Heute habe ich zur Abwechslung ein paar Drehteile gefertigt und zwar einen Teil der Halterung für den Riemenspanner, ein Distanzstück und einen Messing Paßring.
Das Goblin "Lagerrohr" habe ich doch behalten, aber um dieses Teil befestigen zu können musste ein Drehteil angefertigt werden, in dem es mit einer M3 Querschraube gesichert wird. Grundsätzlich hätte das problemlos funktioniert, nur habe ich übersehen, das bei Originalverwendung eine M3 Schraube durch das Lagerrohr geführt wird bzw. sich darin kein Gewinde befindet. Diese durchgehende Schraube verhindert beim Goblin das der kugelgelagerte Spannerarm nicht herunterrutschen kann, wäre aber mit meiner Querschraube kollidiert. Nachdem dieses Lagerrohr aber nur etwa zur Hälfte mit 3mm und die Restlänge mit knapp 5mm Durchmesser verbohrt ist, konnte ich von innen eine M3 Schraube durchstecken und außen mit einer Mutter sichern. Den Schraubenkopf der M3 Inbusschraube musste ich geringfügig kleiner drehen damit er in die 5mm Bohrung schlüpfte. Am oberen Ende des Lagerrohrs, dort wo meine Querschraube durchgeführt wird, sind 4mm Querbohrungen vorhanden, durch die ich eine Messing Distanzbuchse passend zur M3 Schraube führte.
Für diese kleine Distanzbuchse kam meine weit über 50 Jahre alte Emco Unimat SL nach längerer Zeit wieder einmal zum Einsatz...
Unterm Strich wäre die Anfertigung einer neuen Lagereinheit ohne das Goblin Teil auch kein größerer Aufwand gewesen, aber darum geht es ja nicht...
Jetzt fehlt noch ein Montagewinkel, dann ist die Spannereinheit wieder komplett.
Das andere Alu Drehteil ist nur ein Distanzstück in dem sich ein Axiallager befindet, das zwischen den Riemenrädern für Haupt- bzw. Heckantrieb montiert wird. Vielleicht ist es nicht erforderlich, aber bei Autorotation trennt es die beiden Riemenräder voneinander. Durch den Winkel des Heckantriebsriemens relativ zur Hauptrotorwelle bzw. zur Winkelkorrektur wäre eine recht dicke Distanz erforderlich gewesen, das Axiallager hat schon eine gewisse Dicke und das war der Grund es einzubauen. Auf der anderen Seite der Antriebsriemenscheibe, nämlich zum Rotorwellenlager hin, gibt es kein Axiallager. Technisch gesehen ist das m.E. nicht ganz optimal, aber hier auch ein Axiallager unterzubringen wäre mir zu viel Umbauaufwand und Autorotation soll außer nach der Landung nach dem Abstellen des Motors eigentlich eh nicht vorkommen...
Der Messing Paßring wurde zwischen unterem Rotorwellenlager und Antriebsriemenscheibe eingebaut um die Lage zum Motorritzel anzupassen.

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