Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

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  • Marcel.Weber
    Senior Member
    • 21.08.2011
    • 3321
    • Marcel
    • FMK-Sickte und Wolfsburger Gegend

    #1

    Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

    Hallo

    Ich hatte eben ein Video von einem Goblin gesehen der angeblich mit fast 3300 UPM geflogen wurde!

    Dazu kam mir die Frage, was halten die Rotorköpfe überhaupt aus, bis sie sich endgültig zerreißen?
    Beim Herstellertest muss er ja viel mehr aushalten (aus Sicherheit), als wie die Angabe bei der Anleitung.

    Jemand schon mal von nem Hersteller gehört wie die Testdrehzahlen so sind auf dem Prüfstand?

    Lieben Gruß,

    Marcel
  • Michael S.
    Michael S.

    #2
    AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

    Ich denke die Grenze bestimmen da momentan die Blätter.

    Wieviel der Kopf aushält kannst Du ja anhand der BLW-Schrauben und der Blattschrauben errechnen.

    Getestet werden max Drehzahlen bei den Herstellern denke ich nicht.

    Kommentar

    • Marcel.Weber
      Senior Member
      • 21.08.2011
      • 3321
      • Marcel
      • FMK-Sickte und Wolfsburger Gegend

      #3
      AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

      Zitat von Michael S. Beitrag anzeigen
      Ich denke die Grenze bestimmen da momentan die Blätter.

      Wieviel der Kopf aushält kannst Du ja anhand der BLW-Schrauben und der Blattschrauben errechnen.

      Getestet werden max Drehzahlen bei den Herstellern denke ich nicht.
      Hmm, aber das wäre doch schon verantwortungsbewusst wenn sowas nicht getestet wird?

      Der Goblin wird ja gerne von den Amerikanern geflairt, da werden Ja Drehzahlen des Jenseits erreicht ohne das dieser es zerreißt.

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      • Manni1983
        Senior Member
        • 18.07.2013
        • 2611
        • Manfred
        • MSGU Schwaz in Tirol

        #4
        AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

        Zitat von Marcel.Weber Beitrag anzeigen
        das wäre doch schon verantwortungsbewusst
        Ja dann, passts doch eh!

        Kommentar

        • Michael S.
          Michael S.

          #5
          AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

          Zitat von Marcel.Weber Beitrag anzeigen
          Hmm, aber das wäre doch schon verantwortungsbewusst wenn sowas nicht getestet wird?

          Der Goblin wird ja gerne von den Amerikanern geflairt, da werden Ja Drehzahlen des Jenseits erreicht ohne das dieser es zerreißt.
          Das muss man doch nicht testen, wie gesagt das kann man ja anhand des Materials bzw. der verwendeten schrauben errechnen.

          Ich kenne eigentlich ausser Henseleit auch keinen Hersteller der ne max. Kopfdrehzahl angibt...das kenne ich nur von Blättern.
          Bzw. doch glaube beim Shuttle habe ich was gelesen in der Anleitung, kann aber auch in Verbindung mit den Holzblättern sein.

          Kommentar

          • Manni1983
            Senior Member
            • 18.07.2013
            • 2611
            • Manfred
            • MSGU Schwaz in Tirol

            #6
            AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

            Mikado gibt auch ne Maximal - Drehzahl an. Steht beim Inhaltsverzeichnis der Bauanleitung in einem Kasten.

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            • ImKreisFlieger
              ImKreisFlieger

              #7
              AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

              Hallo,

              hier kommt es nicht darauf an wie schnell sich der Rotorkopf dreht sondern welche Geschwindigkeit die Außenkante des Rotorblattes hat. Wird hier die Schallgeschwindigkeit erreicht zerreists die Blätter komplett. Daher kann auch nen Heli nie Schneller als Schallgeschwindigkeit fliegen

              Gruß Olli
              Zuletzt geändert von Gast; 21.01.2014, 10:14.

              Kommentar

              • PMO
                PMO
                Senior Member
                • 04.07.2009
                • 2252
                • paul

                #8
                AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                Hi,

                Als der Goblin in venlo auf der 3D masters vorgestellt wurde, habe ich mich mit einem Mitarbeiter von SAB unterhalten.

                3200 umdrehungen waren für den kleinen geplant..

                Da SAB ein Blatthersteller ist werden die wohl Blätter bauen die das aushalten.

                Wobei ich überhaupt kein freund von den hohen Drehzahlen bin.

                Würde ein hersteller einen Heli entwickeln der Flugfertig 2kg wiegt in der 550 klasse und mit 1200 umdrehungen fliegt wäre das meiner.

                Gruß

                Kommentar

                • ImKreisFlieger
                  ImKreisFlieger

                  #9
                  AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                  Ich hab mir die Berechnung mal angesehen:
                  Hier nen Bsp.:
                  Bei ner Rotorblattlänge von 50cm und 2000upm
                  hätten wir eine Geschwindigkeit von 104,72 m/s (Schall bei 20°C: 343m/s)
                  Rechnung:
                  Kreisumfang = 2 * pi * r
                  hier erhalten wir einen Umfang von 3,14 Meter das Ganze mal 2000 (Umdrehungen pro Minute) und durch 60 (damit ich auf m/s komme).

                  Maximale Drehzahl bei 50cm Rotorblättern wären somit:
                  343 (Schall) * 60 = Zurückgelegter Weg in einer Minute.
                  durch 3,14 um auf Umdrehungen pro Minute zu kommen
                  ergibt eine Maximale mögliche Drehzahl von 6554,14 (bei 20°C Lufttemp.)

                  Kommentar

                  • oli p.
                    oli p.

                    #10
                    AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                    Zitat von ImKreisFlieger Beitrag anzeigen
                    Daher kann auch nen Heli nie Schneller als Schallgeschwindigkeit fliegen
                    Ein Heli kann noch nicht mal annähernd Schallgeschwindigkeit fliegen, weil die Blätter (die voreilenden) ja auch noch eine Eigengeschwindigkeit haben welche sich auf die Fluggeschwindigkeit (über Grund, oder ists gar die zur Luft?) addiert.

                    Kommentar

                    • Klaus O.
                      Senior Member
                      • 03.12.2007
                      • 22475
                      • Klaus

                      #11
                      AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                      Zitat von ImKreisFlieger Beitrag anzeigen
                      Ich hab mir die Berechnung mal angesehen:
                      Hier nen Bsp.:
                      Bei ner Rotorblattlänge von 50cm und 2000upm
                      hätten wir eine Geschwindigkeit von 104,72 m/s (Schall bei 20°C: 343m/s)
                      Rechnung:
                      Kreisumfang = 2 * pi * r
                      hier erhalten wir einen Umfang von 3,14 Meter das Ganze mal 2000 (Umdrehungen pro Minute) und durch 60 (damit ich auf m/s komme).

                      Maximale Drehzahl bei 50cm Rotorblättern wären somit:
                      343 (Schall) * 60 = Zurückgelegter Weg in einer Minute.
                      durch 3,14 um auf Umdrehungen pro Minute zu kommen
                      ergibt eine Maximale mögliche Drehzahl von 6554,14 (bei 20°C Lufttemp.)

                      Nette Rechnung, aber darum geht's hier nicht.
                      Sondern darum...

                      Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?
                      Also bitte wieder

                      Gruß Klaus

                      Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.

                      Kommentar

                      • Prinzsecond
                        Prinzsecond

                        #12
                        AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                        Zitat von ImKreisFlieger Beitrag anzeigen
                        Ich hab mir die Berechnung mal angesehen:
                        Hier nen Bsp.:
                        Bei ner Rotorblattlänge von 50cm und 2000upm
                        hätten wir eine Geschwindigkeit von 104,72 m/s (Schall bei 20°C: 343m/s)
                        Rechnung:
                        Kreisumfang = 2 * pi * r
                        hier erhalten wir einen Umfang von 3,14 Meter das Ganze mal 2000 (Umdrehungen pro Minute) und durch 60 (damit ich auf m/s komme).

                        Maximale Drehzahl bei 50cm Rotorblättern wären somit:
                        343 (Schall) * 60 = Zurückgelegter Weg in einer Minute.
                        durch 3,14 um auf Umdrehungen pro Minute zu kommen
                        ergibt eine Maximale mögliche Drehzahl von 6554,14 (bei 20°C Lufttemp.)
                        Oder einfach 343/104.72*2000 dann haste deine 6550 ebenso^^

                        Ich denke die Schwachstelle am Rotorkopf selber sind sicherlich die Schrauben also entweder diejenigen welche die Blatthalter halten oder diejenigen welche die Rotorblätter halten, nicht mal die Blattlagerwelle. Und das kannste natürlich auch berechnen, wenn man die entsprechenden Daten hat sogar recht einfach würde ich sagen.
                        So viele verschiedene Materialien die geeignet sind gibt es zudem ja auch nicht, weswegen sich die theoretisch mögliche Drehzahl wohl auch markenübergreifend nicht gross unterscheiden wird.

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                        • Klaus O.
                          Senior Member
                          • 03.12.2007
                          • 22475
                          • Klaus

                          #13
                          AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                          Zitat von Prinzsecond Beitrag anzeigen
                          Ich denke die Schwachstelle am Rotorkopf selber sind sicherlich die Schrauben
                          Genau, nämlich die Blatthalterschraube und die Blattschraube.
                          Deren Belastung ist abhängig von der Masse des Blattes und der Drehzahl des Systems.

                          Blatthalterschrauben habe ich schon gesehen welche abgerissen sind, wobei es hier unterschiedliche Ursachen haben kann.
                          Eine Möglichkeit ist hierbei, das diese zu fest angezogen wurden.

                          Blattschrauben habe ich schon gesehen, die verbogen waren.
                          Gruß Klaus

                          Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.

                          Kommentar

                          • Andrè Bochmann
                            Senior Member
                            • 23.11.2003
                            • 2080
                            • André

                            #14
                            AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                            Oder vorher gibt das verbaute Drucklager wegen der zu hohen Druckbelastung auf die Kugeln auf!? :dknow:
                            LG André

                            Kommentar

                            • Leiseflieger
                              Leiseflieger

                              #15
                              AW: Frage: Wie viel Drehzahl halten die Rotorköpfe wirklich aus (Firmenprüfstand)?

                              Wenn dann haben wir hier eine ZUGbelastung *klugscheissmodus*
                              Nein, Du hast schon das richtige gemeint, aber wenn es so auf dem Silbertablett liegt, ich konnte nicht anders..

                              Die Berechnung einer solchen Maximalbelastung für einen Rotorkopf ist eine sehr komplexe Sache, viele Punkte wurden schon gesagt und die Summe des Ganzen ergibt aufgrund des schwächsten Gliedes der Kette die max. Belastbarkeit.

                              Abgerissene Schrauben habe ich zum Glück noch nicht erlebt, dennoch sollte der Betroffene eine kleine ßberlegung anstellen:
                              Die Schraube ist im Blatthalter definiert (fest) dazwischen ist die Rotorblatthülse und etwas Luft.
                              Wenn also hier eine Schraube abschert wie in einem Bolzenschneider dann war es 100%ig die falsche Materialwahl. Nicht überall sind hochgehärtete Schrauben das Nonplusultra, aber viele denken leider genau andersherum.
                              Adererseits haben wir hier eine Kante an der ständig Dreh und Zugkräfte auftreten, es kann also auch zu Abnutzungen kommen infolge von Materialschwächung, dann wäre die eingesetzte Schraube zu weich.
                              Staub kann noch den Effekt verstärken.
                              Darum kontrolliert man ja nach X Stunden seinen Heli und stellt ihn nicht nur in die Ecke..

                              Das mit der Schallgeschwindigkeit kann man so nicht stehen lassen denn das symetrische Profil welches bei unseren Rotorblättern verwendet wird kann strömungstechnisch diese vielleicht erreichen, aber in der Praxis zerlegt es schon weit vorher das gesamte Rotorblatt durch Kavitation
                              (Was da beschrieben steht gilt auch für unsere Umbegungsluft, welche ja bekanntermassen Wasserdampfmoleküle beinhaltet)
                              Dann würde ja noch die Luftfeuchtigkeit und Luftdruck (Flughöhe) hinzukommen.. Ich will nicht wissen was unsere Rotorblätter nach einer solchen Berechnung dann kosten würden.
                              Noch weiter davor würde unser armes Rotorblatt ohnenin Flattern, da macht dann selbst Kohlefaser die Grätsche weil sich im mikroskopischen Bereich das Harz von der Matrix (Gewebe) löst.

                              Ich denke mal mehr als 4000 UpM werden wir nie schaffen, allein schon weil der Luftwiderstand sich exponentiell erhöht, dazu kommen noch die Reibungswiderstände des Getriebes und des Motors etc.
                              Ob das aber noch für unser Ohr angenehm wäre, das ist ein anderes Blatt
                              Belassen wir es lieber bei unseren Drehzahlen, kontrollieren die Komponenten regelmässig, dann sind wir zu 99% auf der sicheren Seite.
                              Zuletzt geändert von Gast; 21.01.2014, 13:24.

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