Ich habe es langsam leid immer nur total hirnrissigen Schrott zu hören/lesen, wenn es um das Thema 3D Fliegen geht.
Folgende Behauptungen sind ganz einfach nicht wahr:
1. 3D Piloten können nicht geradeaus fliegen.
Erklärung: ohne Basics geht mal garnichts.
2. 3D Piloten können nicht sauber schweben.
Erklärung: wieder diese Basiscs. Ich persönlich aber auch die meisten anderen 3D Piloten (Ich bin mal so frech mich hier dazu zu zählen) schweben mit einen 450er Heli unter ziemlicher garantie sauberer wie so mancher "Schwätzer" mit seinem "90er 0% Nitro Lötterle Chopper".
3. 3D Piloten erkennen doch garnicht mehr die Lage ihres Hubschraubers bei Flugfiguren sondern steuern nur nach Timing.
Erklärung: Wäre dies zum Beispiel bei einem Chaos so würde der Hubschrauber unkontrolliert abdriften, aber gute Piloten beherrschen es, selbst bei solch einer Flugfigur den Heli an einem Punkt zu halten oder ihn kontrolliert zu bewegen.
4. Die Top-Piloten fliegen wie unsereins am Sim, das Geld spielt keine Rolle und man bekommt ja alles vom Sponsor in den Arsch geschoben.
Erklärung: die Modelle bauen sich nicht von selber wieder auf. Auch ist die Einstellung eines Modells nicht auf Knopfdruck wieder die selbe. Schrauben kostet Zeit und längst nicht alle Top-Piloten haben ein Vollsponsoring. Man möchte den Sponsoren auch nicht unnötig Geld kosten.
5. Piloten wie Dominik Hägele oder Lucas Rive bekommen bestimmt um die 20 Helis im Jahr gestellt und haben immer 10 Stück als Reserve. Sie crashen auch jeden zweiten Flug und das ganze juckt sie rein garnicht.
Erklärung: dem ist ganz sicherlich nicht so. Klar haben sie auch Ersatzmodelle. Internationale Wettbewerbe ohne solche zu besuchen käme unter umständen ganz schön teuer.
Gecrasht wird meistens nicht wegen zu tief, sondern - und das wollen die meisten einfach nicht wahrhaben - wegen technischer Defekte. Da die Flugvorführungen meistens ziemlich tief geflogen werden sieht so ziemlich jeder technische Defekt aus wie "zuuu tief" geflogen. Es gibt natürlich auch Piloten die wesentlich öffter wegen "zuuu tief" und wegen "versteuert" crashen. Aber bei der Elite kommt dies eher seltener vor.
6. Gutes Equipment ist nicht wichtig - ein Alan Szabo würde wahrscheinlich mit jedem Hubschrauber und jeden Komponenten ein solches Programm hinlegen.
Erklärung: Das ist vollkommender Stuß. Auch ein Alan Szabo bekommt mit einen schlechten Heck keinen sauberen Pirofunnel hin. Außerdem reicht bei vielen Modellen ganz einfach nicht die Präzision, Servogenauigkeit, Servogeschwindigkeit, Servokraft und Power des Antriebs aus, um auf einen hohen Level zu fliegen. Hier nützt auch das beste Pitchmanagement nichts! Auch die Mechaniken beschränken einen solchen Flugstill sehr - mit 4° negativ und 9° positiv Pitch geht einfach nichts und wenn der Rotorkopf bei 6,5° zyklisch blockiert ists auch aus...
7. Ein schlechter Motor kann von Pitchmanagement kaschiert werden und es kommt nicht auf die Leistung des Motors an, sondern auf den Piloten.
Erklärung: das ist nur die halbe Wahrheit, denn gutes Pitchmanagement kann zwar viel Leistung sparen und helfen die Drehzahl konstanter zu halten, aber ein absolute sauber und rund laufender Motor ist eigentlich schon ein "MUSS". Ohne Leistung geht nunmal garnichts.
Es gibt sicherlich noch viel mehr Vorurteile, welche mir spontan nicht einfallen.
Meine Destination ist es hier all die lieben "Neider", "Desinteressierte", "Schwätzer" oder einfach nur "Sympathisanten ohne ausreichendes Hintergrundwissen" anzusprechen um sie zu bitte, dass sie der Welt diese Behauptungen ersparen können, denn das macht die Leistungen der 3D Piloten kaputt und wertet sie ins bodenlose ab.
Vielen Dank
Sebastian Zajonz





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