Ich habe mir einmal beschädigte Rotorblätter vorgenommen um zu testen was genau passiert wenn ein solches Rotorblatt auf Zug belastet wird. Wann reist das Blatt ab?. Das abgebildete weiße Rotorblatt hatte eine kleine "Macke" dicht hinter dem Blatthalter im Nasenbereich. Das Blatt wird normal mit ca. 2200N bei 1500U/min an einem Dreiblattkopf betrieben. In meinem Prüfstand habe ich es mit doppelter Last beaufschlagt. Im ersten Schritt ca. 12h mit 3800N, dann ca 1h mit 4400N. Dann war das Blatt hin. Die Bruchstelle ist genau dort wo die Beschädigung vorher entstanden war. Beim Test im Prüfstand wird rein statisch gestestet. Im Flug kommen aber noch beträchtliche dynamische Kräfte hinzu. So kann aus einem Haarriss ein katastrophaler Bruch werden. ßbrigends: Bei 4400N klingt das Rotorblatt beim "anzupfen" wie die Saite einer Gitarre.
Die Erkenntnis nun: Lieber ausmustern als einen Heli oder Personen/- Sachschaden zu riskieren.
Die Bilder mit den Blattbolzen zeigen auf wie stark der Einfluß einer spielfreien Führung im Blattanschluß ist. Das Transparente Rotorblatt hat nur einen einlaminierten Holzklotz. Die Bohrung wird anschließend in einer Bohrschablone eingebracht. Das rote Blatt besitzt eine einlaminierte Messinghülse. Hier ist die Passung deutlich besser. Folglich verbiegt sich die Blattbefestigungsschraube auch stärker. Die verwendeten 8.8er Schrauben halten bei 2500N in Verbindung mit dem verwendeten Kunststoff Blatthalter noch stand. Bei 4570N sieht das dann aber so wie auf den Bildern aus.
mfG
Norbert

. Was hast du denn da für Geräte?




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