Reduzierhülsen Für Rotorblätter

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  • Gerhard a.V.
    Gerhard a.V.

    #1

    Reduzierhülsen Für Rotorblätter

    Hallo,

    habe vor einiger Zeit GFK-Rotorblätter für meinen Logo10 gekauft, bin aber erst jetzt draufgekommen, daß sie 4mm-Bohrungen in der Blattwurzel habe.
    Jetzt brauche ich offensichtlich Reduzierhülsen von 4mm auf 3mm.

    Meine Frage:

    Gibt´s diese Hülsen irgendwo als Originalteile oder kann ich irgendein passendes Rohr nehmen (ein Messingrohr mit 4mm Aussendurchmesser und 0,4mm Wandstärke hätte ich nämlich). Der Händler bei dem ich die Rotorblätter gekauft habe, ist übrigens nicht in meiner Nähe.

    Gerhard
  • gleching
    Member
    • 13.11.2003
    • 189
    • Guido

    #2
    Reduzierhülsen Für Rotorblätter

    Hallo Gerhard,
    klar kannste die Reduzierhülsen aus Messingrohr selber machen! Du musst aber unbedingt nachrechnen, ob die M3-Blatthalteschrauben nicht überlastet sind (auf Biegung und Scherung rechnen). Dazu brauchst Du 1.) das Gewicht des Rotorblattes und 2. ) die maximale Rotordrehzahl.
    Ich hoffe, Du weißt, wie gerechnet werden muss. Wenn nicht, kannste mir ´ne PM schicken. Aber das Thema wurde nach meiner Erinnerung vor ca. 1 Jahr hier schon ´mal behandelt.
    ßbrigens: Wenn M3-Schrauben, dann auf jeden Fall welche mit der Festigkeitsklasse mindestens 8.8, besser 12.9 nehmen! Und natürlich mit glattem Schaft, d.h. Gewindelänge nur soviel wie eben erforderlich.

    Gruß Guido

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    • muemmel
      Member
      • 31.03.2003
      • 274
      • steffen

      #3
      Reduzierhülsen Für Rotorblätter

      Hi Guido,

      siehs nicht so verbissen, wenn Mikado mit den M3ern ausliefert, dann werden die sich schon sicher sein daß die halten.
      M3 hat einen Kernquerschnitt von ca 4,5 mm². Bei St38 würden da 342 kp also ca 3400 N rrauskommen. Ich hab jetzt mal den Wert für Zugfestigkeit genommen. Sicher kann man das auch richtig auf Abscherung nachweisen, aber diese Grobpeilung zeigt eigentlich schon, daß man da nicht weiterrechnen muss.
      Wenn die Blätter exakt spielfrei in den Haltern sitzen, dann muß man übrigens nicht unbedingt auf Biegung rechnen, sondern auf Lochleibung und Scherung. Da dürfte es eher kritisch werden. Zumal in vielen Fällen doch keine Schaftschrauben genommen werden.

      Gruß Mümmel das Mümmel
      \ /[br](°°)_).[br][br][br]Mümmel ante portas

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      • Gerhard a.V.
        Gerhard a.V.

        #4
        Reduzierhülsen Für Rotorblätter

        Hi,

        Danke für eure kompetenten Antworten - auch wenn ich nur 10% davon verstehe. Habe keine Ausbildung im mechansichen Bereich und mich damit auch noch nicht sehr beschäftigt - was nicht heißen soll, daß ich nicht interessiert dran bin.

        Nein, ich weiss also nicht wie gerechnet wird. Gewicht eines Rotorblattes bewegt sich um die 105g, die Rotordrehzahl im Moment ist bei 1400 (bin noch beim Schweben). Die M3 Schrauben sind die originalen von Mikado und haben im Bereich des Rotorblattes kein Gewinde. Festigkeitsklasse weiss ich keine.

        Wo finde ich Informationen zu solchen Berechnugen - Internet oder Buch ?

        Grundsätzlich bin ich aber der Meinung von Muemmel, daß die Schraube halten sollte, da ja alles Original Mikado ist - bis auf die Rotorblätter eben, die aber auch nicht länger oder schwerer als andere sind.
        Meine Frage bezog sich eher auf das "Restspiel" von 0,2mm in der Hülse, da die Wandstärke nur 0,4mm ist.

        Auf jeden Fall Danke für Eure Antworten, werde es also mit den "selbstgemachten" Hülsen probieren.

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        • muemmel
          Member
          • 31.03.2003
          • 274
          • steffen

          #5
          Reduzierhülsen Für Rotorblätter

          Hi,

          beim Restspiel sehe ich nicht das große Problem. Die Rotorblätter ziehen sich ja durch die Fliehkraft dahin wio sie hin sollen. Ich hatte auf meinem EP-Concept auch mal Alu-MBlades mit 3mm Bohrung auf 2,6 mm Schrauben. die liefen auch schwingungsfrei.
          Wegen der Festigkeit hab ich nur mal ganz grob überschlagen. Der Kerndurchmesser eines Gewindes in der Größe ist rund 0,8 x Nenndurchmesser. Die Kreisfläche ist Pi x r² Da kommst Du bei 3mm-Schrauben auf
          3,14 * ( ( 3 * 0,8 ) * 0,5 )² = 4,52 mm² Beide Flächen oben und unten zusammen genommen rund 9 mm². Bei der Festigkeit hab ich einfach nur mal die Fläche mal der Zugfestigkeit von St38 gerechnet. Ist nicht exakt, aber St38 ist so in etwa das mieseste was es an Stahl gibt, alles andere liegt weit drüber. Und St38 hat eben eine Mindestzugfestigkeit von 38 kp / mm² oder neudeutsch SI-System ca 380 N/mm²
          380 N/mm² * 9 mm² sind eben 3420N oder 342 kp.

          Gruß Mümmel das Mümmel
          \ /[br](°°)_).[br][br][br]Mümmel ante portas

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          • Wilfried
            Member
            • 29.07.2003
            • 949
            • Wilfried
            • MFC Bremthal

            #6
            Reduzierhülsen Für Rotorblätter

            Hallo Gerhard

            ganz in Kürze :

            Die Schraube der Blatthalter wird ( in der Regel ) auf Scherung durch die Fliehkraft ( Zentrifugalkraft ) beansprucht.
            Diese berechnet sich aus :

            Fr = m * v²/r oder m * r * Omega ²
            ( Omega = Winkelgeschwindigkeit ) => Omega = Pi * n / 30
            Pi = 3,1416
            n = Drehzahl ( z.B. 1400 1/min ; => Omega = Pi * 1400 / 30 = 146,6 1/sek )

            m= Masse der Blattes ( z.B. 105g = 0,105 kg )
            Omega = Winkelgeschwindigkeit des Masseschwerpunktes der Blattes
            r = Radius des Masseschwepunktes des Blatte ( z. B. 350 mm = 0,35 m )
            ==> dieser müsste natürlich für Deine Blätter genau gemessen werden <==

            mit den Beispielzahlen ergäbe sich die Fliehkraft zu :

            Fr = 0,105 kg * 0,35 m * 146,6² = 789,8 kgm/s² = 789,8 N
            -------------------

            -zulässige Scherspannung beträgt 0,8 * Zugfestigkeit des Werkstoffes
            - Zugfestigkeit einer 8.8er ( Festigkeitsklasse ) Stahlschraube beträgt
            ca. 640 N/mm² => zulässige Scherspannung = ca. 500 N/mm².

            bei der M3er Stahlschraube ergäbe sich :

            Scherspannung = Fliehkraft /Spannungsquerschnitt der Schraube /Schnittigkeit (2)

            Spannungsquerschnitt M3 = 5,03 mm²

            Scherspannung = 789,8 N / 5,03 mm²/2 = 78,5 N/ mm²

            Hieraus ergibt sich eine theoretische Sicherheit von 6,3

            =====> also vollkommen ausreichend auch bei zusätzlichen Belastungen durch Schwinkungen .......

            Die Flächenpressung in der Messingbuchse ergibt sich bei einer Blatthalsdicke von 12 mm zu etwa 22 N/mm² was auch absolut unkritisch ist &#33;&#33;
            http://www.mfc-bremthal.de/

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            • Gerhard a.V.
              Gerhard a.V.

              #7
              Reduzierhülsen Für Rotorblätter

              Wow&#33;

              Ich danke Euch für Eure ausführlichen Antworten - werde mir das Ganze am Wochenende nochmal durch den Kopf gehen lassen.
              Jedenfalls habt ihr ein neues Interesse in mir geweckt - mich auch mit dem mechanisch-theoretischen Teil der Materie zu beschäftigen.

              Vielen Dank,
              Gerhard a.V.

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              • Sebalexx
                Senior Member
                • 27.11.2003
                • 3045
                • Sebastian

                #8
                Reduzierhülsen Für Rotorblätter

                Tach Gerhard,

                die M3er Schrauben halten definitv im Logo 10... Da kann man rechnen was man will... Braucht man aber nicht. )

                Ich habe gerade genau das selbe Problem wie du...

                Werde mir jetzt fürs Wochenende erst mal das Messingrohr als Distanz reinbasteln, welches ich hier habe...

                Man kann meistens die Original-Hülsen aus den Rotorblättern herausdrücken und einfach ganz neue reinsetzen... Für meine Blätter passt eine Messinghülse im Richtigen Mass direkt von Mikado&#33; Es ist die, die eigentlich in den Mischhebeln vom Rotorkopfupdate sitzt...

                Nr. 3090 Abmessungen 3x5x12

                bis denn
                Sebastian

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