Rotordurchmesser: Was ist besser -> groĂ? oder klein?

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  • Angeber
    Angeber

    #31
    Nicht der Rotordurchmesser, sondern die U/min sind es!?


    Ich bin inzwischen bezĂŒglich lĂ€ngeren Flugzeiten zu folgenden ßberlegungen gelangt:
    Nicht die LĂ€nge des Rotors ist entscheidend, sondern die Umdrehungsgeschwindigkeit des Rotors!? Könnte es daher sein, dass fĂŒr den Schwebezustand ein grĂ¶ĂŸerer Pitsch/S-Schlag-Profil (in gewissen Rahmen, da eine geringere Umdrehungszahl möglich ist) dasselbe bewirkt wie ein grĂ¶ĂŸerer Rotor? Insofern sind die Angaben von Oliver bezĂŒglich der Umdrehungsgeschwindigkeit sehr interessant.

    Da der Formwiderstand den Nutzen lĂ€ngerer RotorblĂ€tter begrenzt, mĂŒsste man wissen, was fĂŒr die Verringerung des Formwiderstandes nĂŒtzlicher ist: Verringerung der Umdrehungszahl oder Verringerung des Anstellwinkels. Ich vermute mal, dass die Verringerung der Umdrehungszahl wesentlich wichtiger ist. Da durch lĂ€ngere RotorblĂ€tter die Geschwindigkeit an den Rotorenden steigt, steigt somit auch der Formwiderstand stĂ€rker an, als alleine durch die LĂ€nger der RotorblĂ€tter zu vermuten wĂ€re. Unendliche lange RotorblĂ€tter dĂŒrfte man gar nicht mehr bewegen, weil durch eine unendlich kleine Umdrehungszahl der Formwiderstand an den FlĂŒgelenden unendlich groß wĂ€re. Ich vermute, dass bei geringeren Umdrehungszahlen auch die Auftriebsleistung auf die gesamte RotorlĂ€nge besser verteilt wird.

    Wir haben also folgende EinflußgrĂ¶ĂŸen fĂŒr den Gesamtwirkungsgrad: RotorlĂ€nge, Umdrehungszahl, Anstellwinkel (Pitch), erforderlicher Auftrieb (Gewicht).

    Das ist nun mein Ergebnis:
    These 1: Das Rotorblatt sollte möglichst lang sein, da ĂŒblicherweise die ideale LĂ€nge gar nicht erreicht wird. (Die LĂ€nge des Rotorblattes ist durch den eigenen Geldbeutel vorgegeben, da Flugmodelle mit grĂ¶ĂŸeren RotorblĂ€ttern sehr teuer werden. Ich denke, es ist sinnvoll, die RotorlĂ€nge ĂŒber den Heckrotor hinauszufĂŒhren, sofern es keine mechanischen Probleme gibt. Ich habe z.B. 1,345 m Rotordurchmesser und könnte den um ca. 50% auf ca. 2 m vergrĂ¶ĂŸern.)

    These 3: In der Praxis ist das erste Ziel die Umdrehungszahl des Rotors zu verringern, wenn es darum geht, lange Flugzeiten zu erreichen. (Man brĂ€uchte daher eine Formel, um eine ideale Kombination von Umdrehungszahl und Anstellwinkels (Pitsch) berechnen zu können, bei gegebener RotorlĂ€nge und benötigtem Auftrieb/Gewicht.) Ob S-Schlag-Profile so viel mehr bringen als ein grĂ¶ĂŸerer Pitsch, das ist noch die Frage.

    So, nun ist es recht viel komplizierter geworden, als anfangs zu vermuten war. Aber so ist das immer bei jedem Thema und das ist ja das Interessante.


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    • Oliver
      Senior Member
      • 25.12.2005
      • 1028
      • Oliver

      #32
      Re: Rotordurchmesser: Was ist besser -> groß oder klein?

      Hallo,

      du sprichst mir aus der Seele. Ich habe z.B. bei meinen Langfliegern Simple und GAzelle niedere Drehzahlen, 700 bis 850 und 640 bis 690. Da das Profil der BlĂ€tter mitspielt, kann ich mit grĂ¶ĂŸeren Pitchwerten fliegen und das aber lange.

      Simple 1,8m mit 4000mAh 20 15 bis 30 min, Kunstflug bis Rundflug
      Gazelle, 2,04m, 8 kg 5000mAh 20 min.

      Oliver

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      • Angeber
        Angeber

        #33
        Re: Rotordurchmesser: Was ist besser -> groß oder klein?

        Hallo Oliver, Danke fĂŒr die vielen Infos. Menno, wenn ich nur endlich meine Teile bekommen wĂŒrde, damit ich das endlich schön langsam alles ausprobieren kann. Endlich weg von der Theorie... und jetzt regnet es auch noch die ganze Woche...  

        Was fĂŒr mich ein sehr interessantes Experiment wird, das ist auf den E 620 SE ca. 1 m S-Schlag-BlĂ€tter montieren (den Heckrotor werd ich wohl mit einem ßberbau schĂŒtzen mĂŒssen). Dazu dann niedrige Rotor-Drehzahlen. Da wird wahrscheinlich auch ein anderes Ritzel am Motor notwendig sein?

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