Hat jemand Ahnung oder evtl. selbst getestet, ab welchem Anstellwinkel an den Heckrotorblättern die Strömung abreisst ?
Fliege VStabi 4 und befürchte, dass bei schnellen Pitchstössen die Reaktion des VStabis soviel Pitch vom Heck anfordert, dass dies aerodynamisch garnicht drin ist und mir deswegen das Heck "wegspringt"
Also ein Strömungsarbriß entsteht ja nur bei zu hohen Anstellwinkel wenn gleichzeitig die Geschwindigkeit zu gering ist für diesen Anstellwinkel. Ich kann mir aber nicht vorstellen das bei 15000 und mehr Umdrehungen/min es überhaupt möglich ist einen Strömungsabriß zu provozieren. Geht beim Hauptrotor ja auch nicht. Aber ist reine Vermutung. Vlt weiß es ja jemand genau
Ja genau wollte ich auch grade schreiben. Aber beim Hauptrotor ist ein Strömungsabriss wirklich möglich, man muss es aber provozieren. Ab nem gewissen Anstellwinkel kommen die Blätter halt in nen Stall, aber beim Heck glaube ich nicht das du irgendwelche Probleme damit bekommst, eben weils ja mechanisch begrenzt ist. Und sonst setzt du halt das Limit noch ein bisschen runter, nur fehlt dir dann evtl Performance.
Also ein Strömungsarbriß entsteht ja nur bei zu hohen Anstellwinkel wenn gleichzeitig die Geschwindigkeit zu gering ist für diesen Anstellwinkel
Sorry, aber ist definitiv falsch. Der Strömungsabriss hängt NUR vom Anstellwinkel ab, die Drehzahl ist da total egal.
Normal stallt ein Profil bei ca. 12-15°, die relativ dünnen HeRoProfile würde ich da aus dem Bauch heraus eher bei 12° einordnen.
Das aber nur bei ruhig stehendem Heck, wenn sich das Heck selbst dreht, verändert sich die Resultierende des Anströmvektors ganz beträchtlich. Kann man sich ja einmal ausrechnen (oder aufmalen), wen´s interessiert. Daher ist mehr Anstellwinkel als die 12° durchaus sinnvoll.
Merken tut man es am "lustigen" Geräusch, wenn ein Rotor stallt, das rauscht dann ganz eindrucksvoll und die Wirkung ist weg. Kann man eigentlich gar nicht übersehen/-hören.
Sorry, aber ist definitiv falsch. Der Strömungsabriss hängt NUR vom Anstellwinkel ab, die Drehzahl ist da total egal.
Normal stallt ein Profil bei ca. 12-15°, die relativ dünnen HeRoProfile würde ich da aus dem Bauch heraus eher bei 12° einordnen.
Das aber nur bei ruhig stehendem Heck, wenn sich das Heck selbst dreht, verändert sich die Resultierende des Anströmvektors ganz beträchtlich. Kann man sich ja einmal ausrechnen (oder aufmalen), wen´s interessiert. Daher ist mehr Anstellwinkel als die 12° durchaus sinnvoll.
Grüße
Günter
hi Günter,
natürlich hat der Strömungsabriss auch was mit der Drehzahl zu tun. Wäre ja blöd wenn nicht, denn dann könnte ich mit 500UPM super 30min fliegen. Der Auftrieb wäre ja mit 12° Pitch dann der selbe wie bei 3000UPM. Strömungsabriss ist immer eine Folge von zuviel Anstellwinkel bei zu wenig Geschwindigkeit.
Nene, der Strömungsabriss ist nur vom Anstellwinkel abhängig - der Auftrieb ist von Drehzahl UND Anstellwinkel abhängig. (siehe für eine Erstinfo auch wikipedia, Stichwort "Strömungsabriss")
Du kannst schon mit wenig Drehzahl länger fliegen, aber bei einem höheren Anstellwinkle als mit höherer Drehzahl.
A = Ca x q x S
A... Auftrieb
Ca... Auftriebstbeiwert
q... dynamischer Druck (bestehend aus Dichte und Anströmgeschwindigkeit zum Quadrat, v x v)
S... Auftriebsfläche (const.)
Also: A = Heligewicht = const.
v geringer --> erforderlicher Ca (und damit Anstellwinkel) höher
v höher --> erforderlicher Ca (und damit Anstellwinkel) geringer
Das interessiert mich jetzt echt, auch wenn es wohl ein wenig OT ist:
Wenn beim Heli der Strömungsabriss wirklich nur vom Anstellwinkel her abhängt, dann muss das aber ganz anders sein als bei der Fläche.
Wenn ich bei der Fläche den Anstellwinkel erhöhe (mehr Höhenruder, das Flugzeug geht mit der Nase nach oben, der Anstellwinkel erhöht sich weil die Fläche mehr nach oben zeigt), dann habe ich irgendwann einen Strömungsabriss wenn ich nicht ensprechend mehr Schub (Gleich mehr Drehzahl beim Heli) gebe.
Sicherlich hast Du recht wenn Du sagst der Strömungsabriss ist nicht abhängig von der Geschwindigkeit über Grund, also der Vorwärtsgeschwindigkeit. Aber sie ist doch abhängig vom Schub. Also je mehr Schub ich gebe umso höher kann ich den Anstellwinkel machen. Ich dachte das läßt sich 1:1 auf den Heli übertragen. Also wenn ich mehr Drehzahl gebe, kann auch auch einen höheren Anstellwinkel haben ohne das ein Ströumgsabriss entsteht.
Profil ist Profil, egal ob bei der Fläche oder am Rotorblatt.
Bei der Fläche kannst du bei Mindestfahrt mit maximalem Anstellwinkel (sagen wir mal 12°) horizontal fliegen, der Auftrieb ist also gleich dem Gewicht. Bei 13° stallt die Fläche aber. Nennt man slow-speed.stall.
Fliegst Du jetzt schneller, erzeigt die Fläche bei 12° Anstellwinkel natürlich viel mehr Auftrieb (siehe Formel oben), damit kannst Du nun einen Loop oder enge Kurven fliegen. Bei 13° stallt sie aber wieder. Nennt man accelerated stall.
Wenn ich bei der Fläche den Anstellwinkel erhöhe (mehr Höhenruder, das Flugzeug geht mit der Nase nach oben, der Anstellwinkel erhöht sich weil die Fläche mehr nach oben zeigt), dann habe ich irgendwann einen Strömungsabriss wenn ich nicht ensprechend mehr Schub ... gebe
Der Strömungsabriss kommt nur davon, dass du versuchtst, die Höhe zu halten. Da die Fahrt aber abnimmt (bei idle) erhöhst du den Anstellwinkel über 12° und damit kommt der stall. Wenn du bei 12° genau genug Schub gibst, dass die Fahrt gehalten wird, kommt es auch zu keinen Stall und das Flugzeug fliegt weiter.
Es stimmt auch, dass man für hohen Anstellwinkel UND hohe speed viel Schub braucht - bei ßberschreiten des sog. kritischen Anstellwinkeld hilft aber auch noch so viel Schub nix, der Flieger (bzw. das Rotorblatt) stallt.
Lies die einmal die Wikipedia-Seite durch, das ist die Beschreibung ganz gut und auch ein Diagramm, wie sich der Auftrieb an einem Profil in Abhängigkeit vom Anstellwinkel verhält.
dann haben wir wohl etwas aneinander vorbei geredet. Klar das es einen "Point of no return" gibt wo der Anstellwinkel so hoch wird, daß keine Strömung mehr anliegen kann. Den habe ich in meinen ßberlegungen aber ausgeklammert. Gehen wir von den Anstellwinkeln aus, wo das nicht der Fall ist, ist es aber so, daß ich bei höherem Schub natürlich auch mehr Anstellen kann ohne einen Strömungsabriss zu bekommen.
Also ein Strömungsarbriß entsteht ja nur bei zu hohen Anstellwinkel wenn gleichzeitig die Geschwindigkeit zu gering ist für diesen Anstellwinkel. Ich kann mir aber nicht vorstellen das bei 15000 und mehr Umdrehungen/min es überhaupt möglich ist einen Strömungsabriß zu provozieren. Geht beim Hauptrotor ja auch nicht. Aber ist reine Vermutung. Vlt weiß es ja jemand genau
Gruß
Claus
Ich hatte vergessen zu erwaehnen, dass es sich um getrennten Haupt und Heckantrieb handelt (Joker3DD) und ich daher - aus Versehen - mit viel weniger Drehzahl am Heck herumfliege/n (kann) als eigentlich sein sollte.
Hallo
Das wird rein mechanich nicht möglich sein, da vorher die Schiebehülse der Blattverstellung am Endanschlag ist.
Der Gesamtweg gibt das gar nicht her.
mfg
Ralf
Ich weiss ja nicht von welchem Heli Du sprichst, aber ich mechanisch etwas um die 30+ grad auf jede Seite. Aber das macht jetzt auch Sinn fuer mich, nach Guenther's Erklaerung. Man braucht den am Boden gesehenen hohen Anstellwinkel, weil wenn das Heck erstmal in Fahrt ist und 3 Piros/sec. macht dies sich relativiert und es muss ja immernoch heckweg da sein um dies zu erhoehen
Problem ist natuerlich wenn man diesen hohen Pitch von Anfang an reinknallen kann; das ist wahrscheinlich was mein VStabi bei extremen (Hauptrotor-)Pitchstoessen macht und ich bekomme schlagartig Stroemungsabriss.
Kenne das auch von der Fliegerei so, dass Stroemungsabrisse nicht sehr weit ueber 15 Grad rausgeschoben werden koennen - und bestimmt nicht bei symmetrischen Profilen...
Bis jetzt noch Vermutung, aber ich glaube der Stroemungsabriss ist mein Problem. (hatte auch Motorleistung im Verdacht)
Gruesse,
Wolfgang
p.s.
ein "stall" kommt immer beim gleichen Anstellwinkel, auch wenn das manchmal eine andere geschwindigkeit sein kann!
...damit das angefachte feuer auch nicht ausgeht
Was hier scheinbar vergessen wird ist das der besprochen anstellwinkel nicht der mechanische winkel ist, sondern die Kombination zwischen mechanischem Winkel, Seitenwind und Drehzahl.
Bei einem schnellen, grossen Funnel z.B. kann mann da ruhig über 30° mechanischen winkel haben, da reist nichts ab weil sich der hero durch die Luft schraubt und somit der aerodynamische anstellwinkel recht gering ist (und sogar derselbe wie in einer normallen steil kurve da ja, im endeffekt, der selbe drehmoment ausgeglichen werden muss)
Um sich damit zu überzeugen kann mann mal einen schellen funnel mit nur 20° am heck probieren
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