Pufferkondensator wird heiß und raucht ab

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  • Long Ranger
    Member
    • 17.07.2015
    • 17
    • Frank

    #1

    Pufferkondensator wird heiß und raucht ab

    Hallo zusammen,

    ich habe gerade erneut eine Schrecksekunde erleb, die mich ratlos zurücklässt. Wir sind im Urlaub in Österreich und ich habe meinen Heli mit. Wollte ihn gestern mal fliegen lassen und habe dazu meinen 6s LiPo geladen. Nachdem ich den Akku am Lader eingesteckt habe, rauchte es im Ladgerät und ich habe sofort alle Kabel getrennt. Dabei habe ich den Ladevorgang noch nicht einmal gestartet, sondern nur das Stromkabel angeschlossen (Schwarz/Rot wurden nicht vertauscht). Okay, dachte ich mir. Bestimmt auf irgendeiner Platine ein Elko abgeraucht. Lader ist auch schon etwas älter und wir sind hier auf 2.000m Höhe - tut dem ganzen vielleicht auch nicht so gut.

    Nun gut, im Tal gab es einen richtig großen Modelllbau-Laden. Da habe ich mir heute ein neues Ladegerät geholt und damit meinen 6s LiPo ohne Probleme aufgeladen. Danach habe ich den LiPo in den Heli geschoben, Fernbedienung eingeschaltet und dann die Stromversorgung im Heli mit dem LiPo verbunden. Nach ein paar Sekunden hörte ich ein Zischen. Der Graupner Pufferkondensator, der ja Spannungsspitzen abfangen soll und am Empfänger angeschlossen ist, fing an zu qualmen und wurde glühend heiß. Schnelles Abziehen beendete den Vorfall. Der Kondensator ist ein Graupnerteil, Best. N. 7082.1 und war beim Graupner Regler T100 dabei, also nichts aus der Krabbelkiste.

    Gibt es dazu eine Erklärung? War der Kondensator nur defekt oder mehr? Kann es am LiPo liegen, der zuvor schon den alten Lader zum qualmen brachte? Mit dem LiPo Prüfer sieht der Akku okay aus. Alle Zellen haben jetzt voll aufgeladen eine Spannung von 4,2V, haben untereinander keine Abweichungen und in Summe werden 25,2 V angezeigt.

    Eine falsche Verkabelung kann ich ausschließen, den Heli fliege ich schon ewig so - ohne Probleme.

    Ich habe jetzt schon bedenken, den vollen Akku mit dem neuen Lader auf Storage zu entladen.


    Gruß
    Frank
    Zuletzt geändert von Long Ranger; 30.09.2024, 19:16.
  • thomas1130
    RC-Heli TEAM
    Admin
    • 26.11.2007
    • 25835
    • Thomas
    • Österreich

    #2
    Naja - solche Kondensatoren sind eigentlich nicht gerade "sinnvoll" - sollte man mMn überhaupt nicht so verwenden.

    Die Ladeströme am Anfang VIEL zu hoch - das kann Leiterbahnen im FBL/Empfänger beschädigen - kauf dir einen gescheiten Puffer - der den Ladestrom kontrolliert begrenzt - vor allem in der kritischen Startphase..

    Viel Spaß beim Fliegen in A

    Stay hungry. Stay foolish.

    Kommentar

    • Zeppelin
      Member
      • 05.04.2021
      • 149
      • Matthias

      #3
      2000m sind nicht ohne. Je höher, desto niedriger die Isolationswirkung der Luft. Das kann bei Schaltnetzteilen schon zu Problemen führen.
      Im Consumer Niederspannungsbereich hab ich aber noch nie von Problemen gehört.
      Mittelspannungsgeneratoren gehen da schonmal in Rauch auf.
      Welche Einsatzhöhe steht den in der Anleitung?

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      • Timo1972
        Member
        • 25.10.2021
        • 967
        • Timo
        • München Süd

        #4
        Zitat von thomas1130 Beitrag anzeigen
        Naja - solche Kondensatoren sind eigentlich nicht gerade "sinnvoll" - sollte man mMn überhaupt nicht so verwenden.

        Die Ladeströme am Anfang VIEL zu hoch - das kann Leiterbahnen im FBL/Empfänger beschädigen - kauf dir einen gescheiten Puffer - der den Ladestrom kontrolliert begrenzt - vor allem in der kritischen Startphase..

        Viel Spaß beim Fliegen in A
        Das sind doch nur 4700uF, das ist doch bei jedem Hobbywing 120A Regler dabei. Soll ja nur bischen die Spannung bei hohen Belastungen glätten, bzw, dafür sorgen das die Spannung bischen weniger einbricht bei hohen Strömen.
        Zuletzt geändert von Timo1972; 30.09.2024, 20:10.
        Nimbus 550 / T-Rex 500X / T-Rex 450L / Goosky S2 & S1 / (M2 Evo, M2 Explorer, M1, XK K110)

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        • Timo1972
          Member
          • 25.10.2021
          • 967
          • Timo
          • München Süd

          #5
          Zitat von Long Ranger Beitrag anzeigen
          Hallo zusammen,

          Eine falsche Verkabelung kann ich ausschließen, den Heli fliege ich schon ewig so - ohne Probleme.

          Gruß
          Frank
          Was heisst ewig? Jeder Kondensator geht irgendwann "hops". Kann 20 Jahre oder länger gehen kann aber auch nach 10 Jahren hinüber sein. Vieleicht auch Zufall die beiden Unglücke.
          Nimbus 550 / T-Rex 500X / T-Rex 450L / Goosky S2 & S1 / (M2 Evo, M2 Explorer, M1, XK K110)

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          • flydown
            Senior Member
            • 26.11.2003
            • 1507
            • Uwe
            • MFV Sieben Berge Burgstemmen

            #6
            Ich würde erstmal auch sagen, daß da zufällig zwei Dinge zusammengefallen sind. Mir ist der originale Kondensator vom +T100 letztes Jahr dick geworden nach glaub sechs Jahren
            Dazu sei gesagt, der hat mir fast die ganze Zeit das System gepuffert mit den Servos, welche nun nach ausschalten den R2 Puffer einschalten.
            Hab mir einen entsprechenden gebaut und d weiter geht's.
            Zuletzt geändert von flydown; 30.09.2024, 21:20.
            lG Uwe
            Logo 550, Heim 3D 100 brushless, 25.04.20 Protos 380 entflogen :(

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            • Long Ranger
              Member
              • 17.07.2015
              • 17
              • Frank

              #7
              Naja - solche Kondensatoren sind eigentlich nicht gerade "sinnvoll" - sollte man mMn überhaupt nicht so verwenden.

              Die Ladeströme am Anfang VIEL zu hoch - das kann Leiterbahnen im FBL/Empfänger beschädigen - kauf dir einen gescheiten Puffer - der den Ladestrom kontrolliert begrenzt - vor allem in der kritischen Startphase.
              Naja, war ein Graupner Original-Teil und sollte die BEC Spannung glätten, sprich Spitzen wegnehmen und Unterspannungen abfangen.Deshalb hatte ich es nach Anleitung am Empfänger verbaut.


              Welche Einsatzhöhe steht den in der Anleitung?​
              Ich habe keine Ahnung, aber in den letzten Jahren hatte ich diesen Heli oder das Vorgänger Modell und den Lader hier immer dabei, ohne Probleme.

              Was heisst ewig? Jeder Kondensator geht irgendwann "hops". Kann 20 Jahre oder länger gehen kann aber auch nach 10 Jahren hinüber sein. Vieleicht auch Zufall die beiden Unglücke.​
              Den Heli (T-Rex 500X) habe ich vor zwei Jahren aufgebaut. Zuvor waren die Graupner Bauteile (Regler, Empfänger und dieser Kondensator aber in meinem alten T-Rex 500L verbaut. Ich denke, dass er 5-6 Jahre alt war.

              Ich würde erstmal auch sagen, daß da zufällig zwei Dinge zusammengefallen sind.​
              Ich hoffe es. Aber zunächst macht man sich schon seine Gedanken, wenn beim Verbinden des Akkus es im Ladegerät zischt und irgendwas abgeraucht (hörte sich genau so an, wie der Pufferkondensator, kann es aber nicht beurteilen, weil das Gehäuse alles verdeckt) und danach, mit dem gleichen LiPo, im Heli beim Verbinden der Stromverbindung der Pufferkondensator hoch geht.

              Ich habe beim Heli dabei nach wenigen Sekunden die Stromverbindung gekappt. Kann beim Abrauchen des Kondensators mehr kaputt gegangen sein? Wie kann ich es prüfen? Wie es anfing zu rauchen, hat sich das Beast gerade ganz normal initialisiert… das sah ganz normal aus. Leider habe ich hier auf dem Berg wenig Möglichkeiten. Aber theoretisch kann ich den Kondensator ja am Empfänger einmal abklemmen und noch einmal den LiPo anklemmen und schauen, ob sich das Beast initialisiert, der Empfänger funktioniert und die Servos sauber laufen, oder? Ohne Last sollten die BEC Spannung auch ohne Kondensator stabil laufen und nichts zerstören, oder?

              Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es am LiPo liegt. Der ist knapp 2 Jahre alt, wurde immer Top behandelt, ist nicht gebläht und hat erst ca. 10 Ladezyklen hinter sich. Der gibt ja nur seine Spannung ab - und hier bricht die Spannung im Lastbetrieb ja höchstens nach unten ein - und soweit war ich ja noch gar nicht.
              Zuletzt geändert von Long Ranger; 01.10.2024, 00:07.

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              • Gast
                Gast

                #8
                So ein C wird warm beim Laden/Entladen. - Das heisst, die Impedanz der Saftzuführung zum ESC ist zu hoch, oder der LiPo ist "weich".
                Er puffert ständig, bekommt ständig Nachladung.
                Also sagt er: "Heyh! Guck dir mal die Stromleitung Akku zu ESC an, - auch mal den Akku selbst."
                ------------------------
                Hier aber was anderes. Der erlebte Effekt zeigt, das so ein C benutzungs-/alters-bedingt im A ist.
                Ein "stinknormaler Elko" ist eigentlich wenig geeignet an so einer Stelle mit viel "Rippelstrom".
                Einmal zu heiß geworden, kann sich Struktur im Elektrolyten zerstört haben. Also "Wandlung in Brandbombe".

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                • Long Ranger
                  Member
                  • 17.07.2015
                  • 17
                  • Frank

                  #9
                  Zitat von J-Tom Beitrag anzeigen
                  Guck dir mal die Stromleitung Akku zu ESC an, - auch mal den Akku selbst."
                  Leitung zum ESC sieht gut aus. Auch der LiPo ist nicht auffällig. Er ist knapp 2 Jahre alt, wurde immer Top behandelt, ist nicht gebläht und hat erst ca. 10 Ladezyklen hinter sich.​

                  Die kleinen + und - Kabel zwischen Pufferkondensator zu einem Verlängerungskabel, welches dann zum Empfänger geht, sieht gut aus. Hier ist weder Das Kabel oder der Stecker verschmort oder verschmolzen - Hitze war nur im Kondensator selbst.

                  Jetzt stellt sich mir die Frage, da zuvor mit diesem Akku auch das alte Ladegerät abgeraucht ist (wahrscheinlich auch ein Kondensator), ein neues den LiPo aber problemlos geladen hat: Waren das zwei Zufälle und die Kondensatoren sind altersbedingt hops gegangen (Elektrolyt ausgetrocknet, was auch immer) oder liegt es doch am LiPo?

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                  • Gast
                    Gast

                    #10
                    Hmm.. Du meinst mit "Ladezyklen" von Null Volt hoch. Ansonsten sind's Millionen, Entladen/Nachladen in "Bügeleisen-Funktion" des C für geringe Spannungsimpedanz.

                    Tja.. kann es beim Crash des Charger den C erwischt haben? Der sollte doch nicht beteiligt gewesen sein, dabei..

                    Kannst wohl nur die Cs entfernen oder erneuern. Ein Buffer mit "Bügeleisen" Zusatzfunktion macht es auch, - aber ein C direkt am ESC hat weniger Impedanzweg zum ESC.
                    Nur.. 4700uF (0.0047F), - der Buffer, den ich gerade befummelte, hat 250F. 😃

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