Hier ist wieder ein neuer, aber nur beim Modellfliegen und noch mehr beim Schrauben und reparieren. Ich bin mittlerweile fast 65 Jahre und bin auf die dumme Idee gekommen Heli zu fliegen. Das ohne jede Vorbildung ich habe so etwas noch nie probiert. Ich habe eine Frage aber die kann ich erst am Ende stellen. Vorerst muss ich noch ein wenig ausholen.
Na gut. Angefangen hat es mit einem Picco Z und schon hat mich der böse Virus -Heliflug- erwischt. Dieses Flugobjekt welches alles machte nur nicht das was ich mir vorstellte und wollte wurde bald gegen ein etwas Besseres (glaubte ich) ausgetauscht. Es kam ein Carson EC-135 Air Zermatt ins Haus. Na ja, mit einigen kleineren Reparaturen wie Rotorblätter, neuer Rumpf (hinten gebrochen), neuer Motor und anderen Kleinigkeiten konnte ich ihn ein wenig in der Luft halten und so herum gurken. Aber es war schon ein Erfolgserlebnis.
Nun der große Schlager ich wollte einen Heli mit nur einem Rotor, keinen Koax und so besorgte ich mir ein RTF Modell Belt CP V2 mit einer Steuerung E-Sky, 6 Kanal, 2,4 GHz, Bezeichnung ET6i.
Ich habe mir das Heli fliegen ein wenig leichter vorgestellt. Ich wusste dass es schwer ist aber ich glaubte nicht dass es so schwer ist. Bevor ich den Belt CP V2 in Betrieb nahm fing ich erst mal mit den verschiedenen Flugsimulatoren an (FMS, HELI - X, AFPD). Ich habe schon nächtelang in diesem und in anderem Forum gestöbert und gelesen. Nachdem es heißt RTF auspacken und fliegen hatte ich es für bare Münze genommen und probiert. Natürlich mit Landegestell aber Landegestell viel zu klein, trotzdem der erste Crash. Blattlagerwelle verbogen, Rotorblätter hin. Ersatzteile bestellt und anschließend repariert.
Als erstes wurde das Landegestell vergrößert. Es wurde eine Pevolonscheibe mit einem Durchmesser von 35mm und einer Höhe von 8 mm gefertigt. Anschließend wurden durchgehend zwei Bohrungen gemacht und in diese Bohrungen wurden 2 Carbonrohre mit einem Durchmesser von 6 mm eingesetzt. Die Carbonrohre haben eine Länge von 1000 mm. Diese Landegestellgröße finde ich jetzt ok. Es wurden vom Elektriker die Blockklemmen auseinander geschnitten und etwas aufgebohrt sodass die Blockklemmen auf das Carbonrohr passen und festgeschraubt werden können. Zwischen den Blockklemmen kommt eine ca. 60 mm Styroporkugel. Anschließend wurde das Landegestell mittels eines Blumendrahtes an den Kufen fixiert. Der Heli wurde nun mittels einer Schnur und einem Fleischhaken zum Schwerpunkt kontrollieren und auszubalancieren aufgehängt. Beim Ausbalancieren kann man wenn nötig zwischen den Blockklemmen und Styroporkugeln mit Beilagscheiben bzw. kleinen Kugellagern etwas Gewicht ausgleichen. Nun habe ich versucht die Rotorblätter mit der Pitchlehre zu kontrollieren und einzustellen. Wie mache ich das am besten? Als erstes habe ich ein Montagegestell (komplett Niro) gefertigt. Nach allen Seiten verstellbar und der Heli in allen Seiten fixierbar. Anschließend wurde das Gestell mit der Wasserwaage und mit einem Laser (selbstjustierendes Nivelliergerät) genau in der Waage ausgerichtet. Dann konnte man die Rotorwelle, das Paddel, die Taumelscheibe, den Spurlauf usw. alles schön mit dem Laser kontrollieren und einstellen. Und das habe ich gemacht.
Testflug zwei mit zweitem Crash und nächste Reparatur.. Einige Hüpfer ganz gut. Dann ein wenig leichtsinnig und ein etwas höherer Aufstieg, ca. 1m und schon war es passiert. aus Angst das Gas momentan komplett abgestellt und aus diesem Grund Einschlag der Rotorblatter im Heckrohr. Heckrohr komplett verbogen und kaputt. Blattlagerwelle verbogen, Rotorblätter hin. Ersatzteile bestellt und anschließend repariert.
Anschließend wieder die ganzen Einstellungen mit Laser. Diese Einstellungen sind mir glaube ich ganz gut gelungen. Der Heli ist verhältnismäßig ruhig beim aufsteigen und hat fast keine Vibrationen. Mit der Befestigung des Landegestelles mittels Blumendraht war ich nicht glücklich, da musste etwas anderes her, aber was? Bei der Befestigung braucht man immer 2 Leute oder Hände wie Buddha. Das muss erstens alleine und zweitens genauer gehen. Der Heli muss auf Grund des Schwerpunkts immer in derselben Stellung sein. Ich habe auf das Carbonkreuz mittels Kabelbinder eine 15x15 cm Aluplatte fixiert. Auf der Oberplatte genau im Abstand der Landekufen als Distanz an jeder Ecke der Landekufen ein 1x1x1cm Balsaholzklotz geklebt. Die Befestigung der Landekufen wurde links und rechts mittels einer Seilklemme mit Selbstsichernder Mutter befestigt. So steht der Heli auf dem Landegestell immer genau an derselben Stelle und die Gewichtsverteilung des Landegestells ist immer gleich. Heute habe ich wieder ein paar Sprünge probiert und es ist einigermaßen gut gegangen, zumindest einmal ohne Crash. Ich möchte natürlich noch sagen dass das Landegestell natürlich auch ein größeres Gewicht mitbringt. Ich habe vorerst statt der Styroporkugeln sogenannte Rosenkugeln aus dem Gartencenter probiert. Diese Kugeln sind aus Plastik und sind etwas schwerer aber viel wiederstandsfähiger als Styropor. Mit diesen Kugeln hatte ich ein Abfluggewicht von 990 Gramm. Mit Styroporkugeln habe ich es noch nicht gewogen.
Jetzt zu meiner Frage: Kann ich bei meiner Steuerung irgendwo einstellen dass der Heli nicht so aggressiv auf jede kleinste Bewegung reagiert sondern das es etwas -Softie- geht? Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben und mir helfen. Ich möchte auch noch festhalten dass ich mittlerweile 2 Stunden mit dem Lehrer geflogen bin.
Mfg Werner1945



. da kannst du auch expo einstellen um den heli etwas zahmer zu machen . und irgendwann brauchst du ja doch was anderes. die dx7i wäre ganz klar noch besser aber das ist alles eine preissache
In allen mir bekannten Foren wird Anfängern gegenüber immer wieder deutlich darauf hingewiesen, dass RTF in den allermeisten Fällen leider nicht bedeutet 'auspacken und fliegen', da die sogenannten RTF-Helis ab Werk meist nur ungenügend eingestellt sind. Ein gut eingestellter Heli ist aber eine wichtige Voraussetzung für erste Erfolgserlebnisse eines Anfängers. Einstellungsfehler durch ein größeres Landegestell kompensieren zu wollen ist definitiv der falsche Weg! 1 Meter Durchmesser halte ich bei einem Belt CP für deutlich zu groß, die Flugeigenschaften werden dadurch meiner Meinung nach deutlich verschlechtert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Heli ohne 'Deppenlandegestell' deutlich einfacher zu beherrschen ist als einer mit! Wenn das Abheben, Aufsetzen und Schweben im Simulator gut funktioniert und der Heli vernünftig eingestellt ist, benötigt man eigentlich kein Landegestell mehr.

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