Ich hab das Problem, dass trotz mittelteurer Bohrer, der Dremel Workstation (Standbohr-Zubehör) und vorherigem ankörnen mit dem Hammer und einer Spitze (oder wie das heißt) der Bohrer immer etwas wegläuft. Die Löcher sind etwas verschoben. Gibt es ein spezielles Vorgehen, was das verhindern kann? Brauch ich doch eine richtige Standbohrmaschine?
Versuch mal n bisschen Seifenwasser zum bohren zu nehmen.
Drehzahl nicht zu hoch. Ich bohr fast alles frei Hand mit nem umgebauten Akkuschrauber (4s Lipo mod)
Zum ankörnen nutz ich bei CFK einen spitz zurecht geschliffenen Schraubendreher,
mit dem ich dann quasi etwas vorbohre.
Ansonsten, ein "normaler" Bohrer wird dir immer etwas weg laufen.
Es gibt aber extra Hartmetallbohrer, die einen dicken Schaft und eine relativ kurze Schneide haben.
Auch finde ich es wichtig, das CFK Werkstück beim bohren (wenn möglich) im Schraubstock, oder wenn es eine CFK Platte ist, auf eine Aluplatte zu spannen.
Man nennt Hammer und spitze wie du sagst im Fachmund körner und hammer. Wenn du dieses richtig einsetzt sollte die Bohrung nicht verlaufen. Es gibt auch spezielle zentrier Bohrer, macht aber auch nur Sinn, wenn du das Werkstück gegen verrutschen sicherst. Am besten Punkt genau körnen und mit einem kleinen bohrer nicht viel größer als der körnerpunkt vorbohren, dann nach belieben aufbohren, immer nächst größer, das der größere Bohrer mit den schneiden in die Bohrung passt. Viel Erfolg ;-) bei sehr dünnem Material achte darauf, daß sich die Platte nicht hochzieht! Und niemals festhalten, dass kann zu bösen Verletzungen führen!!!
Das Problem beim bohren von Platten ist auch, dass der Bohrer beim ansetzen sich ein paar Zehntel Millimeter durchbiegen kann und so zuerst trotzdem sauber in die Körnung rutscht, auch wenn die Zentrierung nicht zentrisch unter dem Bohrer liegt.
Beim durchbohren zentriert sich dann der Bohrer, indem die Nebenschneide (das ist die Längsnut am Bohrer), seitlich Material entfernt und schon ist das Loch außer Mitte.
Wenn du die Platte von Hand fest hältst, setz den Bohrer leicht an der Körnung an, lass die Platte locker genug damit sie sich ausrichten kann, dann halt sie wieder fest und bohr durch.
Braucht etwas Gefühl, aber klappt auch ganz gut.
NE Solo Maxx BL Nightflight; T-Rex 150;
Forza 450EX; Forza 700;
T14SG
Am besten Punkt genau körnen und mit einem kleinen bohrer nicht viel größer als der körnerpunkt vorbohren, dann nach belieben aufbohren, immer nächst größer, das der größere Bohrer mit den schneiden in die Bohrung passt.
Kleiner Tip:
Vorbohren niemals nach belieben!
Vorbohren immer nur leicht größer als die Querschneide des nächst größeren Bohrers!
Sonst hakt dir der Bohrer beim aufbohren ein und das Loch verläuft dir umso schneller.
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Noch etwas, wenn du wie ich lese von Hand bohren möchtest, gehe vor, wie ich gerade beschrieben habe und fixieren deine platte auf einem glatten Holzbrett. Bohre einfach durch bis ins Holz, dann klappt es bei richtiger körnung auch sehr gut. Vor allem biegt sich nichts durch und du hast die Hände frei. Die Bohrmaschine immer schön gerade halten und nicht zuviel Druck, lass den bohrer arbeiten und gib ihm etwas Drehzahl. Das Eigengewicht der Bohrmaschine sollte zum bohren kleiner Löcher schon vollkommen reichen, nur so als Anhaltspunkt. Je kleiner der bohrer, desto größer die Drehzahl.
Vorbohren immer nur leicht größer als die Querschneide des nächst größeren Bohrers!
Sonst hakt dir der Bohrer beim aufbohren ein und das Loch verläuft dir umso schneller.
Danke für die Info, bin schon ein paar jahre Maschinenbau- Techniker und kenne mich ein bisschen damit aus, versuche es hier nur mit einfachen Mitteln zu erklären. Einfacher wäre es dabei zu sein, aber. . . Mit nach belieben war nur der Enddurchmesser gemeint! :banghead: Bitte richtig lesen, dann meckern
Danke für die Info, bin schon ein paar jahre Maschinenbau- Techniker und kenne mich ein bisschen damit aus,
Bin ich auch.
Hab damals bei der BASF wochen- ach was sag ich.... Monatelang lernen müssen / dürfen, dass Löcher bohren nicht gleich Löcher bohren ist.
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Wie du schon sagtest: am besten auf einem glatten Holzbrett, so kann sich die CFK-Platte schön zentrieren und dann vorsichtig durchbohren.
Allerdings, deine Idee mit dem Zentrierbohrer ist auch nicht schlecht.
Ein Standart Zentrierbohrer hat ja 3,15mm.
war generell auch nicht böse gemeint
Hab ich auch nicht so aufgefasst.
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Ist zwar nicht mehr ganz Topic, aber trotzdem interessant:
Wenn ihr Löcher in dünnes Material (z.B. Blech) bohren wollt, wird das Loch oft eckig und nicht rund.
Dafür kann man dann einen normalen Stahlbohrer entsprechend schleifen.
Er hat dann ßhnlichkeit mit einem Holzbohrer und bohrt saubere runde Löcher.
Allerdings, vorbohren iss nicht! Geht nur ins Volle und etwas ßbung beim umschleifen braucht es auch.
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