Getriebe-Entscheidung?

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  • Cuber76
    Member
    • 03.10.2017
    • 658
    • Frank
    • Raum BC

    #1

    Getriebe-Entscheidung?

    Hallo,

    ich hoffe das diese Frage hier richtig ist, kann sein, dass die Frage voll daneben ist, aber mich beschäfftigt diese.

    Wie soll ich anfangen mit der Getriebe-Philosophie?

    ßbe am 450er Pro V2 und der ist wie er war, mit der Zeit, auch hinsichtlich des Umstiegs auf meinen 550er, kommen gelegentlich die Fragen der Drehzahl und Getriebe auf.

    Nach was richtet sich die Getriebeauslegung? Warum ändert man Getriebe? Wo fange ich an, was ist der Knackpunkt für eine andere Untersetzung?

    Aktuell hier im Forum auch diskutiert, die Heckratio vom Trex 700X mit 5,25 durch das Aurorad 105T und das Heckkegelrad mit 20T, für Low-RPM. Aber eine geänderte Heckübersetzung alleine macht einen Heli nicht Low-RPM tauglich, dazu muss das Motorritzel und HZR auch angepasst werden, und dann sollte der Regler das auch noch verarbeiten können, dazu eventuell andere Blätter?

    Wie man Getriebe berechnet, und mit dem Heck, das Drehmoment der Hautptrotorblätter ausgeglichen werden muss, ist mir bekannt.

    Wann entscheidet man sich für eine andere Untersetzung?

    Ach noch was , zum Drehmoment.
    Drehmomentberechnung ist mir auch klar, aber am Heli frage ich mich, kann ich errechnen, wieviel Leistung (Drehzahl) das Heck bringen muss, dass ich das Drehmoment am Kopf ausgleichen kann? Gibt es hierzu eine Regle oder Formel?

    Theoretisch, könnte man eine Zugwaage an das Heck ohne Blätter, hängen. Somit hätte ich als Bekannte, die Drehzahl vom Kopf, den Hebel und die Kraft, die der Rotor das Heck drehen will, wie komme ich nun aber auf die Ausgleichsdrehzahl des Hecks? Oder denke ich gerade falsch oder ist das alles überhaupt nötig?

    Ein Dank schonmal vorab.
  • echo.zulu
    Senior Member
    • 03.09.2002
    • 3974
    • Egbert
    • MFG Wipshausen

    #2
    AW: Getriebe-Entscheidung?

    Die Berechnung der Leistungen von Rotorsystemen sind extrem komplex und können auch nicht in eine einfache Formel gefasst werden. Wenn Dich mehrdimensionale komplexe Differentialgleichungsysteme nicht schrecken, dann kannst Du weitermachen. Otto Normalverbraucher nutzt da eher die Trial-and-Error Methode. Also erst einmal in Ruhe Erfahrungen mit dem Standardsystem sammeln. Wenn Du dann die Erfahrungen hast, kannst Du Dir Deine Fragen selbst beantworten.
    CU,
    Egbert.

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    • running
      Senior Member
      • 13.06.2014
      • 1478
      • Maik
      • Wild in 31600

      #3
      AW: Getriebe-Entscheidung?

      Ganz pauschal gesagt, ändern die meisten Piloten die Getriebeabstimmung, um in dem von ihm bevorzugtem Drehzahlbereich zu fliegen.
      Manchmal möchte man auch vielleicht einen Motor verwenden, welcher noch in der Grabbelkiste rumliegt. Dafür kann man auch in gewissen Grenzen die Abstimmung ändern.
      Auch der verwendete Regler kann ein Grund sein, die Getriebe anzupassen, damit man den Teillastbereich vermeidet oder beispielsweise ein Stretch auf längere Blätter, oder ein Dreiblattheck...
      Ich denke, du machst dir da zu viele Gedanken. Fliegen, wenns nicht gefällt, evtl. nen anderes Ritzel probieren.
      Erst danach, mit fortgeschrittener Erfahrung, kommen vielleicht die spezielleren Wünsche.

      Kommentar

      • stern-fan
        Senior Member
        • 27.06.2012
        • 3294
        • Rolf
        • Remseck (Kreis Ludwigsburg)

        #4
        AW: Getriebe-Entscheidung?

        Ausgangspunkt für die ganzen ßberlegungen ist die gewünschte Hauptrotordrehzahl. Diese bestimmt sich aus Getriebeübersetzung, KV-Zahl des Motors (Umdrehungen / Volt) und der Spannung des verwendeten Flugakkus.
        Manchmal passt eine der Komponenten nicht zur gewünschten Rotordrehzahl. Daher tauschen manche das Motorritzel gegen ein anders aus, um der Wunschdrehzahl bei einer gewissen Regleröffnung möglichst nahe zu kommen. Oder der Motor wird entsprechend anders gewählt oder auf eine andere KV-Zahl umgewickelt.
        Bei einem neuen Heli kauft man halt die Komponenten am besten gleich passend.

        Die Heckdrehzahl ist als Faustformel ca. 4.5 - 5x höher, als die Hauptrotordrehzahl. Das passt in den meisten Fällen ganz gut.
        Falls das Heck dann nicht genügend Leistung bringt, kann man entweder größere Heckrotorblätter verwenden oder hinten das Ritzel verkleinern, was dann dann mehr Heckdrehzahl und damit mehr Schubkraft bringt.

        Grüße
        Rolf
        [FONT="Impact"][FONT="Arial Black"]Was bist Du? Macher oder Kritiker?[/FONT][/FONT]

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        • Cuber76
          Member
          • 03.10.2017
          • 658
          • Frank
          • Raum BC

          #5
          AW: Getriebe-Entscheidung?

          Danke für die Infos,

          was ist denn die allgemein beste Regleröffnung und Wirkungsgard und optimaler Reglerlast gerecht zu werden?

          Meist wird ja ca. 75-80% angegeben, den Rest braucht der Regler als Reserve zum regeln
          Kommt aber auch auf den Regler an, schnell ist erkannt, wann der Regler ßberlast hast, wann ist Unterlast vorhanden, was ist der optimale Arbeitsbereich?

          Kommentar

          • echo.zulu
            Senior Member
            • 03.09.2002
            • 3974
            • Egbert
            • MFG Wipshausen

            #6
            AW: Getriebe-Entscheidung?

            Auch diese Frage lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Da sind die Unterschiede zwischen den Herstellern einfach recht groß. Allgemein würde ich immer so 70-80% in der höchsten Drehzahlstufe anstreben. Wie weit man dann für die niedrigeren Drehzahlen runter kann hängt dann vom Regler und vom Flugstil ab.
            CU,
            Egbert.

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            • klarisatec
              Senior Member
              • 05.05.2008
              • 1457
              • Markus
              • Ortenau

              #7
              AW: Getriebe-Entscheidung?

              Hallo Frank,

              bei mir entstand in der Vergangenheit der Wunsch nach einem Getriebeumbau oftmals um längere Flugzeiten zu erreichen. Im Zuge von gleichen Akkus (6S, 12S) habe ich mich von den 5S Zellen verabschiedet. D.h. ich habe einen 10S Heli mit 12S betrieben.

              Nun hat der Heli jedoch eine deutlich höhere Drehzahl. Klar könnte ich das mit dem Regler ausgleichen, doch im Teillastbereich arbeitet ein Regler eben auch spezifisch schlechter. Um das auszugleichen wird "umgeritzelt", also ein kleineres Ritzel am Motor eingebaut.

              Sicherlich sind die 12S Akkus gegenüber den 10S Akkus bei gleicher Kapazität etwas schwerer, trotzdem bleibt ein Nutzen in Form von mehr Flugzeit übrig.

              Du hast ja schon gelesen, dass das Thema sehr individuell ist. Wenn Du eine Steuerung mit Flugphasenumschaltung hast ist es doch recht einfach. Programmiere unterschiedliche Drehzahlen und nähere Dich an Deine Wunschdrehzahl (Heckperformance) an.

              Anschließend überprüfst Du Deine Regleröffnung. Ist diese zu klein UND die Flugzeiten sind die zu gering (oder der Regler wird zu heiß), so würde ich umritzeln.

              Gruß Markus
              Bell 230 (wird lackiert) / Bell 407 / Hughes 500E / Joker 3 / AW609 (im Bau)

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