Ich bin inzwischen bezĂŒglich lĂ€ngeren Flugzeiten zu folgenden Ăberlegungen gelangt:
Nicht die LĂ€nge des Rotors ist entscheidend, sondern die Umdrehungsgeschwindigkeit des Rotors!? Könnte es daher sein, dass fĂŒr den Schwebezustand ein gröĂerer Pitsch/S-Schlag-Profil (in gewissen Rahmen, da eine geringere Umdrehungszahl möglich ist) dasselbe bewirkt wie ein gröĂerer Rotor? Insofern sind die Angaben von Oliver bezĂŒglich der Umdrehungsgeschwindigkeit sehr interessant.
Da der Formwiderstand den Nutzen lĂ€ngerer RotorblĂ€tter begrenzt, mĂŒsste man wissen, was fĂŒr die Verringerung des Formwiderstandes nĂŒtzlicher ist: Verringerung der Umdrehungszahl oder Verringerung des Anstellwinkels. Ich vermute mal, dass die Verringerung der Umdrehungszahl wesentlich wichtiger ist. Da durch lĂ€ngere RotorblĂ€tter die Geschwindigkeit an den Rotorenden steigt, steigt somit auch der Formwiderstand stĂ€rker an, als alleine durch die LĂ€nger der RotorblĂ€tter zu vermuten wĂ€re. Unendliche lange RotorblĂ€tter dĂŒrfte man gar nicht mehr bewegen, weil durch eine unendlich kleine Umdrehungszahl der Formwiderstand an den FlĂŒgelenden unendlich groĂ wĂ€re. Ich vermute, dass bei geringeren Umdrehungszahlen auch die Auftriebsleistung auf die gesamte RotorlĂ€nge besser verteilt wird.
Wir haben also folgende EinfluĂgröĂen fĂŒr den Gesamtwirkungsgrad: RotorlĂ€nge, Umdrehungszahl, Anstellwinkel (Pitch), erforderlicher Auftrieb (Gewicht).
Das ist nun mein Ergebnis:
These 1: Das Rotorblatt sollte möglichst lang sein, da ĂŒblicherweise die ideale LĂ€nge gar nicht erreicht wird. (Die LĂ€nge des Rotorblattes ist durch den eigenen Geldbeutel vorgegeben, da Flugmodelle mit gröĂeren RotorblĂ€ttern sehr teuer werden. Ich denke, es ist sinnvoll, die RotorlĂ€nge ĂŒber den Heckrotor hinauszufĂŒhren, sofern es keine mechanischen Probleme gibt. Ich habe z.B. 1,345 m Rotordurchmesser und könnte den um ca. 50% auf ca. 2 m vergröĂern.)
These 3: In der Praxis ist das erste Ziel die Umdrehungszahl des Rotors zu verringern, wenn es darum geht, lange Flugzeiten zu erreichen. (Man brĂ€uchte daher eine Formel, um eine ideale Kombination von Umdrehungszahl und Anstellwinkels (Pitsch) berechnen zu können, bei gegebener RotorlĂ€nge und benötigtem Auftrieb/Gewicht.) Ob S-Schlag-Profile so viel mehr bringen als ein gröĂerer Pitsch, das ist noch die Frage.
So, nun ist es recht viel komplizierter geworden, als anfangs zu vermuten war. Aber so ist das immer bei jedem Thema und das ist ja das Interessante.


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