Hallo Leute,
ein Freund hat mir freundlicherweise seinen Helirumpf geliehen, damit ich mir zum Nachbauen davon einen Gipsabdruck machen kann.
Wie stellt man das am Bestem an, sodass am Rumpf kein Schaden oder sonstiges auftritt*
Würde ne Negativ-Form machen wollen, wie bekommt man das am Besten hin*
mit Gips wird das schon einmal gar nix, da Gips viel zu poroes ist. Soviel Trennmittel kannst Du gar nicht reinschmieren.
Wenn Du einen bestehenden Rumpf abformen willst, musst Du ihn bestimmt soweit modifizieren, dass man damit hinterher nicht mehr als flugtauglich bezeichnen kann.
- Jedwede Oeffnung muss geschlossen werden
- Die Oberflaeche sollte poliert sein
- moegliche Bohrungen oder Schnittstellen fuer Anbauten (HLW) sollte exakt markiert sein.
Wenn das Urmodell dann soweit vorbereitet ist, kommt er in ein Trennbrett, auf dem dann die erste Formhaelfte aufgebaut wird. Nach Aushaerten und Abnahmedes Trennbrettes wird die zweite Formhaelfte gebaut.
Fazit einen bestehenden Rumpf Abformen - geht
Diesen wieder zum Fliegen zu benutzen - wenig sinnvoll
Meinste, dass das nicht geht, so wie ich mir das denke*
Würde mir von einem neuen F3C-Rumpf nen Abdruck machen, der wurde noch nie benutzt und hat somit auch keine weiteren ßffnungen und so.
Dann müsstest doch eigentlich gehen oder*
wenn es ein aktueller F3C Rumpf ist, ist er garantiert zweiteilig. Wie willst Du die Trennstelle unverschlossen abformen? Weiterhin, die meisten Rümpfe sind so dünn, das wenn Du schon die Deckschicht aufpinselst, sich der Rumpf verformt. Was glaubst Du erst wie das mit Gips geht. Nochmal: den Rumpf so abformen, das er hinterher noch fliegt - VERGISS ES EINFACH. Ich habe selber genügend Formen gemacht und auch schon etwas abgeformt. Der Rumpf von einer WiK CAP, den wir abgeformt haben wiegt jetzt ca. 10kg und ist schussicher, der fliegt nimmer.
Links zum Formenbau wurden ja schon einige gepostet. Zu dem von R&G: darin ist sicher auch der Umgang mit Laminierkeramik beschrieben. Meiner Meinung nach der schnellste, preiswerteste und sicherste Weg, zu einer brauchbaren Form zu kommen (gerade für Einsteiger in die Materie).
Ansonsten würde ich Dir empfehlen, eher nach einem Crashrumpf Ausschau zu halten. Diesen dann mit Sekundenkleber wieder grob in Form bringen und dann von innen durch Einlaminieren von schwerem Gewebe (>200g/qm) verstärken. Eventuell könnte man auch hier Laminierkeramik verwenden. Das Ziel sollten so knapp 5 mm Laminatstärke sein. Verbleibende ßffnungen mit Sperrholz verschließen und mit dünnem Glassgewebe überlaminieren Dann die Bruchstellen, Kanten usw. verschleifen und verspachteln. Schleifen und Fillern bis alles wieder glänzt, und siehe da, fertig ist das perfekte Urmodell.
Mit einem Helirumpf habe ich es zwar noch nicht probiert, aber speziell bei Seglerrümpfen funktioniert es auf diese Weise prima.
Einen nagelneuen Rumpf würde ich persönlich nicht verwenden, zumindest wenn ich nicht bereit bin, ihn für die Form zu opfern. Von der notwendigen Verstärkung mal abgesehen, die Chance, dass die Deckschicht bei der Entformung komplett heil bleibt, geht gegen null.
Und noch was: rechne mit ca. 300 EUR Matierialkosten für die Form und das Urmodell. Für einen einzigen Rumpf rechnet sich das mit Sicherheit zumindest aus der finanziellen Sicht nicht.
@Holger, von der Laminierkeramik wuerde ich mittlerweile Abstand nehmen. Es geht zwar schneller, aber groessere Formen werden recht schwer und sind nicht gerade unempfindlich. Weiterhin kannst Du mit so einer Form nicht tempern, sie reisst bei groesseren Temperaturunterschieden. Laminierkeramik ist IMHO ok fuer kleiner Formen bis zur Groesse einer Trainerhaube, aber nicht fuer einen Rumpf.
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