Gesamtgewicht von 5,6 kg auf 5,3 kg reduziert.
Der YGE 205 hat die Besonderheit, dass zwei BEC Leitungen (2x Plus, 2x Minus) und separat das Empfängersignal herausgeführt werden. Den Hintergrund habe ich noch nicht erkannt, möglicherweise besteht der Regler aus einer Opto-Variante mit zusätzlich integrierten sehr kraftvollem 12-30A BEC, um Störungen bzw. Spanungsabfälle auf den BEC Leitungen zu umgehen.

Generell meine ich, die Roten sind nicht schlechter geworden, aber die Blauen für mich besser.

Jetzt habe ich doch etwas mehr geschrieben, als eigentlich beabsichtigt. Ich wollte einfach meine Begeisterung kund tun und die super Performance des zweiten deutschen/europäischen Herstellers mit meiner praktischen Erfahrung aufzeigen. (wem es Zuviel ist, einfach nicht lesen )

P.S. Ich habe weiterhin 4 Rote Regler erfolgreich im Einsatz: Jive 100, Jive Pro 120, Kosmik 200, Kosmik 250; und die bleiben vorerst auch.
_____________________________
Grüße Udo
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Geändert von diabolotin (10.01.2021 um 15:54 Uhr)
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Alt 10.01.2021, 16:05   #2
Till
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Standard AW: YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Sehr interessant. Wie sieht es denn mit der Regelung aus, stimmt dass erst bei 50% des Gaskanals die Drehzahl geregelt wird ?
Beim Kosmik finde ich die Anschlusslaschen auch sehr praktisch, einfach Buchsen mit Gewinde dranschrauben, dann gehen die Motoranschlusskabel mit Stecker im meistens optimalen 90 Gradwinkel ab, die rausgeführten Kabel beim YGE finde ich unpraktischer. Telme habe ich auch nicht mehr verbaut, den Kosmik kann man direkt an das Spirit koppeln.
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Alt 10.01.2021, 16:11   #3
diabolotin
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Standard AW: YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Der YGE läuft auch gut mit 50% und darunter.
Jedoch macht das bei meinen Einsätzen keinen Sinn. Denn wenn der Rotor in der oberen Drehzahl z.B. 2.000 1/min dreht, macht es mir schon mit 50% und ca. 1.000 1/min keinen Spaß.
Meine untere Drehzahl ist typischerweise ca. 20-30% kleiner als die obere, also z.B. 2.000 und 1.400.
Da ich kein Spirit-FBL habe, kann ich zu dieser speziellen Lösung nichts sagen.
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Grüße Udo
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Alt 10.01.2021, 16:15   #4
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Das wäre dann aber schon ein Nachteil, ich fliege z.B. sehr gerne mit niedrigen Drehzahlen um 1000U., die max. Drehzahl mit 1800U.- das wäre dann mit YGE schon nicht möglich..
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Alt 10.01.2021, 16:17   #5
diabolotin
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Zitat:
Zitat von Till Beitrag anzeigen
Das wäre dann aber schon ein Nachteil, ich fliege z.B. sehr gerne mit niedrigen Drehzahlen um 1000U., die max. Drehzahl mit 1800U.- das wäre dann mit YGE schon nicht möglich..
Bei mir sind 50% von 1.800 dann 900.
Jeder wie er möchte. Ich will keinen bekehren, nur meine Erfahrungen zeigen.
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Grüße Udo
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Alt 10.01.2021, 16:28   #6
Till
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Standard AW: YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Da ist was dran . Getriebeauslegung muss dann aber passen. Probiere ich auch mal aus, aber nicht bevor meine "roten" kaputt sind
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Alt 10.01.2021, 16:57   #7
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Zitat:
Zitat von Till Beitrag anzeigen
aber nicht bevor meine "roten" kaputt sind
Warum sollten die kaputtgehen?
Vermutlich genausowenig wie die YGE!
Die, die kaputt gehen, haben eine andere Farbe ...
_____________________________
Grüße, Micha

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Alt 10.01.2021, 19:34   #8
Kirneh
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Standard AW: YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Nach einem Systemwechsel (HOTT > VBCT) hatte ich dann keine Lust auch noch in zig TELME-Module für die ohnehin schon teuren Regler zu investieren. Inzwischen sind in allen neueren Modellen die blauen Regler drin. Ein paar rote laufen noch bei mir...auch gut und zuverlässig.
Heute morgen habe ich meinen Kraken 580 mit Aureus zum leben erweckt und war wieder happy, wie schnell und einfach die Einrichtung funktioniert hat. Kein gepiepe mehr...einfach gut gelöst. Vor allem die TELME-Module haben mich dazu gebracht mich umzusehen.

Vor allem vom Aureus 135 im Kraken 700 bin ich immer wieder überrascht, was da an Leistung durchgehen kann.

Gruß
Henrik
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Alt 10.01.2021, 20:05   #9
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Standard AW: YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Was mich auch bei anderen Herstellern genervt hat, ist kein vernünftiges soft cutoff.
Normal benötigt man diesen zwar nicht oder man schaltet die Abschaltung ganz ab, aber wenn die Spannung in den Keller geht finde ich es schöner der Regler regelt langsam runter und nicht plötzlich oder noch schlimmer der BEC schaltet auch gleich aus. Auch bei Überlastung und hohen Temperaturen ist das alles bei den YGE sehr gut gelöst, und zwar auch schon in den Standardeinstellungen!

Ist zwar nicht billig, aber eine sehr gute Investition, auch falls man irgendwann das Sender-System wechsel will.
Die Telemetrie ist schon klasse.
Auch das er sich die verbrauchte Akku-Kapazität über ein Abschalten hinaus merkt.
_____________________________
Grüße, Micha

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Alt 11.01.2021, 09:16   #10
Blaichi
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Standard AW: YGE Regler, meine praktischen Erfahrungen damit

Weil es grad schön dazu passt - hab für den RAW nen YGE 205 in Schwarz bestellt. Kenne mich mit den YGE-Telemetrie-Reglern eigentlich ganz gut aus, habe davon einige in Flächenmodellen an Jeti in Betrieb. Heli fliege ich allerdings mit VBC-T, da hatte ich bisher noch keinen YGE(T) in Verwendung. Brauche ich für die V-Bar Control noch irgendwelche zusätlichen Kabel für die Telemetrie, etc.?
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