ich hab in letzter Zeit öfter mal Sachen oder Bilder über die Focke Wulf "Triebflügel" gesehen und frage mich gerade nach der technischen Umsetzbarkeit geneerell, oder auch in ein Modell (hier sind Bilder des Konstrukts zu finden: )
Ich hab jetzt keine Ambitionen (und auch keinen Platz und Equipment
) um das Ding tatsächlich zu bauen, finde es aber eine nette "Denksportaufgabe" mal über die Konstruktion und deren Fallstricke nachzudenken.Ich mach mal locker den Anfang und bin gespannt was so alles zusammenkommt!

- einfachster Aufbau mit einem zentralen Motor fällt flach, da kein Momentenausgleich zur Verfügung steht
- das zweit-einfachste wäre zwei gegenläufige Rotoren zu verwenden, ist aber nicht die ursprüngliche Idee
- Man könnte die Tragflügel stabil bauen mit Durchleitung der Kabel und kleine EDF's ranhängen
- aber wie dann mit Strom versorgen? Bei Schleifringen dürften die Bürsten (heißt das da so?) kaum die Ströme auf Dauer aushalten und wohl auch nicht die erforderlichen Drehzahlen; man könnte vielleicht den Strom über die Lagerung (Wälzlager) direkt leiten, da haben die Teil ja alle Kontakt, allerdings sind die Kontaktstellen nur Punkt- oder Linienförmig, da dürfte die Temperatur doch recht hoch werden (ßbergangswiderstand), was weder Material noch Fettfüllung lange mitmachen.....
- wie erfolgt der ßbergang von senkrecht auf waagrecht? ßber zyklische Blattverstellung, also "nach vorne kippen" bis die gewünschte Fluglage erreicht ist? Und dann? Um fliegen zu können, müsste man ständig eine leichte Anstellung aufrecht erhalten zwischen Auftrieb und Vorwärtsflug (das müsste doch recht komisch aussehen, als ob man zwar will, aber net kann......)
- ich hab noch keine eindeutigen Infos gefunden (hab auch noch nicht ernsthaft genug gesucht) was im Vorwärtsflug passiert: im I-net meinte einer der Rotor wird dann arretiert und funktioniert als starre Tragfläche, die Triebwerke erzeugen dann nur noch Vorwärstschub... das würde aber nur in einer einzigen Stellung funktionieren (einer der drei Flügel senkrecht, die anderen beiden sich genau gegenüber), sonst fliegt man ja immer im Kreis. Auch wäre es wohl schwierig das Gebilde bis zum Stillstand abzubremsen, ohne entweder abzustürzen, oder die Struktur gepflegt zu zerlegen.....
- was passiert im umgekehrten Fall? Von einer starren Tragfläche plötzlich in rotierende umschalten hatte ich nur einmal, als ich bei ner kleinen Schaumwaffel die Schraube zur Fixierung der Flügel am Rumpf vergessen hatte... bei der ersten engen Kurve hat sichs gelöst, und was soll ich sagen, es hat nicht funktioniert!
- jetzt fällt mir auf die schnelle nix mehr ein, außer vielleicht, das die Amis in den 50ern das Konzept zwar aufgegriffen haben, aber normale Tragflächen und an der Front zwei gegenläufige Propeller installiert haben, also auch nicht die originale Idee .......... (z.B. Lockheed XFV-1 - Wikipedia)

...Praxis = vergiss es!...Du bekommst die Drehzahl gar nicht 

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