ich würde euch gerne mein akutes Leid klagen und hoffe auf etwas Hilfe und moralische Unterstützung. Da Bilder mehr als tausend Worte sagen, findet ihr welche im Anhang. Wie ihr sehen könnt, habe ich außerirdischen Einfluss schon mal auf jeden Fall ausschließen können.

Wer genauer hinschaut, sieht auch, was für ein Heli es ist. Ist aber eigentlich für das Thema nicht so wichtig. Jedenfalls einer mit 1m-Rotordurchmesser, ohne Heckstreben und mit Riemenantrieb.
Was macht der Heli:
Er startet reproduzierbar mit einem neuen verbauten Heckrohr und ist dabei, soweit ich das nach meinen bisher gemachten ca. 200 Flügen beurteilen kann, vollkommen unauffällig. Lässt sich gemächlich durch die Gegend scheuchen, macht Flipps, Rollen, Pirouetten oder auch mal nen Looping. Für ungefähr ein bis zwei Akkuladungen.
Was ist das Problem:
Er macht das eben nur für ein bis zwei Akkuladungen. Ist schön zu merken, wenn die Heckempfindlichkeit zu hoch ist, weil das Material des Heckrohrs im Bereich der Heckgehäuseverschraubung langsam nachgibt und anfängt, sich in Luft aufzulösen.
Was ich bisher ausprobiert habe:
Meinen Händler gefragt, ob ihm ein Qualitätsproblem bekannt sei.
Schrauben mal lockerer und mal fester angezogen.
Unterlegescheiben verwendet, um den Anpressdruck etwas besser auf dem Alu zu verteilen.
Den Weg der Heckpitchülse streng reduziert, um die seitlichen Kräfte zu begrenzen.
Leider hatte ich mit diesen denkbaren Lösungsansätzen keinen Erfolg. Jetzt habe ich hier noch ein Ersatzrohr liegen und frage mich, ob ich den Heli damit noch vor Wintereinbruch wie gewohnt zum Fliegen bekomme.
Wie will ich weiter vorgehen?
Naja, wenn ich mir vorstelle, was da so passiert, sehe ich drei prinzipielle Ursachen, die natürlich auch kombiniert vorliegen könnten:
Die Kräfte beim Gieren sind zu stark - Es scheinen aber nur die wenigsten ihren Pitchwinkel zu messen und einzustellen, ein Versuch führte nicht zum Erfolg.
Das Material ist zu schwach - Denkbar, aber der RJX-Heli gehört ja nun nicht gerade zu den für ihre schlechte Qualität bekannten.
Das böse V-Wort. Vibrationen. Fürs Auge und fürs Microbeast nicht sicht- und messbar, aber dennoch ausreichend, mir das Material zu lockern? Ist das denkbar?
Einen Entwurf für einen Schlachtplan gegen Vibrationen habe ich erstellt. Hier kommt ihr ins Spiel, weil ich nicht einfach auf Gutdünken und Verdacht rumschrauben will. Seht ihr noch andere denkbare Ursachen? Hatte womöglich schon mal jemand ein solches Problem? Wie würdet ihr im Kampf gegen die angenommenen Vibrationen vorgehen?
Vor lauter Frust habe ich mir schon mal MCPX-Akkus bestellt!

Danke schon mal für euer Mitleid und eure Tipps,
Rolf
P.S.: Taumel, falls du die Bilder guckst: Wenn ich nicht meine ganze Kohle in Heckrohre und MCPX-Akkus investieren müsste, dann hätte ich mir bestimmt schon längst eine neue Kamera gekauft.

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