3S Akku, 11.1V, 1200mAh neu- Wie tief darf ich den entladen?
Hallo Gemeinde.
Ich brauche einen Tipp von erfahrenen Piloten.
Endlich traue ich mich, meinen V400D02 zu schweben. Ich habe drei neue Akkus zur Verfügung und weiß nicht, wie lange ich pro Akku fliegen darf, bzw wie weit ich sie entladen darf, ohne sie zu beschädigen. Zum Messen habe ich ein Voltmeter zur Verfügung.
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Hi,
das Schweben ist sehr "verbrauchsintensiv".
Die Lipos dürfen nicht unter 3,2V pro Zelle entladen werden.
Gängiger Wert: Bis 3,7V entladen, dann ist noch Reserve drin (das schont den Lipo und später hast Du mal für Notfallaktionen noch etwas Energie).
Die Zeit kannst Du rauskriegen, indem Du einen Lipowächter während des Fliegens einsteckst.
Er gibt Alarm, wenn die Spannung unter den eingestellten Wert fällt.
Es kommen sicherlich gleich noch weitere gute Tipps.
Nimm den, der Dir am besten gefällt.
Gruß
Klaus
Zuletzt geändert von helicopterxxl; 22.03.2012, 16:14.
Grund: Textuelle Kosmetik
G700 HeliJive+HK-4525, Futaba 18SZ, 2x G570, G500 Sport (im Aufbau)
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Vergiss das Voltmeter, das ist zu ungenau.
Du fliegst zunächst mal eine unkritische Zeit, sagen wir 4 Minuten. Dann lädst Du den
Akku wieder voll und merkst Dir, wieviele mah Du nachladen musstest. Nehmen wir an
es wären 600mah nachzuladen. D.h. Du hast in 4 Minuten den Akku zu 50% leer geflogen.
Jetzt rechnest Du hoch, wie lange Du fliegen kannst, bist der Akku zu etwa 80% leer ist.
Im Beispiel wären das etwa 6,5 Minuten. Dann prüftst Du beim laden regelmässig nach,
wieviel mah Du nachladen musst. Mehr als 80% (also bei dem Akku 960mah) sollten es
nicht werden. Bei ßnderungen am Flugstil oder Setup des Helis muss die Flugzeit angepasst
werden.
Torsten
Voodoo 600, Logo 600SX
Spektrum, Spirit, Heli X
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Hallo,
kauf dir unbedingt einen Lipo-Checker, kostet zwischen 12 und 20 Euro.
Bei deinen 1200 er Akkus sind 30% Restkapazität 360 mAh, das ist sehr akkuschonend.
Du solltest also im Idealfall ca 840 mAh nachladen.
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Zusätzlich zum Einhalten der genauen Flugminuten solltest du gelegentlich die Spannungsverläufe im Flug mit einem Junsi CellLog 8s (ca. 20€) loggen und analysieren. Also prüfen, ob Zelldrift und Minimalspannungen unter Last im Rahmen bleiben und solche Dinge.
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Die Angaben variieren ein wenig, wieviel Entladung noch "schonend" ist. 80-85% Entladung ist wohl noch einigermaßen unkritisch, noch weniger ist natürlich schöner für den Akku. Bei (fast) vollständiger Entladung ist die Beanspruchung am stärksten und damit die zu erwartende Zyklenzahl am kleinsten.
Für einen groben Check würde ich auch einen LiPo-Checker empfehlen. Es gibt einige, die die Restkapazität anhand der Spannung schätzen, das ist zwar nicht sehr genau, aber schon mal besser als nichts. Ansonsten halt gucken, was das Ladegerät sagt, wobei dieser Wert eher etwas zu hoch ist. Bei der Restspannung zählt immer die Spannung der "schlechtesten" Zelle. Bei deutlicher Drift: Akku entsorgen.
Ich gehe bei meinen Zellen bis max. 3.7V (unbelastet). Damit verbleibt eine Restladung von ca. 20% in der Zelle, sprich: viel "Luft" ist da eh nicht mehr. Bereits bei 3.2 Volt ist die Zelle so gut wie vollständig leer. Bei allem unterhalb von 3.0 Volt pro Zelle sollte man meiner Meinung nach bereits von Tiefentladung sprechen. Ab 2.8 Volt wird es kritisch: selbst nach einmaliger Tiefentladung auf Zellenspannung unter 2.8 Volt ist der LiPo normal ein Fall für die Entsorgung.
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Genau! Anfänger neigen nämlich gerne zum Fliegen bis 80%, was noch korrekt ist. Dann tüfteln sie aber noch 5 Minuten am Basteltisch bzw. am Landeplatz am Heli rum (Drehzahl messen, Spurlauf kontrollieren, Iphone Apps testen etc.), und schon ist der Akku tiefentladen.
Das mit den 3,7 Volt im Leerlauf ist also schon ernst gemeint!
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Danke Euch für die promte Hilfe!!
Ich denke, bis ich den Akkuchecker und ein Ladegerät mit Anzeige besitze, mache ich nichts verkehrt, wenn ich die Flugzeit auf 4-5 min. begrenze, das schont auch meine Nerven.
@helifliegerxxl Das hätte ich ja nun gerade andersherum erwartet. Ich dachte, beim Schweben hat der Heli am wenigsten zu tun....,wie kommt es denn, das gerade das Schweben so viel Energie saugt?
Genau! Anfänger neigen nämlich gerne zum Fliegen bis 80%, was noch korrekt ist. Dann tüfteln sie aber noch 5 Minuten am Basteltisch bzw. am Landeplatz am Heli rum (Drehzahl messen, Spurlauf kontrollieren, Iphone Apps testen etc.), und schon ist der Akku tiefentladen.
Das mit den 3,7 Volt im Leerlauf ist also schon ernst gemeint!
@Taumel S. Genau, durch die Frickelei nach dem Flug habe ich mir einen Akku vom Genius so weit entladen, das ich ihn nicht mehr laden konnte. Ich werde darauf achten!!
Vielen Dank nochmal an alle und Grüße von Marcus.
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Also, vergiss diese 80% Leier!
Wenn Du den Akku auf 80% fliegst, dann bringst Du Dich im günstigsten Fall um ein paar Minuten Spass, im schlechten Fall tötest Du den Akku.
Entscheidend ist, das der Lipo UNTER LAST (das ist das entscheidende) nicht unter 3,0Volt pro Zelle kommt.
Mutige geben 2,9 als Grenze an, auf Sicherheit bedachte 3,1 bis 3,2 Volt - ich selbst nehm immer die 3,2 Volt
Hintergrund ist ganz einfach das neue und/oder sehr gute Akkus einen sehr kleinen Innenwiderstand haben und sehr "Spannungshart" sind. Sprich, die geben sehr lange eine sehr hohe Spannung ab, um dann irgendwann sehr schnell einzubrechen. Da kann es dann schon mal sein, das man aus einem 2200er Akku 2400 mAh rausziehen kann, ohne das es dem Akku in irgendeiner weisse schadet!
Wogegen alte oder schlappe Akkus sehr viel früher an dieser Grenze sind, und die Spannung sehr viel früher einbricht. So einen Akku würde man mit der 80% Methode auf schnellstem Wege den Gar aus machen.
Drum: IMHO bestes Mittel zum Akkuschonen ist ein Lipoblitzer oder sonst irgend ein Ding, mit dem man die Spannung unterm Flug visualisiert bekommt.
wie kommt es denn, das gerade das Schweben so viel Energie saugt?
Weil die ganze Auftriebskraft durch den Rotor erzeugt wird.
Beim Rundflug (nicht 3D gekaspere) kommt noch der Auftrieb durch die Vorwärtsfahrt, durch die Anströmung des Rotorblattkreises durch die Luft dazu. Tragflächeneffekt.
Da reicht dann eine kleinere Drehzahl des Rotors um die gleiche Auftriebskraft zu erzeugen.
Weniger Drehzahl, weniger Energieverbrauch, längere Flugzeit.
Zuletzt geändert von Klaus O.; 22.03.2012, 17:13.
Gruß Klaus
Wer emotional wird hat keine sachlichen Argumente mehr und somit verloren.
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vergiss diese 80% Leier!
Die 80% sind nur ein grober Richtwert für Anfänger, die noch keine Messgeräte wie Junsi CellLog 8s, Junghans Eieruhr oder IISI-RC-Telemetrie haben. Klar hängt die Schwelle zum Landen von der Akkuqualität ab, aber viel anders als 80% wird es weder bei neuen noch bei alten Akkus sein. Man sollte natürlich speziell bei alten Akkus im letzten Flugdrittel nicht mehr Vollgas geben.
PS: Das Zittern des Pitchdaumens macht bestimmt mehr Stromverbrauch aus als der Unterschied zwischen Schwebestrom und Strombedarf beim Rundflug.
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Hi!
Ja, mit dem groben Richtwert hast Du recht, alledings werden diese 80% so Gebetsmühlenartig wiederholt, das es, gerade bei Anfängern, so rüberkommen kann, als ob das das allgemeingültige Akkuschongesetz währe...
Das der Schwebeflug mehr Strom braucht hab ich auch schon oft gehört, allerdings hab ich, wenn ich jetzt vom meinem 450er ausgehe (FBL, 2200 rpm, halbsmetrische Blätter), runde 10 Minuten schweben und im lockeren Rundflug (mehr geht mit 2200 eh ned ) sinds genauso 10 Minuten.
Ja, mit dem groben Richtwert hast Du recht, alledings werden diese 80% so Gebetsmühlenartig wiederholt, das es, gerade bei Anfängern, so rüberkommen kann, als ob das das allgemeingültige Akkuschongesetz währe...
es ist _ein_ Paragraph im Akkuschongesetz. Da Du "schon" bei 3,2 Volt unter
Last landest, während Du anderen 2,9 Volt zugestehst, zeigt ja schon, was
von dieser Variante zu halten ist: Sie ist unsicher. Die 80%-Methode, also auf
Zeit fliegen, und eine regelmässige Kontrolle mit dem Ladegerät, also auch
mal die Einzelspannungen der Zellen anzeigen lassen, reicht IMHO völlig aus. Zumindest solange man den Akku im Flug nicht übertrieben fordert, so wie es
hier noch(?) der Fall sein dürfte.
Ausserdem erfodert es kein Zusatzequipment, sondern nur ein ordentliches
Ladegerät und das braucht man sowieso.
Torsten
Voodoo 600, Logo 600SX
Spektrum, Spirit, Heli X
Da Du "schon" bei 3,2 Volt unter
Last landest, während Du anderen 2,9 Volt zugestehst, zeigt ja schon, was
von dieser Variante zu halten ist: Sie ist unsicher..
Nein, die allgemein angenommene Mindestspannung für die Zellen sind die genannten 2,9 Volt. Ich lande bei 3,2 schlicht aus dem Grund, weil wie bereits ausgeführt, gute Lipos am Schluss schnell einbrechen und ich mir den Akku nicht grillen will, weil ich wegen Windböen oder ähnlichem ned schnell genug landen kann.
Nein, die allgemein angenommene Mindestspannung für die Zellen sind die genannten 2,9 Volt. Ich lande bei 3,2 schlicht aus dem Grund, weil wie bereits ausgeführt, gute Lipos am Schluss schnell einbrechen und ich mir den Akku nicht grillen will, weil ich wegen Windböen oder ähnlichem ned schnell genug landen kann.
Und das bezeichnest Du nicht als unsicher?
Ich halte von der Spannungsmesserei nicht viel. Das was mich
interessiert ist einzig die entnommene Kapazität. Deshalb fliege
ich derzeit noch auf Zeit, bis es für die Spektrum-Telemetrie endlich
mal den schon lange angekündigten Sensor geben wird.
Aber grundsätzlich kann das jeder machen, wie er es für richtig
hält. Den einzig wahren Weg gibt es hier nicht. Wenn ich mich
recht erinnere liegt die untere Grenze der Spannung für Lipo-Zellen
bei 2,7 Volt. Drunter ist definitiv Exodus.
Torsten
Voodoo 600, Logo 600SX
Spektrum, Spirit, Heli X
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