Hallo Freunde!
Rotorblätter unterliegen in erster Linie Zug- und Torsionskräften. Je nach herstellung der Blätter kann es zu einer ungleichmäßigen Krafteinleitung in die Faser kommen. Die einen Fasern sind bereits parallel zur Belastungsrichtung ausgerichtet und tragen die gesammte Last während die anderen noch gestaucht in der Matrix liegen und die Last noch nicht abfangen. Nur einheitlich "vorgespannte" Fasern teilen sich die Belastung optimal. Da dieses jedoch nicht so einfach zu erreichen ist, verbauen die Hersteller von Rotorblättern oft mehr Gewebe und Rovings als rechnerrisch nötig ist zur Sicherheit. Normal sind diese Produkte ausreichend dimensionier, so das man ehr mit einer Beschädigung durch Steuerfehler als durch Blattbruch rechnen kann. Selbst die Alterung des CFK- und GFK-gewebes durch UV-Licht ist vernachlässigbar. Anders sieht das bei AFK (Kevlar) aus. Diese Faser kann bei intensiever Sonneneinstrahlung leicht umn bis zu die Hälfte an Festigkeit verlieren und verspröden. Allerdings ist Kevlar woll kaum der richtige Werkstoff für steife Rotorblätter.
Die Matrix das Harz ist ebenso UV-empfindlich. Allerdings haben die Harzsysteme mit Luftfahrtzulassung, welche die meisten Hersteller wohl verwenden dürften,eine höhere Beständigkeit. Altern tun diese jedoch auch und verlieren einen gewissen Teil ihren Festigkeit und verspröden.
Meiner Meinung nach sind solche Aspekte jedoch für den Normalpiloten nicht der Grund, die Rotorblätter wechseln zu müssen. Ein schlagartiges Versagen des Gewebes und der Matrix kann ich mir einfach nicht vorstellen. Durch regelmäßige Sichtkontrolle kann ein Schlimmeres verhindert werden.
Die Sruktur eines Rotorblattes ist den durch im Flug auftretenden Belastungen gewachsen. Dieses sind im wesentlichen Flächenlasten. CFK reagiert jedoch je nach höhe des E-Modlues alergisch auf punktuelle Lasten (z.B. Anschlagen mit der Rotorblattnase an der heimischen Kellertürzarge. Dieses kann zu einer Beschädigung der Sruktur führen und somit eine ungünstige Kraftverteilung bewirken die zum Ausfall führen kann.
Lange Rede kurzer Sinn:
Fliegt eure Blätter so lange wie ihr wollt, aber benutzt sie nur zum fliegen und nicht als Schlaginstrument.
Schaut euch die Blätter genau an und wenn ihr meint, der Harzer der Blätter hätte das Gewebe nur so in die Form fallen lassen und ein wenig Harz darübergetreufelt, so last sofort die finger davon.
Wer es ganzgenau nehmen will kann sich ja eine Biege- und Torsionsvorrichtung basteln. Vermeßt die neuen Rotorblätter und notier euch die Werte. Bei einer Rotinemessung könnt ihr dann ja fewststellen, ob die Festigkeit deutlich nachgelassen hat.

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