Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

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  • Vicente_cgn
    Member
    • 19.03.2009
    • 635
    • Thomas
    • MFV Dorsfeld, Kerpen

    #1

    Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

    Hallo zusammen!

    Ich habe gerade aufgrund des "tollen Flugwetters" () nochmal den Rotorkopf meines TDR's überprüft um ggf. noch irgendwas vor dem Erstflug zu optimieren und dabei bin ich auf ein Phänomen gestoßen, welches ich mir nicht erklären kann:

    Die Einstellung bei 0° Pitch passt. Beide Rotorblätter haben maximal 0.2° Abweichung, das habe ich sowohl über'm Heck als auch über der Nase mit 'ner Bevelbox gemessen, welche zuvor am Zentralstück genullt wurde.

    Bei Maximum- und Minimumpitch stelle ich nun aber größere Differenzen fest - da messe ich zwischen beiden Blätter an der selben Position (Heck, Nase) einen Unterschied von bis zu 0.7°.

    Der Messunterschied ist reproduzierbar. Wie kann sowas sein? Die Blattanlenkung steht ja jedesmal an der gleichen Stelle über der Taumelscheibe - selbst wenn ich diese nicht perfekt eingestellt hätte, dürfte da keine Differenz auftauchen.

    Wer kann mir das Phänomen erklären? Und kann ich den Erstflug trotzdem angehen oder resultiert das in zu starken Vibrationen?

    Noch 'ne kurze Info zum Gerät: TDR, TS-Servos BLS451, V-Stabi 5.1 Expert, Radix 710mm


    Vielen Dank und schönen Sonntag wünscht Euch
    Thomas
  • rotation
    Member
    • 14.03.2011
    • 533
    • Jan
    • Bensheim / Wildflieger Mannheim

    #2
    AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

    Hi,
    ich kann mir das nur so vorstellen: Beide Anlenkungen sind nicht 100% gleich lang. Solange 0° Pitch anliegt, hat man fast 90° zwischen Blatthalterarm und Anlenkung, geringe Längendifferenzen machen sich nur in geringen Winkeldifferenzen am Blatt bemerkbar. Gegen min und max Pitch wird der Winkel deutlich kleiner / größer und dann kann eine geringe Längendifferenz größere Winkeldifferenzen verursachen...
    Für den Erstflug sollten 0.2 Grad um 0° Pitch absolut reichen. Die genaue Länge der Anlenkung sollte sich aus einem sauberen Spurlauf ergeben. Also beim Schweben mal darauf achten, notfalls nachstellen. Viel Spass mit dem Gerät!

    Grüße
    Jan
    [FONT="Trebuchet MS"]Heli: Nemesis 780, TDRex 3.1, TDRex 550
    Sender: DX8[/FONT]

    Kommentar

    • webGandalf
      webGandalf

      #3
      AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

      Für mich könnten da auch unterschiedliche Servopositonen bei der Selektirung in Frage kommen. Dadurch wäre dann der Drehweg am Servo nicht exakt gleich, was sich in unterschiedlichen Höhen der Anlenkpunkte auswirken würde. Nicht viel, aber 0.35 Grad könnten das wohl schon sein. Das wäre dann die Differenz von 0.7 Grad zwischen beiden Blättern. Dabei können sogar die beiden Anlenkstangen gleich lang sein.

      Wenn die Anlenkstangen wirklich gleich lang sind, muss bei der Selektierung der Servos darauf geachtet werden, dass wirklich ein Rechter Winkel zwischen Servohorn und Anlenkstange herrscht. Dazu am besten wirklich ein Winkelmesser einsetzten. Von Auge bekommt man das nicht genügend genau hin. Das Horn so genau aufsetzen wie möglich und so wenig wie nur nötig über die Sub-Trimmung in der Funke arbeiten.

      Möglicherweise ist Dir das aber ja schon bekannt.
      Zuletzt geändert von Gast; 14.08.2011, 13:24.

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      • Stephan Lukas
        lipoblitzer.de
        Hersteller Tuningteile
        • 02.01.2008
        • 4134
        • Stephan
        • etwas östlich von Berlin...

        #4
        AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

        Hallo,

        hast du die Servomitten im Stabi exakt eingestellt? Und in der Funke auch neg. und pos. Pitch auf 100%?

        Du kannst auch im Stabi dann pos. und neg. Pitch getrennt einstellen - ich weiß nur nicht, ob das auch im "Express" geht...

        edit: mit der Subtrimmung der Funke darf man beim Stabi auf keinen Fall arbeiten, das geht sonst in die Hose ,

        Grüße Stephan
        Lipoblitzer und vieles mehr

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        • webGandalf
          webGandalf

          #5
          AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

          Zitat von Stephan Lukas Beitrag anzeigen
          edit: mit der Subtrimmung der Funke darf man beim Stabi auf keinen Fall arbeiten, das geht sonst in die Hose ,
          Okay, da hast Du natürlich recht. Das muss dann im Stabi entsprechend gemacht werden.

          Kommentar

          • Vicente_cgn
            Member
            • 19.03.2009
            • 635
            • Thomas
            • MFV Dorsfeld, Kerpen

            #6
            AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

            Hallo zusammen!

            Erstmal "Vielen Dank!" für Eure Antworten. Bis auf die Antwort von Jan ("rotation") kann ich jedoch leider nicht so recht nachvollziehen, was Ihr meint.

            Was den rechten Winkel zwischen Servo und Gestränge zur Taumelscheibe angeht habe ich in den letzten zwei Jahren schon beim Einstellen meines T-Rex 500 ESP eine Menge darüber gelernt. Ich bin also kein Neuling auf dem Gebiet.

            Wieso nun jedoch die Stellung der Servos oder der Taumelscheibe überhaupt eine Rolle bei dem von mir beschriebenen Phänomen spielen soll ist mir nicht klar.

            Ich versuche den "Versuchsaufbau" nochmal genau zu beschreiben:
            - Ich gebe 0 Pitch
            - Ich drehe Blatt 1 über das Heckrohr und messe den Anstellwinkel
            - Ich drehe Blatt 2 über das Heckrohr und messe den Anstellwinkel
            - Die Anstellwinkel-Differenz zwischen Blatt 1 und Blatt 2 beträgt ca. 0,2°
            - Ich gebe maximum Pitch
            - Ich drehe Blatt 1 über das Heckrohr und messe den Anstellwinkel
            - Ich drehe Blatt 2 über das Heckrohr und messe den Anstellwinkel
            - Die Anstellwinkel-Differenz zwischen Blatt 1 und Blatt 2 beträgt ca. 0,7°

            Diese Differenzen dürften doch, misst man sie immer an der gleichen Position (über dem Heckrohr) einzig und alleine durch das Gestänge zwischen Taumelscheibe und Blatthalter beeinflußt werden, oder? Insofern leuchtet mir Jan's Antwort ein, weshalb die Differenz bei Maximum-Pitch plötzlich größer wird. Würde es hier um die Differenz der Messungen zwischen Nase und Heckposition gehen würde ich Euch natürlich Recht geben - dann liegt's an der Taumelscheibe die bei maximum Pitch nicht mehr waagrecht ist.

            Noch eine Korrektur: Ich meinte nicht V-Stabi 5.1 "Expert" sondern das heißt hier ja "Pro".

            @Stephan: die V-Stabi Einstellungen sollten alle passen - ich habe nach den Onlineanweisungen sowie den Empfehlungen im TDR-Handbuch gearbeitet. Da dies jedoch mein erster FBL-Heli ist würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen. Aber wie oben beschrieben wüßte ich auch nicht wie das der Auslöser meines speziellen Problems sein könnte.

            Viele Grüße,
            Thomas
            Zuletzt geändert von Vicente_cgn; 14.08.2011, 14:44.

            Kommentar

            • webGandalf
              webGandalf

              #7
              AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

              Zitat von Vicente_cgn Beitrag anzeigen
              Was den rechten Winkel zwischen Servo und Gestränge zur Taumelscheibe angeht habe ich in den letzten zwei Jahren schon beim Einstellen meines T-Rex 500 ESP eine Menge darüber gelernt. Ich bin also kein Neuling auf dem Gebiet.
              Das wollte ich Dir auch auf keinen Fall unterstellen.

              Wie Du vorgehst habe ich schon richtig verstanden.
              Interessieren würde mich, ob den Kopf mit einer TS-Leere eingestellt hast, und wenn ja auch Max- und Min-Position?

              Zitat von Vicente_cgn Beitrag anzeigen
              Wieso nun jedoch die Stellung der Servos oder der Taumelscheibe überhaupt eine Rolle bei dem von mir beschriebenen Phänomen spielen soll ist mir nicht klar.

              ...

              Diese Differenzen dürften doch, misst man sie immer an der gleichen Position (über dem Heckrohr) einzig und alleine durch das Gestänge zwischen Taumelscheibe und Blatthalter beeinflußt werden, oder? Insofern leuchtet mir Jan's Antwort ein, weshalb die Differenz bei Maximum-Pitch plötzlich größer wird. Würde es hier um die Differenz der Messungen zwischen Nase und Heckposition gehen würde ich Euch natürlich Recht geben - dann liegt's an der Taumelscheibe die bei maximum Pitch nicht mehr waagrecht ist.
              Das auf was ich anspreche liegt in der Drehung des Servos begründet. Eine Drehbewegung um einen bestimmten Winkel ergibt nicht den selben vertikalen Weg. Wenn also in selektiertem Zustand nur die eine Anlenkstangen eine Tangentiale zur Drehbewegung darstellen, die andere aber nicht, werden die beiden Anlenkstangen bei gleichem Drehwinkel des Servos nicht den selben vertikalen Weg machen, was folglich zu einem unterschiedlichen Blattanstellwinkel führen würde.

              So wie Du jetzt aber schreibst gehe ich davon aus, dass Deine TS oben und unten sauber waagerecht liegt, und da würde ich dann auch eher von unterschiedlich langen Anlenkstangen ausgehen. Wobei natürlich auch hier wieder diese ßbersetzung von einer linearen Bewegung (Anlenkstange) auf eine Drehende Bewegung (Blatthalter) vorhanden ist. Da werden Längendifferenzen dann dann verstärkt oder abgeschwächt, je nach ausgeführtem Bewegungsbereich.

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              • Vicente_cgn
                Member
                • 19.03.2009
                • 635
                • Thomas
                • MFV Dorsfeld, Kerpen

                #8
                AW: Nicht erklärbares Phänomen bei Einstellung FBL-Kopf

                Zitat von webGandalf Beitrag anzeigen
                Das wollte ich Dir auch auf keinen Fall unterstellen.

                Wie Du vorgehst habe ich schon richtig verstanden.
                Interessieren würde mich, ob den Kopf mit einer TS-Leere eingestellt hast, und wenn ja auch Max- und Min-Position?
                Hi Dieter!

                Nichts für ungut - das habe ich auch nicht als Unterstellung aufgefasst. Aber wie soll man seinen Gegenüber hier im Forum auch korrekt einschätzen wenn man Ihn nicht persönlich kennt.

                Bei dem TDR sind zwei unterschiedlich dicke TS-Lehren dabei mit denen man Minimum- , Null- und Maximumpitch einstellen kann. Das habe ich natürlich nach bestem Wissen und Gewissen getan.

                Jedenfalls: So wie ich das Jan's Post entnehme muß ich mir bei dem Erstflug keine Sorgen machen, daß die Vibrationen das V-Stabi zu sehr irritieren und werde einfach mal nach dem Spurlauf schauen und ggf. korrigieren.

                Damit sind alle Fragen zu meiner völligen Zufriedenheit beantwortet - vielen Dank Euch allen!

                Thomas

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