warum verwendet man eigentlich beim Modellheli keine verschränkten Blätter die innen einen höheren Anstellwinkel haben als außen? Zumindest für Rund- und Scaleflug müsste das doch eigentlich zu spürbar längeren Flugzeiten führen.
Und fertigungstechnisch dürfte das doch auch kein echtes Problem sein, oder?
Nein, ich glaub, er meint Blätter, die innen einen höheren Anstellwinkel haben als außen. Würde mich auch interessieren, ob "nur" Kostengründe ausschlaggebend sind, dass es diese nicht gibt.
Es _könnte_ sein, dass es daran liegt, dass wir bei unseren kurzen Blättern keine Festigkeits-/Stabilitätsprobleme haben.
1:1-Blätter unterliegen ja sehr großen Kräften, die sie z.B. im Ruhezustand schon durchhängen lassen. Da könnte es ratsal sein, sie bei hohen Umdehungszahlen am Blattaußenende nicht übermäßig "steigen" zu lassen.
Kurt, sonst keine Ahnung vom Thema
Bauberichte und viele Fotos auf meiner Homepage - siehe dazu im Profil
Hallo Kurt,
sorry, aber die Schränkung hat damit gar nix zu tun!
Mit einer Schränkung versucht man eine gleichmäßigere Auftriebsverteilung zu erreichen. Man will aus dem inneren Blattbereich mehr Auftrieb kriegen, da hier im Vergleich zu aussen eine geringere Anströmgeschwindigkeit herrscht. Daher innen ein größerer Anstellwinkel als aussen.
Man will aus dem inneren Blattbereich mehr Auftrieb kriegen, da hier im Vergleich zu aussen eine geringere Anströmgeschwindigkeit herrscht. Daher innen ein größerer Anstellwinkel als aussen.
Man kanns aber auch von der anderen Seite betrachten: Man will außen einen geringeren Auftrieb erreichen, weil er bei linearem Anstellwinkel zu hoch wäre.
Kurt
Bauberichte und viele Fotos auf meiner Homepage - siehe dazu im Profil
Habe ich mich auch schon gefragt... Bei den echten gibts das doch auch nicht? Könnte mir vorstellen, dass es beim schweben nützlich ist, aber wie sieht es den aus beim vorwärtsflig. Dort verschiebt sich ja der auftriebspunkt auf der Blattfläche (oder wie man dass schonwieder nennt).
Man kanns aber auch von der anderen Seite betrachten: Man will außen einen geringeren Auftrieb erreichen, weil er bei linearem Anstellwinkel zu hoch wäre.
Hallo zusammen
Bei einem großen Heli habe ich es mit einer viel größeren Flächenbelastung der Rotorkreisfläche zu tun. Da macht es durchaus Sinn eine möglichst gleichmäßige Auftriebs (und Widerstand-) verteilung zu erreichen. Dazu kommt der Umstand das ein Großer im normalen Marschflug nicht nahe der 0-Grad Linie betrieben wird. Beim Modell führt die Verringerung des Anstellwikels zu einer Erhöhung des Widerstandes. Ein Teil des Rotorblattes ist positiv, der Andere negativ und die Mitte ist neutral. Das verschlechtert für unser Flugprofil den Wirkungsgrad mehr als die Schränkung der Blätter ihn verbessern kann. Man kann die Rotorverhältnisse deutlich bei einer AR sehen. Der Modellheli kann noch hovern vor dem Aufsetzen, der Große muß ausrollen(rutschen).
mfG
Norbert
Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
in Ergänzung zu Norbert:
Bei den "Großen" ist eine Schränkung der Blätter üblich.
Das hat - wie schon erwähnt - einerseits mit der Flächenbelastung zu tun, wird aber andererseits erst dadurch möglich, dass "Große" für bestimmte Einsatzbedingungen ausgelegt werden (können).
Ein manntragender Hubschrauber hat vorrangig das Ziel Entfernungen mit einer bestimmten Marschgeschwindigkeit zurückzulegen. Die Auslegung wird dadurch stark eingegrenzt, eine Optimierung macht daher Sinn.
Bei Modellhelis ist das Geschwindigkeitsspektrum voll ausgeschöpft. Was machbar ist, wird auch gemacht. Eine Schränkung kann jedoch nur für den Schwebeflug und/oder einen bestimmten Flugzustand abdecken. Auch wäre die Schränkung im Rückenflug kontraproduktiv. (Große können keinen echten Rückflug)
Eine Schränkung zur Reduzierung der erforderlichen Energie ist nicht notwendig, da wir ohnehin mehr als reichlich davon haben (im Gegensatz zu den Großen).
ßbrigens gabs schon Ende der 80er, Anfang 90er Versuche mit geschränkten Blättern (auch mit unterschiedlichen Profilen an Wurzel und Spitze)...
Einzige Ausnahme: Die kleinen Koax haben i. d. R. geschränkte und zugespitzte Blätter. Hier ist das ohne Probleme möglich, da sich die sowieso meist im Schwebeflug befinden und Kunstflug (nahezu) ausgeschlossen ist.
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