Mir sind auch mal die Rotorblätter weggeflogen. Der Heli fiel wie ein Stein runter! Das habe ich nicht vergessen, seitdem gibt es alle 3 Akkus eine kleine Inspektion: Rotorblätter ab, Schrauben am Blatthalter checken. Riemenspannung checken, anderer Schrauben kurze Sichtung!
Thema Wartung
Das Wartungsintervall eines Helis ist sicherlich stark abhängig von der Konstruktion des Helis, den Betriebsbedingungen(Flugstil), der Antriebsart (Glühzünder, Benziner, Turbine oder Elektro) sowie den eingesetzten Komponenten. Die Wartung ist das Durchführen eines Soll- ist Vergleiches und das Einleiten geeigneter Maßnahmen zur Wiederherstellung des Sollzustandes. Da die Modellbauindustrie keinerlei Wartungszyklen für Helis sowie den elektronischen Komponenten angibt ist der Betreiber des Flugmodellhubschraubers dafür verantwortlich. Wer einen Helicopter nicht wartet handelt fahrlässig bis grob fahrlässig. Im Falle eines Unfalls kann das sehr unangenehm werden! Für die gewissenhafte ßberprüfung des Helis empfehle ich folgende Vorgehensweise:
Vorflugcheck = Kontrolle der Blattanschlüsse,- Gestängespiel,- Wirkrichtung der steuerung(richtiger Modellspeicher gewählt?),- Abbremsen der Servos von Hand bei Betätigung der Taumelscheibe (Kraftprüfung des Servos),- Heckgyro hat Neutrallage richtig initialisiert,- Empfängerakku ist voll, Flugakku geladen (Anzeigen des Ladegerätes beachten). Beim Hochfahren des Systemes auf ungewöhnliche Vibrationen oder Geräusche achten. Im Zweifelsfall sofort abbrechen und Fehler beseitigen!!!
Nachflugkontrolle = Hubi auf gelöste Bauteile überprüfen, Sichtprüfung auf Abrieb oder Aluminiumschmierspuren (Haarriss). Empfängerakku nach dem Fliegen entladen und Restkapazität ermitteln (Wichtig bei NC-Akkus).
Routineprüfung = Regelmäßig (z.B. in der Woche) alle Schraubverbindungen auf festen Sitz prüfen. Getriebespiel prüfen. Wo vorhanden die Kraftstoffschläuche auf beschädigungen an den Anschlüssen überprüfen. Servolaufgeräusche und Kraft kontrolieren
Große Wartung: Auswechseln von hoch belasteten Schrauben, Lagern, Kugelköpfen und sonstigen Verschleißteilen.
Jeder Helipilot sollte sich für sein Modell einen entsprechenden Wartungsplan erstellen, ideal ist die Dokumentation der größeren Wartungen.
Wer sein Fluggerät so behandelt kann sichtbare Mängel rechtzeitig erkennen und Unfälle vermeiden helfen. Modellhubschrauber sind halt kein Spielzeug!
So gerüstet werden wir alle sehr viel Freude an unserem schönen Hobbi haben.
mfG
Norbert
Zuletzt geändert von nopost123; 03.01.2010, 21:37.
Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
Große Wartung: Auswechseln von hoch belasteten Schrauben, Lagern, Kugelköpfen und sonstigen Verschleißteilen.
Gerade in diesem Punkt bin ich völlig anderer Meinung. Die Gefahr von Haus aus kaputte oder minderwertige Teile zu verbauen ist viel höher, als dass altbewährte Teile versagen. Außer, man bemerkt Verschleiß wie z.B. bei Kugelköpfen.
Gerade in diesem Punkt bin ich völlig anderer Meinung. Die Gefahr von Haus aus kaputte oder minderwertige Teile zu verbauen ist viel höher, als dass altbewährte Teile versagen. Außer, man bemerkt Verschleiß wie z.B. bei Kugelköpfen.
Hallo Tobias
Ich spreche hier nicht von kaputten oder minderwertigen Teilen! Hoch belastete Teile,- z.B. der Sicherungsbolzen eines Rotorkopfes auf der Rotorwelle,- sind nach einem Crash bzw. turnusmäßig zu erneuern. Natürlich gegen neue , hochwertige Ersatzteile! Versagt so ein Pfennigsartikel( heute natürlich in Cent umzurechnen) ist der Heli hin und es besteht die Gefahr von Personenschäden. Leider muß auch hier wiederum der Betreiber des Modellhubschraubers festlegen was ein solches hoch belastetes Teil ist oder auch nicht. Es ist also der technische Sachverstand des Betreibers, seine Erfahrung sowie das persönliche Sicherheitsdenken entscheident ob es zu einem Bauteilversagen auf Grund von Alterung /Ermüdung oder ßberlastung kommt. Wir könnten z.B. das Forum nutzen um auf Grund von gesammelten Erfahrungen ein Archiv von kritischen Bauteilen der einzelnen Mechaniktypen zu erstellen. (Als Anregung)
mfG
Norbert
Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
meinen Hubi schaue ich so alle 100 Flüge durch.
Dann kommen in der Regel neue Kugelpfannen und Lager an den Blatthaltern und Hauptrotoerwelle rein.
Das sind Erfahrungen für einen 600, 700er Rexe und MP-XL.
Je nach Qualität der verwendeten Bauteile kann das aber auch wesentlich weniger sein!
Bei Abstürzen werden die Kugelpfannen am Kopf immer getauscht.
Ich denke hier sollte man nicht sparen!
Ansonsten fliegen alle teile raus die verdächtig aussehen oder sich so benehmen! :-)
Norbert, ich glaub, dass Du mich nicht richtig verstanden hast. Es ist schon klar, dass man gebrauchte Teile nicht gegen gebrauchte austauscht.
Ich meine vielmehr, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit von Neuteilen viel höher ist, als von Teilen, die schon lange ihren Dienst tun.
Stichwort Badewannenkurve.
also ich kann Tobias Einschätzung nur betätigen. Technisches Versagen am Modellheli hat nach meiner Erfahrung nach fast nie mit Ermüdungserscheinungen des Materials zu tun.
Die meisten 'technischen' Probleme haben meistens die Piloten, die ständig an Ihren Helis herumfummeln, irgendetwas neu einstellen und andauernd checken und überprüfen.
Das Beste ist wie immer ein guter Kompromiss: ordentliche Vorflugkontrolle, aufmerksames Fliegen (Geräusch, Flugverhalten) , und falls der nächste Crash zu lange auf sich warten lässt - ne kleine Inspektion.
Jeder Helipilot sollte sich für sein Modell einen entsprechenden Wartungsplan erstellen, ideal ist die Dokumentation der größeren Wartungen.
Haha, Norbert sehr witzig... muss ich denn den nächsten C-Check von meinem T-Rex 450 Pro von nem Klasse1 Prüfer abnehmen lassen oder darf ich den auch selbst abschreiben??
Haha, Norbert sehr witzig... muss ich denn den nächsten C-Check von meinem T-Rex 450 Pro von nem Klasse1 Prüfer abnehmen lassen oder darf ich den auch selbst abschreiben??[/QUOTE]
Hallo Robert
Das Thema dieses Thread ist "Wartungsarbeiten am Heli" . Nicht Abnahmeprüfungen o.ä. Wir schildern hier unsere Erfahrungen im Umgang mit Modellhubschraubern und die von uns daraus persönlich abgeleiteten Maßnahmen. Zum Glück sind in Deutschland noch keine "TßV-Prüfungen" für Modellhubschrauber erforderlich. Das heist aber nicht, dass ich deshalb keine entsprechenden Prüfungen durchführe. Die von mir geschilderte Vorgehensweise ist über einen Zeitraum von nunmehr 28 Jahren gewachsen. Bei den früheren Roten Servos eines deutschen RC-Herstellers habe ich damals sogar alle 20 h die Servopotis mit Verkabelung ausgewechselt, da die Kohlebahnen sich in dieser Zeit stark abnutzten. Dieses Problem gibt es zum Glück bei heutigen hochwertigen Servos nicht mehr.
Das von Tobias angesprochene Thema der "Badewannenkurve" ist für RC-Komponenten sicherlich ein Thema. Deshalb lasse ich z.B. neue Komponenten erst 2h im Servotest laufen bevor damit geflogen wird. Ein Servo eines anderen deutschen Herstellers hat dabei tatsächlich mal die Flügel gestreckt und ist ausgestiegen. Eine 100% ige Sicherheit werden wir nie haben. Man kann aber sehr wohl die Fehlerquote eingrenzen. Bei mechanischen Teilen, wie Schrauben und Bolzen verlasse ich mich auf die Spezifikation des Materials. Da ich nicht weiß wann die Badewanne zu Ende ist wechsele ich hier lieber vorbeugend aus. Hier sind besonders die Bauteile des Rotorkopfes gemeint.
mit freudlichen Fliegergrüssen
Norbert
Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
ich mache bei meinen Heli im Winter einen Komplettcheck der Mechanik, aller Servos und von dem Motor. Evtl. lasse ich sogar meinen Sender überprüfen von einem Fachunternehmen. Will mir nichts nachsagen lassen.
Der Komplettcheck der Mechanik umfasst folgendes:
- Hauptrotorkopf und Heck abbauen
- Reinigen und Prüfen aller Lager in den Rotorköpfen
- Prüfen der Anlenkungen und Gestänge
- ßberprüfen von Chassis und der Lager
- Prüfen der Kugelpfannen und ggf. Austausch der Pfannen vom Kopf
- Prüfen der Servokabel
Vor und nach jedem Flug prüfe ich hald die Gestänge und den Kopf ob irgendwas locker ist und alle 50 Flüge prüfe ich auch noch die Blattlagerwellen sowie sämtliche Schrauben am Heli ob sie noch fest sind.
Schöne Grüße Alex
T-Rex 250 SE / T-Rex 550 / T-Rex 600 LE FBL Beast / Vibe 50 Strech auf 90
DX8 mit DSMX
Echt lustiges Thema hier,.
Kontrolle fängt doch schon beim Aufbau an,.
wenn ich beim Aufbau alles sichere wie es sein sollte ,
dann brauch ich doch nicht alle Furznaselang einen Check machen.
Es sei ,.. man traut sich selbst nicht beim Zusammenbau
Wenn ich lese "Kugelpfanne zu stramm" und als Antwort lese "Mach doch größer"
wundert es mich nicht das die Flieger ab und an mal vom Himmel fallen.
Eine Kugelfpfanne die nicht passt ist einfach eine Fehlproduktion und gehört in den Müll.
Naja , man kann ja 30 Cent sparen,.. beim 500 Euro Heli.
Sicher gehört der Check dazu, mache ich auch , Anlenkungen ,Schrauben (alle), Spritschlauch, Verbindungen, mal die Ritzel begutachten,. Kupplung am Ende, merkt man vorher,
Leider kann ich Schrauben ,Anlenkgestänge (Schwachpunkt Stange zum Gewinde) auf Materialermüdung /Anbruch nicht testen , ein Röntgengerät habe ich noch nicht.
und in welchen Zyklen man die wechseln soll kann dir eh keiner sagen,
weil jeder davon ausgeht das die ewig halten (Sollten)
Ich muss auch Tobias recht geben , je öfters ich den Heli zerlegen, alles ab wieder dran,
hier schrauben da schrauben, das mal neu machen ,ob wohl es noch OK ist ,
solange der Heli fliegt wie eh und je ,mache ich es durch meine Schrauberei nicht besser.
(Kennt jeder vom Möbel Auf -- Abbau, nach dem dritten mal sind die Schrauben dann doppelt so lang, und es wackelt immer noch)
Ich finde man sollte ein Auge drauf halten , jeder kennt die Eigenschaft eines Helis, sollte sich was ändern, nachsehen, aber man sollte es nicht übertreiben.
Es ist einfach so ,..man kann noch so genau prüfen
Der Teufel sitzt im Detail
wenn man dran ist mit dem Absturz , dann ist man es halt,..
So, nun könnt ihr mal wieder drauf hauen, habe mit Sicherheit ins Wespennest gestochen
(PS : pflegt ihr eure Autos und Frau auch so *??)
Rechtschreibfehler sind gewollt ,und dienen zur allgemeinen Belustigung
Hallo,
offenbar gehen auch hier die Meinungen etwas auseinander. Wahrscheinlich wird, wie in vielen Fragen, die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen.
Gruß Werner
wenn man dran ist mit dem Absturz , dann ist man es halt,.. Zitat Moskito.
Wenn ich mit dieser Einstellung jedem Tag in den Hubschrauber steigen würde und unsere Jungs von der Maintenance das auch so sehen würden, dann müssten wir wohl alle in einem Luftschutzbunker wohnen und ich müsste eigentlich schon tot sein.
Schlussendlich ist jeder im Falle eines Crashes selbstverantwortlich für den Schaden welchen er Drittpersonen zufügt...aber ich teile da Norberts Ansicht dass eine regelmässige Wartung das A und O ist. Ok, auch ein top gewarteter Heli wird durch Fehlfunktion zwischen den Ohren des Piloten sicherlich auch abstürzen und das glaube ich meint Moskito ja auch mit seiner Aussage, welche ich zitiert habe.
Aber jeder der glaubt dass er durch das Auswechseln von ach so gut eingelaufenen Teilen durch neue Teile eine Fehlerquelle in seinen Hubschrauber einbaut, den muss ich eines Besseren belehren. Nicht umsonst bestehen in der Fliegerei alle 50 Stunden Maintenance-Intervalle (neben der täglichen Sichtprüfung) und es ist erstaunlich welche herstellerspezifischen Teile bei der Jahresüberprüfung (trotz regelmässiger Kontrolle) ausgewechselt werden müssen aufgrund von Materialermüdung.
Dies soll nur mal als Denkanstoss dienen....und was für die "Grossen" von Nutzen ist kann ja für die "Kleinen" nicht falsch sein
Aber zwischen Modellhubschraubern und manntragenden gibt es einen Unterschied: die Teile vom manntragenden müssen alle luftfahrtzugelassen sein. Es darf also nicht jede Firma jedes Teil herstellen. Und diese Firma darf das auch nur nachdem sie dafür zugelassen wurde.
Bei Modellhubschraubern gibt es keine solchen Voraussetzungen, die die Hersteller erfüllen müssen.
Aber ich lasse mit mir reden, dass die Wahrscheinlichkeit abzustürzen evtl. geringer ist, wenn man gebrauchte Teile gegen Neuteile austauscht
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