Zentrifugale Rückstellmoment

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  • TomRaw
    TomRaw

    #1

    Zentrifugale Rückstellmoment

    Hallo.
    Beim Studieren des FMT-Fachbuches "Der RC-Hubschrauber" von Ernst Bernet bin ich auf den Seiten 99 / 100 über den Begriff "das zentrifugale Rückstellmoment" gestolpert.

    Herr Bernet schreibt:

    ...Selbst bei genau im Druckmittelpunkt liegendem Schwerpunkt und dort liegender Pitchachse wollen aus der Fliehkraft resultierende Kräfte den Einstellwinkel verkleinern. Es entsteht also selbst bei einem genau ausgewogenen Blatt mit einwandfreier Massenverteilung eine rückstellende Kraft, das zentrifugale Rückstellmoment.
    ...
    Um dieses Moment, das immer in Richtung einer Einstellwinkel-Verkleinerung wirkt, aufzuheben oder in seiner Wirkung zu reduzieren, könnte man irgendwo im Gestängeweg zwischen Pitchservo und Pitchhebel eine Feder anbringen, die so stark bemessen sein sollte, dass sie bei am Pitchservo ausgehängtem Gestänge den Pitch in Richtung Maximalausschlag bewegt.
    ...


    Wie sind eure Erfahrungen dazu? Sind die Kräfte für "Normal"-Flieger zu vernachlässigen?
    Ich meine, bei Rüdiger Feil mal eine solche Feder an einer Maschine gesehen zu haben. Ich weiss aber nicht, ob diese in diesem Zusammenhang zu sehen ist.

    Berichtet doch mal! Danke.

    Gruß
    Thomas
  • Hermann Schellenhuber
    Hermann Schellenhuber

    #2
    Zentrifugale Rückstellmoment

    Servus,

    die oben erwähnte Feder soll anscheinend die Kraft auf das Pitchservo reduzieren. Nur was machste dann im Rückenflug? Dann wirkt diese Feder kontraproduktiv. Die Theorie ist ja schön und gut, aber in der Praxis ist das ganze dann doch nicht so einfach. Da bräuchte man ein System, daß eine negative Steigung der Federkennlinie in beide Richtungen um den Nullpunkt aufweist. Verwende daher bei mechanischer Mischung ein gutes Pitchservo, und gut ist.

    Edit: oder PMGs am Hauptrotor montieren

    Schöne Grüße,
    Hermann

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    • Franz aus Wien
      Member
      • 28.06.2004
      • 999
      • Franz
      • Mauerbach (umittelbar neben Wien)

      #3
      Zentrifugale Rückstellmoment

      Hi Tom,

      wie hat dir das Buch gefallen? War es für deine Zwecke brauchbar?

      Grüße,
      Franz

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      • TomRaw
        TomRaw

        #4
        Zentrifugale Rückstellmoment

        Hi.
        Ich finde das Buch ganz interessant. Viele bekannte Dinge sind beschrieben, aber auch ein paar tiefergehende Dinge werden angesprochen und erläutert, welche einem zwar schon beim Fliegen aufgefallen waren, aber die man nicht erklären konnte.
        Der Autor geht sehr weit auf physikalische Hintergründe ein.
        Das einzige was mich nervt sind die vielen Formeln (die ich nicht verstehe)! :-)

        Ich finde es schade, dass es kein "neues" und umfassend aktuelles Buch gibt, welches einem Einstellhilfen und Tipps "aus der Praxis für die Praxis" mit den physikalischen Hintergründen gibt.

        Gruß
        Thomas

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        • Gero Adrian
          Gero Adrian

          #5
          Zentrifugale Rückstellmoment

          Moin,

          vielleicht war die Feder an Rüdiger Feils Maschine nur dazu da um ev. Spiel auszumerzen??

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          • wirbelwind
            Member
            • 20.01.2005
            • 386
            • Klaus

            #6
            Zentrifugale Rückstellmoment

            Hallo Thomas,

            die Darstellung von Bernet, dass auch die Zentrifugalkräfte rückstellend wirken, sind schon richtig. Sehr gut kann man dies z. B. am Heckrotor ausprobieren. Wenn du mal nur den "Besenstiel" mit Heckrotor z. B. am Schraubstock mit der Bohrmaschine betreibst und dann per Hand die Anstellung veränderst, wirst du sehen, dass die Blätter wieder das Bestreben haben, in Neutrallage zu gehen (gibts übrigens auch eine Versuchreihe in früheren Rotor-Ausgaben). )

            Diese Kraft mit Hilfe einer Feder zu "neutralisieren" ist schlichtweg unsinnig, da diese Kraft sich zum Einen mit der Auslenkung ändert und andererseits - wie es Hermann schon sagte - damit nur die Kraft in eine Richtung zu kompensieren wäre. :rolleyes:

            Wenn der Wunsch bestünde etwas gegen diese Kraft zu unternehmen, ginge das vermutlich am einfachsten mit PMG (=Propellor-Momenten-Gewichte), also mit zusätzlichen Gewichten senkrecht zur Blattsehne, eben wie es häufig am Heckrotor praktiziert wird. Nur sind die Verhältnisse am Heckrotor insofern anders, als da das Servo schnell die Bewegung u. a. aus dem Ruhezustand heraus bringen muss.

            Das Buch von Ernest Bernet finde ich gar nicht schlecht, nur solltest du eben z. B. bei den Formeln auch nicht immer so genau hinschauen, da manchmal Fehler drin sind.

            ßbrigens kenn ich "die" Feder auch von ein paar Helikollegen, die sie aber, wie Adrian sagte, einsetzen, damit evtl. vorhandenes Spiel aus der Anlenkung genommen wird.

            Gruß,
            Klaus. 8)

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