Hatte gestern mal in einem Anfall von Bastellust die Idee, wie man den Gen evtl. noch ein wenig leiser machen könnte. Mir fiel in letzter Zeit auf, dass neben dem häufig diskutieren Ansauggeräusch des 91er Motors die niederfrequenteren Schwingungen häufig zu einem verstärkten Dröhnen der Trainerverkleidung (schmale GFK Haube) führen. Leider schied der Ansauggeräuschdämpfer nach dem Prinzip von Tore Paulsen aus, da jener welcher käuflich zu erwerben ist, auf die Drehzahlen und Frequenzen eines 10ccm Motors abgestimmt ist. Nachdem ich über Schaumstoffmatten mit \"Eierkartonoberflächen-Struktur\" gestolpert bin, drängte sich der Gedanke auf, dass diese auf der Innenseite der Verkleidung angebracht zwei Probleme lösen könnten. Zum einen werden verschiedenste Frequenzen im Schallspektrum zusätzlich bedämpft (gegenüber der harten, glatten GFK Oberflächenstruktur) und zum anderen wird durch das Einkleben und somit verstärken der dünnwandigen GFK Haube das Eingenschwingverhalten und somit das Resonanz-Dröhn Problem gemindert. Da sich aber der standard \"Eier\"-Schaumstoff als zu dick und zu schwer erwiesen hat (wegen schmaler GFK Haube, relativ dichter Schaumstoff) bin ich zufällig über gleich strukturierten Schaumstoff gestolpert, welcher zur Verpackung von Computer-Steckkarten eingesetzt wird. Dieser hat die gleiche Struktur, ist jedoch deutlich dünner und die \"Zuckerhüte\" sind nicht so hoch ausgeformt. Auch das Gewicht ist deutlich geringer, da der Schaumstoff nicht so dicht ist. Damit man das ganze schön gleichmässig und gewichtsoptimiert ohne viel Klebstoff in der Haube befestigen kann, hab ich mich für Sprühkleber von Pattex entschieden.
Als erstes passt man die Schaumstoffmatte in die Haube ein und schneidet sie mit einer Schere und/oder Messer zurecht. Ich habe die Gesamtlänge der Haube in drei Abschnitte/Streifen eingeteilt, dann ist das Anpassen und spätere Einkleben deutlich leichter. Die Lage der einzelnen Streifen wurde mit einem Folienstift zusätzlich markiert, dann gelingt später das Einkleben der Matte noch genauer.
Anschliessend reinigt man die Haube z.B. mit Nitroverdünnung damit sie fett- und staubfrei ist, um sie ganz leicht mit dem Sprühkleber einzusprühen. Nun noch die Matte selbst auf der glatten Rückseite dünn in beiden Richtungen eingesprüht und (wichtig) kurz (ca. 1 min) ablüften lassen. Jetzt kann die Matte von einem zum anderne Ende in die Haube gedrückt werden. Achtung, der Kleber pappt dermassen, dass ein nochmaliges herausziehen und korrigieren der Lage nur sehr schwer ohne Beschädigung des Schaumstoffes möglich ist (darum vorher mit dem Folienstift die Lage anzeichnen). Dafür passt sich die Matte aber super der Haubenform an, ohne davon abzugehen. Zum Schluss noch die Löcher der Befestigungsgummis von aussen mit einem Schraubendreher durchstossen und an dieser Stelle von innen den Befestigungsgummi im Durchmesser dessen mit Hilfe eines Messers o.ä. vom Schaumstoff befreien. Jetzt die Haube montieren und mit einer Taschenlampe von unten hineinleuchten und Gestänge etc. auf Freigängigkeit prüfen. Ich musste nichts nachträglich entfernen.
Diese Schalldämpfung lässt sich natürlich problemlos auch auf andere Trainerhauben oder Vollverkleidungen
übertragen.
Arbeitsaufwand für die ganze Aktion lag unter einer Stunde. Natürlich wird die Haube dadurch nicht leichter als eine originale unlackierte, dafür bekommt man einen deutlich leiseren Hubi, in meinem Fall zum Preis von 18.- DM, soviel hat nämlich die Dose Sprühkleber gekostet.
Ich werde heute noch mal eine URL mit Foto hier posten.
Gruss,
Florian
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