nachdem hier schon öfters berichtet wurde, wie man verhunzte M3 Madenschrauben wieder rausbringt, möchte ich kurz eine weitere Methode schildern, die bei mir gerade eben zum Erfolg geführt hat.
Ausgangspunkt war ein gebrauchter Shuttle bei dem das Zentralstück vom Heckrotor mit der Hecklagerwelle mit einer Madenschraube verbunden ist. Um die Hecklagerwelle zu ersetzen, wollte ich das Zentralstück abmachen, aber die Madenschraube war schon total verdreht, so daß selbst die Methode mit dem Zollschlüssel nicht funktioniert hat. Außerdem war die Schraube wohl so mit Loctite festgemacht, daß man hier sowieso keinen Erfolg gehabt hätte.
Was tun? Mit einer Flachzange konnte man das noch raustehende Stück ebenfalls nicht greifen, also habe ich mich entschieden, die Schraube mit einem 2 mm Bohrer durchzubohren, was aber ebenfalls Probleme machte, da die Madenschraube gehärtet war.
Fazit: Ich habe ein 2 mm Loch auf ca. 3 mm Tiefe reingebracht, dann war Schluß. In meiner Verzweiflung habe ich dann eine kurzes Stück 2 mm Stahldraht in den Akkuschrauber gesteckt, diesen auf Linkslauf gestellte und bin damit in das Bohrloch. Durch die Hitzeentwicklung ist zunächst der Rest Loctite verdampft, dann hat sich der Stahldraht im Bohrloch gefressen und schon war die Schraube draußen [img src=icon_smile_big.gif border=0 align=middle]. Hat mich echt überrascht, von daher wollte ich euch gleich an der (für mich) neu gewonnen Erfahrung teil haben lassen, auch wenns jetzt ein bischen länger geworden ist.
Gruß
Achim
Rechtschreibfehler - Die gübts hier nicht!

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