Hi,
von mir noch eine Portion Senf dazu.
Wie auswiegen: den Link hatte Bernd (freyenb) schon erwähnt. Klappt hervorzüglich.
Warum auswiegen:
Ich habe da mal letztes Jahr wegen einer krummen Kurbelwelle einige Berechnungen angestellt und die aufgrund von tödlicher Langeweile auf Rotorblätter ausgedehnt.
Nehmen wir folgendes an:
Die Rotorblätter haben einen Gewichtsunterschied von 0,5 g, der Massenschwerpunkt ist bei beiden Blätter derselbe.
Also ergibt sich aus der Massendifferenz eine Zentrifugalkraft durch die 0,5 g, die ca. 500 mm von der Rotorachse entfernt umläuft.
Nehmen wir 1400 1/ min als Hauptrotordrehzahl, so ergibt sich eine Winkelgeschwindigkeit von w = 1400 1/min / 60 s/min * 2 * pi = 146,61 rad/s.
Resultierende Zentrifugalkraft = Unwucht = Fz = m * w² * r = 0,0005 kg * 146,61² 1/s² * 0,5 m = 5,3 N = 0,547 kg = 1 Pfund Aufschnitt (darfs etwas mehr sein) !!
Bei 2000 1/min: w = 209,44, Fz = 10,97 N = 1,11 kg = noch das grosse Hefeweizen zum Pfund Aufschnitt.
"Nur 600 Umdrehungen mehr" verdoppeln schon die Zentrifugalkraft.
Hi Heliminator,
alle Achtung wegen der Berechnung 8)
Aber denkst du nicht es ist etwas übertrieben ?(
O.K. ich habe noch nicht viele Hersteller ausprobiert, aber bei meinem Comeback waren von Anfang an TG drauf und wie geschrieben min. 4 Sätze, die ich bisher für meine Helis da gekauft habe, und alle draufgeschraubt und o.k.
Liegt wahrscheinlich einfach am Hersteller, zusammensortiert werden denke ich die meisten, man kann ja auch selten oder gar nicht eines alleine nachkaufen.
Das Pfund, das du beschreibst ess ich nach dem fliegen lieber
Eigentlich beschreibe ich ja nur, dass eine vornehmlich geringe Gewichtsdifferenz sich zu einer nicht vernachlässigbaren umlaufenden Kraft auswirkt.
Und ich kann's nicht lassen, die im Beispiel genannten 0,5 kg klingen für mich irgendwie ungesund.
Ich hatte eben auch schon Blattsätze (NoName), die sich um ca, 1,5 bis 2 g unterschieden.
Wenn man das in die Rechnung einsetzt und bei 2 kg Unwucht herauskommt, muss man sich eigentlich nicht über "unerklärliche Vibrationen" wundern.
Bei den letzten Blattsätzen genügte zumeist ein Tesastreifen einmal um das Blatt herum zum Ausgleich. Wahrscheinlich 0,2 g oder weniger. Ich habe leider keine so genaue Waage.
Aber die 15 Minuten Aufwand investiere ich gerne.
Blätter überhaupt nicht zu prüfen wäre mir etwas zu gewagt.
ich habe es so probiert wie es in dem link von Bernd beschrieben
ist! und was soll ich sagen sie waren nicht 100% gleich!
Es fehlte nicht viel aber wie Thielo uns vorgerechnet hat kann es
viel ausmachen.
Möchte auch weiterhin noch Holzblätter fliegen weil ich Einsteiger bin und
über den normalen Rundflug noch nicht hinauskomme.Würde nach den
ganzen Infos GFK Blätter auch nachwuchten weil ich denke Vorsicht ist
besser als Nachsicht.
@Rene Klar hab ich das in der Anleitung mit dem Auswiegen gelesen
aber mich intressierte ob es nicht bessere bzw. einfachere,genauere
Methoden zum wuchten gibt,was sich ja in den vielen Antworten zeigt.
Hallo!
Ich möchte zwar hier keine Haare spalten, ausserdem finde ich Blätter auswiegen auch wichtig. Aber:
Resultierende Zentrifugalkraft = Unwucht = Fz = m * w² * r = 0,0005 kg * 146,61² 1/s² * 0,5 m = 5,3 N = 0,547 kg = 1 Pfund Aufschnitt (darfs etwas mehr sein) !!
Ich denke man kann das nicht so absolut sehen. Die Blätter wiegen sehr viel, und ergeben durch die Rotation eine extrem hohe träge Masse. Es interessiert sie wohl viel weniger als man denkt wenn da "lächerliche" 547g dran rumzerren.
oder hab ich nen Denkfehler gemacht?
mfg Willa
Moin,
klar, die Berechnung "riecht" etwas nach Theorie.
Dennoch hat sie praktische Bedeutung.
Wenn die Rotorblätter 100% ausgewuchtet sind, so neutralisieren sich die Kräfte am Rotormast. Egal, wie viel oder wenig die Bläatter wiegen.
Die träge Masse macht sich dann bemerkbar, wenn man
a) autorotiert und eine höhere Masse einen höheren Drehimpuls besitzt bzw. mehr Energie in dem rotierenden System steckt und die Rotation die entscheidenden Sekunden länger erhalten bleibt.
b) ein Blatt mal davon fliegt...
Entscheidend ist hier aber die Unwucht, hervorgerufen durch unterschiedliche Gewichte oder unterschiedliche Schwerpunkte.
Die ca. 500g aus dem Beispiel sind für die dynamische Belastung der Welle und der Lager unerheblich, klar.
Aber es stellt eine umlaufende Kraft dar, die die Stabilität des Rotorsystems und damit des ganzen Helis beeinflusst.
Ich habe mal einen Top-Piloten gefragt, wieviel Gewichts-Differenz er bei seinen Blättern toleriert. Antwort: keine. Weit unter 1/10g ist sein Ziel.
Moin,
so, nun will ich auch noch mal.
Ich hatte vor ca. 2 Jahren ein Paar Blätter das absolut gleich war wenn man wie weiter oben beschrieben sie in der Mitte aufhängte. Der Heli flog grottenschlecht und schüttelte das Fliegen unmöglich war. Des Rätsels Lösung:
Die Blätter waren ungleich im Gewicht, dummerweise lag bei dem einen das Gewicht Aussen, bei dem anderen Innen. Aufgespannt lagen beide absolut in der Waage gleich.
Ich nutz jetzt die Heli Taxis Waage und eine Zentelgramm Waage von Kern.
Und ganz ehrlich, mann merkt den Unterschied penibel gewuchteter Blätter recht kräftig.
Deshalb wuchte ich jedes Paar sauber nach. Es lohnt sich wirklich. ßbrigens lassen sich mit den beiden Waagen auch Heckblätter vorzüglich zum sauberen Laufen bringen.
Gruß
Jörg-Michael
Ich hab was vergessen:
Natürlich wuchtet man wie beschrieben auf Null, sonst wär das ja sinnlos.
hallo leute,
auch ich habe früher geglaubt das man rotorblätter, ins besondere CFK und GFK,
nicht auswuchten braucht . das ist aber ein irrglaube.
seit einiger zeit benutze ich die blattwaage von hei-taxis mit dieser blattwaage
lassen sich kleinste abweichungen feststellen.
in diesem zusammen hang habe ich fest gestellt das blätter von der fa. TG und von MS composit hervoragend ausgewuchtet sind 8)
gruß jörn
ich habe gerade mal ein paar herumfliegende Blattsätze näher angesehen. Dabei hab ich die Blätter mit einer 0.1g-Digitalwaage gewogen und den Schwerpunkt auf einer Cuttermesser-Klinge verglichen.
BBT Evo 3D Satz 1: 0.1g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 1mm
BBT Evo 3D Satz 2: 0g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 2mm
MS-Composit CFK: 0.3g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 0mm
NHP Razor Pro : 0.1g Differenz, Blattschwerpunktdifferenz: 0mm
Also alles in allem kann man eigentlich sagen, das sie aus der Kiste heraus gut ausgewuchtet waren.
Außer vom TG habe ich noch keine Blätter auf dem Tisch gehabt die 100% gewuchtet waren!
Ist aber auch verständlich wenn man sich den Aufwand betrachtet der nötig ist um 100% genau zu wuchten.
Generell kann man mit den meisten GFK Blättern zwar ohne zu wuchten fliegen, aber es ist auf jeden Fall empfehlenswert die Blätter nachzuwuchten!
Die Vibs aus minimaler Umwucht der Blätter sind hundsgemein da man sie nicht sieht und gehen vor allen Dingen aud unsere Anlenkungen und die Servos.
Beim verbrenner sollte man immer auf den Tank schauen, wenn der Sprit ganz ruhig wie ein Bergsee liegt hat man einen sauber laufenden Heli. Wenn nicht, irgendetwas faul. Um das hinzubekommen muss man wirklich alles genaust wuchten. Da habe ich bis jetzt nur mit Robbe Futura Nova/ Millennium und Hirobo Hubschraubern hinbekommen, bei allen meinen anderen habe ich es nicht geschafft.
Gruß
Stefan
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