Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

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  • Viktor
    Viktor

    #1

    Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

    Hallo

    Wer seine Blätter sauber auswuchtet, sorgt zuerst dafür, dass bei beiden der Schwerpunkt an der gleichen Stelle liegt. Erst dann wird mit Tape am SP des leichteren Blattes dafür gesorgt, dass beide Blätter gleich schwer sind.
    So jedenfalls habe ich das gelernt und fand es auch immer sinnvoll.

    Aber warum muss das eigentlich?

    Es gibt doch bei den Flächen auch Einblattpropeller, bei denen (vermutlich) der Schwerpunkt des Blattes weiter außen liegt, als der des Gegengewichtes.

    Hat jemand den Durchblick?

    Gruß

    Viktor
  • Erik_M
    Senior Member
    • 04.04.2004
    • 1553
    • Erik
    • München

    #2
    AW: Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

    das es nicht schüttelt..
    und die blätter gleich laufen
    bin ich zumindest der meinung =)

    Kommentar

    • masikano
      Member
      • 19.04.2008
      • 298
      • Michael

      #3
      AW: Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

      Primär ist nur die gleiche erzeugende Fliehkraft beider Blätter entscheidend. Keines darf eine höhrer Fliehkraft erzeugen sonst vibriert es.....

      Die physikalische Formel für die Fliehkraft lautet F = m x r x w²
      Da ja beide Blätter die gleiche Drehzahl haben, so ist auch die Winkelgeschwindigkeit gleich (w). Also hängt die ganze Größe noch an der Masse und dem Wirkradius r.

      Sind beide Blätter gleich schwer sollten auch die Einzelschwerpunkte am gleichen Platz (r) sein, dann ist die Sache im Gleichgewicht.

      Trotzdem würde die Sache auch bei ungleichen Massen funktionieren. Die große Masse müsste dann auf kleinerem Radius r drehen und die kleinerer Masse entsprechend am größeren Radius.

      Somit gibt es auch Einblattpropeller, der leichte Propeller hat den Schwerpunkt weit außen und benötigt aber ein dickes Gewicht mit weiter innen laufendem Schwerpunkt. Die jeweiligen Werte multipliziert sind jedoch identisch.
      Ich hoffe es kam einigermaßen verständlich rüber.

      Viele Grüsse
      Michael
      T-Rex 250-MB_Logo 400-MB_Logo5003D-MB_
      voodoo 600_Mini-V_Stabi_Diabolo_Mini-V-Stabi_DC16

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      • Drifter
        Drifter

        #4
        AW: Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

        Du kannst dir das auch an einem einfachen Beispiel selber klarmachen:
        Nimm einen normalen Besen, und balanciere ihn auf deinem Finger aus.
        Du wirst sehen, der Punkt wo der Besen im Gleichgewicht ist, ist viel näher am "Borstenteil" dran. Der Grund: Die "Hälfte" wo die Borsten dran sind (wie das auch immer heißt) wiegt mehr als die "Hälfte" Stiel. Allerdings ist der Borstenteil näher an deinem Finger, in dem Fall der Drehpunkt. Daher ist das Drehmoment das er ausübt aufgrund der Hebelwirkung trotz höherem Gewicht gleichgroß wie das Drehmoment des Stiels - im Ergebniss ist dein Besen jetzt in der Wage.
        Wenn du den Besen jetzt um den Punkt rotieren lässt, bleibt immer noch alles im Gleichgewicht, wie masikano das schon erklärt hat.

        vg Kris

        Kommentar

        • Viktor
          Viktor

          #5
          AW: Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

          Hallo Michael,

          danke für Deine Antwort, …

          [FONT="Comic Sans MS"]schnipp[/FONT] (Korinthenkackermodus an)

          …auch wenn sie mich zunächst nicht überzeugt hat:
          Schließlich kann ich doch auf den Schwerpunkt pfeifen, wenn

          r1 x m1 = r2 x m2

          trotz ungleicher r (und m) aufgeht, also die Blätter auf meiner Waage in der Horizontalen bleiben.

          Der Haken ist aber (und hier fällt endlich mein Groschen), dass wenn ich die Blätter in die Blatthalter einspanne, die Radien um den gleichen Wert (rbh) vergrößert werden:

          (r1 + rbh) x m1 = (r2 + rbh) x m2

          Beide Gleichungen gehen jetzt nur noch auf, wenn r1 gleich r2 ist (und m1=m2)!

          [FONT="Comic Sans MS"]schnipp[/FONT]

          Interessiert ja eh wieder kein Schwein.

          Gruß

          Viktor

          (der jetzt doch ruhig schlafen kann)

          PS

          @ Erik: Wie macht sich eigentlich der Powerjazz?
          Zuletzt geändert von Gast; 06.11.2008, 22:11.

          Kommentar

          • Agusta
            Agusta

            #6
            AW: Schwerpunkte bei Hauptrotorblättern

            ...der eigentliche Grund liegt am sog. Konuswinkel...die äußeren Areale am Blatt erzeugen mehr Auftrieb...somit sind sie auch etwas höher in der Luft...die Blätter stehen also am Ende etwas weiter nach oben als in der Nähe der Blatthalter...soweit verständlich...ist der Schwerpunkt des einen Blattes nun weiter außen und somit weiter von der Rotorwelle entfernt gibts Unwuchten IN DER JEWEILIGEN EBENE...lägen die Blätter in gleicher Ebene ohne Auftrieb ist es wurscht.

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