Hallo,
da ich neugierig bin und auch noch unwissend, wollte ich wissen, warum bei vielen
Helis die Hauptrotorwelle hohl ist.
Am Gewicht sollte es ab den 3 kilo Helis ja nicht liegen.
Diese Frage stelle ich, da ich mir die Wellen normalerweise selbst "bastle",
nur Rohre mit gutem Rundlauf und ausreichender Wandstärke erhalte ich höchstens
im 6m Stangen.
MfG. Christian
Also der grund ist doch das Gewicht.
Sicher bringt alleine eine Hole Welle nicht die super Gewichtsersparnis aber die summe der Elemente (CFK-Seitenteile, CFK Kufengestell, CFK-Heckrohr ...) ist dann doch irgendwann ausschlaggebend.
Rein Festigkeitsmüßig bringt eine Hole welle eher nachteitle. Das muss dann jeder für sich selber entscheiden.
:tongue:
Grund Nummer 1 ist sicherlich das Gewicht.
aber Grund Nummer 2 ist die Festigkeit !!!
Entgegen CRASHERS Ausage sind Hohlwellen nämlich bei gleichem Material wie eine Vollwelle Biegefester. Ich bin leider nicht in der Lage den genauen physikalischen Zusammenhang zu erklären.
Aber die Natur macht es uns vor. Bambus z.B. ! Ein Rohr das zig Meter lang werden kann. Eigentlich bestehen alle Pflanzenhalme aus parallelen Röhren.
Vielleicht haben wir ja einen Physiker der uns mal ein bischen aufklärt.
Gruß
Christian
Schaut doch mal vorbei: www.mfc-langenhagen.de [br]oder hier: http://www.f3c-heli.de
Es ist schon richtig wie Christian schreibt. Hohle Wellen sind biegefester. Ich bin zwar auch kein Physiker, aber ich könnte mir volgendes vorstellen warum das so ist.
Wenn ich ein volles Material biege, dann liegt der Biegeradius genau im zentralen Mittelpunkt. Also so drei Biegepunkte. 1. Außenseite A, 2. Mittelpunkt, 3. Außenseite B.
Wenn ich aber ein Rohr biegen will, dann habe ich einen weiteren Biegepunkt, nämlich die auf der Innenseite der Rohre.
Das Material muß also um 4 Punkte gebogen werden. Dazu kommt noch, daß ich es über einen definierten Teil strecken und stauchen muß. Dieser Teil ist der Rohrdurchmesser innen, den ich bei einem Vollmaterial zwar auch habe, dieser ab ebenfals in dem zentralen Mittelpunkt liegt.
"The rotor is just a big fan on top of the helicopter used to keep the pilot cool. When it stops, you can actually watch the pilot start sweating."
bin zwar auch kein Experte auf dem Gebiet, habe aber bei der Dimensionierung von Rohrholmen von Segelfliegern mal einiges rumgerechnet. Wenn ich mich recht erinnere war das so:
Ein Rohr ist absolut gesehen weniger biegefest als Vollmaterial. Beispiel: 10mm Vollwelle ist natürluch stabiler als 10mm Hohlwelle. Ein einfaches Experiment zum Beweis: Man nehme ein Messingrohr und biege es, bis es abknickt. Danach stecke man in das selbe Rohr einen genau passenden Stab und wiederhole das Experiment. Das Rohr kann nicht so einfach einknicken und trägt daher wesenlich mehr.
Aber:
Bei gleichem Gewicht ist eine Hohlwelle um Größenordnungen stabiler als eine Vollwelle. Man spricht dabei von spezifischer Festigkeit bzw. Steifigkeit.
Schnell zusammengeschustertes Taschenrechnerbeispiel: Man will eine 100cm lange Welle haben und hat dafür 100g Stahl zur Verfügung. Eine Vollwelle wäre dann ca. 4 mm stark. Alternativ kann man daraus ein Rohr mit 10mm Durchmesser und ca. 0.8 mm Wandstärke bauen. Wenn man sich jetzt mal so einen wabbeligen Stahldraht im Vergleich zu dem Rohr vorstellt sollte die Sache anschaulich werden.
Leute, das Thema hamm wir schonmal diskutiert, denke ich.
Nochmals: eine Hohlwelle ist NIEMALS stabiler als eine Vollwelle gleichen Materials und Durchmesser!!!
Man kann sich die Hohlwelle ja als Vollwelle vorstellen, in der ein Loch reingebohrt worden ist. Warum sollte etwas stabiler werden, wenn man Material wegnimmt?
ich muß Dich enttäuschen, man kann doch etwas stabiler machen, indem man Material wegnimmt. Wenn man eine sehr grob gedrehte Welle hat, und man dreht noch einen feinen Schlichtspan drüber und schleift und poliert sie auf geringstmögliche Rauhtiefe, dann wird sie wesentlich stabieler gegen Dauerbruch. Aber das ist wohl die Ausnahme.
Noch besser als mit dem rausgebohrten Loch kann man es testen, wenn man in ein CFK-Rohr noch eine CFK-Stange reinsteckt.
Das mit dem Bambus hat ganz einfgach den Grund, daß zum einen Pflanzen sich selbst optimieren, und da legen sie dort Material an, wo die höchsten Biegespannungen auftreten (außen) und in der Mitte wo die Spannungen geringer sid wird gespahrt. Außerdem würde Vollmaterial bei gleichem Durchmesser zu schwer werden, so daß so lange Stangen unter ihrem eigenen Gewicht umknicken würden.
Der Festigkeitsanteil ist beim Außendurchmesser am höchsten, aber auch der innere Teil trägt mit. Wenn ich das jetzt nicht falsch peile, dürfte die äußere Hälfte des Materials rund 80 % der Festigkeit bringen, und die restlichen 20 % der Kern mit dem halben Durchmesser.
...und poliert sie auf geringstmögliche Rauhtiefe, dann wird sie wesentlich stabieler gegen Dauerbruch
Das ist schon richtig. Hat aber weniger mit der Stabilität an sich als mit Rißbildung zu tun, da etwas Rauhes mehr Ausgangspunkte für Risse besitzt, als etwas absolut (theoretisch) Glattes.
und nun noch ein theorem von mir (heist das so?)
wie dem auch sei. nun alle ansätze für sich genommen sind schon ganz nett und beinhalten alle etwas wahres. was hier und dort allerdings vergessen wird ist, das ja nicht nur ein faktor für die "stabilität" zählt, sondern ganz viele.
bei einem rohr fliest das material ganz anders als bei vollmaterial (sprich die kräfte verteilen sich anders). deshalb meint man rohr sei stabiler.
bei einem runden rohr (also ein kreis) wird beim biegen im "nicht verformenden" bereich ein leicht plattgedrücktes rohr draus. da die kräfte nun mal nicht durch die mitte fließen können (wie bei vollmaterial) herrschen nun auf der zum biegepunkt innen liegenden seite druckkräfte und außen zugkräfte. das spielt sich zudem auch noch auf einem engen materialquerschnitt ab. desweiteren gibts ja noch die rechte und linke seite die sehr sanft in die jeweils obere und untere seite hineingleiten (KREIS) dort treten seitliche kräfte auf (wie bei einem hochkant gestellten blech)ebenfalls zug und druck. das material ist aber auf der druckseite jeweils schneller am "gegendrucklimit" /"festigkeitslimit" als die jeweils andere seite. nun wieder rücksichtnehmend auf die verformung verändern sich der kraftverlauf stetig.....hier mach ich mal vorerst schluss
wie dem auch sei. ich will damit sagen, das mehrere faktoren sich gegenseitig beeinflussen.
ach und gehärtete stähle brechen nunmal und "verbiegen" sich nicht /kaum.
weiche schon.
bei gehärteten stählen ist der punkt an dem es zur verformung kommt viel näher an der streckgrenze als bei weichen.
deshalb sind gehärtete stähle "flexibler" bzw. "elastischer"
soll bedeuten das sie höheren kräften ohne verformung standhalten.
mittlere sehne>>neutrale faser
wen es nicht interressiert oder nur als gebrabel gedeutet wird. macht nichts einfach nicht drüber nachdenken *G*
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