Evolution

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  • nopost123
    Member
    • 14.09.2009
    • 516
    • Norbert
    • Altenberge, FMSC-Steinfurt

    #1

    Evolution

    Hallo liebe Helifreunde
    Nun ist es geschafft. Mein guter alter Star Ranger bekommt seine dritte Mechanik. 1990 rüstete ich ihn mit den damals üblichen Antriebstechniken aus. Heim Mechanik, Webra bzw. HP 10ccm Antrieb, RS 700 Servos, 35 MHz., Vierblattrator.
    Abfluggewicht vollgetankt 6,5Kg. Rotordurchmesser 1,58m. 1994 erfaßte mich dann das Elektrofieber mit einem Logo 30 von Mikado. So blieb der "Verbrenner" viele Jahre ungenutzt in der Ecke stehen.
    Im Herbst 2008 beschloss ich dann ihn auf Elektro umzubauen. Als Antrieb wurde ein Hyperion Z4045 mit dem Regler Jeti Spin 99 verwand. Als Fernsteuerung wurde das Jeti 2,4GHz - System eingesetzt. Die Servos wurden nach kurzer Erprobung im Januar 2009 gegen Savöx - Typen ausgetauscht. Die Stellkräfte und die Geschwindigkeit waren deutlich besser. das Modell flog mit dieser Ausrüstung "klasse". Leider stellte sich im Verlauf der Weiteren Flugerprobung heraus, dass das Hauptzahnrad (Glockenrad 16mm Zahnhöhe) den Belastungen des Elektromotors nicht gewachsen war. In beiden Fällen viel das Zahnrad mitten im Flug aus und das Modell mußte durch AR gerettet werden. Das war mir auf Dauer zu riskant. Ein letzter Versuch mit den Vario-Glockenrädern war mir zu ungewiss, da ich mit den Spezial-Glockenrädern mit 16mm Zahnhöhe in der Vergangenheit schon sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Hier war wohl eher das Grundprinzip der Mechanik am Ende. ßber eine Zahnradkombination 10:40 (und auch noch ein Innenzahnrad!) 2KW und vielecht auch noch mehr zu übertragen ist für eine solche Konstruktion zu viel des Guten. Nicht vergessen werden darf bei dieser Betrachtung, dass hier ein Vierblattrotor angetrieben wird. Das aufzubringende Drehmoment ist schon deutlich höher. Dies merkt man bei jedem Mehrblattrotor an der deutlich anderen Einstellung des Heckrotors. Mit einem Zweiblattrotor habe ich das Hauptzahnrad noch nie in der Luft überlasten können.
    Nach den positiven Erfahrungen mit meiner neuen Mechanik M2010 ab Anfang Januar 2010 beschloss ich nun im Herbst des Jahres diese Mechanik einzubauen. Gesagt - getan. Es wurde eine neue M 2010 in CFK gebaut. Da der Hyperion schon ohne Last immer ca. 75°C Wicklungstemperatur hat habe ich auch hier gleich eine zusätzlich Gebläsekühlung vorgesehen. Weitere Daten zur M2010 stehen in meinem Album.

    Nun zum Abschluß noch ein paar Fotos. Ein Video werde ich demnächst einmal einstellen.

    mfG

    Norbert
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von nopost123; 05.12.2010, 14:57.
    Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.
  • nopost123
    Member
    • 14.09.2009
    • 516
    • Norbert
    • Altenberge, FMSC-Steinfurt

    #2
    AW: Evolution

    Hallo liebe Helifreunde
    Wie versprochen stelle ich ein erstes Video der Elektro-Flugerprobung der ersten Generation ein. Die neue Mechanik werde ich wohl erst im Januar einfliegen können.




    mfG

    Norbert
    Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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    • rexmex
      rexmex

      #3
      AW: Evolution

      Interessantes Projekt! Und ziemlich flott unterwegs der Brummer

      Grüße
      Carsten

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      • Sebastian
        Sebastian

        #4
        AW: Evolution

        Hi Norbert,

        wie immer schön zu lesen was du so machst,nun auch mal was zu sehen.

        Schön geflogen,der Kopf scheint sehr stimmig.
        Köntest du zu diesem noch was schreiben?Ist es der auf dem letzten Bild?

        Da ich ja auch ein Fan des Stabilosen fliegens bin,wenn es nicht unbedingt sein muss oder es sich nicht um ein für dessen Einsatz prädestinierten Modells handelt, würd ich gerne mehr Einzelheiten über deinen Kopf (der auf dem Heli) wissen (Lagerung Blatthalter,Hersteller...)

        Grüße und weiter so!

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        • nopost123
          Member
          • 14.09.2009
          • 516
          • Norbert
          • Altenberge, FMSC-Steinfurt

          #5
          AW: Evolution

          Hallo Sebastian
          Hier ein paar Daten zum Rotorsystem. Der Rotorkopf ist aus einer 50mm Stange PA6 gedreht. Der Außendurchmesser liegt bei 45 mm. Die Höhe vor der Verjüngung zur Rotorwelle ist 25mm, der Bereich der Verjüngung ebenfalls 25mm. Bei den heutigen Köpfen verjünge ich auf 26mm. Die älteren Systeme hatten eine 10mm Rotorwelle. Heute verwende ich 12mm Rotorwellen die mit 8mm ausgebohrt werden. Die Blattlagerwellen sind 8mm Silberstahl. Alle Schrauben sind 4 mm. Der gewindelose Schaft ragt dabei deutlich über das jeweilige Bauteil hinaus ins Material hinein. Die Querbolzen der Blattlagerwellen haben keine Gegenmutter sondern werden in das Polyamid hineingedreht. Es werden Inbußschrauben mit ca. 20mm Schaft und 10 mm Gewinde der Güte 8.8 verwendet. Der Inbußkopf ist im Rotorkopf versenkt, so das man eine glatte Fläche erhält. Bei der letzten Ausführung habe ich ihm ein Alukäppchen verpasst. Hat aber nur optische Gründe. Die Fliehkraftbelastung des Kopfes liegt bei ca. 3500N. (1500U/min). Der Kopf ist also eine ganz simple Konstruktion. Als Blatthalter kommen Kunststoffausführungen zum Einsatz.(Vario,Mikado).
          Die Flugeigenschaften werden von den Rotorblättern bestimmt. Das Foto zeigt die Form- und Bauweise meiner Bell 47 Blätter. Die Mehrblatt-Rotorblätter sind aber ähnlich aufgebaut. Die Blätter werden aus in der Tiefe gestaffelten, mehrlagigem Glasgewebeband Laminiert. Als Holm wird ein 5,5mm Alurohr verwendet. Bei den Mehrblattköpfen hört das Alurohr ca. 20cm vor dem Blattanschluß auf! In derBlattnase bzw in der Blattspitze wird das Bleigewicht einlaminiert. Die Bleigewichte werden in einer Form vorher gegossen. Durch diese Bauweise kann ich die Wirkung des Schlaggelenkes gut abstimmen. Im äußeren Bereich bildet das Rohr mit dem Laminat einen sehr verwindungssteifen Torsionskasten. Durch die geringe Blatttiefe (44 bis 42 mm) sind die Blätter ausreichend schlagweich, so das sie mit einem fast starren Rotorkopf sehr gut zurecht kommen. Dieses Grundprinzip hatte Günter Knipprath in den 80er Jahren entwickelt und in seinen Multiblade Rotorsystemen vermarktet. Mit seinen Blättern habe ich damals meinen ersten selbst gebauten Rotorkopf auf einer Bo 105 geflogen. (flog klasse). Spin Blade scheint dieses System wiederentdeckt zu haben und verhilft so vielen kleineren Helis zu sehr guten Flugeigenschaften. Der Wirkungsgrad der schmalen Blätter ist sicherlich deutlich schlechter als tiefere Blätter(Re-Zahl Problem), dafür aber sind die Flugeigenschaften "erste Sahne". Man kann halt nicht alles haben. Nun noch ein paar Bilder zum Abschluß.

          mfG

          Norbert
          Angehängte Dateien
          Eigenbau-ElektroMechanik M2010/FC28-Jeti+FF9,Scale- und Rumpfhubschrauber mit Rigidköpfen.

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          • Sebastian
            Sebastian

            #6
            AW: Evolution

            Danke!

            Kommentar

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