nach all den Infos die Ich hier bisher über Lipos sammeln konnte, sind die Modellbau-Lipos nach so spätestens 3-4 Jahren durch, wohl auch wenn man sie nicht verwendet.
Verwiesen wird man immer auf irgendwelche Zerfallsprozesse. Ich frage mich jedoch, warum ist das eigentlich so?
Selbst fehlen mir noch die Langzeiterfahrungen im Heli-Bereich.
Mit Lithium allgemein habe Ich unterschiedliche Erfahrungen. Oft gehen sie irgendwann den Bach runter. Außnahmen gibts aber auch!
Mein Metusalem was Flugakkus betrifft, ist ein Wowee Blade Star. Weiß nicht ob den einer kennt, das ist so ein großer Stüroporpropeller der durch kleine Luftschrauben in Drehung versetzt wird und dann aufsteigt. Das Ding habe ich seit 5-6 Jahren und es fliegt noch. Allerdings nur bei Raumtemperatur, also wenns draußen kühl ist reicht der Schub nicht mehr.
Persönlicher Rekordhalter was Lithium allgemein betrifft, ist so ein Mini Akkuschrauber von 2006, der heute eigentlich noch genauso funktioniert wie damals. Sind also immerhin 8 Jahre. Sehr auffällig dabei, da ist eine einzelne Rundzelle drin, wie beim Laptop-Akku. Genau die gleichen Rundzellen in besagten Laptopakkus haben dagegen auch wieder eine nicht gerade lange Halbwertszeit.
Mein Zyklensieger ist der Lipo aus meinem HTC Desire S, welches Ich 2011 erworben habe.
Ich nutzte dieses Smartphone fast 2 Jahre lang intensiv, dann ging es 3 Wochen vor Garantieende kaputt und wurde auf Garantie repariert. Dabei wurde der Akku aber natürlich nicht getauscht. Dieses Telefon habe Ich dann Weihnachten 2013 meiner Tochter geschenkt, die das zum stundenlangen daddeln benutzt, wodurch es nun manchmal sogar mehrfach täglich an die Dose muss. Also muß es weit über 500 Ladungen drin haben, und bisher ist der Akku noch ok. Die Akkus meiner vorhergehenden Telefone zeigten bei weit weniger Ladungen bisher nach 2 Jahren die ersten Ermüdungserscheinungen.
Diese Erfahrungen beweisen für mich doch, das eine "Alterung" aufgrund irgendwelcher chemischen Reaktionen zumindest innerhalb von 5-6 Jahren keine Rolle spielen müsste. Also warum gehen die Akkus dann kaputt? Ist die Belastung im Heli einfach zu stark? Oder füllen vielleicht gar die Hersteller einfach so eine Art chemische Zeitbombe ein, damit der Umsatz gegeben bleibt?
Die Modellbauakkus sind ja finanzierbar, ein Grund warum Ich mir diese Frage momentan aber Stelle ist (offtopic) das Auto. Ich fahre einen (Hybrid) Toyota Prius. Dieser arbeitet noch mit NiMh Akkus. Die Erfahrungen damit zeigen das die (kaldenarisch) eigentlich halten. Inzwischen gibts Fahrzeuge die nach über 10 Jahren noch problemlos mit den Originalakkus laufen. Meiner ist jetzt 7 Jahre alt, und während die 12 Volt Starterbatterie nächsten Winter wohl ihr Limit erreicht, funktioniert die Hybridbatterie wie am ersten Tag. Aus familiären Gründen (und wegen Helitransport
) liebäugel Ich aber mit der Van-Variante. Der hat aber ein Li-Ion Akku. Was genau weiß nur Toyota, ist aber kein LiFe. Da ist jetzt natürlich die Frage, wird auch dieser Akku 10-15 Jahre lang ein Autoleben bestreiten können? Toyota sagt Ja, gibt aber nur noch 5 Jahre Garantie drauf. Weil hier reden wir über Beträge, da will man dann doch nicht mal eben n neuen Akku kaufen müssen.Da ist jetzt die Frage, wird so ein großer LiPo mal locker 10-15 Jahre alt, oder gibt es da wirklich irgendwelche Limits die das Schwierig machen?
Fragende Grüße,
Thomas.



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