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Young , Arthur Middleton Young , Arthur Middleton

Young , Arthur Middleton

 
Eingetragen von Tobi Gräf, 28.02.2013 17:34 Uhr

Letzte ßberarbeitung von Tobi Gräf, 01.03.2013 17:51 Uhr
*3.11.1905 in Philadelphia, +30.5.1995.
Artur M. Young studierte ab 1927 in Princeton Mathematik und wandte sich ab 1929 der Hubschrauberentwicklung zu. Zu diesem Zweck besuchte er alle größeren Bibliotheken der USA und las alles, was zu diesem Thema zu finden war nach. Young bemerkte recht schnell, dass die prinzipielle Instabilität von Rotoren das Hauptproblem im Handling mit Hubschraubern darstellte.
In der Scheune des Familiären Anwesens richtete sich der exzentrische Young 1930 eine kleine Werkstatt ein, und begann erste Versuchsmuster zu konstruieren. Bei seinen ersten Versuchen experimentierte er nur mit Schlaggelenken und Pendelköpfen, stellte aber schnell fest, dass diese Konstruktionen die Flugstabilität nicht wirklich verbesserten.
Young kam auf die Idee, eine knochenförmige, frei bewegliche Gewichtsstange ( Flybar) am Rotorkopf zu montieren, welche die Rotorblätter direkt ansteuern konnte. Die Gewichtsstange wirkte wie ein Kreisel und behielt stets Ihre LAge im Raum bei, wenn der Rumpf im Bezug zur Fylbar ausgelenkt wurde, so steuerte diese den Rotorkopf automatisch in die Waagerechte zurück.
Mit dieser Erkenntnis baute Young 1939 sein erste elektrischen (!) ferngesteuerten (über eine Kabelsteuerung) und ungefesselten Modellhubschrauber in Heckrotorkonfiguration.
Bei diesem Hubschrauber war die Flybar durch einen massiven Diskus ersetzt, welcher sich 13 mal Schneller als der Rotor drehte und somit für enorme Stabilität sorgte. ßber eine Taumelscheibe konnte der Diskus aus seiner horizontalen gesteuert werden, somit war eine zyklische Steuerung möglich. Die Höhe wurde über eine Drehzahlerhöhung des Hauptmotors gesteuert. Der Heckrotor wurde von einem zweiten Motor angetrieben, welcher über einen einfachen mechanischen Kreisel in seiner Drehzahl gesteuert wurde.
Das System funktionierte auf Anhieb so gut, dass Young sofort die volle Kontrolle über sein Modell hatte.
Mit diesem Modell für Young im Jahre 1941 nach Buffalo zum Flugzeughersteller Larry Bell . Dieser war sofort überzeugt von dem einleuchtend einfachen Stabilisierungssystem und finanzierte ab 1942 die Entwicklung des Prototypen der Bell 30, allerdings mit Flybar anstelle des Diskus. Dies war die Geburtsstunde der Bell Stabilisierung.
Ab 1942 begann Young mit einem 5 köpfigen Team die Entwicklung der Bell 30, in einer diskreten Lagerhalle in Gardenville NY.
Aus diesem Prototypen entstand später die Bell 47 an deren Entwicklung Young ebenso beteiligt war.
Trotz des Erfolges diente diese Entwicklungsarbeit für Young eher dem Zweck, finanziell unabhängig zu werden, um sich ungestört seinen eigentlichen Traum, der Arbeit an philosophischen, cosmologischen und psychologischen Themen zu widmen.
Nach der Bell 47 zog sich Young deshalb komplett aus dem Hubschraubergeschäft zurück.

Strenggenommen gebührt also Arthur M. Young die Ehre, erfolgreich den ersten ferngesteuerten Flug mit einem Modellhubschrauber bestritten zu haben.

Wer interesse an den ersten Flügen Youngs hat : Birth of the Bell Helicopter.mpg - YouTube

Hier noch ein Bild eines Modells der Bell 47 G II und eines Bell Rotorkopfes zu finden an einem ganz frühen Jet Ranger von Kavan und der Kopf einer echten Bell UH 1 zu sehen in der Flugwerft Schleißheim:

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