Servus,
also ich möchte da jetzt auch mal meinen bescheidenen Senf dazu geben.
Flieg jetzt auch schon viele Jahre RC Helis, aber halt kein 3 D. Nur einfachen Kunstflug.
Habe mich dann endlich dieses Jahr dazu durchgerungen, den echten HeliSchein zu machen. Hätte ich schon vor 20 Jahren machen sollen !!! War halt ein großer Lebenstraum.
Geschult habe ich auf Robinson R22 und auch auf R44. Schulung ist meines Erachtens nur auf R22 bezahlbar. Und da reicht's schon!!!
Also mein Fluglehrer, ca. 2500 Std., hat gesagt, daß man bei mir merkt, daß ich von der Materie schon eine gewisse Ahnung habe durch meine Modellhelis.
Das Steuern ist schon was anderes, da der kleine Robbi ziemlich fickrig reagiert. Man braucht da ungefähr ne Stunde, bis man das einigermaßen im Griff hat. Dann kann man den Heli in einem groben 5m Quadrat halten. Aber noch nicht zu denken an Start und Landung!
Hoverübungen sind natürlich am Anfang schon nicht gerade einfach, da man nur kleinste Knüppelbewegungen machen darf. Ansonsten schaukelt sich die Kiste auf und dann ist es ruck zuck vorbei, vor allem im R44. Der ist zwar an sich gutmütiger, aber wenn er sich aufschaukelt, dann hat man richtig zu tun.
Kumpel von mir macht zur Zeit seinen Schein. Ist aber ein Naturtalent. Kann nach 2 Stunden auf der stelle schweben und nach 4 Stunden starten und Landen. Kommt aber von der Fläche ( letztes Jahr Prüfung gehabt ). Hat sein cheffi bezahlt. Sowas ist aber selten.
Geradeaus fliegen ist mit Sicherheit nicht schwer, aber das macht nicht das Helifliegen aus. Vor allem beim Start und dem nachfolgenden Beschleunigen im ßbergangsauftrieb ist ordentlich Fußarbeit gefragt. Ab ca. 45 Knoten liegt dann am Heck soviel Anströmung an, daß es wieder leichter wird.
Und genau diese Wechsel sind für nen Anfänger die Schwierigkeit, hier wieder umzuswitchen.
Dann das gesamte Drumherum mit Wetter, Flugplanung, Aerodynamik, Erkennen von gefährlichen Flugzuständen, das bekommt man natürlich erst mit steigender Stundenzahl.
Auch ich möchte nicht unbedingt einen Motorausfall im Flug haben, obwohl man das in der Flugschule bis zur geistigen Verblödung macht. Aber im Ernstfall hat man dann die Arschbacken schon angezogen. Zitat " Wenn Du im Ernstfall nach ner scharfen Autorotation noch aussteigen kannst, dann hast Du Deine Sache gut gemacht "
Gilt in erster Linie für den R22. Andere Muster, wie Hiller oder Hughes 300 oder Bell UH1 D verhalten sich aufgrund der schwereren Blätter schon gutmütiger.
Zum Punkt, was ist schwieriger, RC Heli oder echt, ist schwierig zu beantworten. Mein Fluglehrer sagt, er könnte keinen RC Heli fliegen und tut sich am Sim auch schwer. Kommt halt noch aus der analogen Fraktion ( ß 50 )
Aber im echten Heli ein begnadeter Typ. Beim Echten ist halt noch viel drum rum. Und: bei Fehlern muß man sie auch selbst ausbaden 


Laut seinen Aussagen sind Modell Piloten und Baggerfahrer für's Heli Fliegen prädestiniert, da sie koordinatorisch einfach besser drauf sind.
Und der Kollege von den Heeresfliegern wird das alles sicherlich besser kommentieren können, da die Jungs ja extrem viel trainieren, auch im echten Simulator und natürlich auch heiße Sachen wie Tiefstflüge und so machen. Da träumen wir private davon. Wär schon geil gewesen mit 18 zu den Heeresfliegern und dann in 1m Höhe mit 100 Knoten durch die Prärie kacheln. Geeiiiilll!!!!!!!!
Servus
Markus
PS: Der immer noch Respekt vor beiden Fluggeräten hat

Ich träum' da jahrelang von bloss mal ansatzweise in einem echten Heli zu riegeln und Du erzählst mir so nebenbei,ne echte Kamov mit Sternmotoren gesteuert zu haben! Wahnsinn !!


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