weil ich schon seit einigen Monaten dabei bin, hier hauptsächlich Informationen zu saugen, wollte ich jetzt einige in Form eines "Anfängerberichtes" zurückgeben. Eventuell hat der eine oder andere etwas davon.
Angefangen hat es im August 2005. Mein Gattin wußte, daß ich über eine Heli-Anschaffung nachdenke, aber so ein neues "Fass" nicht so schnell aufmachen wollte. Sie hat dann nachgeholfen und mich mit einem "Nikko" von Conrad überrascht.
Ahnungslos wie wir waren haben wir einige Tage versucht, das Ding unter Kontrolle zu bekommen. Hoffnungslos...
Erste Lektion: Billigflieger bringen es nicht.
Im Internet geschaut, was es so gibt (dummerweise noch kein Forum gefunden, weil nicht gesucht). Auf verschiedene Anzeigen gestossen, letztendlich einen Kyosho Caliber M24 bestellt.
Aus der Schachtel, Stützräder dran, Spurlauf eingestellt und in der Garage losgelegt. Nach 2 Wochen hatte ich dann eine zweistellige Zahl Ritzel verbraucht, aber irgendwann war das Heckschweben mit einer durchschnittlichen "Ritzelrate" von 0,5Ritzel/Tag geschafft.
Dann wurden die Laufzeiten immer kürzer, es musste ein LiPo-Umbau her. Und natürlich ein LiPo-Ladegerät. Die Kampfzeiten wurden schön lang (länger, als ich es am Stück schweben konnte), aber jetzt fingen andere Probleme an. Die Servos zitterten, weil die FlightControlUnit mit der höheren Spannung der LiPo Probleme hatte, außerdem hatte ich jetzt eine durchschnittliche Heckmotorverbrauchsrate von 1 Motor je Wochenende. Und im Freien hatte ich genau einen Versuch gemacht, dann hatte eine kleine Bö den Caliber auf den Balkon ein Stock höher befördert. Also zu viele Ersatzteilkosten und zu wenig Platz zum Fliegen.
Inzwischen hatten sich die Voraussetzungen aber grundlegend geändert. Ich hatte Internet-Foren gefunden, ich hatte einen Simulator (AFPD). Jetzt also zuerst im Forum gefragt, die Tendenz ging zu T-Rex.
Und die Erfahrungen waren bis jetzt sehr positiv. Obwohl ich noch nie einen Hubi-Bausatz zusammengebaut hatte, schaffte ich das beim T-Rex ohne Probleme. Das Einstellen ging erstaunlich einfach (den Kreisel habe ich auf der drehbaren Käseplatte eingestellt).
Und tatsächlich, er fliegt. Kein Wegdrehen des Heck, keine unkontrollierten Ausbrüche, kein Aufschaukeln. Nicht ganz so, wie im Simulator, aber doch so ähnlich, dass die Reflexe gepasst haben.
Und inzwischen fliege ich im Garten und trainiere das Seitenschweben. Ersatzteilkosten bislang: Ein Heckrotorblatt, das in der Garage den Kampf mit den Bodenplatten verloren hat.
Fazit: Hätte ich gleich das Forum besucht, und hätte ich gleich einen Simulator gekauft, dann hätte ich mir den Caliber wahrscheinlich nicht gekauft und daher etwas gespart. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob die absoluten Anfängerübungen mit dem T-Rex bei den vielen Crashs billiger geworden wären als ein kompletter M24.
Also: Bis jetzt Vielen Dank auch an dieses Forum, ich nehme an, man hört voneinander.
Andreas.
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