Das Wetter war so herrlich, dass ich nicht drum herum kam, meinen vor 4 Wochen erstandenen Raptor (50) unbedingt einmal anzutesten (bevor die schlechte "Herbstwetterzeit" beginnt).
Allso führte ich meinen Rapi letzte Woche Sonntag auf unserem Hof DAS ERSTE MAL gassi. Zuvor hatte ich die Tage damit verbracht, dem Kleinen ein Trainergestell zu basteln, meinen Starterkoffer optimal zu modifizieren (so, das alles incl. Batterie reinpasst), in den Besitz einer gebrauchten Autobatterie zu kommen und nach einem passenden Ladegerät für diese ausschau zu halten. Ach ja, grundlegend hatte ich meine Schwierigkeit den richtigen Stick-Mode für den Sender festzulegen (hab mich nun für Mode 3 entschieden) und mich nach dem richtigen Simulator oder einer günstigen Alternative dazu umzusehen.
Ja, und nun war es soweit ... ich wollte den Heli wenigstens einmal vor dem "Herbst-Scheißwetter" schnurren hören.
OK, ... betanken, Kerze vorglühen, anlassen ... auf den Hof raustragen, in Position bringen, Rotorblätter ausklappen und hinter dem Raptor in ca. 5 Meter Entfernung auf den fetten Baumstümpfen Platz genommen. Nun zuerst einwenig mit dem Gas-Knüppel rumgespielt und angetestet, bis ich einwenig ruhiger wurde (immerhin schlug mir mein Herz bereits seit einer guten viertel Stunde heftig unter mein Kinn)
Ich war mir sicher, das ich noch mehr wollte ... also den Gasknüppel leicht aber siegessicher immer weiter zu mir rangezogen. Der Raptor machte einen super ruhigen und doch leicht aggressiven Eindruck. Ich spührte, das ich ihn nicht länger auf dem Boden halten könnte und fing mit leichtem Hüpfen an. Mal weniger, mal mehr ... mal höher, mal nicht ganz so hoch. Das Problem, was ich hatte war das ständige wegdrehen des Hecks. Der Rapi stand dann irgendwann mit der Nase zu mir. Allso brachte ich zu meinen "Hüpfübungen" noch leichte Steuerbefehle hinzu, sodass er -langsam aber sicher- wieder mit dem Heck zu mir zeigte ... blos nicht vergessen, zwischendurch mal den Schweiß weg zu wischen --> der brennt sehr in den Augen <--
Eine Halbe Stunde war vergangen und es wurde bereits dunkel ... mein Herz schlug immer noch wie wild unter mein Kinn ...
Da ich merkte, das es gar nicht so schwer sei den Heli vom Boden weg zu bekommen (dafür wohl eher komplizierter sauber zu landen) gab ich ihm in micromillimetern Stück für Stück mehr pitch und siehe da ... er erhob sich nun mit einem kleinen Hüpfer, aber sanfter als zuvor ... nun spührte ich meinen Herzschlag nicht nur unter meinem Kinn ... mein Körper war -glaube ich- mittlerweile mit Adrenalin "bis zum Rand gefüllt"! Für ca. 5 Sekunden konnte ich den Raptor auf einer Höhe von ca. 40 cm halten.
Große Probleme hatte ich mit dem rechts/links Gegensteuern (Roll). Der Heli hielt sich zwar einigermaßen ruhig, doch mir fehlt noch das Feingefühl für die Steuerbewegungen ... also setzte ich ihn wieder runter, wobei das "Runtersetzen" eher ein "Runterfallen" war 8o !
Das wars ... ein tolles Gefühl ... ich hätte mir anschl. beinahe vor Freude in die Hose gepinkelt ... habe gleichzeitig meine Adern mal wieder richtig durchgespühlt ... und für mich selbst festgestellt, dass ich das RC-Helikopter fliegen unbedingt erlernen muss!
Nun warte ich auf meinen Reflex-Sim, den ich im Tausch durch eine erworbene alte Version, gegen die USB-Variante bestellt habe und der sich heute bereits im Status "Versendet" befindet. Der sollte dann morgen bei mir ankommen und mich auf dem Weg zur Deutschen Meitserschaft sicher begleiten
--> War´n Scherz !!!Ja, wahnsinn ... so viel Adrenalin hat mein Körper noch nie auf einmal gepumpt.
PS (alles nun folgende trifft sehr gut zu meiner oben beschriebenen Erfahrung).:
Adrenalin ist wie Noradrenalin ein Stresshormon, dessen Aufgabe es ursprünglich war, den Körper zu Kampf oder Flucht zu befähigen. Es besitzt ein breites Wirkungsspektrum.
Ausgeschüttet wird das Hormon bei:
- Körperlicher und seelischer Belastung
- Niedrigem Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)
- Es beschleunigt den Puls.
- Es steigert den Blutdruck.
- Es senkt die Darmmotilität. Als Darmmotilität bezeichnet man die nicht bewussten Bewegungen des Darms.
- Es erweitert die Bronchien und die Pupillen.
- Es fördert den Sauerstoffverbrauch des Körpers.
- Es stellt Energien bereit, indem Fett- und Zuckervorräte des Körpers aus ihren
Speichern gelöst werden. - Es löst Unruhe und Angst aus.


Glückwunsch
Kommentar